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  1. Inaktiver User

    Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Ich hatte heute ein Vorstellungsgepräch, bei dem ich einen Test beantworten sollte. Als erste Frage stand, ob ich der Meinung bin, dass die Bundesrepublik eine Obergrenze für Flüchtlinge einführen sollte oder nicht, und ich solle meine Antwort kurz begründen, ohne dass mein "ja" oder "nein" einstellungsrelevant wäre.
    Die zweite Frage bezog sich dann auf ein Sachthema.

    Da ich allein im Raum war, habe ich den "Test" fotografiert, das glaubt mir ja sonst niemand. Es geht um eine Stelle als Bürosachbearbeiterin in der Personalabteilung eines Umweltunternehmens, das nichts, aber auch gar nichts mit Flüchtlingen zu tun hat!

    Ich habe diese erste Frage nicht beantwortet und wurde dann beim Gespräch natürlich darauf angesprochen. Ich sagte, dass ich keinen Zusammenhang zwischen der Stelle und meiner persönlichen Meinung zu dieser politischen Angelegenheit sehe. Das Gespräch wurde daraufhin abgebrochen seitens des Unternehmens, weil ich mich einem Kennenlernen verschließe.

    Ich bin der Meinung, politische Einstellungsfragen sind nicht gestattet bei Vorstellungsgesprächen, schon gar nicht, wenn sie weder etwas mit der Stelle an sich noch mit dem Unternehmensinhalt zu tun haben.

    Und mich macht diese Frage wütend! Diese ganze Asylsch... k*tzt mich nur noch an, vor allem wenn sie dermaßen präsent, obwohl irrelevant, ist bei der Stellensuche! Warum fragt ein Unternehmen in einem Test nicht unternehmensinterne Dinge ab, um zu schauen, ob man ihr Unternehmen versteht?! Die Stelle hatte mich sehr interessiert!

  2. User Info Menu

    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Also ich finde auch, dass politische sowie religiöse Dinge in einem Bewerbungsgespräch nichts zu suchen haben, sofern sie nicht relevant für die ausgeschriebene Tätigkeit sind.

    Finde ich arg seltsam, soetwas zu fragen und ich finde es gut, dass du die Frage nicht beantwortet hast. Hätte ich wohl auch so gemacht. Wenn die danach so radikal sind und gleich das Gespräch abbrechen, dann war es wohl definitiv nicht die richtige Stelle, würde ich mal sagen.

    Von wegen nicht einstellungsrelevant. War es ja anscheinend doch, wenn man gar nicht weiter mit dir hat reden wollen.

  3. VIP

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    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Ich sehe das anders. Du schreibst, dass es ein Umweltunternehmen war, wo du dich beworben hast. Dieses Unternehmen hat ein Image und das will es sich nicht durch Mitarbeiter, die ggfs. eine andere Meinung haben als der Konzern verderben lassen. So weit ich weiß, hat fast jede Firma ein Leitbild und Marketingziele.

    In dem Unternehmen, in dem ich arbeite werden neue Mitarbeiter auch bezüglich ihrer Einstellung zu bestimmten Themen befragt. Wir haben Vielfalt oder wie es professionell heißt Diversity im Leitbild stehen und da muss der muslimische Mitarbeiter damit klar kommen, dass er von Frauen Anweisungen erhält, genauso wie die katholische Mitarbeiterin damit klar kommen muss, dass wir homosexuelle Kollegen in allen Ebenen haben. Da können wir keine Mitarbeiter gebrauchen, die sich Frauen an den Herd wünschen und Homosexuelle umerziehen wollen. Um mal zwei extreme Beispiele zu nennen. Durch diese Fragen werden Bewerber aussortiert. Die politische Meinung kann nämlich leider nicht jeder für sich behalten und das könnte für Unfrieden sorgen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  4. Inaktiver User

    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Hallo,

    ich versteh schon wenn jemand des Themas überdrüssig ist.
    Nur in deinem Fall, gerade wo die Stelle dich sehr interessiert hat würde ich jetzt daraus lernen.
    Würde beim nächsten Mal denken: shit, geht mir auf den Geist aber wenn es unbedingt sein muss dann mach ich das ebend.
    Viel Glück weiterhin

  5. Inaktiver User

    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Tatsache ist diese Fragen dürfen nicht gestellt werden....

    Wer sie nicht beantwortet wird nicht eingestellt - so einfach ist das.

    Was ein Umweltunternehmen mit Flüchtlingen zu tun hat weiß ich aber auch nicht...

    Es dürfe viele Fragen nicht gestellt werden, man muss auch nicht alles wahrheitsgemäß beantworten.

