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  1. Avatar von Blue2012
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn da jemand druckst, spricht das doch mehr für Ehrlichkeit, als wenn jemand eine nichtssagende, möglicherweise erlogene Standardantwort gibt?
    Rumdrucksen spricht für Unsicherheit. Und die ermutigt einen AG, mehr davon wissen zu wollen.
    Letztlich ist ein Bewerbergespräch ein Verkaufsgespräch, ein Geschäft...

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Die Frage nach den Stärken und Schwächen scheint ja inzwischen ausgestorben - vor x Jahren schrieb ein Bekannter in einem anderen Forum mal, er habe auf die Frage nach den Schwächen gesagt: "Bewerbungsratgeber empfehlen, man solle Perfektionismus sagen" - laut ihm wurde ihm das positiv ausgelegt, weil das zeigte, dass er sich mit der Frage beschäftigt hatte - dabei hat er ja quasi laut gesagt "ich habe nachgelesen, welche Lüge wohl am besten ankommt" - und sowas kommt dann positiv?
    Ein meiner Hassfragen. Ich habe auf die Schwächen-Frage stets wahrheitsgemäß (sogar!) geantwortet und das lächelnd: "Ungeduld. Und wenn ich was will, kanns nicht schnell genug gehen und dann kämpf ich auch dafür." Da habe ich stets sowohl vom Personaler als auch vom zukünftigen Vorgesetzten (der meist automatisch auch der GF war oder Vorstandsvorsitzende) ein sehr verständiges Wackeldackel-Nicken erhalten.

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Edit:
    AE90, ich weiß immer noch nicht inwiefern Weglassen irgendwie verboten ist
    Wieso sollte das denn verboten sein? Ich muss doch nicht jeden Nebenjob, den ich je gemacht hab, en Detail auflisten....
    Be a voice not an echo.


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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Sehe ich ähnlich.
    Was sollte das für ein Kaliber an Job sein, dass ich als Anfänger nach 2 Monaten hinwerfe? - fragt sich ein Arbeitgeber. Klare Sache aus Sicht des AGs: Es muss was echt Schlimmes sein. Also Richtung Mobbing, Bossing, Belästigung.
    Weil, in allen anderen Fällen würde man sich ja "aus dem Job heraus" bewerben und die Blödsituation "aushalten". Dies nach 2 Monaten zu tun, sagt bereits an sich viel aus. Es aber aus einer selbst gekündigten Position heraus zu tun, noch mehr.

    Wie soll man das begründen, ohne einen potentiellen AG zu verunsichern?
    Alle Aussagen, die man trifft und seien sie noch so klug formuliert, offenbaren für den AG ein hohes Einstellungsrisiko.
    wieso eigentlich? Wieso bin ich ein Einstellungsrisiko, wenn mein AG mich mobbt/bosst/belästigt? das verstehe ich nicht.
    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Spricht es nicht für deine Erfolglosigkeit, dass du einen Job als Berufsanfängerin nach 2 Monaten hin schmeißt anstatt dich erstmal durchzubeißen oder dich aus ungekündigter Position heraus zu bewerben?

    Über die Frage "Was macht hier Sinn?" kann man aber streiten.

    Wie NurZuGast es ausdrückte: Da sind einige "Killer" dabei, die eigentlich kaum erklärbar sind und für AG eher ein Risiko bedeuten. Ansonsten siehe Dharma.
    ja. ich verstehe.

  3. Avatar von Horus
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Die Frage nach den Stärken und Schwächen scheint ja inzwischen ausgestorben - vor x Jahren schrieb ein Bekannter in einem anderen Forum mal, er habe auf die Frage nach den Schwächen gesagt: "Bewerbungsratgeber empfehlen, man solle Perfektionismus sagen" - laut ihm wurde ihm das positiv ausgelegt, weil das zeigte, dass er sich mit der Frage beschäftigt hatte - dabei hat er ja quasi laut gesagt "ich habe nachgelesen, welche Lüge wohl am besten ankommt" - und sowas kommt dann positiv?
    Etwas ganz Vergleichbares hab ich auch mal gebracht - die ganze Runde hat gelacht und danach lief das Gespräch in totaler positiver Stimmung weiter.
    Den Job hätt' ich bekommen. Hab dann allerdings meinerseits abgesagt, weil was anderes nicht passte.

    Das Beispiel zeigt, weshalb die üblichen unstrukturierten Bewerbungsgespräche v.a. bei Jobs, für die ein höherer Abschluss verlangt wird, so ziemlich gar nichts aussagen. Die Bewerber dieses Segments haben nämlich alle intensiv Bewerbungsratgeber studiert. Je berufserfahrener, desto besser haben sie die Floskeln, Antworten und das Auftreten drauf, mit denen Personaler beeindruckt werden.
    Wer jetzt glaubt, "die durchschaue ich", der irrt. Nein, in den meisten Fällen eben doch nicht. Die meisten Rekrutierer überschätzen ihre eigene Einschätzungs- und Lügendurchschaufähigkeiten erheblich.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  4. Registriert seit
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Blue,
    Da gab's einen Thread zu vor kurzem wo einige Brinutzer die wohl selbst Personaler sind schrieben sowas könne, gerade bei nach dem Studium liegenden Jobs, ein Kündigungsgrund sein von wegen beschädigtes Vertrauensverhältnis - kannst Du nachlesen wenn Dich das interessiert.

  5. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das ist was, was mich immer wundert - Gedruckse bei Biographiefragen heißt ja im Grunde nur, dass sich jemand keine geschliffene, wohlgefällige Antwort überlegt hat, aber weiß, dass das Thema ihm niegativ ausgelegt werden kann.

