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    Interne Bewerbung - ich bin im Gespräch HILFE ;-)

    Hallo zusammen,

    ich habe mich Abteilungs-Intern auf eine neu geschaffene Stelle beworben.

    Zum Hintergrund: bei uns wird mal wieder fleissig umstrukturiert und meine derzeitige Stelle ist jetzt schon deutlich verändert worden und die restlichen interessanten Aufgaben werden vermutlich der Umstrukturierung bzw. der Digitalisierung zum Opfer fallen. Wenn ich nicht aktiv geworden wäre, würde ich irgendwann dann einer Stelle zugewiesen werden, die mich absolut nicht reizt.

    Meine beiden "Interview"-Partner kenne ich zum Glück aus meinem vorigen Arbeitsleben noch, einer war vor Urzeiten mal kurzzeitig mein Vorgesetzer und einer mal als studentische Aushilfe tätig. Beides aber einige Jahre her, wobei ich zu beiden damals einen sehr guten Draht hatte. Beide sind jetzt aber in der Personalabteilung, haben also mit meiner Arbeit an sich nichts zu tun.

    Nun hat mein letztes Vorstellungsgespräch stattfgefunden als ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben hatte. Danach ist irgendwie immer alles so seinen Gang gegangen bzw. die Stellen waren nicht offiziell ausgeschrieben und man hat sich kurz zu einem Gespräch in der Mittagspause getroffen..

    Die Stelle ist meiner bisherigen sehr ähnlich, was vermutlich auch ein grosser Vorteil sein wird, da es kaum vergleichbare Stellen in unserer Abteilung gibt. Aber nur deswegen will ich mich nicht in Sicherheit wiegen.

    Ich habe mich bislang wie folgt vorbereitet:
    - wer bin ich und was habe ich gemacht
    - warum will ich diese Stelle bzw warum habe ich mich beworben ??
    - was sind meine Stärken und Schwächen ??
    - was ist mir in meinem Job wichtig und wie kann ich meine Fähigkeiten in die Stelle einbringen ??
    - wie stehe ich zu der kompletten Umstrukturierung (man muss dazu sagen das die es wirklich in sich hat - danach wird wenig so sein wie vorher...)
    - wie stehe ich zu den allgemeinen Veränderungen die der Job so mitbringt (grosses Thema im Unternehmen bzw. in der Branche)
    - wo sehe ich mich in 10 Jahren (evtl ist die Frage aber gar nicht so relevant, da es sich um keinen Job mit viel Aufstiegspotenzial handelt )
    - Begründung warum ich die Stelle will obwohl sie laut Gehaltstabelle eine Gruppe tiefer ausgeschrieben ist ??
    - was mache ich wenn meine Bewerbung keinen Erfolg hat ??
    - offene Fragen klären

    An die Profis: was habe ich vergessen, was sind do´s and dont´s ?? Ist besonders im Hinblick auf eine interne Bewerbung noch etwas zu beachten ??

    DANKE schonmal...

    LG Pippi

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    AW: Interne Bewerbung - ich bin im Gespräch HILFE ;-)

    Zitat Zitat von Pippilotta77 Beitrag anzeigen
    An die Profis: was habe ich vergessen, was sind do´s and dont´s ?? Ist besonders im Hinblick auf eine interne Bewerbung noch etwas zu beachten ??
    Hallo Pippilotta,
    grundsätzlich ist bei Vorstellungsgesprächen wichtig, den Schwerpunkt bei den Antworten darauf zu legen, warum gerade DU besonders gut in der Lage bist, „den Berg Arbeit wegzuschaufeln, der da vor dir liegt“. Denk dich bei der Vorbereitung also möglichst in deine Interviewpartner bzw. Vorgesetzte hinein. Das was du selber willst, ist weniger relevant.
    Zähle auch nicht einfach deine Stärken auf („Ich bin teamfähig, flexibel und ...“), sondern wähle zwei, drei für die neue Stelle besonders relevante Stärken aus und belege die jeweils mit Beispielen aus deiner jetzigen Tätigkeit.
    Mach aus Schwächen Stärken. Also wenn du (als Beispiel!) in einer komplett neuen Situation eher ruhig bist, was andere ggf. als schüchtern empfinden könnten, kann man z.B. sagen, dass man in Situation XY eher ruhig ist, aber die Zeit nutzt, um einen Eindruck von der Gesamtsituation, Arbeitsabläufen etc. zu gewinnen (konkreter auf die Stelle benennen).
    Überlege als allgemeine Vorbereitung (schriftlich), welche Fähigkeiten/Erfahrungen du im neuen Job vermutlich brauchst und welche du durch deinen bisherigen Job bereits hast. Vergiss auch vermeintliche Nebensächlichkeiten nicht. Beispiel: Meine Arbeit ist eigentlich keine PC-Arbeit und trotzdem muss ich quasi täglich mit drei völlig verschiedenen Datenbanken arbeiten. Eine Einführung habe ich nur in eine bekommen. Es würde mir also leicht fallen, mich in eine andere Datenbank einzuarbeiten.

    Überlege dir unbedingt vier, fünf Fragen, die du am Ende stellen kannst. Kann sein, dass die ein oder andere im Gespräch schon geklärt wird, aber so hast drauf jeden Fall noch Möglichkeiten zur Rückfrage (keine Fragen haben ist weniger optimal).

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    AW: Interne Bewerbung - ich bin im Gespräch HILFE ;-)

    Deine Überlegungen als auch die von Sunflower sind grundsätzlich gut. Allerdings habe ich in meiner jetzigen Firma zwei Mal intern gewechselt und ganz andere Erfahrungen gemacht. Das erste Mal war direkt vergleichbar zu deiner jetzigen Situation: Aufgrund von Umstrukturierungen war abzusehen, dass meine damalige Stelle wegfallen wird. In einem anderen Bereich war eine ähnliche Position ausgeschrieben. Den Chef kannte ich auch schon bzw. hatte bei Projekte immer mal wieder mit ihm zu tun und wusste, der mag mich. Daher war das Gespräch sehr nett, kein typischen Jobinterview, sondern ich habe von meinen Erfahrungen im alten Bereich erzählt und es kamen wenig Rückfragen (schon gar keine Stressfragen). Das zweite Mal war vor 7 Jahren eine interne Bewerbung auf eine ganz andere Funktion. Die Stelle war allerdings noch gar nicht ausgeschrieben, sondern der damalige Abteilungsleiterin hatte mich in einem informellen Gespräch gefragt, dass er bald eine Vakanz in einem Team hat und ob das nicht was für mich wäre. Als ich Interesse signalisiert habe, hat er ein Meeting mit meiner zukünftigen Vorgesetzten arrangiert. Die brachte dann das Jobprofil mit in das Gespräch, das wir durchgingen und sie eigentlich nur wissen wollte, ob ich mir das alles zutraue (wie gesagt, war etwas ganz anderes). Also auch kein klassisches Jobinterview, aber es kam wohl gut an, dass ich bei zwei, drei Sachen auch zugegeben habe, dass ich da Unterstützung brauche. Da war auch niemand von der HR Abteilung dabei, weil die Stelle noch nicht ausgeschrieben war.

    Das ist bei dir ja anders, du kannst sicher damit punkten, wie du deine Kompetenzen aus der jetzigen Stelle in die neue Position einbringen kannst. Viel Glück!
    Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen. Oscar Wilde


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