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    Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Hey, ich hab ein Problem... Bin 30, hab ne gute Ausbildung, 6 Jahre einschlägige Berufserfahrung usw. Ich such etwa seit nem halben Jahr (aus ungekündigter Position) und habe mich dabei räumlich auf eine Region fokussiert, möchte trennungsbedingt Richtung Heimat. Hab ca 20 Bewerbungen rausgeschickt und es gab grad mal EINE Einladung für eine Stelle die nun vorerst nicht besetzt wird. Die Sache ist: Meine Unterlagen sind gut, meine Qualifikationen auch, die Stellen passen teilweise perfekt und ich erfülle oft alle Anforderungen. Bei vorherigen Bewerbungsphasen wurd ich so gut wie immer zumindest eingeladen und das auch oft mit Erfolg sprich Angebot. Ich kann mir das jetzt irgendwie nicht erklären. Ich befürchte sehr, dass Personaler Frauen um die 30 aussortieren wegen potenzieller "Kindergefahr", gerade wenn man sich räumlich und beruflich verändern will. Wie seht ihr das? Ist das totaler Quatsch?? Eigentlich würd ich das Thema sehr ungern in einer Bewerbung aufgreifen, aber ich überleg ob ich nicht einfach schreiben soll dass ich keinen Partner hab oder keinen akuten Kinderwunsch? Welche Erfahrungen habt ihr? Wie seht ihr das? Ich weiß, 20 Bewerbungen sind nicht die Welt aber vielleicht hat ja jemand einen Tipp dazu. Ist das Babythema eurer Meinung nach relevant? Und wenn ja, wie kann man damit geschickt umgehen? Weil das ist grad echt nicht in Sicht, nicht mal ein potenzieller Vater ;-) oder denkt ihr dass das Thema überhaupt keine Rolle spielt und meine Bewerbungen einfach nicht passen bzw ich einfach bislang wenig Glück hatte? danke für eure Ideen!!

  2. Inaktiver User

    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Zitat Zitat von Weltbildwandel Beitrag anzeigen
    Bin 30, hab ne gute Ausbildung, 6 Jahre einschlägige Berufserfahrung usw.
    (...)
    Bei vorherigen Bewerbungsphasen wurd ich so gut wie immer zumindest eingeladen und das auch oft mit Erfolg sprich Angebot.
    In Deinen vorherigen Bewerbungsphasen warst Du einige Jahre jünger, mit etwas weniger Berufserfahrung und die gute Ausbildung hattest Du da schon.... ich würde sagen: Du warst sicher "billiger" einzustellen als heute.
    Inzwischen stehen halt wieder einige gut ausgebildete Berufsanfänger in den Startlöchern, die günstiger zu haben sind als Du jetzt.
    Vielleicht liegt es einfach daran?

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    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Ich denke auch eher, dass es "billigere" Konkurrenz gab oder dass irgendwas anderes nicht gepasst hat.
    Ich hab mich (mit Anfang 30 und einem Kind - also noch mehr der Verdacht auf "mehr Kinder", ausserdem eh schon "eingeschränkt") vor kurzem auf eine gehobene Laborposition beworben - und den Job bekommen, wurde sogar als Wunschkandidatin behandelt. Ich denke, dass vor allem größere Unternehmen sich das nicht mehr leisten können - sowas spricht sich ja auch rum!

    (In meiner alten Firma wurde letztes Jahr auch eine 30-jährige ohne Kinder eingestellt - für den Aussendienst, im Wissen, dass sie da nicht mehr so frei "herumzuschicken" ist, wenn sie mal Kinder hat... Ich war in der Firma mit 26 eingestiegen - ebenfalls Aussendienst und hab den job auch mit Kind noch ein paar Jahre gemacht. )

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    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Hallo,
    hm, das ist eine gute Frage. Also im Bewerbungsverfahren thematisieren würde ich es nicht. Allerdings würde ich auf andere Weise versuchen zu zeigen, dass ich "karriereorientiert" denke (und somit keine "Babygefahr" besteht ;-):
    Drei Sachen fallen mir ein, auf die du nochmal schauen könntest.

    1. Bewerbungsunterlagen - dass sie gut sind, daran mag ich gar nicht zweifeln - aber kommt darin deine Weiterqualifikation, Berufserfahrung etc. wirklich top präsentiert zur Geltung? Ist sie individuell genug für jede der Stellen? Vielleicht lässt du einen Profi drüber gucken; da du derzeit arbeitest, kannst du dir vielleicht ja auch finanziell leisten, dir jemand Guten zu suchen, der sich in deiner Branche besonders gut auskennt und dich im Bewerbungsprozess zu deiner Traumstelle fachkundig unterstützt.

