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  1. Registriert seit
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    Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Hallo liebe Community,

    ich lese schon länger mit und wollte nun mit einer etwas speziellen Frage einen Thread erstellen.
    Ich war am Donnerstag auf einem Vorstellungsgespräch im öD. Meines Erachtens nach ist es auch wirklich gut gelaufen. Auf meine FollowUp Mail hat mit der Bürgermeister noch am selben Abend geantwortet, dass ich einen sehr guten Eindruck hinterlassen habe. So weit, so gut.
    Was mich stutzig macht ist, dass mir am Ende des Gesprächs dann gesagt wurde, man solle bitte (zu einem bestimmten Datum) nochmal anrufen und nachfragen, ob man die Auserwählte ist. Das Ganze müsse noch mit verschiedenen Gremien abgestimmt werden. Das geanannte Datum liegt nun noch 6 Wochen in der Zukunft.
    Ich habe ja schon viel gelesen, dass Stellen im öD meist schon vergeben sind. Ich finde es komisch, dass man dem oder derjenigen, der die Zusage erhält nicht von selbst informiert, sondern jeder anrufen muss.

    Ist da eher ein Hinweis auf eine Absage zu erkennen?

    LG
    Sarah

  2. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Zitat Zitat von Sarah1986m Beitrag anzeigen
    Ist da eher ein Hinweis auf eine Absage zu erkennen?

    LG
    Sarah
    Nein, mach dich mal nicht verrückt. Der Bürgermeister ist vielleicht auch nicht so erfahren in Bewerbungsdingen, sonst wüsste er, dass das keine Zeit spart, wenn die Bewerber alle selber anrufen und nachfragen.

    Dass Stellen im ÖD vergeben sind, kommt zwar vor, es ist aber nicht die Regel. In der Regel ist der Personalrat sehr froh, wenn eine Stelle intern vergeben wird. Eine Stellenausschreibungen nur deshalb zu machen, um sagen zu können, man habe objektiv den besten Bewerber aus allen Möglichkeiten ausgewählt, ist ja mit Zeit und Geld verbunden. Da müsste sich der Bürgermeister also ggfs fragen lassen, warum er die Stelle noch ausgeschrieben und so dem Steuerzahler unnötige Kosten verursacht hat. Ich würde deshalb den Anteil der Stellen, die angeblich nur ausgeschrieben werden, obwohl man schon einen internen Kandidaten im Auge hat, nicht überschätzen.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.


  3. Registriert seit
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    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Ich danke dir! Das beruhigt mich etwas.
    Jetzt, wo ich mit etwas Abstand nochmal darüber nachdenke, fällt mir ein, dass eher etwas in Richtung "An den Termin tagen wir nochmal bzgl der Entscheidung..." und dass man dann ab dem Tag schon anrufen könne, wenn man es ganz schnell wissen mag.
    Sorry, ich war etwas aufgeregt. Bzw immer noch ;)


  4. Registriert seit
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    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Irgendwann würden die sich schon mit der Info bei Dir melden, der öD hat aber nie Eile (siehe 6 Wochen Entscheidungsfindung). Deshalb steht der genaue Entscheidungstermin auch noch nicht fest. An dem genannten Tag kann die Entscheidung evtl. "schon" stehen, muß aber nicht. Es müssen die Frauenbeauftragte gehört werden, der Personalrat, der Schwerbehindertenvertreter etc. Wenn nur einer 4 Wochen im Urlaub ist hängt das ganze Verfahren.

    Eine mündliche Zusage gilt übrigens gar nichts, ist ja klar. So lange Du nichts Schriftliches hast, hast Du die Stelle auch nicht sicher. Also kündige bitte bloß nichts auf telefonische Zusage. Selbst in der schriftlichen Zusage wird vermutlich stehen "vorbehaltlich der Zustimmung des Personalrates" oder sowas. Wenn der später doch nicht zustimmt kommt der Vertrag nicht zustande, ist einer Bekannten passiert, die Ihre alte Stelle schon gekündigt hatte. Der Vertrag wird übrigens am 1. Arbeitstag unterschrieben. Vorher hast Du nichts in der Hand, ist leider so.

    Ich bin seit 2007 im öD und dezent desillusioniert. Letztendlich mußt Du davon ausgehen, daß es dem Staat egal ist, ob Du da anfängst oder nicht, oder jemand anders. Deshalb darfst Du denen auch hinterherrufen. Bewirb Dich auf jeden Fall parallel weiter, falls das nichts wird.

  5. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Zitat Zitat von quotenfrau Beitrag anzeigen
    Der Vertrag wird übrigens am 1. Arbeitstag unterschrieben. Vorher hast Du nichts in der Hand, ist leider so.
    Wie kommst du denn darauf?

    Ich bin seit 2007 im öD und dezent desillusioniert. Letztendlich mußt Du davon ausgehen, daß es dem Staat egal ist, ob Du da anfängst oder nicht, oder jemand anders.
    Seltsame Betrachtungsweise. „Dem Staat“ ist es vielleicht egal, aber wahrscheinlich nicht dem Leiter der Abteilung / der Institution. Sonst könnten sich ja alle das Bewerbungsverfahren sparen und der Job wird einfach an den ersten vergeben, der sich bewirbt.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.

