Antworten
Seite 1 von 55 1231151 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 547
  1. Moderation

    User Info Menu

    Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Aus aktuellen Anlass, da ich gerade eine Stelle ausgeschrieben habe und die ersten Bewerbungen eintrudeln, würde ich gerne einen Strang eröffnen, was mir als Arbeitgeberin bei Bewerbungen gefällt und was mir missfällt, vielleicht nützt es jemanden, der sich bewerben will. Wobei mir klar ist, dass auch Arbeitgeber verschiedene Kriterien unterschiedlich beurteilen. Teilweise auch abhängig von der Stelle - bei einem Handwerke habe ich andere Kriterien als bei einer Sekretärin.


    Ausgeschrieben ist eine Stelle im Sekretariat einer kleinen Firma, zwei Chefs, bisher ein demnächst zwei Angestellte und ein Bürohund. Der Betrieb wird in der Anzeige namentlich genannt, die Arbeitssituation und die Stelle ausführlich beschrieben, alle wesentlichen Daten zur Arbeitszeit genannt, derzeit zwei Stunden jeden Tag am Vormittag, Stelle eventuell ausbaufähig.
    Erbeten ausdrücklich schriftliche Bewerbungen, bevorzugt per e-mail.


    Was mich an einigen Zuschriften sehr stört bzw. auch Ausschlusskriterium ist:

    1.) Anlage als Word-Datei statt als pdf

    negativ, weil zum einen die Darstellung je nach Office-Version unterschiedlich sein kann, die Gefahr eine virengeschädigte Datei zu verschicken ist höher und dazu (was aber auch einen positiven, wenn auch vom Bewerber unerwünschen - Effekt hat) ich kann sofort sehen, das alle Bewerber die das machen auch nicht mit den Formatierungsmöglichkeiten von Word umgehen können, weil sie zB keine Tabulatoren setzen können, sondern wahlweise mit vielen einzelnen Tabs oder sogar mit ganz vielen Leerzeichen einrücken.

    Ein Mitarbeiter, der Word wie eine Schreibmaschine bedient hat im Sekretariatsbereich - aus meiner Sicht - nichts zu suchen.


    2.) pdf-Dateien, die keinen aussagekräftigen Namen tragen, also statt "Lebenslauf" nur "scan01"


    3.) mehr als drei pdf-Dateien als Anhang, gerne in Kombination mit 2.)
    Ich bevorzuge maximal drei pdf, also Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, gerne auch nur als ein pdf, es erleichtert mir das Lesen und auch das Ausdrucken (ich entscheide nicht alleine über die Bewerbung)


    4.) e-mail-Adressen, die entweder von beiden Ehepartners genutzt werden, so dass ich den Namen des Ehemannes im Absender habe, stört mich enorm, weil ich will mit meiner zukünftigen Arbeitnehmerin kommunizieren und nicht mit der gesamten Familie oder e-mail-Adressen wie "Schnullimaus@gmx.de", kann ich nicht ernst nehmen und fühle mich auch als Arbeitgeber nicht ernst genommen


    5.) kein Betreff in der Betreffzeile der e-mail
    Für mich ein Indiz, dass das Medium e-mail nicht professionell genutzt wird


    6.) falsch geschriebener Name des Ansprechpartners
    Das zeigt es wurde nicht mal die Ausschreibung sorgfältig gelesen - der Bewerber wird auch die Namen von Kunden demnächst falsch schreiben.



    Was mir gut gefällt:

    Wenn ein Bewerber erkennbar Bezug auf unsere Ausschreibung nimmt und erkennen lässt, dass die Webseite aufmerksam gelesen wurde.
    Geändert von Promethea71 (06.01.2014 um 19:29 Uhr) Grund: Deppenapostroph entfernt und schämend in eine Ecke verzogen ;-)
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  2. Inaktiver User

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Danke Promethea, das ist mal ganz schön.
    Auch wenn das bedeutet, dass ich aus deiner Sicht bisher nichts falsch gemacht habe.. und trotzdem keinen Job habe.
    Geändert von Inaktiver User (06.01.2014 um 18:39 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Oh, ja. Bei der Liste bin ich vollkommen bei Dir. Allerdings machst Du auch gleich etwas, was mich nervös zucken läßt: entweder 1. oder 1). Die Kombi von Punkt und Klammer geht gar nicht .

