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Thema: Frage


  1. Registriert seit
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    AW: Frage

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um einen Vorwuf sondern nur um einen Wunsch- der (in meinen Augen) auch umsetzbar wäre.
    Ja, was in den Augen der AN alles umsetzbar wäre, ist eine Sache. Aber wenn die Stelle doch nun mal als Vollzeit ausgeschrieben ist? Da müsste der AN schon gute Gründe haben, mich davon zu überzeugen, dafür zwei TZ-Kräfte einzustellen. Das ist überaus lästig bei der Aufgabenverteilung, bei den Verantwortlichkeiten, sogar in Sachen Urlaubsplanung.
    Also sollte der Grund schon sehr, sehr überzeugend sein.
    (Was machbar ist, wenn man irgendwo bereits arbeitet und die Stunden reduzieren möchte, ist eine ganz andere Baustelle.)

  2. Avatar von Mambi
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    AW: Frage

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    ja- das ist offenbar deine Erwartung.
    Nur muss das nicht den Tatsachen entsprechen.
    Und "nicht arbeiten" bedeutet nun für dich "Freizeit".
    Ja, allerdings.

    Wenn jemand "nur für sich" ohne Anlass wie Familie, Kind, Pflege, Gesundheit, anderweitige Verpflichtungen etc. nur die halbe Zeit arbeiten will, dann tut er das, weil es ihm persönlich wichtig ist, freie Zeit "nur für sich" zu haben.

    Das nennt man "Freizeit".

    Oder wie definierst Du "Zeit nur für mich"?


  3. Registriert seit
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    AW: Frage

    Den unterwürfigen Satz auf jeden Fall rauslassen, der wirkt extrem unprofessionell.

    Ob sie mit ihrem Wunsch nach Teilzeit Chancen hat, hängt wohl von den Mitbewerbern ab. Wenn sich auch Leute bewerben, die die Anforderungen erfüllen (und vielleicht direkt aus einem anderen Job wechseln oder nur eine kurze Pause hatten) und Vollzeit arbeiten wollen, warum sollte man sie dann einstellen? Das macht aus Arbeitgebersicht keinen Sinn.

  4. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Frage

    Sehe ich auch so.

    Ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn jemand lieber Teilzeit arbeiten möchte, aber dann würde ich mich eben auch nur auf Teilzeitstellen bewerben. Wenn die Stelle in VZ ausgeschrieben ist, wird der Arbeitgeber dafür seine Gründe haben und sich wohl kaum auf eine reduzierte Stundenzahl herunterhandeln lassen, insbesondere, wenn dahinter nur der persönliche Wunsch nach weniger Stunden steht und keine Sachzwänge wie kleine Kinder, pflegebedürftige Angehörige oder eigene Erkrankungen.

    Das hat gar nichts damit zu tun, dass man Teilzeitkräfte für weniger motiviert hält (wobei ich auch die Ansicht nicht teile, dass TZ-Leute grundsätzlich mehr Bock haben als VZ, da gibt's überall so 'ne und so 'ne ...). Die Rahmenbedingungen in der Ausschreibung passen halt einfach nicht zu den Vorstellungen der Bewerberin.

    Ach ja, der unterwürfige Satz geht gar nicht, unbedingt weglassen!
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  5. Moderation
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    AW: Frage

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Das klingt, als ob man sich mit seinen Wünschen -theoritisch überall bewerben kann und der AG würde dann dafür sorgen, dass es passt.
    Aber ist es nicht umgekehrt? Gibt nicht der AG die Anforderungen vor und der AN sollte sie ganz erfüllen?
    Wer die Anforderungen ganz erfüllt, ist überqualifiziert und wird auch nicht genommen.

    Das ist eine Verhandlung. Wenn ich ein Auto kaufe, gehe ich ja auch zu unterschiedlichen Händlern, gucke, was am besten paßt, und welche Angebote sie mir machen können. Und die Autohändler gucken, was sie mir verkaufen können. Wenn ich ein WG-Zimmer zu vermieten habe, lade ich mehrere Leute ein und gucke, wie die drauf sind, was sie erwarten, ob ich mir die als Mitbewohner vorstellen kann, und die Leute gucken sich das gleiche bei mir an.

    Am Ende werden weder ich noch der Autohändler/neue Mitbewohner alles gekriegt haben, was wir wollten, aber wir werden trotzdem ein Geschäft gemacht haben, mit dem wir zufrieden sind.

    Und mit Jobs ist es genauso.

    Man kann über alles verhandeln. Man muß sich nur klar sein, daß der andere das auch tut und keiner ein Geschäft abschließen will (und für gewöhnlich nicht wird) mit dem er nicht hinreichend zufrieden ist.

    Der Autohändler sagt mir, "er hat nur zwei Türen, aber gucken sie mal wie schön das mit den verstellbaren Sitzen gelöst ist". Der Bewerber sagt, "Ich habe 10 Jahre vom Beruf ausgesetzt, aber ich habe in der Zeit (blah) gemacht um mich auf dem Laufenden zu halten / wichtige Soft-Skills erworben indem ich (blubb) /sonstiges".

