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  1. Registriert seit
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    Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Hallo an alle!

    Ich bin neu hier, nachdem ich schon seit ein paar Monaten immer mal wieder hier mitlese. Ich fand das Forum hier sehr interessant und habe in letzter Zeit vor allem die Bewerbungs- und Jobthreads immer wieder durchstöbert, weil mich das Thema gerade sehr beschäftigt.

    Kurz zu mir:
    Ich werde demnächst 25 und schreibe aktuell meine Masterarbeit, für die ich noch bis Ende Februar Zeit habe. Parallel dazu nehme ich gerade das Thema "Jobsuche" in Angriff. Studiert habe ich Germanistik und ein zweites medienaffines Fach (da dies ein sehr kleiner Studiengang ist, will ich den genauen Namen hier nicht hinschreiben, aber ein "Orchideenfach" ist es bestimmt nicht). Passend zu diesem Studium und den Sachen, die ich nebenbei gemacht habe, kämen Jobs in Bereichen wie PR, Pressearbeit, Journalismus usw. infrage. Ich finde da auch reichlich bei StepStone, LinkedIn und Co., daran scheitert es also nicht.

    Was mich nur immer wahnsinnig verunsichert, ist, dass dort meistens "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" jemand gesucht wird. Ich interpretiere das immer als "Wir suchen jemanden, der am besten SOFORT anfangen kann." Nun ist da aber noch diese blöde Masterarbeit, mit der ich mich aufgrund meiner Depressionen (ich bin seit mehr als einem Jahr in Therapie. Eigentlich war ich damit auf einem guten Weg, aber meine extremen Zukunftsängste blockieren gerade so ziemlich alles) extrem herumquäle. Mein frühestmöglicher Einstiegstermin wäre eigentlich Anfang Februar, wahrscheinlich würde ich die Arbeit bis dahin schon schaffen können, wenn ich mich bis dahin zusammenreiße), ich glaube, früher würde tatsächlich schwierig werden.

    Deshalb meine Frage an diejenigen hier, die mit sowas Erfahrung haben: Macht es überhaupt Sinn, sich jetzt schon auf Stellen zu bewerben, die "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" ausgeschrieben sind, wenn man selbst Anfang Februar als Einstiegstermin angibt? Mein Wunsch wäre es, zum Ende meines Masters hin möglichst nahtlos den Übergang in irgendeine Stelle zu schaffen und aktuell werden etliche Sachen ausgeschrieben, die mich interessieren, aber der "nächstmögliche Zeitpunkt" verunsichert mich eben.

    Ach Mann, das Ganze schlägt mir gerade echt aufs Gemüt. Zudem läuft meine Kurzzeittherapie demnächst aus und nun muss ein Gutachter entscheiden, ob ich eine Langzeittherapie machen kann bzw, ob die KK das übernimmt. Das stresst mich gerade noch zusätzlich, weil ich echt Angst habe, dass das abgelehnt wird. Und im Moment saugt diese Zukunftsangst meine ganze Energie komplett aus, ich schlafe kaum und bin dann tagsüber so kaputt, dass ich alles vernachlässige. Dadurch wird natürlich meine Masterarbeit ausgebremst. Hat jemand zufällig Erfahrungen mit Depressionen und diesen unsicheren Übergangsphasen? Aus meiner Sicht ist das gerade eine ganz schlimme Kombination (Ich bitte um Entschuldigung, dieser Abschnitt gehört vielleicht ins Depressionsforum. Wenn ihr wollt, mache ich da einen neuen Thread auf).

    Ich danke schonmal allen, die sich die Zeit für diesen Beitrag nehmen!

    LG Lily

  2. Avatar von Sneek
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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Der nächstmögliche Termin ist der nächste, den Du möglich machen kannst. Von jetzt bis Februar sind drei Monate, das finde ich vertretbar.


  3. Registriert seit
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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Ich habe gerade genau so eine Zusage bekommen, "nächstmöglicher Zeitpunkt" waren bei mir auch genau 3 Monate.


  4. Registriert seit
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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Hallo Sneek und Saetien2, vielen Dank für eure Antworten!

    Saetien2, Glückwunsch zu deiner Zusage!

    Das klingt doch schon mal so, als seien drei Monate nicht so unüblich. Ich denke, ich werde dann tatsächlich den 1. Februar mal als möglichen Einstiegstermin angeben und hoffen, dass ich meine Arbeit bis dahin irgendwie halbwegs fertig kriege.

    Aktuell stehen drei Stellenanzeigen auf dem Programm, auf die ich mich unbedingt schnellstmöglich bewerben möchte. Zwei weitere, die interessant sein könnten, sind heute über den Job-Alert von StepStone auf mein Handy geflattert, die muss ich mir aber noch mal genauer anschauen, ob die wirklich passen.