    2. Weiterqualifikationen - Hast du sicher gemacht, aber vielleicht gibt es ja noch das ein oder andere, worin du dich vertiefen möchtest und dich zu deiner neuen Traumstelle führen könnte

    3. Überprüfung der Stellen"arten", auf die du dich bewirbst. Sind die Stellen "ranghöher" als deine jetzige - oder ist es eigentlich das gleiche, was du bisher schon machst, "nur" in einer anderen Region?
    Wenn du dich beruflich weiterentwickeln möchtest (wovon ich nach dem, was du schreibst, ausgehe), dann ist es sicher kein Fehler, mal zu überlegen: Was will ich noch erreichen? Wo will ich beruflich in fünf oder zehn Jahren stehen? (Machst du wahrscheinlich aber ja auch eh schon)
    Du schreibst, du erfüllst alle Anforderungen - das ist super! Aber gibt es vielleicht eine Stelle, die dich reizen würde, für die du dich aber noch weiter qualifizieren müsstest? Traust du dir das zu? Wenn ja, dann lohnt sich eine Bewerbung dafür - sozusagen ein Wechsel in die "nächsthöhere Gehaltsklasse".

    Du schreibst, du möchtest aus Trennungsgründen in die Heimat. Das kann ich sehr gut verstehen - und wünsche dir auch, dass es klappt!
    Gut, dass du den Wunsch, zurück in die Heimat zu gehen, dem AG in der Bewerbung schreibst, glaube ich jetzt nicht wirklich bei deiner Berufserfahrung, nimms also bitte nicht persönlich, wenn ich dir an der Stelle davon abrate, ich kenne dich ja nicht und möchte dir nur Tipps geben
    In deiner Situation könnte ich mir vorstellen, dass es dir vielleicht so wichtig ist, jetzt endlich wieder eine Stelle in deiner Heimat zu finden, dass du weniger darauf geachtet hast, was du beruflich erreichen möchtest? Ich tippe mal, wenn du dich auf die gleiche oder eine sehr vergleichbare Position wie deine jetzige bewirbst, bei der du alle Qualifikationen bereits erfüllst, werden die Personalbearbeiter tatsächlich eher jüngere - billigere - Bewerber bevorzugen. Aber wenn du "aufsteigst" und dich auf Positionen bewirbst, bei denen du dich beruflich (und finanziell) weiter entwickelst und die dich auch wirklich reizen, dann sind deine guten Qualifikationen und deine Berufserfahrung Pluspunkte. Trau dich ruhig, dich auch auf Positionen zu bewerben, bei denen dir noch etwas an Qualifikationen fehlt -wenn der Job ansonsten perfekt wäre!
    Deiner Bewerbung wird man die Lust auf die Stelle, auf die du dich bewirbst, auch anmerken und dann klappts sicher auch mit mehr Einladungen zum Vorstellungsgespräch und mit dem Traumjob!
    Ach so, und dass du um die dreißig bist und vielleicht ein Kind bekommen möchtest, auf die Idee wird die Personalabteilung vermutlich weniger kommen, weil du zeigst: das ist mein Traumjob - hier kommt die "Karrierefrau" ;-)
    Ich wünsch dir viel Erfolg!!

  5. User Info Menu

    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Weltbildwandel,

    ich frage mal ganz direkt: Wer hat dir gesagt, dass deine Unterlagen "gut sind"? Wen hast du darüber schauen lassen? Einen Personaler? Gib doch mal einen kurzen Überblick über deinen Text im Anschreiben und darüber, welche Dokumente deinen Unterlagen beiliegen.

    Zur "Babyfrage": Du kannst (wenn du wirklich glaubst, das hat in deiner Branche Einfluss) im Lebenslauf unter dem Familienstand einen Punkt einfügen, der sich da nennt "Familienplanung: abgeschlossen". Das ist in Bewerbungsunterlagen zwar noch nicht oft zu finden, aber immer öfter.

  6. User Info Menu

    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Natürlich spielt die "Babygefahr" eine Rolle, aber ich glaube, sie hat definitiv nicht so viel Auswirkung auf die Personalauswahl, wie wir Ihr häufig zugestehen.

