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  1. Registriert seit
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    Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu melden

    Hallo zusammen,
    ich befinde mich ja fortwährend im Bewerbungsprozess - gerade am Dienstag hatte ich wieder ein sehr interessantes Vorstellungsgespräch.

    Ich bin alle meine Fragen im (ziemlich langen) Gespräch losgeworden.

    Am Ende kam dann von der anwesenden Personalerin zum Einen die Info, dass es jetzt etwas dauern werde, bis man sich melde (da eine Anwesende, die wichtig ist, erstmal 2 Wochen in Urlaub geht und dann erst wieder Gespräche geführt werden können). Zum Anderen meinte Sie zu mir: "Nun Frau X, Sie werden sicher noch offene Fragen haben, bei der Fülle der Infos, die da heute auf Sie niedergeprasselt sind. Daher können Sie sich natürlich gerne in den nächsten Tagen bei mir melden."

    Nun muss ich sagen, dass ich tatsächlich keine Fragen mehr habe - außer, wann ich endlich weiter darf ins 2. Gespräch (bzw. empfinde ich die "Pause "von mindestens 2 Wochen" schon sehr ungewöhnlich. Warum bin ich dann vor dem Urlaub einer wichtigen Person eingeladen worden...?)

    Kommt es jetzt schlecht an, wenn ich mich nicht mehr melde...? Ich könnte mich natürlich nochmal für das Gespräch bedanken. Aber ehrlich - das habe ich am Ende des GEsprächs schon getan und dass ich die Stelle interessant und gut fände, ist wohl deutlich rübergekommen im Gespräch.

    Ah, noch eine Frage: Ich las neulich im Netz, dass man "besonders punkten" solle im Gespräch durch "offensive Fragen" und "den Spieß umdrehen". Ich gebe aber zu, dass ich das so nicht mache. Also: Ich stelle mich natürlich kurz vor und die Stärken für's Unternehmen mit der entsprechenden Berufserfahrung dar. Aber irgendwelche "Extradinge"? Ich las zum Beispiel, es käme gut an, wenn man seinen Lebenslauf nochmal mehrfach ausgedruckt dabei hätte und ihn dann selbst den restlichen Gesprächspartnern zur Verfügung stellen sollte. Aber wirkt das nicht übergriffig?

    Ich überlege mir tatsächlich keine „Extraaktionen“. Ein Fehler?

    Übrigens waren bei dieser Stelle verhandlungssichere Englischkenntnisse ausdrücklich erwünscht. Ich hatte daher meinen CV in Englisch nochmal vor Augen und die wichtigsten Punkte parat, auch die englische Homepage hatte ich mir gut angeschaut..Es wurde aber nicht ins Englisch geswitcht...Schade eigentlich..

  2. Avatar von Horus
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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Nun Frau X, Sie werden sicher noch offene Fragen haben, bei der Fülle der Infos, die da heute auf Sie niedergeprasselt sind. Daher können Sie sich natürlich gerne in den nächsten Tagen bei mir melden."
    Gemeint ist mit dieser Formulierung häufig, dass sie ein Rückmeldung von dir erwarten, ob du aufgrund des Gesprächs immer noch an der Stelle interessiert bist oder nicht.
    Ich würde an deiner Stelle eine freundliche Mail schreiben in dem Sinne, dass du dich für das lebhafte, motivierende, begeisternde ... [wähl das Adjektiv, das nicht allzu nach blosser Floskel klingt] Gespräch bedankst und dein Interesse an der Stelle durch dieses Gespräch erst recht und noch weiter befeuert wurde [formulier es besser, aber irgendwas in dem Sinne]

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  3. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Zitat Zitat von eine_wie_alle Beitrag anzeigen

    Ich überlege mir tatsächlich keine „Extraaktionen“. Ein Fehler?
    Nein, definitiv kein Fehler. Ein Fehler könnte höchstens die Auswahl der webpages sein, die du aufsuchst. Wasn das für ein Kram mit „Spieß umdrehen“ oder gar der Rat, seinen Lebenslauf viermal ausgedruckt mitzunehmen?