    Und dann muss ich aufpassen, dass ich darüber jetzt meine Masterarbeit nicht vernachlässige...


  5. Registriert seit
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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Mach Dir nicht zuviel Gedanken, wenn Absagen kommmen - es gibt auch Unternehmen, die sortieren Leute raus, die noch im Studium sind, ich weiß nun nicht wie üblich das in Deiner Fachrichtung ist.

    So grundsätzlich: Der Prof hat zur Korrektur 6-8 Wochen je nach Fach und Uni, Du kannst zwar vorher schon anfangen zu arbeiten, hast aber vorher eben den Abschluss noch nicht.


  6. Registriert seit
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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Mach Dir nicht zuviel Gedanken, wenn Absagen kommmen - es gibt auch Unternehmen, die sortieren Leute raus, die noch im Studium sind, ich weiß nun nicht wie üblich das in Deiner Fachrichtung ist.

    So grundsätzlich: Der Prof hat zur Korrektur 6-8 Wochen je nach Fach und Uni, Du kannst zwar vorher schon anfangen zu arbeiten, hast aber vorher eben den Abschluss noch nicht.
    Und noch mal Danke für die Antwort.

    Zu deiner ersten Frage: Wie üblich dieses Aussortieren in dem Bereich ist, weiß ich auch nicht. Von einer Kommilitonin weiß ich, dass sie schon eine Stelle für die Zeit nach der Masterarbeit in der Tasche hat, aber das sagt jetzt vielleicht noch nicht ganz so viel aus.

    Zu den 6-8 Wochen: ich glaube, bei uns gelten normalerweise 6 Wochen Korrekturzeit für die Profs, der Professor unseres Studiengangs hat uns aber versichert, dass die das wohl auch in 2 Wochen machen würden, eben weil sie wissen, dass die Studierenden eventuell schon in den Job wollen.

    Wäre es denn schlimm, den Abschluss noch nicht zu haben, wenn man anfängt? Also, ich meine, die Stellen, auf die ich mich bewerbe, setzen halt in der Regel ein "abgeschlossenes Hochschulstudium" voraus, ob Bachelor oder Master wird da nicht näher spezifiziert. Einen Bachelor habe ich ja, den Master würde ich dann offiziell vielleicht erst ein paar Wochen nach dem Berufsstart haben. Wäre das so dramatisch? Ich meine, die Personalchefs müssen doch wissen, dass sowas unter Umständen dauern kann und ich glaube, dass sich Leute vorher schon bewerben, ist jetzt nicht so unüblich, oder? Dachte ich zumindest.


  7. Registriert seit
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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    ...



    Wäre es denn schlimm, den Abschluss noch nicht zu haben, wenn man anfängt? Also, ich meine, die Stellen, auf die ich mich bewerbe, setzen halt in der Regel ein "abgeschlossenes Hochschulstudium" voraus, ob Bachelor oder Master wird da nicht näher spezifiziert. Einen Bachelor habe ich ja, den Master würde ich dann offiziell vielleicht erst ein paar Wochen nach dem Berufsstart haben. Wäre das so dramatisch? Ich meine, die Personalchefs müssen doch wissen, dass sowas unter Umständen dauern kann und ich glaube, dass sich Leute vorher schon bewerben, ist jetzt nicht so unüblich, oder? Dachte ich zumindest.
    Mach dir darüber keine Sorgen, das ist wirklich nicht "schlimm". Es ist, wenigstens meiner Erfahrung in verschiedenen Branchen und verschiedenen Studienrichtungen nach, kein Ausschlussgrund. Dass da oft noch die letzte Prüfung oder die Diplomarbeits-Verteidigung oä offen ist, kommt häufig vor und trotzdem wird man als Absolvent eingestellt.

    Eventuell behalten sich Unternehmen noch (die das vielleicht ohnehin täten) einen Gehalts-Teil vor, z.B. 90% der 100%, und sowie der Abschluss als letztes Puzzlestück dann vorliegt, gibt's die 100%. Die Regelung hab ich von einer Bekannten mal so gehört.

    Viel Erfolg dir - und versuch, dich zu entspannen (ich weiß, die Zeit ist grad eine anstrengende)


  8. Registriert seit
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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Zitat Zitat von Kopf-Herz-Bauch Beitrag anzeigen
    Mach dir darüber keine Sorgen, das ist wirklich nicht "schlimm". Es ist, wenigstens meiner Erfahrung in verschiedenen Branchen und verschiedenen Studienrichtungen nach, kein Ausschlussgrund. Dass da oft noch die letzte Prüfung oder die Diplomarbeits-Verteidigung oä offen ist, kommt häufig vor und trotzdem wird man als Absolvent eingestellt.

