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  1. Avatar von Blue2012
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    @AE: Ich würde den aktuell gekündigten Job vermutlich gar nicht nennen. Weil alleine die Benennung zwingt dich, Gründe zu nennen, die dir nicht zum Vorteil gereichen. Dann hast du eben eine Lücke von 3? Monaten, ausgehend von dem ersten VZ-Job. Wie lange war dieser? Rund 1 Jahr?
    Dass dies so kurz war, würde ich mit Projektgebundenheit begründen. Dass ich in diesem Unternehmen nicht anderweitig eingestellt wurde, mit Einstellungsstopp oder dass kein weiteres Projekt beantragt wurde.
    Be a voice not an echo.

  2. AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Naja, Hawaiian, was willste auch machen wenn das Praktikum vorgeschrieben ist in der Studienordnung.........
    Ich hatte das Glück, dass bei mir seinerzeit noch keine Praktika vorgeschrieben waren - wie ich das gemacht hätte, keine Ahnung - ich hätte mich vermutlich zerfleischt mit weiteren Nebenjobs, damit ich mir den Ausfall durch das Praktikum leisten kann.
    Allerdings glaube ich auch nicht, dass Praktika in meinem Orchideenfach später irgendwie großartig weiterhelfen, einfach weil es so wenige gute Stellen gibt für diese Qualifikation.
    Dann macht man ein zB ein Praktikum in einem Museum und hilft beim Archivieren. Ja und nach dem Studium? So einfach kommt man bei uns in den Bereich nicht rein und die anfängliche Bezahlung ist, was ich letztens erst wieder in Inseraten gesehen habe, echt so, dass man entweder in der WG oder bei Mama und Papa bleiben muss.
    Was für mich mit ein Grund war, mich dann beruflich breiter aufzustellen, ich hatte allerdings auch schon davor einen kaufmännischen Beruf erlernt, das hat natürlich geholfen.

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Wobei man fairerhalber sagen muss, dass heutzutage in gewissen Branchen für Berufsanfänger kaum was anderes zu bekommen ist als ein befristetes Praktikum nach dem anderen.
    Das ist ja das nächste - dass sich da auch immer wieder Leute finden ist mir ein Rätsel - im Studium Praktikum, nach dem Studium Praktikum ...

    Zitat Zitat von AE90 Beitrag anzeigen
    die Brigitte kann ich wegklicken.
    Alles andere auch.

    Schneeflocke, weil ich keinen Job machen will, in dem ich stundenlang rumsitze und wahlweise fremde Daten in Excel einpflege? Und dafür 5 Jahre anspruchsvoll studiert habe? Nun wenn du das so unfassbar findest.
    Wo steht was von unfassbar?
    Ich hatte selbst in meiner Karriere zwei Jobs die ich nach kurzer Zeit abscheulich langweilig fand, die sich aber auf dem Papier gut machten. Ich hab dann gesucht wie eine Verrückte, es war kein Zuckerschlecken, ich hatte Existenzängste, hab komplette Wochenenden mit Bewerbungen verbracht, viel geweint. Aber es war mir alles lieber als gar keinen Job zu haben und irgendwann hat es dann auch mit den Bewerbungen geklappt.
    Ich bin oft tagelang ohne Arbeit in der Arbeit gesessen - ich habe dann stundenlang Jobs recherchiert und nachverfolgt, was ehemalige KommilitonnInnen und KollegInnen machen, um mir Inspiration zu holen.

    Wäre das eine Möglichkeit für dich - mal zu schauen, wie sich StudienkollegInnen durchschlagen?
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***


  3. Registriert seit
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Eben, da ist der Beweis, dass ich nichts von Klangfärbung schrieb sondern vom Dialekt sprechen im Job. Klar, werden solche Leute eingestellt. Als Pförtner, Automechaniker, im Verkauf, Gastronomie, Sachbearbeiter. Aber eben nicht in der Ebene, in der die TE sich bewegen möchte oder am Ende gar noch selbständig sein will. Das habe ich in über 30 Jahren noch nicht einmal in den Starkdialektregionen Bayern, Ba-Wü, Sachsen erlebt.
    Dir ist aber schon klar, dass deine persönlichen Erfahrungen keine Allgemeingültigkeit haben?


  4. Registriert seit
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    .Werfe mich morgens in meine Pinguinuniform und spiele das Spiel.
    Ach so, du bist Kellner, sag das doch gleich


  5. Registriert seit
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich jetzt nicht. Du sagtest, du hättest die Tätigkeit, die du unbedingt machen wolltest, aufgrund von formal fehlenden Qualifikationen nicht machen dürfen und weil du die anderen nicht machen möchtest, hast du gekündigt - oder hab ich da was falsch verstanden? Was meinst du mit „hinter die Fassade geblickt“?
    dass ich festgestellt habe, dass die Außendarstellung dieses meinen Jobs super war, er aber faktisch unfassbar öde und stupide ist. und da ich das andere nicht machen darf, habe ich gekündigt.

