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  1. Registriert seit
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Richtig...PR ist überlaufen und deshalb werden hier oft nur Junge eingestellt. Die kosten nicht so viel und haben eben noch mehr Esprit.

    Von Zeitarbeit halte ich Persönlich nichts, da wird oft nur die Person verheizt. Man muss Tätigkeiten machen wozu andere keine Lust haben.


  2. Registriert seit
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen
    Ich wünschte das Bewusstsein wäre mehr da, was die Arbeitslosigkeit für jemanden bedeutet.Denn „nein“ das ist kein Urlaub, sondern eine permanente Stresssituation.
    Exakt. Aber dieses Bewusstsein fehlt völlig. Wenn man arbeitslos ist, ist man - jedenfalls sehen das viele Menschen in Österreich so - sowieso selber schuld, und wenn man sich noch so viel weiterbildet und während der Arbeitslosigkeit aktiv bleibt (in Österreich darf man bis zu einer bestimmten Grenze dazuverdienen), man ist trotzdem selber schuld. In der PR ist es obendrein so, dass die Konkurrenz extrem stark ist, sprich: Auf einen Posten kommen mal locker 100 bis 200 Bewerbungen, oft noch mehr. Ich wollte zwar nie wieder im Gesundheitswesen tätig sein, bin aber da aufgrund meiner letzten Jobs sehr gut vernetzt und würde das zur Not wieder machen, wenn sich gar nichts anderes findet. Und ich schau, dass ich mich weiter spezialisiere, um mehr Chancen zu haben.

    Auch lustig, apropos Bewusstsein für die Situation von Arbeitslosen: Wie oft ich in Foren (wo sonst) schon gelesen habe, dass Arbeitslose ja eine Umschulung zur Pflege machen oder als Erntehelfer arbeiten könnten - ich bin echt nicht auf Titel versessen, aber ich hab nicht studiert, um dann irgendwo als Erntehelferin zu arbeiten oder mich zur Pflegerin umschulen zu lassen. Und was ich gar nicht mehr hören kann: "Wer will, findet auch eine Arbeit." Am Wollen scheitert es nämlich wirklich nicht.

    Zum Thema Umziehen: Ich würde sofort alles zusammenpacken und Wien verlassen, aber ich krieg meinen Mann nicht dazu. Der findet die Stadt im Unterschied zu mir nämlich toll, er hat hier auch einen guten Job, und fast alle unsere Freunde leben hier. Gegen diese Fülle an Argumenten komme ich nicht an, deswegen habe ich schon vor Monaten angefangen, auch außerhalb von Wien zu schauen, was es an Jobs gibt. Ob ich jetzt innerhalb der Stadt eine halbe Stunde oder 40 Minuten mit den Öffis unterwegs bin oder nach Niederösterreich fahre, ist wirklich wurscht.

    Was mich ja richtig ärgert - egal, ob in der PR oder anderen Berufsfeldern -, das sind die Dumpinglöhne, die mittlerweile von Unternehmen ausgeschrieben werden. Ich hatte im Oktober ein richtig gutes Vorstellungsgespräch bei einem Messeveranstalter, aber denen war ich zu teuer. Ich bin ja bereit, mit meinen Gehaltsforderungen runterzugehen, aber ich arbeite nicht für ein Einsteigergehalt (in dem Fall: 1800 Euro brutto). Nicht mit 15 Jahren Berufserfahrung.

    Vor einiger Zeit hatte ich auch ein Coaching (nächste Woche ist der zweite Termin), und der Coach meinte, ich solle mir überlegen, ob ich nicht unterrichten möchte. Deutsch und Geschichte werden in Österreich in den kommenden Jahren zu Mangelfächern, d.h. man hat da relativ gute Aussichten und nach spätestens fünf Jahren auch eine Fixanstellung. Nur: Woher soll ich wissen, ob mir das überhaupt liegt? Ich hab noch nie unterrichtet, weiß nicht, ob ich überhaupt von den Schülern ernst genommen werden würde... es wäre halt eine Art "Plan Z".

  3. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Es ist schade, dass du deine Vorstellungen nicht verwirklichen kannst, aber es schuldet dir auch niemand einen Job entsprechend deiner Bedingungen. Du hörst dich ein wenig so an, als erwartest du das. Wenn Plan A nicht zu verwirklichen ist, muss halt ein Plan B her.
    Ich würde ja gern ein paar Kilos verlieren.
    Aber ich verliere niemals, ich bin ein Gewinnertyp!


  4. Registriert seit
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Hallo,
    ich finde es richtig, dass du keinen PR-JOb für 1800€ brutto angenommen hast. War das eine Traineestelle?
    Falls nicht, empfinde ich das wirklich als Ausbeutung.
    Auch die Vorschläge sich als Erntehelfer zu verdingen oder zum Altenpfleger umzuschulen finde ich wirklich daneben. Wie würden diese Leute reagieren, die diese Vorschläge machen, wenn sie als Erntehelfer arbeiten sollten?
    An deiner Stelle würde ich einfach dran bleiben. Weiter Bewerbungen schauen, am Netzwerk arbeiten, Augen und Ohren offen halten für "verwandte" Möglichkeiten. Evtl. kannst du auch etwas selbstständig nebenher arbeiten, um das im Vorstellungsgespräch zu nennen.
    Ich wünsch dir viel Erfolg und vor allem Geduld. Man findet schon wieder was, nur leider kann das dauern....und die Zeit der Arbeitslosigkeit kann einen inzwischen psychisch und finanziell wirklich auffressen.
    Meine Arbeitslosigkeit liegt über zwei Jahre zurück und ich habe eine feste unbefristete Stelle. Trotzdem nagt es noch an mir.