    Eventuell behalten sich Unternehmen noch (die das vielleicht ohnehin täten) einen Gehalts-Teil vor, z.B. 90% der 100%, und sowie der Abschluss als letztes Puzzlestück dann vorliegt, gibt's die 100%. Die Regelung hab ich von einer Bekannten mal so gehört.

    Viel Erfolg dir - und versuch, dich zu entspannen (ich weiß, die Zeit ist grad eine anstrengende)
    Und auch dir danke!

    Gerade kommt noch eine weitere Frage auf, ich weiß nicht, ob sich dafür nun ein neuer Thread lohnt, denn ich kann diesen hier auch scheinbar nicht mehr umbenennen...

    Also jedenfalls geht der Einstieg in meinem Bereich auch ganz oft über Volontariate, sei es nun im Journalismus oder in der PR. Da habe ich schon sehr viel über extreme Ausbeutung gehört, weil ein Volontariat rechtlich gesehen als Ausbildung gilt, was den Unternehmen halt sehr viele Freiheiten lässt, um die Vergütung zu gestalten. Dass man dort jetzt nicht das gleiche Gehalt wie eine fertig ausgebildete Person mit mehrjähriger Berufserfahrung erwarten kann, ist mir bewusst. Aber ich habe eben auch schon gehört, dass es viele schwarze Schafe gibt, die dann extrem wenig oder gar nichts zahlen.

    Der deutsche Journalistenverband gibt Empfehlungen für Volontariatsgehälter raus. Eine Stelle, auf die ich mich aktuell bewerben möchte, wirbt damit, dass sie diese auch befolgt, da ist die Frage ja dann schon mal geklärt. Eine andere Agentur fordert von mir nun hingegen eine Gehaltsvorstellung. Wenn die Bandbreite quasi von "gar nichts" (wobei, irgendeine Vergütung scheint die Agentur ja zu zahlen, sonst würde sie keine Gehaltsvorstellung fordern?) bis zu eben diesen Empfehlungen reicht, was gibt man da nun an? Hat jemand Tipps, wie man das rausbekommen kann?

  9. Avatar von Sneek
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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Ich weiß nicht, wie das heute ist, zu meiner Zeit hat man sich üblicherweise dort auf Volontariate beworben, wo man schon vorher frei mitgearbeitet oder ein Praktikum gemacht hat. Da könnte man dann doch mal jemanden fragen, den man kennt?


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    AW: Berufseinstieg, Depressionen, Zukunftsängste

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wie das heute ist, zu meiner Zeit hat man sich üblicherweise dort auf Volontariate beworben, wo man schon vorher frei mitgearbeitet oder ein Praktikum gemacht hat. Da könnte man dann doch mal jemanden fragen, den man kennt?
    Ist eine gute Idee, das Problem ist aber: Ich kenne sehr viele Leute, die ein journalistisches Volontariat gemacht haben. Dort gibt es dadurch, dass eben Verbände wie der von mir genannte Deutsche Journalistenverband immer wieder Empfehlungen aussprechen und Volos, die in ihren Augen gut sind, mit einer Art Gütesiegel versehen, tatsächlich Standards, an denen man sich orientieren kann. In diesem konkreten Fall ginge es aber um PR-Volontariate. Da ist es halt schwieriger, auch unvergütete Endlospraktika werden in diesem Bereich gerne angeboten. Mir fällt gerade jedoch keiner ein, den ich kenne und der tatsächlich gerade ein PR-Volo macht.

    Dass man sich auf Volos von Arbeitgebern bewirbt, die einen schon kennen, kenne ich auch. Das Problem ist hier nur: Freie Mitarbeit im journalistischen Bereich habe ich auf der Habenseite stehen, allerdings ist über diese Stellen leider kein Volontariat zu bekommen, ich kann sie höchstens unter dem Stichpunkt Erfahrung/Arbeitsproben verwerten, was ich ja auch fleißig tue.

    Ansonsten bemühe ich gerade fleißig Google, was dieses Gehaltsvorstellungsthema angeht. Ein Arbeitgeber, der ein ähnliches Volontariat ausgeschrieben hatte, auf das ich mich auch beworben hatte (deren Auswahlverfahren geht über ein Jahr, daher hab ich da auch noch nichts gehört, rechne mir aber auch nicht so viele Chancen aus, da er einen recht großen Namen hat und sich sicher sehr viele da beworben haben) hatte ein Volo-Gehalt angegeben, das nach meinen Recherchen jetzt nicht komplett unüblich zu sein scheint. Vielleicht sollte ich mich daran orientieren?

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