    Zitat meines Chefs: Früher hat man keine Frauen eingestellt wegen der Kinderfrage, heute ist es ganz egal, die Männer fallen fast genauso häufig aus, da die Frauen nicht mehr alles alleine machen wollen.

    Wenn also alles wirklich stimmt, kommt es auf den Faktor auch nicht an. Deshalb würde ich mich auch nicht darauf versteifen, sondern mich auf die Faktoren fixieren, die ich ändern kann und ansonsten benötigt man immer Geduld.
    Geändert von test0712 (20.09.2013 um 20:27 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    De Babygefahr spielt definitiv eine Rolle.
    Ich wurde eingestellt trotz des Risikos und das wurde mir im VG sehr offen kommuniziert. Auch, dass das der Grund für eine Befristung ist.

    Als ich dann da angefangen habe, wurde mir klar, warum. Den Bereich gibt es seit 3 Jahren und nach und nach werden fast alle Frauen schwanger. Es ist ein einziges rotieren, Lücken füllen, Rückkehrer einsortieren und ein Ende ist nicht in Sicht. Es sind auch Väter dabei, wir sind alle ungefähr eine Altersklasse, aber die machen alle max. 2 Monate.
    Dem Arbeitgeber bleibt bei der aktuellen Marktlage allerdings nichts anderes übrig, als uns einzustellen. :-)
    Zum Glück ist es einer der solventen Großkonzerne, die sich das leisten können. Vorher war ich im Mittelstand, da wäre so etwas undenkbar .

    Was ich dir persönlich raten kann: leider nichts konkretes, nur was ich mache. Ich habe meinen Familienstand nicht angegeben, keinen Ehering im VG getragen und beim Smalltalk alles familiäre ausgeklammert. Direkt gefragt hat keiner im VG, das ging mehr so:"Ich möchte erst mal etwas zu mir persönlich sagen, ich bin Herr xy, verheiratet, habe 2 Kinder, lebe in blabla.." Und ich hab dann gesagt:"Freut mich, Ich bin bla und komme aus trallala und freue mich dass ich eingeladen wurde.."
    Aber wenn es einen besseren oder gleich guten Mann gegeben hätte, man hätte sicherlich diesen eingestellt..

  8. Inaktiver User

    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Zur "Babyfrage": Du kannst (wenn du wirklich glaubst, das hat in deiner Branche Einfluss) im Lebenslauf unter dem Familienstand einen Punkt einfügen, der sich da nennt "Familienplanung: abgeschlossen". Das ist in Bewerbungsunterlagen zwar noch nicht oft zu finden, aber immer öfter.
    Echt, das machen Leute ? Das finde ich ja mega-peinlich.

    Aber wie wäre es mit "Familienstand: ledig" ?
    Das zeigt zwar nicht klar, das man Single ist, aber zumindest gibt es einen Hinweis, das jetzt nicht unbedingt die Familiengründung angesagt ist.

    Ich denke, wie meine Vorschreiber, das es nicht an Deinem Alter und der "Babygefahr" liegt. Sonst würde ja keine Frau zwischen 20 und 40 eine Stelle kriegen.
    Ich persönlich hatte noch NIE den Eindruck, das ich irgendeine Stelle wegen meines Geschlechts/gebärfähigen Alters nicht bekommen hätte. Direkt oder indirekt gefragt worden bin ich auch nie.

    Etwas schwieriger gestaltete sich die Jobsuche erst jenseits der 45 - trotz nicht mehr bestehender "Baby-Gefahr".
    Geändert von Inaktiver User (22.09.2013 um 08:18 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Zur "Babyfrage": Du kannst (wenn du wirklich glaubst, das hat in deiner Branche Einfluss) im Lebenslauf unter dem Familienstand einen Punkt einfügen, der sich da nennt "Familienplanung: abgeschlossen". Das ist in Bewerbungsunterlagen zwar noch nicht oft zu finden, aber immer öfter.
    Und dann am besten direkt das ärztliche Attest über die erfolgte Sterilisation beilegen.

  10. Inaktiver User

    AW: Keine Chance wegen "Babygefahr"!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wie wäre es mit "Familienstand: ledig" ?
    Das zeigt zwar nicht klar, das man Single ist, aber zumindest gibt es einen Hinweis, das jetzt nicht unbedingt die Familiengründung angesagt ist.
    Wieso? Die meisten Leute heiraten doch inzwischen meist eh erst, wenn das Baby unterwegs oder bereits da ist.

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