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Das hängt in der Tat von Art und Dauer der bisherigen Baschäftigungen ab.

    Unglücklich ist, dass der erste Job der TE nur eine befristete Stelle war und sie nicht im Unternehmen blieb. Es wäre einfacher zu argumentieren, wenn es ein Projekt gewesen wäre und somit eine natürliches Ende gehabt hätte. Keine Übernahme im Betrieb der Schwangerschaftsvertretung an anderer Position kann sehr negativ ausgelegt werden. War es ein großer Betrieb umso mehr. Hoffentlich waren es wenigstens 2-3 Jahre.
    Hier wäre entweder mit der wirtschaftlichen Situation (Einstellstop o.ä.) eine Erklärung möglich oder mit so speziellen Nischenkenntnissen der TE, so dass im gesamten Unternehmen keine andere Position gepasst hat.
    Hier würde ich im Anschreiben eine plausible Erklärung anbieten.

    Dann der jetzige Job. Den aktuellen AG würde ich weder im CV noch im Interview benennen, auch nicht bei großem Druck, höchstens beschreiben. Die TE hat kein Interesse daran, dass man sich dort nach ihr erkundigt.

    Da der jetzige Job branchenfremd ist, würde ich im Anschreiben einen plausiblen Grund nennen, warum ich diesen Schritt gemacht habe und jetzt zurück in meine Branche will. Weiter keine Ausführungen.

    Im Gespräch würde ich darlegen - auch ohne Nachfrage - warum ich bei der speziellen Firma weg will. Wobei keiner von der TE hier bislang genannten Gründe auch nur erwähnt werden sollte, das sind Killer. Ich würde mich auch nicht scheuen, zu sagen, dass ich mich verschätzt habe, da unerfahren. Bei der Wahrheit bleiben und diese so weit biegen, dass es keine Lüge wird, das kommt am authentischsten. Jedoch muss das klar und entschlossen rüber gebracht werden können, jammerig oder mitleidig wird negativ.

    Und vor allem AUF KEINEN FALL nochmal IRGENDWAS annehmen. Nicht wählerisch sein zu Anfang bezahlt man sein ganzes Berufsleben hindurch bzw. ein Topstart (für den es bei der TE noch nicht zu spät ist, wenn sie aufhört zu jammern und den Arsch hoch kriegt) zahlt sich auch in 30 Jahren noch aus. Die Suche danach kann sich in die Länge ziehen, auch 6 Monate und länger. Ich persönlich schätze Leute, die sich dann lieber mit Kellnern durchgebracht haben als ALG zu beziehen und fest auf den Traumjob gewartet haben als sich noch einen weiteren Griff ins Klo im eigenen Bereich angetan haben.
    danke für diesen Beitrag. sehr hilfreich. ich umschreibe den Job im CV auch. ich werde den aktuellen AG nicht nennen. Du meinst, man soll direkt im Anschreiben erwähnen, warum man hier weg will? bzw. warum man nicht übernommen wurde beim ersten Job? Ist das nicht etwas zu viel Info?


  6. Registriert seit
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen



    Wo steht was von unfassbar?
    Ich hatte selbst in meiner Karriere zwei Jobs die ich nach kurzer Zeit abscheulich langweilig fand, die sich aber auf dem Papier gut machten. Ich hab dann gesucht wie eine Verrückte, es war kein Zuckerschlecken, ich hatte Existenzängste, hab komplette Wochenenden mit Bewerbungen verbracht, viel geweint. Aber es war mir alles lieber als gar keinen Job zu haben und irgendwann hat es dann auch mit den Bewerbungen geklappt.
    Ich bin oft tagelang ohne Arbeit in der Arbeit gesessen - ich habe dann stundenlang Jobs recherchiert und nachverfolgt, was ehemalige KommilitonnInnen und KollegInnen machen, um mir Inspiration zu holen.

    Wäre das eine Möglichkeit für dich - mal zu schauen, wie sich StudienkollegInnen durchschlagen?
    nee, dann werde ich neidisch und traurig. :(
    ich will ja grundsätzlich in Unternehmen bleiben. das gefällt mir.
    Und ja, inzwischen schreibe ich auch schamlos hier auf Arbeit Bewerbungen ;) habe es heute mit dem knackigeren Anschreiben probiert. bin gespannt. Las sich gleich ganz anders als das, so muss ich es leider sagen, Geschwafel davor.
    Und mir ist lieber ich kann meine Zeit frei nutzen statt jeden Tag 8 Stunden am PC zu hocken und zu warten dass die Zeit vergeht. ich könnte z.B. einen Bekannten bei dessen ehrenamtlichem Projekt unterstützen, das war eh geplant, aber ich hatte dafür die letzte Zeit keine Kraft... es wäre sogar fachliche Unterstützung, d.h. man könnte es im CV verwerten. besser als das.

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    @AE: Ich würde den aktuell gekündigten Job vermutlich gar nicht nennen. Weil alleine die Benennung zwingt dich, Gründe zu nennen, die dir nicht zum Vorteil gereichen. Dann hast du eben eine Lücke von 3? Monaten, ausgehend von dem ersten VZ-Job. Wie lange war dieser? Rund 1 Jahr?
    Dass dies so kurz war, würde ich mit Projektgebundenheit begründen. Dass ich in diesem Unternehmen nicht anderweitig eingestellt wurde, mit Einstellungsstopp oder dass kein weiteres Projekt beantragt wurde.
    hm. aber dass ich dann 3 Monate suche? spricht das nicht für meine Erfolglosigkeit, wenn ich das weglasse?

  7. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von AE90 Beitrag anzeigen
    dass ich festgestellt habe, dass die Außendarstellung dieses meinen Jobs super war, er aber faktisch unfassbar öde und stupide ist. und da ich das andere nicht machen darf, habe ich gekündigt.
    Ah okay, das meintest du, danke.

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Dann der jetzige Job. Den aktuellen AG würde ich weder im CV noch im Interview benennen, auch nicht bei großem Druck, höchstens beschreiben. Die TE hat kein Interesse daran, dass man sich dort nach ihr erkundigt.
    Das sehe ich ja ganz anders. Mir würde das zu denken geben, was da denn wohl los ist, wenn jemand so rumdruckst, falls das Gespräch darauf kommt.
    Die zwei häufigsten Motive für Mord sind Liebe und Geld.
    Ich werde definitiv eines natürlichen Todes sterben.

  8. Avatar von Blue2012
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von AE90 Beitrag anzeigen
    hm. aber dass ich dann 3 Monate suche? spricht das nicht für meine Erfolglosigkeit, wenn ich das weglasse?
    Spricht es nicht für deine Erfolglosigkeit, dass du einen Job als Berufsanfängerin nach 2 Monaten hin schmeißt anstatt dich erstmal durchzubeißen oder dich aus ungekündigter Position heraus zu bewerben?

    Über die Frage "Was macht hier Sinn?" kann man aber streiten.

    Wie NurZuGast es ausdrückte: Da sind einige "Killer" dabei, die eigentlich kaum erklärbar sind und für AG eher ein Risiko bedeuten. Ansonsten siehe Dharma.
    Be a voice not an echo.


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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Das ist was, was mich immer wundert - Gedruckse bei Biographiefragen heißt ja im Grunde nur, dass sich jemand keine geschliffene, wohlgefällige Antwort überlegt hat, aber weiß, dass das Thema ihm niegativ ausgelegt werden kann.


    Wenn da jemand druckst, spricht das doch mehr für Ehrlichkeit, als wenn jemand eine nichtssagende, möglicherweise erlogene Standardantwort gibt?




    Nebenbei: Die Frage nach den Stärken und Schwächen scheint ja inzwischen ausgestorben - vor x Jahren schrieb ein Bekannter in einem anderen Forum mal, er habe auf die Frage nach den Schwächen gesagt: "Bewerbungsratgeber empfehlen, man solle Perfektionismus sagen" - laut ihm wurde ihm das positiv ausgelegt, weil das zeigte, dass er sich mit der Frage beschäftigt hatte - dabei hat er ja quasi laut gesagt "ich habe nachgelesen, welche Lüge wohl am besten ankommt" - und sowas kommt dann positiv?



    Edit:
    AE90, ich weiß immer noch nicht inwiefern Weglassen irgendwie verboten ist, dazu oder dagegen würde ich also nicht raten, aber woher hast Du denn diese Idee, dass 3 Monate eine besonders lange Zeit zum Suchen sind?


    Es mag ja Leute geben, die haben direkt nach dem Studium schon den Vertrag in der Tasche (mir ist, außer einige Doktoranden, niemand derartiges begegnet) aber von denen abgesehen kenne ich eigentlich kaum jemanden, bei dem das so schnell ging - doch eine, die hat aber auch sehr intensiv gesucht und es war auch klar dass sie das allererste Angebot nimmt, einfach weil sie das Geld brauchte.

  10. Avatar von Blue2012
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    AW: Desillusionierung Berufsanfang

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ja ganz anders. Mir würde das zu denken geben, was da denn wohl los ist, wenn jemand so rumdruckst, falls das Gespräch darauf kommt.
    Sehe ich ähnlich.
    Was sollte das für ein Kaliber an Job sein, dass ich als Anfänger nach 2 Monaten hinwerfe? - fragt sich ein Arbeitgeber. Klare Sache aus Sicht des AGs: Es muss was echt Schlimmes sein. Also Richtung Mobbing, Bossing, Belästigung.
    Weil, in allen anderen Fällen würde man sich ja "aus dem Job heraus" bewerben und die Blödsituation "aushalten". Dies nach 2 Monaten zu tun, sagt bereits an sich viel aus. Es aber aus einer selbst gekündigten Position heraus zu tun, noch mehr.

    Wie soll man das begründen, ohne einen potentiellen AG zu verunsichern?
    Alle Aussagen, die man trifft und seien sie noch so klug formuliert, offenbaren für den AG ein hohes Einstellungsrisiko.
    Be a voice not an echo.

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