    Auf die Frage nach Kindern, kann ich als Frau ruhig nein will ich nicht sagen.... Frage nicht erlaubt, also irrelevant

  6. Inaktiver User

    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Mich wundert, dass Du anscheinend immer an Jobangebote gerätst, bei denen das Flüchtlingsthema irgendwie eine Rolle spielt (gut, ist natürlich derzeit ein prägendes Thema, aber es gibt doch auch andere Jobs?).

    Als erste Frage stand, ob ich der Meinung bin, dass die Bundesrepublik eine Obergrenze für Flüchtlinge einführen sollte oder nicht, und ich solle meine Antwort kurz begründen, ohne dass mein "ja" oder "nein" einstellungsrelevant wäre.
    Ich glaube allerdings, dass es hier in erster Linie um die Argumentationsfähigkeit ging und das Thema austauschbar ist. Man nimmt halt irgendwas Aktuelles, zu dem jeder was sagen kann.

  7. Inaktiver User

    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Ich kann gut verstehen, wenn ein Umweltverband, der wahrscheinlich nicht zur rechtskonservativen Ecke dieses Landes zählt, niemanden haben will, den der "Asylsch.. ank****. Insofern hätte die TE die Stelle eh nicht bekommen - jetzt nicht wg. mangelnder Teilnahme, dann nicht, weil sie ignorant ist. Man kann sicher unterschiedlicher Meinung sein, aber wenn man dazu nur Sch... und K*tz*en zu sagen hat, auch wenn es hier noch so "privat" ist, dann schlägt das auch in die geschönte Selbstpräsentation durch.

    Und dann ist man halt einfach "raus". Unfähigkeit in mehreren Punkten erwiesen - zum Fachlichen brauchte man nicht einmal zu kommen.

  8. User Info Menu

    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Die Frage wäre berechtigt, wenn es sich um einen sogenannten "Tendenzbetrieb" gehandelt hätte, in welchem deine politische Einstellung eine wesentliche Rolle bei Verrichtung deiner Arbeiten spielt. In meinen Augen liegt hier aber ein solcher Fall nicht vor. Wie du ja selber sagst, hat das Unternehmen überhaupt nichts mit der aktuellen Flüchtlingspolitik zu schaffen. Ich kann mir nur vorstellen, dass sie wissen wollten, ob du dir zu gewissen Themen eine Meinung bildest. Dass man dir aber dann eine solche Frage stellt, halte ich schon für äußerst fragwürdig. In meinen Augen hast du richtig reagiert!
    >> Lächle in die Welt und die Welt lächelt zurück <<

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    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Genau, vollkommen richtig, wenn Du den Job nicht haben willst.

    Natürlich ist das kein Tendenzbetrieb im arbeitsrechtlichen Sinne.

    Aber es ist eben ein Unternehmen für welches die politische Einstellung relevant ist. Wenn einem das nicht paßt, dann paßt man halt nicht dort hinein. Ich finde es auch vollkommen legitim, dass ein Unternehmen Mitarbeiter haben will, die zu ihm passen. Wenn im Unternehmen die Richtung der politischen Gesinnung wichtig ist, ist es legitim, diese Frage zu klären. Sonst wird man nicht lange glücklich mit einander.

  10. Moderation

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    AW: Vorstellungsgespräch - Frage zur politischen Einstellung

    Fakt ist, du hast die Stelle nicht bekommen - was vermutlich gut ist, weil du nicht ins Unternehmen gepasst hast und das Unternehmen nicht zu dir.


    Ich bin bei dem Thema selbst etwa zwiegespalten.

    Einerseits ist meine politische Meinung meine Privatsache - trotzdem als AN würde ich in einem Team mit einer extremen politischen Ausrichtung nicht arbeiten wollen und als AG ebenso wenig.



    Und ich sehe es aber auch so, dass es vielleicht weniger um deine politische Einstellung ging, sondern um die Art zu argumentieren.


    Ich weiß ein Kollege von mir hat vor einigen Jahren Rechtsreferendare die sich bei ihm beworben haben regelmäßig gefragt "was sagt ihnen Guantanamo?" Und ja es kam tatsächlich mal die Antwort "das ist doch so ein südamerikanisches Lied".

    Er wollte damit keine bestimmte politische Richtung abfragen, aber für ihn gehörte es zur erforderlichen Grundbildung eines Rechtsreferendars, dass er Tageszeitung liest und politisch interessiert ist. Und nein der Bewerber, der Guantanamo und Guantanamera nicht auseinander halten konnte, hat den Job nicht bekommen.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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