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  1. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Seid Ihr Euch sicher dass Anschreiben und Motivationsschreiben nicht einfach Synonyme sind?
    Ich wüsste nicht, was in einem Anschreiben drin stehen sollte, was nicht in einem Motivationsschreiben drin stünde.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.

  2. Moderation
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Über das Anschreiben oder Motivationsschreiben sehe ich, ob der Bewerber Interesse an dieser Firma und diesem Job hat. Was tatsächlich nicht immer der Fall ist. Wer 200 Euro in ein Anschreiben steckt, signalisiert auf diese Weise auch Interesse.

    Als Bewerber kann ich im Anschreiben zum Beispiel gut erklären, warum ich überhaupt wechseln will - das gibt der CV normalerweise nicht her. Und gefragt wird immer danach.

    Ich hab mich letztes Jahr an mehreren Stellen initiativ beworben und bekam mehrfach die Antwort, das Anschreiben sei speziell interessant gewesen (und bei den meisten dann:... man hätte leider gerade keine Stelle frei, würde den Kontakt aber gerne halten...). Insofern kann ich bestätigen, dass Anschreiben definitiv noch gelesen werden.
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  3. Avatar von Sneek
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Es ist ein bisschen schwierig, eine vernünftige zitierbare Quelle zu finden, ich denke, dass hier geht:

    Was ist der Unterschied zum Anschreiben?

    Bewirbst du dich für ein Stipendium, ein Auslandssemester oder einen Studiengang, wird in der Regel nur das Motivationsschreiben verlangt. Es kann jedoch vorkommen, dass ebenfalls ein Anschreiben eingereicht werden soll. In diesem Fall solltest du versuchen, Wiederholungen zu vermeiden.

    Anschreiben

    Im Anschreiben stellst du dich kurz vor und erläuterst, auf welche Stelle du dich bewirbst und wie du darauf aufmerksam geworden bist. Hier stehen deine fachlichen Qualifikationen im Vordergrund: Auf ihrer Grundlage begründest du, warum du für die ausgeschriebene Stelle geeignet bist.

    Motivationsschreiben

    Im Motivationsschreiben liegt der Schwerpunkt dagegen weniger auf fachlichen, sondern auf deinen persönlichen Erfahrungen und Zielsetzungen. Hier kannst du ausführlicher als im Anschreiben auf zentrale Stationen deines Lebenslaufs eingehen und ihre Bedeutung für deine persönliche Entwicklung herausstellen. Auch Hobbies oder soziales Engagement finden hier ihren Platz, wenn sie einen Bezug zu der ausgeschriebenen Stelle herstellen.
    Quelle: Unicum Karriere

  4. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Zitat Zitat von Katzir Beitrag anzeigen
    Der Spaß kostete 200 Euro, viel Geld, aber es war mir die Stelle wert, plus, das ist ja auch eine Investition in die Zukunft und kann entsprechend mit Abänderungen weiter genutzt werden, speziell der Lebenslauf. Und allein den zu übersetzen und zu schreiben hätte mich locker zwei Tage gekostet - mein Lebenslauf ist ziemlich lang. (Also nein, ich bin keine Berufsanfängerin!

    So im Nachhinein stellt sich da aber bei mir schon die Frage, was ein Anschreiben und Bewerbungsunterlagen wirklich über einen Bewerber aussagen, von den nackten Daten mal abgesehen. Der Treppenwitz ist, dass ich mein Geld mit Schreiben und Denken verdiene und es ging bei der Stelle entsprechend um eine schreibende, beratende Tätigkeit. Nun wollten (und kriegten) sie natürlich auch noch Arbeitsproben, aber das Bewerbungsschreiben, was ja eigentlich auch eine Arbeitsprobe ist, war eben nicht von mir.
    Das ist aber schon eine sehr spezielle Situation, die du da hast: umfangreicher Lebenslauf in zwei Sprachen bereits vorhanden und daraus soll ein Lebenslauf in deutsch erstellt werden, dazu ist das (offensichtlich) die oder eine der Muttersprachen des Bewerbers.

    Und wenn ich bedenke, das man sich Anschreiben bei google runterladen kann, dass Bewerbungscoachings mit Optimierung der Unterlagen quasi an jeder Ecke angeboten werden, dass Leute Proofreader beauftragen oder kundige Verwandte oder eben, wie in meinem Fall, Profi-Bewerbungsschreiber - dann frag ich mich, was das eigentlich soll.
    Ich glaube, Profi-Bewerbungsschreiber verwenden die wenigsten. Ich weiß auch gar nicht, ob das soviel Sinn macht. Es geht doch nicht darum, irgendeinen Job zu bekommen, der sich in der Theorie gut anhört, sondern auch für den Bewerber rauszufinden, ob dieser Job, dieses Unternehmen, dieser Chef und der Bewerber gut zusammen passen. Gerade momentan in der Vollbeschäftigung.

    Und du findest wirklich, irgendein bei Google runter geladenes Anschreiben passt zu einer individuellen Bewerbung, zu „meinem“ persönlichen Werdegang und zum ausgeschriebenen Job? Kann ich mir nicht vorstellen.

