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  1. Registriert seit
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    Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    Hallo zusammen,

    wie manche von euch wissen, bin ich gerade auf Jobsuche. Leider verläuft es schleppend, habe aber eine gute Einladungsquote bis dato.
    Ich bewerbe mich nämlich sehr gezielt, weil ein Umzug aus privaten Gründen nicht möglich ist.

    Soviel zum Hintergrund:

    Ich habe mich letztens auf eine Stelle beworben, die mich sehr gereizt hat. Nach Eingang meiner Bewerbung vergingen keine zwei Tage, dann hatte ich die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

    Ich natürlich sehr gefreut, weil mich die Stellenanzeige wirklich sehr angesprochen hat.
    Personaler war auch sehr begeistert von mir und hat mir immer wieder bestätigt, wie toll er beispielsweise mein Anschreiben fand und ich bis jetzt die beste Bewerberin sei.

    Es fand dann auch ein Vorstellungsgespräch statt, dass dann auch gut verlaufen ist.

    Nun ist es so, dass ich die Stelle nicht bekommen werde. Sie suchen nämlich jemanden mit mehr Erfahrung.
    Leider kann ich mir diese nicht aus dem Hut zaubern.

    Nun weiß ich aber auch vom Personaler, dass es nicht viele Bewerber auf diese Stelle gab und er bezweifelt jemand besseren zu finden.
    Aber die Fachabteilung besteht darauf, jemand "senjoriges" auf dieser Stelle haben zu wollen.

    Ich knappere gerade noch ein bisschen daran, aber meine Frage an euch ist:

    Würdet ihr lieber eine Stelle unbesetzt lassen, als einen Jungspund eine Chance zu geben?

    Falls ihr noch Fragen habt, gerne her damit.

    Viele Grüße

    moonlady90
    Geändert von moonlady90 (12.03.2019 um 21:49 Uhr)


  2. Registriert seit
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    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    ich weiss jetzt nicht, inwieweit dir hier eine antwort helfen könnte.
    wenn jemand schreibt: ja, lieber niemanden, oder: nein, wir nehmen lieber die unerfahrenen - wie hilft dir das?
    es gibt so menschen, wenn du da mit kopfschütteln anfängst, endet das in einem schleudertrauma.

    alle elf minuten geht mir jemand tierisch auf den geist.
    ich backpfeife jetzt!

  3. Avatar von Opelius
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    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    Aber die Fachabteilung besteht darauf, jemand "senjoriges" auf dieser Stelle haben zu wollen
    .

    Das ist die häufige Vorstellung von Abteilungsleitungen oder gar Firmenleitung. Diese Einstellung gibt es seit Jahrzehnten. Ich fürchte die Firma hat noch nicht gemerkt, dass es Mangel an Fachkräften gibt. Sie träumen weiter, statt einem entwicklungsfähigen neuen Mitarbeiter eine gute Schulung und weitreichende Unterstützung zu geben.

    Erinnert mich an die Zeiten, wo in Stellenanzeigen noch stand "erfahrener Ingenieur (oder halt anderer Beruf) mit langjährigen Praxis und Auslandsaufenthalten, nicht älter als 25 Jahre" stand.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    Als jemand der neue Mitarbeiter einarbeitet: Ja. Der Zeitaufwand und Kostenumfang der Einarbeitung ist so hoch, dass man gut überlegen muss. Unsere letzten Versuche sind gescheitert und waren somit teuer.

    „Eternal peace is probably overrated“ Klaus - The Umbrella Academy

  5. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    Kommt drauf an, wie groß die Lücke zwischen Erwartungshaltung und zu erwartendem weiterem Angebot ist, wie schwierig und langdauernd es ist, die Erfahrung zu vermitteln und zu bekommen etc., da gibts viele Parameter, die man berücksichtigen muss. Das ist schwer zu beurteilen. Die Fachabteilung möchte verständlicherweise immer jemanden „who hits the ground running“, vielleicht müssen sie erst selbst die Erfahrung machen, dass das nicht so einfach ist. Du könntest betonen, dass sie sich ruhig melden dürfen, wenn sie ihre Ansicht ändern. Wenn du dann in einem neuen Job bist, ist es halt so.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.


  6. Registriert seit
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    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    Es kommt sehr auf die Stelle an sich und auf die Verantwortung an, die der Stelleninhaber hat. So pauschal lässt sich das nicht sagen.