    Übrigens waren bei dieser Stelle verhandlungssichere Englischkenntnisse ausdrücklich erwünscht. Ich hatte daher meinen CV in Englisch nochmal vor Augen und die wichtigsten Punkte parat, auch die englische Homepage hatte ich mir gut angeschaut..Es wurde aber nicht ins Englisch geswitcht...Schade eigentlich..
    So ist das, wenn man sich vorbereitet, nicht alles braucht man dann tatsächlich. Die Anzahl der vorbereiteten und nicht gehaltenen Präsentationen dürfte bei mir ungefähr das Doppelte der tatsächlich gehaltenen Präsentationen ausmachen.

    Dass jetzt zwei oder mehr Wochen zwischen dem ersten und zweiten Gespräch verstreichen, finde ich nicht ungewöhnlich. Meistens treffen mehrere Leute die Entscheidungen und dann gibts tausend Gründe, warum man das so handhaben muss und nicht anders.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.


  4. Registriert seit
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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Gemeint ist mit dieser Formulierung häufig, dass sie ein Rückmeldung von dir erwarten, ob du aufgrund des Gesprächs immer noch an der Stelle interessiert bist oder nicht.
    Warum sagt man das dann nicht so ganz offen?
    Ich würde an deiner Stelle eine freundliche Mail schreiben in dem Sinne, dass du dich für das lebhafte, motivierende, begeisternde ... [wähl das Adjektiv, das nicht allzu nach blosser Floskel klingt] Gespräch bedankst und dein Interesse an der Stelle durch dieses Gespräch erst recht und noch weiter befeuert wurde [formulier es besser, aber irgendwas in dem Sinne]
    Ganz "blöde" Frage..Ich habe mich über ein Bewerbungsportal für die Stelle beworben und auf der Homepage steht zwar der Name der Personalleiterin, nicht aber eine Mail-Adresse. Stattdessen nur die Durchwahl. Da bei anderen Abteilungen Email-Adressen stehen, liegt sogar die Vermutung nahe, dass sie nicht gerade "überschwemmt" werden will mit Mails. Bei "Kontakt zu HR" steht ein allgemeines Formular. Aber da ein persönliches Dankeschön reinschreiben ist auch blöd, oder?

  5. Avatar von Sneek
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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Hast Du keine Visitenkarte oder sowas bekommen, wenn Du Dich doch immer gern melden sollst?


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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Dann ruf sie doch an...

    Abgesehen davon könntest du in der Zentrale der Firma nach ihrer Email Addy fragen...

    Das es bei dir nur 2 Wochen sind ist schon schnell -bei uns sind es manchmal Monate bis ein 2. Gespräch stattfindet - die GL ist sich nicht immer ganz so einig wie ich mir das wünschen würde...

    Zudem sind diese Gespräche anstrengend und fallen ja mitten ins Tagesgeschäft.

    Hab einfach etwas Geduld


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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Zitat Zitat von eine_wie_alle Beitrag anzeigen

    Ich überlege mir tatsächlich keine „Extraaktionen“. Ein Fehler?
    im gegenteil, sei so, wie du bist - damit wirst du dich sicher auch wohler fühlen und dein gegenüber merkt das auch.
    diese spinnereien im netz machen die leute doch nur wuschig...
    melde dich nochmal dort, bedanke dich für das nette gespräch, dann hast du einfach nochmal gezeigt, dass es dir wichtig ist.
    es gibt so menschen, wenn du da mit kopfschütteln anfängst, endet das in einem schleudertrauma.

    alle elf minuten geht mir jemand tierisch auf den geist.
    ich backpfeife jetzt!