    Wem mehr daran gelegen ist, daß das Geschäft zustande kommt, ist bereit, mehr Zugeständnisse zu machen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Moderation
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    AW: Frage

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Nehmen wir an, es wäre so- wer sagt, dass dieses "bisschen beschäftigen" nicht genauso 100% Einsatz bedeutet?
    Da ist die Interaktion mit den "10 Jahren aus dem Beruf" etwas trickreich. Einerseits kann ich mir vorstellen, daß einem etwas flau ist bei dem Gedanken, von 0 auf 100 zu gehen. Andererseits kann jemand, der 10 Jahre raus ist, sich meistens nicht glaubhaft auf seine hohe Effizienz berufen. (Außer ein Fällen wie, "ich war 12 Jahre Vorsitzende des Elternbeirats und habe dabei diese und jene Projekte umgesetzt. Sie haben vielleicht in der Zeitung davon gelesen. Ich kann chaotische Meetings auf Spur bringen und halten und Ergebnisse liefern." -- wobei das Beispiel nicht unbedingt ein Zeit-Argument ist.)

    Ich könnte mir denken, dadurch, daß jeder TZ machen kann der will, werden Stellen vielleicht im Zweifelsfall erst mal als VZ ausgeschrieben, damit man sich nicht die Leute durch die Lappen gehen läßt, die VZ machen wollen? Das ist aber Spekulation ohne Datenbasis.

    Wenn deine Freundin sehr starkes Engagement aufbringt, kann sie das im Anschreiben, im Lebenslauf und im Vorstellungsgespräch thematisieren und darauf hinweise, welche Ergebnisse ihr Engagement in der Vergangenheit gebracht hat. Das geht aber überhaupt nicht mit "bitte geben Sie mir eine Chance" zusammen.


    Ob man gleich am Anfang fragt, ob die Stelle auch in TZ geht, ehe man sich an die Bewerbung macht, oder ob man den AG erst mal anfüttert und dann guckt, wie man weitermacht, hängt davon ab, ob Vollzeit für einen ganz und gar unmöglich ist, oder ob man in den sauren Apfel beißen würde und dann mal gucken. Und das hängt wiederum davon ab, wie der Markt ist.
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    Geändert von wildwusel (25.07.2019 um 10:36 Uhr)

  7. Moderation
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    AW: Frage

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Und "nicht arbeiten" bedeutet nun für dich "Freizeit".
    Ob das Freizeit ist oder nicht ist für den Chef erst mal egal, bzw eine Sache persönlicher Bewertung. Vielleicht nimmt er von 2 Leuten, die beide nur 30 Stunden machen wollen, lieber den, der Ultramarathons läuft als den, der seine Eltern pflegt, weil er davon ausgeht, daß ersterer mehr mentale und emotionale Reserven hat und umständebedingt besser ist, Zusagen einzuhalten. Vielleicht macht er es andersrum, weil er Pflichtbewußtsein und Engagenement wertschätzt. Vielleicht nimmt er sogar den, der sagt, "ich brauche viel Ruhe, um dann voll auf Draht zu sein"! Weiß man nicht.

    Da jetzt irgendein einem genehmes moralisches Universum aus den Teeblättern lesen zu wollen hat keine praktischen Anwendungen.
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    ** ansonsten niemand besonderes **


  8. Registriert seit
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    AW: Frage

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Oder wie definierst Du "Zeit nur für mich"?
    Das kann für mich alles sein, was eben keine Arbeit ist.
    Dazu gehört für mich Meditation oder Haushalt genauso wie zb ehrenamtliche Hospizbegleitung.
    Manch einer leistet in seiner Freizeit bestimmt mehr als im Beruf (was natürlich nicht zu verallgemeinern ist).


  9. Registriert seit
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    AW: Frage

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    (wobei ich auch die Ansicht nicht teile, dass TZ-Leute grundsätzlich mehr Bock haben als VZ, da gibt's überall so 'ne und so 'ne ...).
    ich sprach auch nicht von grundsätzlich.
    auf jeden Fall sind TZler nicht weniger gut in ihrem Job als Vollzeitler- meine Meinung.


  10. Registriert seit
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    AW: Frage

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Das denke ich nicht, weil viele Menschen sich das finanziell gar nicht leisten können oder wollen. Selbst wenn, inwiefern hilft es Deiner Freundin? Sie kann sich ja auch in der Schweiz bewerben.
    Meiner Freundin hilft das nicht- schon klar
    Die Grundfrage war ja, ob dieser Satz geht und da sind sich ja alle einig, dass nicht.
    Die Gedanken zu TZ sind doch eher offtopic und meine Gedanken dazu- da hat die Freundin jetzt nix mit zu tun.

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