Antworten
Seite 1 von 16 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 156
  1. User Info Menu

    Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Ich mache in Österreich die Ausbildung zur Rechtsanwältin. Voraussetzung dafür sind eine anspruchsvolle Prüfung und 5 Jahre Praxis. Mir fehlen noch 6 Monate, die Prüfung habe ich schon. Meinen letzten Job habe ich gekündigt und wurde schwanger bevor ich was neues hatte. In den paar Wochen in denen ich vor der Schwangerschaft hatte ich einige interessante Gespräche. Ich blieb dann zu Hause bis meine Tochter 2 Jahre alt war und habe dann mit den Bewerbungen angefangen. Und es läuft katastrophal. Ich hatte seit September genau 2 Bewerbungsgespräche. Ich vermute, dass in dieser sehr konservativen Branche eine Mutter ein no-go ist. Hinzu kommt, dass der Arbeitsmarkt total zusammengebrochen ist. Gab es vor 3 Jahren noch im Schnitt 10 einschlägige Inserate pro Woche sind es nun eins. Gleichzeitig gibt es mehr Absolventen denn je. Die Absagen, die ich bekomme sind teilweise lächerlich (Aus Gründen des geordneten Kanzleibetrieb muss mir abgesagt werden).

  2. Inaktiver User

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Ich weiß nicht genau, ob Du jetzt eigentlich eine konkrete Frage hast.

    Wie wird denn Deine Tochter betreut, wenn Du wieder arbeitest? Willst Du Vollzeit arbeiten?

  3. Inaktiver User

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Zitat Zitat von Violaveilchen Beitrag anzeigen
    . Mir fehlen noch 6 Monate, die Prüfung habe ich schon. Meinen letzten Job habe ich gekündigt und wurde schwanger bevor ich was neues hatte. ).
    Das würde mir aus Sicht des Arbeitgebers ehrlich gesagt negativ auffallen, wenn du das so darstellst (Kündigung so kurz vorm Ziel - mangelndes Durchhaltevermögen?!)

    Kannst du das irgendwie kaschieren, ohne derb die Unwahrheit in die Bewerbung zu schreiben?

  4. User Info Menu

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Sie geht bis 17.00 Uhr in den Kindergarten. Danach kann sie mein Mann abholen. Meine Mutter wohnt auch in der Nähe und ist schon in Pension. Sie könnte auch im Krankheitsfall einspringen. Falls sie selbst krank wäre, hätte ich noch meinen Bruder, der als Krankenpfleger auch oft unter Tags zu Hause ist. Ich suche einen Vollzeitjob.

    Meine Frage ist einerseits, wie ihr die Situation einschätzt. Würdet ihr weiter durchhalten oder eher schon nach Alternativen suchen. Und ich habe keine Idee, wie die Alternative aussehen kann. Bei irgendetwas ungelernten bin ich halt heillos überqualifiziert und die werden befürchten, dass ich bald wieder weg bin.

  5. Inaktiver User

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Ich habe in D ähnliches erlebt, ohne hier detaillierte Informationen geben zu wollen.

    Erst mal Kopf hoch! Juristen sind ein seltsames Volk- da braucht es oft seeeehr langen Atem.

    Ich würde zweigleisig fahren: probiere weiter den Praxisteil zu absolvieren und schau Dich nach Alternativen um (in D wären das zB Behörden, NGO, Versicherung, Soziale Einrichtungen. Curriculum*kaschieren und sehr offensiv damit sein, das das Kind 24/7 wegorganisiert ist.

    Es ist eine Krux. 75% eines Jura-Jahrgangs sind weiblich, abet die Männer bekommen die guten Jobs.

  6. Inaktiver User

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist eine Krux. 75% eines Jura-Jahrgangs sind weiblich, abet die Männer bekommen die guten Jobs.
    Ich vermute mal, dass ein Mann auch keinen guten Job mehr bekommt, wenn er kurz vor Erreichen des Volljuristen kündigt und dann noch eine längere Pause einlegt.

    Ich habe keine Ahnung vom Juristenwesen in Österreich, ich denke, die Situation ist vergleichbar mit jemandem in D, dem das zweite Staatsexamen fehlt, oder?
    Geändert von Inaktiver User (01.03.2015 um 17:51 Uhr) Grund: Tippfehler

  7. Inaktiver User

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Curriculum*kaschieren und sehr offensiv damit sein, das das Kind 24/7 wegorganisiert ist.
    Hinter einer solchen Großoffensive an Dynamik und Ehrgeiz muss Frau (ob Juristin oder nicht) allerdings auch stehen, d. h. authentisch damit sein. Sehe ich bei der TE eher weniger.

    Sorry, merav, den gefetteten Ausdruck empfinde ich noch dazu als äußerst derb.

    Violaveilchen, aufgeben würde ich noch nicht. Ich kenne mich in der Juristerei nur als Beobachterin aus, wäre es nicht möglich, in einer privaten Kanzlei diese noch fehlenden 6 Monate abzuleisten. Wenn ich recht verstanden habe, bist du dann ja ganz fertig, was dir dann noch einmal andere Freiheiten bei der Suche schenkt.

    Ich würde mich auch nicht verunsichern lassen, dass dein überraschender Ausstieg sechs Monate zu früh wegen der Schwangerschaft, der Stein im Weg ist. Sondern eher mit einer charmanten Note beschreiben (die Österreicher sind doch selbst so charmant ).

    Und was ist mit Netzwerken? Hast du keine einschlägigen Kontakte, auch welche, die wiederbelebt werden könnten um über eine solche Schiene deinen Praktikumsteil noch absolvieren zu können.

    Und ansonsten überlege dir gut, ob du wirklich auf Dauer Vollzeit arbeiten willst oder dein Herz 'eigentlich' für eine andere Lösung schlägt.

    Ein paar Euro für ein Coaching, um diesbezüglich klarer zu werden, wäre möglicherweise auch gut angelegtes Geld.

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Hast du noch Kontakte zu früheren Professoren und Dozenten, die bei der Vermittlung hilfreich sein könnten ?
    Hast du noch Kontakte zu früheren Kommilitone, die müssten doch inzwischen teilweise selbst schon Kanzleien haben ?

    Werden diese fünf Jahre Ausbildung normalerweise bezahlt ? Kannst du dir leisten die restlichen sechs Monate als kostenloses Praktikum zu machen - falls das in Ö erlaubt ist.


    Und ich bin ehrlich - ich würde auch keinen Bewerber einstellen, der sechs Monate vor Erreichung seines Zieles selbst gekündigt hat. Dafür müsste es eine sehr gute Erklärung geben.
    Und da beißt sich vermutlich die Katze in den Schwanz, weil du auf der anderen Seite nicht schlecht von deinen letzten Arbeitgeber sprechen solltest.


    Warum genau hast du die Stelle denn damals gekündigt ?
    Die Schwangerschaft kam - wenn ich es richtig verstanden haben - ja unanhängig von der Kündigung.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  9. User Info Menu

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Ich würde da einen völlig banalen Grund vermuten, nämlich den, daß sich auf die Stellen genügend Bewerber/innen mit Prüfung plus 5 abgeschlossenen Jahren bewerben.

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Finde nach Babypause nicht ins Arbeitsleben zurück

    Ich geh davon aus, dass deine Bewerbungsunterlagen perfekt und professionell überprüft wurden?

Antworten
Seite 1 von 16 12311 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •