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  1. Registriert seit
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    AW: Argumentation Lebenslauf

    Zitat Zitat von dharma-- Beitrag anzeigen
    Es klingt wirklich so als ob immer die Anderen Schuld sind oder? Und du gehst sobald es schwierig wird... mhnnn wie würdest du das denn verkaufen wollen?

    Ich würde dich gar nicht erst zu einem Gespräch einladen - so eine Einarbeitung ist zeitaufwendig und wenn jemand nicht bleibt ist das doof für beide Seiten.
    Ich kann nachvollziehen, dass es so von außen wirkt. Leider, leider. Und das ist auch das tatsächlich das, was mich am meisten ärgert. Ich bin sehr freundlich, positiv und harmonisch und muss zugeben, ich kann mit cholerischen Chefs tatsächlich nicht gut umgehen, da die Kritik in meinen Augen nicht konstruktiv ist, wenn man unsachlich angeschrien wird und vor einem auf dem Boden gestampft wird werden, einfach voller Wut. Es war kein Geheimnis, dass veräußert wurde, dass die Leute hier in Angst arbeiten sollen (da sonst gerade die indischen und pakistanischen Mitarbeiten wohl nicht fleißig genug wären, was ich zudem als rassistisch empfand, da manchmal auch einfach 'Paki, was war das wieder für eine Aktion geschrien wurde'). Ich habe gelernt, dass man cholerischen Chefs, niemals sagen sollte, dass man die Situation oder Arbeitsweise nicht optimal findet, das hat mir 2 malig das 'Genick gebrochen'. Vielleicht bin ich zu soft, für so eine Art Job. Für mich war es eine harte Zeit, viele Tränen, viele schlaflose Nächte, Übermüdung. Und dennoch, gehe ich als Verlierer aus der Sache und muss eine Argumentation finden.


    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Bei Cholerikern braucht man keinen eigenen Anteil suchen, die gehen ohne Anlaß ab, daß die Heide wackelt
    Das kann ich nur bestätigen. Ich wüsste wirklich gerne, wie man ich solchen Situationen am Besten reagiert, wie man damit umgeht.


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    AW: Argumentation Lebenslauf

    Zitat Zitat von --martha-- Beitrag anzeigen
    Viele Fragen:

    Den Branchenwechsel zu begründen, habe ich keine Idee. Einmalige Chance, tolles Unternehmen, Erkenntnis, dass dort bestimmte interessante Aufgaben, Chancen, oder andere Vorteile gegeben sind.

    Ich rate aber auch dazu mal zu überlegen, wo Deine eigenen Anteile liegen. Gab es vielleicht nachvollziehbare Anteil, warum Deine cholerischen Chefs regelmäßig ihre Fassung verloren, gab es Leistungsdefizite, besteht die Möglichkeit, dass gerade im ersten Job doch Unerfahrenheit oder anderes eine Rolle gespielt hat.
    Kann man angeben, dass es im neuen Land erstmal nicht so einfach war ohne Marktkenntnisse, und daher konnte man nicht die Branche verfolgen, die einem eigentlich am Herzen liegt? Also vom Standpunkt, wenn man wieder in Deutschland sein sollte.

    Zu den Gründen, ich nehme mir das absolut zu Herzen. Ich bin jemand, der die Fehler zunächst bei sich sucht. Ich denke, der Hauptgrund war, dass ich an einem Wochenende gemeint habe, ich kann an diesem Tag nicht arbeiten, da meine Familie da war und das direkt zum CEO. Am darauffolgenden Arbeitstag, folgte die Kündigung. Meine Kollegin, die das gleiche meinte, wurde übrigens auch am gleichen Tag gekündigt, ohne vorherige Warnung. Ich hatte mich davor aber nie beschwert, über die krassen Arbeitszeiten und die Arbeit am Wochenende. Zudem war es eine ganz andere Branche, internationales Umfeld. Ich hab mich sehr bemüht, mich schnell einzufinden, dennoch waren Kollegen, die im vorherigen Job das gleiche gemacht haben, schneller. Von meiner direkten Vorsetzen habe ich jedoch vor Ihrem Urlaub noch gutes Feedback erhalten. Es geschah in ihrer Abwesenheit (Urlaub). Ich hatte weder eine Einarbeitung, noch eine Jobbeschreibung. Ohne dass es eine Übergabe gab, wurde erwartet, dass ich Ihren Job in Ihrer Abwesenheit komplett ausführe, damit hatte ich Schwierigkeiten.
    Geändert von issey2018 (02.10.2018 um 09:24 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Argumentation Lebenslauf

    Zitat Zitat von Tristesse88 Beitrag anzeigen
    Also in den UAE und insb in Dubai muss man "etwas dick auftragen". (Habe selbst dort gearbeitet.) Auch im job und beim Bewerben. Ich hätte nicht allzuviel Skrupel, das ein oder andere etwas zu "schönen" oder hier und da etwas zu übertreiben. Das machen die Arbeitgeber dort nicht anders.