    Wenn da jemand druckst, spricht das doch mehr für Ehrlichkeit, als wenn jemand eine nichtssagende, möglicherweise erlogene Standardantwort gibt?
    Welche nichtssagende Standardantwort gibts denn für den Fall?
    Selbst wenn, müsste man die auch erst mal überzeugend rüber bringen, also überzeugend lügen. In einer Bewerbungssituation.
    Und beim Drucksen ist er doch nicht ehrlich, er sagt es nicht und eiert rum, was sofort aufhorchen lässt.

    Nebenbei: Die Frage nach den Stärken und Schwächen scheint ja inzwischen ausgestorben - vor x Jahren schrieb ein Bekannter in einem anderen Forum mal, er habe auf die Frage nach den Schwächen gesagt: "Bewerbungsratgeber empfehlen, man solle Perfektionismus sagen" - laut ihm wurde ihm das positiv ausgelegt, weil das zeigte, dass er sich mit der Frage beschäftigt hatte - dabei hat er ja quasi laut gesagt "ich habe nachgelesen, welche Lüge wohl am besten ankommt" - und sowas kommt dann positiv?
    Nein, wie kommst du darauf? Mal ehrlich, 90% von dem, was man im Netz zu Bewerbungen liest, ist schon deswegen Blödsinn, weil er von Leuten geschrieben wird, die gerade aktuell mal ein paar Bewerbungsgespräche absolviert haben, auf Bewerberseite. Die dann anscheinend glauben, sie wüssten jetzt, wie Bewerben geht. Bewerben ist aber nicht wie Führerschein machen, wo es Standardfragen gibt und wenn man die Antworten nur gut genug kennt und einigermaßen fehlerfrei eine praktische Prüfung absolviert, hat man bestanden.

    Die Frage nach den Schwächen ist längst nicht ausgestorben, wobei sie eher von den Fachabteilungen gestellt wird. Die, anstatt die fachliche Kompetenz zu überprüfen, oft mal denken, sie müssten die Fragen stellen „die man so im Bewerbungsgespräch stellt“.
    Die zwei häufigsten Motive für Mord sind Liebe und Geld.
    Ich werde definitiv eines natürlichen Todes sterben.

  6. Avatar von huppsi
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Ich würde niemanden einstellen wollen, der sich als Perfektionist bezeichnet. Perfektionismus führt dazu, dass nix fertig wird. Ungeduld ist die Stnadardantwort, deshlab habe ich es nie genannt, obwohl es auf mich zutrifft


  7. Registriert seit
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Naja, es gibt halt auch immer mal Bewerbungsgespräche, wo das Unternehmen Mist baut, haben bestimmt auch viele schonmal erlebt.

    Und wenn man sowas ein paar Mal hatte (ich hatte sowas z.B. einmal) dann glaubt man halt nicht mehr unbedingt so sehr an unfehlbare Personaler.

  8. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Naja, es gibt halt auch immer mal Bewerbungsgespräche, wo das Unternehmen Mist baut, haben bestimmt auch viele schonmal erlebt.

    Und wenn man sowas ein paar Mal hatte (ich hatte sowas z.B. einmal) dann glaubt man halt nicht mehr unbedingt so sehr an unfehlbare Personaler.
    Ich kann jetzt wenig damit anfangen, was du unter „Mist bauen“ verstehst, aber überall werden Fehler gemacht, täglich, warum soll das in einem Bewerbungsprozess nicht mal passieren? Wie kommst du auf die Idee, Personaler würden sich für unfehlbar halten oder würden wollen, dass du das denkst?
    Die zwei häufigsten Motive für Mord sind Liebe und Geld.
    Ich werde definitiv eines natürlichen Todes sterben.


  9. Registriert seit
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Würde hier zu weit führen.



    Wobei mir das real auch wie gesagt nur einmal begegnet ist, und das war kein Berufspersonaler. Die waren einerseits sehr unorganisiert (Termin falsch notiert, Bewerber erschien laut deren Plan viel zu früh, tatsächlich (laut der Email, die dem Bewerber geschickt worden war) aber pünktlich) und dann dem Bewerber gegen über auch noch unfreundlich.


    Bei manchem von dem, was einige im Forum, die nach eigener Aussage im Recruiting arbeiten, (Du bist nicht gemeint) von Bewerbern so gern hätten, kommt mir das schon vor wie ein gewisser Unfehlbarkeitsanspruch, ein gewisses "der Bewerber ist selbst schuld wenn er nicht genau so glatt und glänzend ist wie ich ihn gerade haben will".

  10. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Ich würde niemanden einstellen wollen, der sich als Perfektionist bezeichnet. Perfektionismus führt dazu, dass nix fertig wird. Ungeduld ist die Stnadardantwort, deshlab habe ich es nie genannt, obwohl es auf mich zutrifft
    Jeder ist ungeduldig, deshalb war die Antwort auch immer blöd, weil nichtssagend. Nichtssagende Aussagen bringen niemanden weiter, solange sie nicht mit einer sehr guten Erklärung hinterfüttert wird. Die meisten Bewerber möchten so nichtssagend und aalglatt wie möglich durch den Bewerbungsprozess kommen, um ja nicht anzuecken. So funktioniert das aber nicht. Selbst wenn das funktioniert, was sicher auch vorkommt, sind das dann hinterher oft die Situationen, in denen man gegenseitig unzufrieden miteinander ist, weil sich alle Beteiligten was anderes vorgestellt haben. Verschwendung.
    Die zwei häufigsten Motive für Mord sind Liebe und Geld.
    Ich werde definitiv eines natürlichen Todes sterben.

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