  5. Registriert seit
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Es kommt wohl auf die Region an, was den Verdienst angeht- lässt sich nicht vergleichen.

    Allerdings kann ich an Aussagen wie " Wenn Du nicht findest was du willst musst du nehmen was du bekommst" nichts Falsches- und habe deswegen solche Jobs auch schon gemacht.


  6. Registriert seit
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Ich verstehe auch nicht, warum gar kein Geld besser sein soll als weniger Geld, als ich mir vorstelle.

  7. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen
    Auch die Vorschläge sich als Erntehelfer zu verdingen oder zum Altenpfleger umzuschulen finde ich wirklich daneben. Wie würden diese Leute reagieren, die diese Vorschläge machen, wenn sie als Erntehelfer arbeiten sollten?
    Das wurde ja nicht ihr persönlich in Foren empfohlen, sondern Arbeitslosen allgemein. Natürlich muss niemand eine Umschulung als Altenpfleger machen, wenn es in seinem Beruf genügend Jobs gibt und er was findet. Aber wenn er nach geraumer Zeit nichts zu seinen Vorstellungen findet, muss er sich wohl irgendwann was anderes überlegen.

    Ist ja umgekehrt genauso. Hier findet sich keine Putzfrau für 17 Euro Bruttolohn (angemeldet natürlich, entspricht ca. 13 Euro netto) also muss ich eben mehr bezahlen oder selber putzen oder eine Agentur beauftragen.
    Ich würde ja gern ein paar Kilos verlieren.
    Aber ich verliere niemals, ich bin ein Gewinnertyp!


  8. Registriert seit
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Das wurde ja nicht ihr persönlich in Foren empfohlen, sondern Arbeitslosen allgemein. Natürlich muss niemand eine Umschulung als Altenpfleger machen, wenn es in seinem Beruf genügend Jobs gibt und er was findet. Aber wenn er nichts zu seinen Vorstellungen findet, muss er sich wohl irgendwann was anderes überlegen.
    Es gibt ja Gott sei Dank auch noch Abstufungen zwischen dem PR-Job mit Top-Bezahlung und dem Erntehelfer.

    Ich habe ein bisschen den Faden verloren, sind wir jetzt immer noch bei der TE oder bei der Arbeitsmarktsituation in Österreich? Bei letzterem kenne ich mich nicht aus.

  9. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Zitat Zitat von astronaut Beitrag anzeigen
    Es gibt ja Gott sei Dank auch noch Abstufungen zwischen dem PR-Job mit Top-Bezahlung und dem Erntehelfer.
    Eben. Deshalb hatte ich ja auch nur geschrieben „was anderes überlegen“. Das kann ja vieles sein. Auch reich heiraten - nein, das war nicht ernst gemeint.

    Ich habe ein bisschen den Faden verloren, sind wir jetzt immer noch bei der TE oder bei der Arbeitsmarktsituation in Österreich? Bei letzterem kenne ich mich nicht aus.
    Ich glaube, wir sind schon länger nicht mehr bei der ursprünglichen TE, sondern andere haben zum gleichen Thema ihre persönliche Situation mit Bewerbungen etc. geschildert.
    Ich würde ja gern ein paar Kilos verlieren.
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  10. Registriert seit
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    AW: Arbeitslos seit Februar 2018 - so langsam krieg ich Panik

    Jehane, Coaching klingt an sich schon mal gut und bringt dich vielleicht weiter. Wann du Unterrichten nicht komplett ausschließt, gibt es doch sicher Möglichkeiten, das mal auszuprobieren? Muss ja nicht gleich vor einer kompletten Grundschul-Klasse sein. Ich habe zB während meiner Arbeitslosigkeit damals stundenweise für eine private Sprachschule gearbeitet.

    Ich denke auch, früher oder später solltest du dich nach Alternativen zum PR-Job umsehen. Aber wie lange man es durchhält, an einem Plan festzuhalten, ist sicher individuell. Ich habe damals, auch aus finanziellen Gründen, nach 8 Monaten aufgegeben u bin in die Zeitarbeit. Es folgten also über zwei Jahre Zeitarbeit mit einem langen Einsatz als Assistentin..aber immerhin im Marketing, wodurch ich den Bezug dazu nicht verloren habe u später dann auch wieder eine feste Anstellung in dem Bereich gefunden habe.
    Aber das war vor über 10Jahren, ob ich das heute wieder machen würde..?

    Was siehst du noch für Alternativen? Vielleicht irgendeinen einen "Brot-Job" in TZ suchen und nebenher freiberuflich als Redakteurin dein Glück versuchen?

    Obwohl ich meinen Job eigentlich mag, wünschte ich manchmal auch, ich hätte etwas anderes machen können. Man startet seine Laufbahn von Anfang an mit diesem Bewusstsein, dass man eigentlich nichts besonders macht, sondern etwas was quasi jeder mit (oder auch ohne)Uni-Anschluss machen will oder könnte und geht auch dementsprechend wenig selbstbewusst durchs Berufsleben. Also so geht es mir zumindest. In meinem nächsten Leben werde ich Pilotin oder Zahnärztin. 😉

    Und klar, heutzutage findet ja jeder easy einen Job - das denken sicher viele. Meine Mutter meinte das vorhin auch zu mir, als ich ihr erzählte dass meine Cousine nach sehr langer Kinderpause und mit ziemlich wenig Berufserfahrung wieder in die PR einsteigen will. Ich hab meine Mutter erstmal darüber aufgeklärt, dass der Fachkräftemangel vielleicht bei Ingenieuren, im Handwerk, in der Pflege oder sonstwo herrscht- aber wohl eher nicht in der Kommunikation. Meiner Cousine wünsche ich natürlich viel Glück...

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