    Ganz schlimm finde ich, wenn für jede einzelne Seite eine Datei beifügt wird und man sich dann munter zusammensuchen darf. Also Bewerbung zwei Seiten, Lebenslauf eine Seite, 5 Zeugnisse mit je zwei Seiten ergeben dann sage und schreibe 13 Dateien, die unverständlich oder gar nicht benannt sind und durcheinander beigefügt sind. M. E. 1 x Bewerbung, 1 x Lebenslauf mit Zeugnissen oder wenn es sein muss Zeugnisse und Lebenslauf getrennt.

    Im gesamten administrativen Bereich finde ich Rechtschreibfehler, unvollständige Sätze und Fehler in der Grammatik ganz schlimm. Da heute so viel über die Mail erledigt wird, muss m. E. jeder in der Lage sein, fehlerfrei zu schreiben.

    Meinen persönlich schlimmsten Punkt ist das Übertreiben. Ja, ich weiß, der Bewerber soll / will sich verkaufen. Die Anpreisung in der Bewerbung muß dann doch aber mit den tatsächlichen Fähigkeiten zusammen passen. Ich arbeite z. B. mit einer Branchensoftware, die sehr verbreitet ist und auch an der Berufsschule im Einsatz ist. Wenn mir dann einer schreibt und im Gespräch sagt, dass er die beherrscht, glaube ich das. Wenn dann die einfachsten Sachen nicht klappen, die Daten nicht quasi automatisch gepflegt werden usw., ist das für mich nicht ok. Dann ist mir einer lieber, der sagt, dass er insoweit Defizite. Dann kann man sich auf das nachtrainieren einstellen.

    Weiter juckt mich immer an die Formulierung auf der Suche nach "einer neuen Herausforderung". Dabei spreche ich in meinem Bereich von normaler Bürotätigkeit. Ich glaube Keinem, dass er auf der Suche nach Problemen ist. Ich glaube keiner Mutter von zwei Kindern, dass sie die Herausforderung sucht und darum eine Teilzeitstelle sucht, ich glaube nicht, dass eine Frau, die sich auf eine Elternzeitvertretung bewirbt und selbst aus der Elternzeit kommt, Probleme sucht. Warum schreibt keiner, dass er eine interessante Tätigkeit sucht oder einfach Geld verdienen will, dass er gerne seinen Beruf ausübt ? Da ist doch nichts bei.

    Mir fällt aber sicher noch mehr ein.

    Was mir gefällt, ist wenn nicht aus dem Formularbuch abgeschrieben wird, sondern einfach "echt" geschrieben wird, was Frau im Angebot hat und entwaffnend finde ich die Bewerber, die gleich mitteilen, wo sie schwächeln und Nachholbedarf haben. Denn dieses Eingeständnis zeigt, dass sie ihre Grenzen kennen. Finde ich ganz wichtig, weil ich Selbstüberschätzung im Job nicht haben kann und das eine verdammt gute Fehlerquelle ist. Und es zeigt, dass der Wille sich zu entwickeln da ist.

    (Wenn ich das schreibe, fällt mir eine Bewerberin von vor einigen Jahren ein. Diese teilte mit, dass sie das mit dem "dass" nie lernen wird. Das ist natürlich nicht die Einstellung, die gerne gelesen oder gehört wird, sondern das Gegenteil davon).
    Geändert von --martha-- (06.01.2014 um 18:41 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. Inaktiver User

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Zitat Zitat von --martha-- Beitrag anzeigen
    Oh, ja. Bei der Liste bin ich vollkommen bei Dir. Allerdings machst Du auch gleich etwas, was mich nervös zucken läßt: entweder 1. oder 1). Die Kombi von Punkt und Klammer geht gar nicht .