    Und ob es nicht klüger wäre für Unternehmen, sich auf einen Lebenslauf zu verlassen und Motivation etc im Gespräch mit Arbeitstest zu klären.
    Das ist sehr aufwändig, wenn man es gut macht und sinnlos, wenn man es schlecht macht.

    Deswegen fand ich den Deutsche Bahn Ansatz so interessant (ohne mich jetzt aber beinder DB bewerben zu wollen.
    Ich weiß nicht, ob du es nur nicht gesehen hast, aber der Ansatz der Deutschen Bahn gilt ja hauptsächlich für Azubis. Ich denke, auch noch für Berufe, bei denen die Bahn große Schwierigkeiten hat, sie zu besetzen: Lokführer, Schaffner etc. - beispielsweise. Da sind anscheinend konventionelle Bewerbungsunterlagen trotz Google, Schule, Arbeitsamt, Eltern und anderer Verwandter zu hohe Anforderungen. Was ja auch einiges über unsere Gesellschaft aussagt: nie war es so einfach, sich zu bewerben und trotzdem kriegen es anscheinend viele nicht anständig hin oder es ist eine zu hohe Hürde für sie.

    Aber ich gebe dem Artikel schon in vielerlei Hinsicht recht: die meisten Chefs / Entscheider meinen, sie könnten durch ihre überragende *hüstel* Menschenkenntnis kombiniert mit dem Expertenwissen anderer (Noten, Zeugnisse) und ein paar Fragen rausfinden, welcher Bewerber der richtige ist. Ich hab auch noch nie jemanden sagen hören, dass er in Sachen Menschenkenntnis eine Schwäche hätte, auch die nicht, die darin definitiv nicht gut sind. Hier wurde ja in einem anderen Thread auch neulich davon gesprochen, dass ein guter Chef das „einfach so“ könne, also beurteilen, ob jemand eingestellt werden sollte oder nicht.
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  5. Registriert seit
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Selbst ein sehr guter Personaler erfährt ja aber nur die Hälfte möglicher Fehler - er wird eventuell merken, wenn er einen eingestellt hat, der nicht passt - aber wen er nicht eingestellt hat, obwohl er sehr gut gepasst hätte, das erfährt ja niemals irgendwer.

  6. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Genau so ist es.
    Und was die nicht passenden Bewerber betrifft, die man eingestellt hat: das schiebt die Fachabteilung auf HR und umgekehrt und beide zusammen auf den Bewerber, schon passt es.
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  7. Moderation
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Komischerweise ist es trotzdem verpönt, die Nummer zwei anzurufen, wenn es mit der Nummer eins nicht geklappt hat. Wer einmal abgelehnt ist (selbst wenn er bis zum Schluss in der engeren Wahl war), gilt als verbrannt.
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  8. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Wie meinst du das, Cariad, das passiert doch täglich mehrfach auf der Welt oder in Deutschland, wenn man mit der Nr, 1 oder 1a aus irgendeinem Grund nicht handelseinig wird, dann macht man mit Nr, 2 oder 1b weiter? Es wird doch nicht neu ausgeschrieben? Edit: ach so, du meinst nach ein oder zwei Jahren, glaube ich. Ja, dann macht es meist schon deshalb keinen Sinn, weil Nr. 2 längst woanders ist.
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  9. Moderation
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das, Cariad, das passiert doch täglich mehrfach auf der Welt oder in Deutschland, wenn man mit der Nr, 1 oder 1a aus irgendeinem Grund nicht handelseinig wird, dann macht man mit Nr, 2 oder 1b weiter? Es wird doch nicht neu ausgeschrieben? Edit: ach so, du meinst nach ein oder zwei Jahren, glaube ich. Ja, dann macht es meist schon deshalb keinen Sinn, weil Nr. 2 längst woanders ist.
    Ich meinte: Wenn es in der Probezeit nicht klappt. Sorry, war schlecht formuliert. In diesem Fall schreibt man den Job lieber neu aus, als einen "alten" Bewerber zu kontaktieren und sich die Blöße zu geben, man könnte sich geirrt haben. Wenn er bei der Auswahl nur Zweitbester war, ist er automatisch schlechter als die Nummer eins, selbst wenn sich diese nach drei Monaten als Luftnummer entpuppt hat.

    Finde ich absurd, kenne es aber nicht anders von HP-Abteilungen.
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  10. Registriert seit
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    AW: Bewerbungsanschreiben - oder nicht?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Und was die nicht passenden Bewerber betrifft, die man eingestellt hat: das schiebt die Fachabteilung auf HR und umgekehrt und beide zusammen auf den Bewerber, schon passt es.



    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Komischerweise ist es trotzdem verpönt, die Nummer zwei anzurufen, wenn es mit der Nummer eins nicht geklappt hat. Wer einmal abgelehnt ist (selbst wenn er bis zum Schluss in der engeren Wahl war), gilt als verbrannt.
    Aus meiner Sicht als Bewerberin gilt das in der Regel auch umgekehrt. ein AG, der mich ablehnte ist unattraktiver als ein AG, bei dem ich es "neu" versuche und der mich nehmen will. Also außer, der AG der mich ablehnte ist oberspitzenklasse, aber das sind ja nun auch die wenigsten Jobs, nicht wahr.

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