    Aktuell geht mir die Stelle einer Führungskraft im Engineering durch den Kopf, die auf keinen Fall von jemandem mit geringer Berufserfahrung neu besetzt werden kann. Da hängt der ganze Betrieb dran. Mit einer Fehlbesetzung geht der unter.

    Sicher gibt es aber auch Positionen, wo möglichst hohe Seniorität eher etwas mit Prestige zu tun hat bei einer Neubesetzung.

  7. Avatar von Opelius
    Registriert seit
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    16.229

    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Als jemand der neue Mitarbeiter einarbeitet: Ja. Der Zeitaufwand und Kostenumfang der Einarbeitung ist so hoch, dass man gut überlegen muss. Unsere letzten Versuche sind gescheitert und waren somit teuer.
    Zitat Zitat von Gigimaus Beitrag anzeigen

    Aktuell geht mir die Stelle einer Führungskraft im Engineering durch den Kopf, die auf keinen Fall von jemandem mit geringer Berufserfahrung neu besetzt werden kann. Da hängt der ganze Betrieb dran. Mit einer Fehlbesetzung geht der unter.
    Aber es hofft doch wohl keiner, dass sich solche Kräfte per Stellenanzeige finden lassen. Wer solche Kräfte sucht braucht wohl schon einen Headhunter.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  8. Registriert seit
    09.01.2019
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    377

    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    Das ist auch ein Schutz für unerfahrenen (und daher für den Job nicht wirklich geeignete) Bewerber. Ein Beispiel: Hier ist unlängst jemand auf einem Posten eingestellt worden, für den er dem Papier nach qualifiziert, aber von den persönlichen Voraussetzungen her einfach (noch?) nicht geeignet war. Der ist dort so gescheitert und öffentlich durch die Mangel gedreht worden, dass er hier beruflich in nächster Zeit keinen Fuß auf den Boden bekommt. Damit einher geht, dass sich auch die Suche nach einem Nachfolger schwierig gestaltet hat.


  9. Registriert seit
    23.11.2018
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    2.229

    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    geht aber auch anders herum:
    kleine firma, selbstüberschätzt, sucht zum großen aufbau fachkräfte, stellt ein, lässt sich viel erklären, ist der meinung (ohne erfahrung) es besser zu wissen und schmeißt in der probezeit raus...
    insolvenz
    alles schon da gewesen.
    es gibt so menschen, wenn du da mit kopfschütteln anfängst, endet das in einem schleudertrauma.

    alle elf minuten geht mir jemand tierisch auf den geist.
    ich backpfeife jetzt!

  10. Avatar von Kikiri
    Registriert seit
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    AW: Lieber keinen Mitarbeiter einstellen, als einen "falschen"?

    Ich habe dazu diverse Möglichkeiten erlebt:

    Chef hat mitgespielt:
    Als Abteilung haben wir lieber zwei Jahre auf die richtige Azubine gewartet (und während der Zeit echt alle Kohlen aus dem Feuer geholt). Sie war schon bei uns, alles passte, aber es dauerte noch 1,5 Jahre, bis sie ausgelernt hat. Also: Arbeitsleistung bekannt, die genehmigte Stelle ignoriert, und dann Glück gehabt, tatsächlich die spätere Genehmigung bekommen und ein tolles Team gehabt.

    Personaler: Hat echt versagt!:
    Ein ganz toller Azubi hat sich zum passenden Zeitpunkt vorgestellt, alles perfekt. Wir kannten ihn und wollten ihn unbedingt. Und dann fängt der Personaler einen Scheiß an. Der verunsichter Azubi sagt was und ist durchgefallen. Nur weil der HR-Mensch es so gesehen hat. Die über fast 4 Jahre gemachten positiven Erfahrungen (durchweg, in allen Abteilungen) wurden durch den Personaler weggewischt. Da hat wirklich sehr viel Ärger gegeben (unter den Kollegen), aber keiner konnte etwas tun.

    Nur als Frage: ist bei Dir die Personalabteilung der wichtigere Part? Hattest Du Kontakt zur Abteilung? Eventuell wollen die jemanden schon bekanntes, und da der Rest recht gleich ist, ist das Alter für den anderen Bewerber passender?

    von BlueVelvet: Du könntest betonen, dass sie sich ruhig melden dürfen, wenn sie ihre Ansicht ändern.
    Das finde ich eine tolle Idee. Vielleicht klappt es ja doch noch!
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

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