  8. Avatar von TougheFee
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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Der Punkt ist, dass da oft psychologische Tricksereien vorgenommen werden, und jeder Personaler ein wenig anders tickt. Was beim einen gut ankommt, kann beim nächsten abschrecken, daher sehe ich es wie Mostrich, einfach man selbst sein und die Nerven bewahren. Würde mich aber schon noch einmal melden, eben aus Interesse, haben ja beide Seiten bei so etwas immer mehrere Optionen und es ist eine wechselseitige Absicherung. Dass es auch länger dauern kann, bis da alles "ausgewertet" wurde, ist auch nicht ungewöhnlich.
    Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, frag nach Salz und Tequila.


  9. Registriert seit
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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Es kann sein, dass die Zentrale die Emailaddy nicht rausgibt. Macht unsere auch nicht - dieses "Ach, mir ist der Name ihres Kollegen entfallen... Wir hatten letzte Woche einen Termin... Sie wissen schon, der Kollege, der bei Ihnen für das Asiengeschäft zuständig ist... Wie war da nochmal der Name?" Spielchen machen Headhunter gern.

    Deshalb hat unsere Zentrale Order niemals Telefonnummern oder Mailadressen rauszugeben. Sie würde dann anbieten, der Dame eine Mail zu schicken.." Anruf von Frau..., sie hat sich auf die Stelle als... beworben und bedankt sich nochmals für das Gespräch vom.... Sie ist weiterhin an der Stelle interessiert und kann unter.... kontaktiert werden."


  10. Registriert seit
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    AW: Keine offenen Fragen nach dem Vorstellungespräch - aber Aufforderung, sich zu mel

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Hast Du keine Visitenkarte oder sowas bekommen, wenn Du Dich doch immer gern melden sollst?
    Nein - das fand ich auch komisch. Wobei - habe ich bisher nur in einem Fall. Aber meist ist die Email ja entweder einfach über die Homepage ersichtlich oder man hat die Bewerbung an den Ansprechpartner geschickt.

    Zitat Zitat von dharma--
    Dass es bei dir nur 2 Wochen sind ist schon schnell -bei uns sind es manchmal Monate bis ein 2. Gespräch stattfindet - die GL ist sich nicht immer ganz so einig wie ich mir das wünschen würde...

    Zudem sind diese Gespräche anstrengend und fallen ja mitten ins Tagesgeschäft.
    Das mag schon sein, aber möchte man als Unternehmen/Personaler/Abteilungsleiter, etc. nicht
    a) die Stelle so schnell wie möglich besetzen?
    b) riskieren wollen, dass ein Bewerber abspringt, weil sich zwischenzeitlich ein anderes Unternehmen aufgetan hat?
    Bei "uns" dauern NACH dem 2. Gespräch die Verhandlungen mit Betriebsrat, etc. meist noch etwas, bis dann der Kandidat den Vertrag bekommt - aber bis dahin geht es meistens eher schnell.

    Monate wartet doch in vielen Fällen ein Kandidat, der mehrere Eisen im Feuer hat (was in der Bewerbungsphase nicht selten ist), eher nicht.

    In meinem konkreten Fall hätte ich daher mit der Einladung meiner Person wahrscheinlich auch noch 2 Wochen gewartet, bis die eine Entscheidungsträgerin wieder zurück ist aus dem Urlaub. Gut, vielleicht waren zu "meinem" Termin auch mehrere Bewerber eingeladen und konnten schlichtweg nicht zu kurzfristig wie ich jetzt . Ich weiß es nicht. Tatsächlich lagen bei mir mal zwischen Bewerbung und 1. Gespräch fast 4 Wochen. 2 Wochen wurden sowieso mal abgewartet "wer sich so alles bewirbt" und dann war die Abteilungsleiterin 2 Wochen krank, die mitentscheiden wollte. Daraus wurde für mich übrigens ein Exarbeitgeber. Zwischen Erst- und Zweitgespräch hatte übrigens damals 3 Tage gelegen.

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