  6. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Zitat Zitat von quotenfrau Beitrag anzeigen
    Irgendwann würden die sich schon mit der Info bei Dir melden, der öD hat aber nie Eile (siehe 6 Wochen Entscheidungsfindung). Deshalb steht der genaue Entscheidungstermin auch noch nicht fest. An dem genannten Tag kann die Entscheidung evtl. "schon" stehen, muß aber nicht. Es müssen die Frauenbeauftragte gehört werden, der Personalrat, der Schwerbehindertenvertreter etc. Wenn nur einer 4 Wochen im Urlaub ist hängt das ganze Verfahren.
    Letzteres trifft nicht zu. Aber oft tagt der PR nur alle 2 Wochen.

    Eine mündliche Zusage gilt übrigens gar nichts, ist ja klar. So lange Du nichts Schriftliches hast, hast Du die Stelle auch nicht sicher. Also kündige bitte bloß nichts auf telefonische Zusage. Selbst in der schriftlichen Zusage wird vermutlich stehen "vorbehaltlich der Zustimmung des Personalrates" oder sowas. Wenn der später doch nicht zustimmt kommt der Vertrag nicht zustande, ist einer Bekannten passiert, die Ihre alte Stelle schon gekündigt hatte. Der Vertrag wird übrigens am 1. Arbeitstag unterschrieben. Vorher hast Du nichts in der Hand, ist leider so.
    Das ist überall so. Auch in der Freien Wirtschaft. Worte sind Schall und Rauch.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung""Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?""Serien, Shows & Soaps"und...Userin


  7. Registriert seit
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    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Siehe oben, 12 Jahre Erfahrung in 4 verschiedenen Behörden auf diversen Stellen. Teilweise 3 Tage vor Arbeitsbeginn unterschrieben, ja das stimmt, zwischen Weihnachten und Neujahr zum 1.1. Zu Gesicht begommt man den Vertragstext vorher jedenfalls nicht, verhandelbar ist er eh nicht.

    Gerade in den Sommermonaten werden Bewerbungsverfahren wegen Urlauben gerne wochenlang lahmgelegt, weil die Beteiligten sich nicht abstimmen - müssen sie ja auch nicht- und nacheinander alle weg sind und dann geht´s halt nicht vorwärts.

    Es gibt Vorschriften, wie Bewerbungsverfahren durchzuführen sind. Nach außen hin wird der Schein gewahrt. Bei Punktegleichheit greift aber auch hier das "Nasenprinzip". Da ich selbst schon oft auf der anderen Seite des Tisches mitgewirkt habe, kann ich das beurteilen.
    Daß diese Behörde sich grundsätzlich nicht aktiv bei der Bewerberin melden will zeigt schon, auf welch hohem Roß sie sitzen. Wie kann sie wissen, wann die Entscheidung reif ist? Soll aber hinterhertelefonieren. Echtes Interesse am Bewerber sieht anders aus. Ist aber normal im öD, leider.

  8. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Ich habe nicht alle deine Erfahrungen gemacht. Ich wurde angerufen und zwar sogar noch um 18:30. Und aus der freien Wirtschaft Kenne Ich auch, Arbeitsverträge, die am 1. Arbeitstag unterschrieben wurden.

    Ich würde dies nun nicht explizit auf den ÖD beziehen. Manches ist dennoch blöd. Und durch die Gremien benötugt alles eben Zeit.

    (ich frage mich nur, wenn du so ungern bei diesem Arbeitgeber "Staat" und bist, wieso du dir nicht einen anderen (besseren?) suchst)
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  9. Inaktiver User

    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Sarah, eine Vorgehensweise wie die von dir beschriebene ist durchaus üblich im ÖD. Ich hatte mein Vorstellungsgespräch damals Ende November, aus den angekündigten drei Wochen Entscheidungszeit wurden dann auch sechs, wegen Erkrankungen von Entscheidungsträgern, Jahresabschluss-Stress etc.pp..

    Den Vertrag habe ich sechs Wochen vor Arbeitsbeginn unterschrieben, bei meinem vorherigen Arbeitgeber sechs Monate nach Arbeitsbeginn (Gehalt floss allerdings regelmäßig)...


  10. Registriert seit
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    AW: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst

    Zitat Zitat von Sarah1986m Beitrag anzeigen
    Ich finde es komisch, dass man dem oder derjenigen, der die Zusage erhält nicht von selbst informiert, sondern jeder anrufen muss.
    Ist da eher ein Hinweis auf eine Absage zu erkennen?

    LG
    Sarah
    Derjenige, der die Stelle ausschreibt, weiß nicht, wann er Dich erreichen kann bzw. wann Du frei sprechen kannst, und es könnte evtl. zu Peinlichkeiten kommen, falls Du angerufen würdest und gerade Kollegen oder Chefs Deiner derzeitigen Stelle das Gespräch mitbekommen. Vielleicht ist das der Grund, dass gebeten wurde, Du mögest anrufen...

    Ich weiß noch, als ich mich im ÖD beworben habe und angerufen wurde wegen eines Termins für das Vorstellungsgespräch, dass die erste Frage war "können sie gerade sprechen?" Ich war gerade bei der Arbeit in meiner damaligen Firma und habe zunächst einen Schrecken bekommen und dann gebeten, ob ich zu einer anderen Zeit zurückrufen könnte.

    Ich bekam damals den Vertrag mit der Post zugeschickt und wurde gebeten, ein unterschriebenes Exemplar zurückzuschicken, vor Arbeitsbeginn.
    Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!

    Die wahre Achterbahn findet im Herzen statt!

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