Ich benötige auch einmal einen Rat.
Ich arbeite seit sechs Jahren im Öffentlichen Dienst.
Die Tätigkeit ist mäßig bezahlt, ich arbeite auf einer Stelle für einen Bachelor, dabei habe
ich einen Masterabschluss. So ganz zufrieden bin ich monetär also nicht, zudem ist nicht wirklich
viel zu tun und ich vertreibe mir die Zeit mit Internetsurfen und Sprachen lernen.
Ich habe nun einige Bewerbungen verschickt und mich auch bei einem Konzern beworben, der mich
überraschend zum Vorstellungsgespräch eingeladen hat.
Das Gespräch war letzte Woche Mittwoch und verlief sehr gut, es wurde schon über einen konkreten Einstiegstermin gesprochen und der Vertrag soll mir in der nächsten Woche zugeschickt werden. Die Tätigkeit ist allerdings sehr anspruchsvoll, der Personaler hat mir klar gemacht, dass die Arbeit in einem Konzern "ganz anders" sei als im ÖD.
Sprich sehr leistungsorientiert, ein hoher Druck und häufig zehn Dinge auf einmal zu erledigen.
Diese Beschreibung schreckt mich nun schon etwas ab, ich habe Angst, dem nicht gerecht zu werden und mich an das laue Arbeitsleben gewöhnt zu haben...
Ratet ihr mir von dem Schritt in die Wirtschaft eher ab? Ist es wirklich so schlimm in einem Konzern?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 59
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07.04.2018, 23:55
Vom öffentlichen Dienst in die Wirtschaft?
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07.04.2018, 23:59
AW: Vom öffentlichen Dienst in die Wirtschaft?
Be yourself no matter what they say (Sting).
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08.04.2018, 00:05
AW: Vom öffentlichen Dienst in die Wirtschaft?
Ich meine, wenn ein Unternehmen schon im Vorstellungsgespräch darauf hinweist- dann scheint die Arbeitsbelastung ja enorm zu sein.
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08.04.2018, 00:06
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08.04.2018, 00:08
AW: Vom öffentlichen Dienst in die Wirtschaft?
Nein.
Schiebst du im ÖD tatsächlich so eine ruhige Kugel? Ich glaube das mit dem "ganz anders" nämlich erst mal nicht.
Bist du auf die Vorteile, die ÖD-Stellen z.T. haben (Familienfreundlichkeit, Arbeitsschutz, ...) angewiesen?
Große Konzerne können genauso absurd sein wie der ÖD, aber sind meist auch sehr bemüht, aktuelle Beschäftigungsstandards einzuhalten. Wenn du jetzt zu einem Start-up wechseln würdest, wäre das war anderes.
Dem Personaler könntest du sagen, "Hervorragend, genau danach suche ich."
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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08.04.2018, 00:10
AW: Vom öffentlichen Dienst in die Wirtschaft?
Ich war auch etwas verdattert, da der Arbeitgeber eine 35 Stundenwoche anbietet und für seine faire Work-life-Balance bereits ausgezeichnet worden ist... vlt. war das nur Panikmache?
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08.04.2018, 00:13
AW: Vom öffentlichen Dienst in die Wirtschaft?
Ehrlich gesagt- ja.
Klar gibt es Tage, in denen sehr viel zu tun ist. Um mal ins Detail zu gehen- ich arbeite als Sozialpädagoge im Bereich
Arbeitsvermittlung.
Mal stehen meine Klienten reihenweise vor meinem Büro und wollen über ihre Probleme reden. Mal aber auch nicht,
und da ist tagelang Internetsurfen angesagt.
Vor allem jetzt, wo es Richtung Sommer geht- da laufen unsere Projekte aus, die Jugendlichen sind in Ausbildung vermittelt und es ist rein gar nichts mehr zu tun...
Gehalt ist E9, was für einen Master natürlich viel zu wenig ist.
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08.04.2018, 00:26Inaktiver User
AW: Vom öffentlichen Dienst in die Wirtschaft?
Darum wundert es mich, dass sie dich als Bewerber ernsthaft in Betracht ziehen. Es gibt generell oft Vorbehalte in der freien Wirtschaft gegen Mitarbeiter aus dem ÖD und meiner Erfahrung nach - ich kenne beides, ÖD und FW - durchaus zu Recht. Es gibt natürlich Jobs im ÖD, die durchaus fordernd und anstrengend sind und auch Jobs in der freien Wirtschaft, bei denen man den ganzen Tag im Internet surfen kann, aber die Regel ist das nicht unbedingt. Ich würde mir das gut überlegen. Ich denke mir bei einigen, die ich kenne und die im ÖD arbeiten, dass die in der freien Wirtschaft keine Chance hätten, die Unterschiede sind schon groß.
Wie gesagt, meine Erfahrung. Warum bewirbst du dich nicht auf einen Job, der deinem Master entspricht?
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08.04.2018, 00:32
AW: Vom öffentlichen Dienst in die Wirtschaft?
Schwer zu sagen.
Bei einem vage gleichwertigen Job würde ich sagen, da spielen viele Vorurteile rein. Und jede Firma sieht sich gerne als hochenergetisch und anspruchsvoll. Und dauerhafte Unterforderung (Sachbearbeiter wenn man für Konzeptarbeit oder Führung qualifiziert ist) ist ja auch nicht gerade entspannend.
Am Ende hängt auch viel von der Kultur in der Abteilung und dem Team, wo man landet, herrscht.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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08.04.2018, 00:34


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