    Die Anpreisung in der Bewerbung muß dann doch aber mit den tatsächlichen Fähigkeiten zusammen passen. .
    Bei der ersten Sache bin ich völlig bei dir, aber sowas macht man ja in einer Bewerbung nicht.
    Den zweiten Satz habe ich stehen lassen, weil ich mich wundere, dass du alte Rechtschreibung benutzt. Ist das Absicht?

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Den Strang finde ich gut und wichtig (auch wenn er für mich irrelevant ist).


    Als lesende Bewerberin würde ich mich allerdings auch an etwas stoßen - es sei denn: die künftigen Chefs wüssten, dass sie nicht in allem sattelfest sind. Beckmesserei, zugegeben, aber durchaus mit Konfliktpotenzial
    (nein, ich sags nicht)

  6. Moderation

    User Info Menu

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Bri bildet doch .... schon wieder ein neues Wort gelernt "Beckmesserei" kannte ich noch nicht, aber Wagner ist ja auch nicht mein Fachgebiet.

    Und wenn du es meinst, wie im Beispielssatz auf Wiktionary verwendet „Der Autor selbst ist ein virtuoser, einfallsreicher, sensibler Sprachkünstler, ihm Konstruktionsmängel in der Anlage seiner Hauptfigur anzukreiden hat etwas von Beckmesserei.

    Dann fühle ich mich geschmeichelt und würde insbesondere nie von mir behaupten, ich würde alles richtig machen.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    nein....Wiki hab ich nicht gelesen und Wagner kenne ich überwiegend auch nur dem Namen nach. Mein Fach ist die Sprache...
    Aber vergiss es, es ist nicht wirklich wichtig

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Ja mir gefallen Bewerbungen mit individuellem Anschreiben auch besser als Standardanschreiben - aber ich weiß auf der anderen Seite auch, dass das nicht allen potentiellen Arbeitgebern so geht und dass die meisten Bewerber beim Arbeitsamt und in sonstigen Kursen zB die Formulierung mit der "Herausforderung" lernen, deswegen stört es mich nicht.

    Und wir suchen keine Literatin, sondern eine Sekretärin, deswegen sind angepasste Standardschreiben in unserem Falle in Ordnung. Besser gefallen mir die anderen, aber eben kein K.O.-Kriterium. Ebenso wie die Verwendung von alter und neuer Rechtschreibung, da meine Kollegin und ich da auch keine konsequent einheitliche Linie fahren, verlangen wir es auch von unseren Angestellten nicht. ;-)) Das ist die individuelle Note. Macht es für Bewerber aber auch nicht einfacher.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  9. User Info Menu

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Na ja, wenn mir einer schreibt, er würde die vollständige Korrespondenz erledigen, ist die Bewerbung schon so etwas, wie eine Arbeitsprobe. Das kommt schon etwas drauf an, was verkauft werden soll.

    Ja, die neue Rechtschreibung ist bei immer noch nicht vollständig angekommen. Insbesondere das ß hängt fest im kleinen Finger. Ich bin der automatischen Rechtschreibkontrolle und meiner Sekretärin aber auch hinreichend dankbar und sie hat die große Freude, alles was ich selbst schreibe Korrektur zu lesen - außer meinen Beiträgen hier .

  10. Inaktiver User

    AW: Vermeidbare Fehler in der Bewerbung - aus Arbeitgebersicht

    Die "alte" Rechtschreibung ist ja nun noch länger her als die DM.
    Finde ich nicht so gut, ist für mich echt wie Leute, die alles noch in DM umrechnen....

Antworten
Seite 1 von 55 1231151 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •