Hallo,
ich habe eine Frage an die Personaler unter Euch:
Ich arbeite seit 14 Jahren in ungekündigter Stelle in einem anspruchsvollem, eigentlich recht schönen Beruf.
Leider sind die Rahmenbedingungen unerträglich geworden, so, daß ich schon einige Zeit mich nach einer gleichwertigen Arbeitsstelle umsehe.
Vor 20 Jahren bin ich erstmalig an Krebs erkrankt, hatte zwischendurch ein Rezidiv, wer von der Erkrankung Ahnung hat, sieht, wo am Hals Lymphknoten entfernt wurden. Die letzte OP war vor sechs Jahren.
Derzeit habe ich eine Art Vorstufe, in der Vergangenheit worden solche ambulant entfernt, so daß ich nur wenig Fehlzeiten hatte, ein oder zwei Tage
Wie gehe ich mit dieser Vorerkrankung um? Soweit ich weiß, muß ich sie im Vorstellungsgespräch nicht erwähnen.
Warscheinlich muß ich zu einer Einstellungsuntersuchung. Muß ich da von meiner Vorerkrankung erzählen? ist das ein Grund, in der medizinischen Einstellungsuntersuchung als untauglich beurteilt zu werden?
Was ist, wenn man in der Probezeit schwer erkrankt? Würde man sich dann von mir als Angestellte trennen?
meine Schwerbehinderung von 50% ist dieses Jahr ausgelaufen, ich habe sie nicht verlängert bekommen.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Mimi
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Thema: Bewerbung und Vorerkrankung
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18.05.2013, 21:35
Bewerbung und Vorerkrankung
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18.05.2013, 22:00Inaktiver User
AW: Bewerbung und Vorerkrankung
Hallo Mimi,
gleich vorweg, - ich bin keine Personalerin und bin ÖD-Beschäftigte.
Vor der Einstellung musste ich mich wie alle anderen auch betriebsärztlich untersuchen lassen. Ich bin auch nicht ganz gesund, ich habe ein Wirbelsäulenleiden. Das hat keine Rolle gespielt, die Betriebsärztin hat meine Bedenken weggewischt mit einem Lächeln.
Zu meiner Tätigkeit gehört es u.a. auch mal schwere Dinge zu heben (ist aber keine Lagertätigkeit). Eine andere Kollegin wurde auch fest eingestellt, obwohl sie bereits 2 Bandscheibenvorfälle hatte und demzufolge auch OP-Narben. Auch sie wurde arbeitstauglich geschrieben.
Es gibt hier in der Bricom Mitschreiberinnen, die sich da professionell auskennen, ich würde so aus dem Stand sagen, dass deine Krebserkrankung kein Ausschlusskriterium ist. Deine Chefs geht das sowieso gar nichts an und die würden auch niemals etwas vom Betriebsarzt erfahren. Im Falle des Falles würde lediglich stehen: nicht oder mit Einschränkungen geeignet.
Letztlich kann jeder gesunde Mensch von heute auf morgen schwer erkranken, eine Garantie kann man keinem Arbeitgeber geben.
Ich wünsche dir in jeder Hinsicht alles Gute
Gruß, Preciosa
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19.05.2013, 09:07
AW: Bewerbung und Vorerkrankung
Danke
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21.05.2013, 18:42Inaktiver User
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21.05.2013, 18:55
AW: Bewerbung und Vorerkrankung
Edit: gelöscht wegen Irrtum
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27.05.2013, 23:18
AW: Bewerbung und Vorerkrankung
Vielen Dank, Lorelei

Die Stelle, um die es geht, ist "dem öffentlichen Dienst angelehnt". ich arbeitete die meiste Zeit in solchen Stellen, zur Einstellung gab es jedesmal eine Untersuchung beim Gesundheitsamt, die ich sehr unterschiedlich in Erinnerung habe.
@Lorelei: beim Gesundheitsamt würde ich die Krankheit als überstanden betrachten und von meiner Seite nicht mehr erwähnen.
Der Arzt würde doch anhand der Narbe erkennen, was für eine OP stattgefunden hat. Wäre denn eine überstandene Krebserkrankung ein Grund, mich nicht einzustellen?
Lieben Gruß
Mimi
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27.05.2013, 23:46Inaktiver User
AW: Bewerbung und Vorerkrankung
deine schwerbehinderung war befristet. mit dem zusatz vermerkt: in der heilungsbewährung.
diese heilung hat sich bewährt- sonst hätte das versorgungsamt nicht deinen bescheid herunter gestuft.
das grundsätzliche risiko, dass ein arbeitnehmer erkrankt- ist immer gegeben.
du gilst erstmal als geheilt. laut deinem bescheid.
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03.06.2013, 15:11
AW: Bewerbung und Vorerkrankung
Danke Brighid

bei meiner allerersten Einstellungsuntersuchung mit 28, lange vor dieser Erkrankung, bin ich beim Gesundheitsamt an eine Ärztin geraten, die mir meinen Job ausreden wollte. ich habe eine leichte Wirbelsäulenverkrümmung. Es ging um eine Sachbearbeiterstelle mit Außendienst, ca. 50 km Autofahren am Tag. Sie meinte, aufgrund eines kleinen Knicks in der Wirbelsäule würde ich spätestens mit 40 unerträgliche Rückenschmerzen bekommen
Mittlerweile bin ich ü50, habe alles Mögliche, nur keine Rückenschmerzen,
aber eben Angst vor der Einstellungsuntersuchung.


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