    Dennoch würde ich auch nicht anfangen zu lügen, sondern halt immer versuchen, es darauf zu schieben, es hat persönlich nicht gepasst, oder fachlich nicht gepasst.

    Unterschiedliche Branchen sind dort doch nicht unbedingt so ein Problem? Es sei denn du willst in etwas sehr spezifischen Fuß fassen?

    Ich würde auf die masse gehen und einfach viele Bewerbungen in unterschiedlichen Bereichen rausschicken.

    Begründen dass du in der "falschen " Branche gelandet bist, würde ich damit dass du eben dringend den job gebraucht hast, damit du bei deinem freund (kannst ja sagen, bei deiner Familie... ) bleiben kannst, da hängt ja auch das ganze visum dran etc.

    Am Liebsten würde ich meinen letzten Job, einfach gefühlt verlängern. Aber das wäre eine Lüge...
    Unterschiedliche Branchen sind an sich kein Problem, dennoch würde ich gerne einen roten Faden entwickeln und Pharma hat mir einfach sehr gut gefallen. Nachdem ich aber sämtliche Pharmaunternehmen hier kontaktiert habe, ohne Möglichkeit, war dies zunächst einmal eine Option, um auch die Lücke im CV nicht noch größer werden zu lassen. Man muss hier definitiv offen sein, für Branchenwechsel als auch anders Jobprofil.
    Ich finde es gut zu sagen, die Branche passt nicht optimal zu einem und aufgrund des Freundes/Familie war es eben eine Option.

    Aber wie begründet man, dass man nicht noch weiter durchzieht, sondern gekündigt hat (Bzw. in Wahrheit gekündigt wurde)? Das klingt doch leider echt danach, das man aufhört sobald es etwas schwieriger wird.


  4. Registriert seit
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    AW: Argumentation Lebenslauf

    Was meint ihr?

  5. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Argumentation Lebenslauf

    Issey, du könntest es auch neutral halten und einfach ohne Begründung sagen, dass du zum 1. Xten einen neuen Job suchst. Im persönlichen Gespräch würde ich die Wahrheit sagen. Du lebst jetzt nun einmal in einem Land, wo man flott und ohne größere Umstände gekündigt wird, das weiß doch da auch jeder. Gekündigt zu werden, hat in Deutschland auch deshalb so einen negativen Beigeschmack (bekommen), weil man hier nur sehr schwer gekündigt werden kann. Da argwöhnen viele eben auch gleich Negatives, wenn bekannt wird, dass jemand gekündigt wurde. Das ist doch da, wo du jetzt bist, anders, also mach dir nicht so einen Kopf. So Sprüche wie dass die Branche nicht optimal zu einem passt und man deshalb gekündigt habe, hören sich für meine Ohren sehr unglaubwürdig an und niemand mag Bewerber, von denen man schon im Erstgespräch den Eindruck bekommt, dass sie es mit der Wahrheit nicht genau nehmen.

    Nach dem, was ich so höre, bekommt man doch in deinem Aufenthaltsland recht einfach einen neuen Job, also nur Mut.
    Die zwei häufigsten Motive für Mord sind Liebe und Geld.
    Ich werde definitiv eines natürlichen Todes sterben.

  6. Avatar von Beachnoodle
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    AW: Argumentation Lebenslauf

    Ich weiss nicht aber wieso bist du denn so unsicher und verschämt. Es ist jetzt so, also steh für DICH ein.


    Du hast in verschiedenen Branchen Praktika gemacht na und?
    Dass heisst doch auch du hast dich jedes Mal proaktiv den neuen Herausforderungen gestellt.
    Ich würde da mit deinem breitem Interessespektrum und dem damit erweiterten Erfahrungschatz argumentieren,
    ausserdem Lernt man IMMER was dazu, was einem im neuen Job weiterhelfen kann.
    Sieh mal Du könntest eher sagen Du bist flexibel, ( anstatt auweia viele Branchen)
    kannst mit schneller Auffassungssgabe, Zähigkeit, starker Eigenmotivation argumentieren.
    ( bloss nicht sagen, es gab keine Einarbeitung, oder irgendwas negatives).
    Du denkst es war Chaotisch, nett gesagt ist: flexible Prozesse, Despotischer Chef=sein Entschiedener Führungsstil. Aber wie gesagt ich würde dass nicgt thematisieren.

    Du hast 2Jahre Pharma gemacht, hast festgestellt dass ist eine für dich spannende Thematik.
    Dann guckst du was das Zielunternehmen für Pläne hat, wie die Forschungspipeline aussieht, die Marketingstrategie was auch immer und formulierst und wieDU diesen Dinge mit unterstützen kannst.
    Oder was auch immer die Branche ist, die Du jetzt anstrebst.

    Es zeugt jedenfalls davon, dass Du dich mit dem Zielunternehmen auseinandergesetzt hast.

    Ja und die 4 Monate anfangs bis du was gefunden hast, ja sowas dauert, kannst du jetzt schon bissl arabisch? Dann hast du eben die Monate versucht dir hier Grundkenntnisse zu verschaffen. Dass ist doch nicht gelogen?

    Dass Du jetzt da weggehst. Jo ist so. Es war interessant, erfahrungsreich. Ende.

    Geh doch auf Dinge ein, die dich als Person ausmachen UND wichtig sind für den neuen Arbeitgeber.
    Was nützt dem neuen Unternehmen ein Fachidiot der keine Sozialkompetenz hat und wie Sheldon Cooper durch die Welt stolpert.
    Du kannst keine neue Vitae herbeilügen.
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer
    Geändert von Beachnoodle (04.10.2018 um 23:08 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Argumentation Lebenslauf

    Zitat Zitat von issey2018 Beitrag anzeigen
    - Ich weiss, man soll nicht erwähnen, dass der Boss schwierig war. Dennoch bin ich nun 2x an ziemliche Extremfälle geraten, wo keine konstruktiven Diskussionen möglich waren. Am Ende sieht es nun aber immer so aus, als hätte meine Leistung nicht gereicht oder als hätte ich keine Ausdauer. Wie würdet Ihr es im Lebenslauf, aber auch im Interview darstellen?
    - Ich bin aktuell auf der Suche. Würdet ihr im CV/Interview angeben, dass ihr noch im Angestellenverhältnis seid (oder offen und ehrlich: gekündigt worden oder lügen, man hat gekündigt)?
    - Wie würdet ihr begründen, dass ich im neuen Land nun wieder erst in der Food Branche gelandet bin (die gewünschte Branche hatte nicht geklappt, der Arbeitsmarkt sehr schwierig)

    Vielen Dank für Euer Feedback!
    Nachdem ich selbst grade auf Jobsuche bin, und das seit fast einem Jahr (den letzten Job hab ich aus gesundheitlichen Gründen - mittelschwere Depression - gekündigt), kann ich vielleicht helfen. Mein letzter Chef war eine Katastrophe, aber das kann ich im Vorstellungsgespräch natürlich nicht sagen. Ich behelfe mir dann damit:

    - Das Arbeitsumfeld hat nicht gepasst, durch die hohe Fluktuation hat sich das Arbeitsklima verschlechtert, und ich habe sehr rasch gemerkt, dass das nicht die Tätigkeit ist, die ich bis zur Pension ausüben möchte. Meistens reicht es, auf die wirklich abartig hohe Fluktuation hinzuweisen, die meisten Personaler können sich dann ausmalen, dass das am Chef liegt und fragen nicht weiter nach. Falls doch noch genauer nachgefragt wird, erkläre ich, dass ich nach über sieben Jahren PR im Gesundheitswesen eine Auszeit gebraucht habe und mich neu orientieren musste - was ja auch stimmt. Die gesundheitlichen Probleme habe ich zu Beginn der Bewerbungsphase hin und wieder angesprochen, aber rasch gemerkt, dass das nicht gut ankommt, weil das mit "ist nicht belastbar" assoziiert wird. Und ich hab auch sehr schnell gemerkt, dass es keine gute Idee ist, sich über 16-Stunden-Tage aufzuregen - kommt bei Personalern auch nicht so gut an.

    - Angeben, ob man noch in einem Angestelltenverhältnis ist oder nicht: Würde ich auf jeden Fall machen, du hast ja normalerweise eine Kündigungsfrist, die du einhalten musst, und der neue Arbeitgeber will ja auch wissen, ab wann du verfügbar bist. Wenn du von einem früheren Dienstgeber gekündigt worden bist, dann sag das auch, aber ohne den Dienstgeber schlecht zu machen.
    Bei mir war's z.B. so, dass ich im Vorjahr nach fast sieben Jahren gekündigt wurde, mit der Erklärung, man wolle die Abteilung umstrukturieren und müsse sich daher von mir trennen. Das führt bei Vorstellungsgesprächen immer zu Fragen, die ich aber nicht beantworten kann. Neulich wurde ich gefragt, ob's vielleicht persönliche Probleme mit einem der Funktionäre gegeben habe. Auf sowas ja nicht eingehen und schon gar nicht im Detail! Ich hab mich drauf beschränkt, zu erklären, dass man natürlich nicht mit allen gleichermaßen gut auskommen kann, das aber aus meiner Sicht absolut kein Kündigungsgrund sei. Und selbst das war vermutlich schon zu viel Information. Ich hab das dann noch abgeschwächt und erklärt, dass ich früher oder später wahrscheinlich eh von selbst gekündigt hätte, weil ich mich nicht mehr weiter entwickeln konnte, aber noch Potenzial da ist, das ich gerne ausschöpfen möchte. Sowas kommt meistens gut an.

    - Zur Branche: Da kannst du ja damit argumentieren, dass du in der Branche bereits viel Erfahrung hast und in dem ausgeschriebenen Job die Möglichkeit siehst, diese Erfahrung einzubringen und dich außerdem noch weiter zu entwickeln. Oh, und wenn du gefragt wirst, warum du vom jetzigen Unternehmen weg willst: Da kannst du auch mit "Ich will mich weiter entwickeln" argumentieren.

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