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    Begründungen für Absage

    Hallo zusammen!

    Ich bin schon seit längerer Zeit stille Mitleserin, momentan „brennt“ mir ein Thema aber unter den Nägel:

    Es geht um meinen Mann und seine Chance betriebsintern befördert zu werden. Nur gibt es leider einen Haken: Die Stelle in der anderen Abteilung wird zwar schön als Junior-Stelle angepriesen, gemäss einer Person die dort arbeitet ist dies ganz und gar nicht so. Die Stelle wurde schon mal ausgeschrieben, da wurde man sich aber nicht einig (wohl finanziell) und jetzt ist das Geld noch knapper. Ein Team-Kollege meines Mannes wurde auch schon angefragt, der hat aber abgelehnt, erstens weil er genau diese Problematik auch mitbekommen hat und zweitens will er sich in eine andere Richtung entwickeln. Dieser Kollege wurde meinem Mann vorgezogen, obwohl er weniger Erfahrung auf diesem Gebiet hat und weniger Know-How. Der Chefchef (also Chef seiner Chefin, welcher auch das Gespräch führt) begründete gegenüber der Chefin meines Mannes seine Entscheidung so, weil er meinen Mann erstens als für zu jung hält (für die Stellvertretung seiner Chefin, was der angebotenen Stelle entspräche, darf er sich natürlich trotzdem den Arsch aufreissen) und bei zweiten Mal hiess es, mein Mann sei zu ruhig dafür. All diese Informationen hat mein Mann von seiner Chefin, der Chefchef weiss angeblich nicht, dass mein Mann all diese Informationen hat. (jaha, ich weiss, ich finde diese Situation unmöglich )

    Das Gespräch soll Freitag stattfinden, mein Mann will sich mindestens „Bedenkzeit“ bis Montag aushandeln. Aber für ihn ist klar, dass er die Stelle nicht will. Er ärgert sich darüber, dass andere ihm vorgezogen werden und dass die Stelle so beschönigt wird, um damit Geld zu sparen (seine Meinung nach dem 1 + 1 zusammenzählen).

    Puh… Nur zur eigentlichen Frage: Wie soll mein Mann absagen? Er will etwas in die Richtung „er sei noch nicht so weit“ oder „er sieht sich nicht in dieser Stelle (weil die Baustelle zu gross ist)“. Ich finde er stellt damit sein Licht unter den Scheffel und erscheint wenig Selbstbewusst. Wenn er schon mit so Sprüchen kommt, dann muss er sich das nächste Mal nicht wundern, wenn der Chefchef ihm noch weniger zutraut und befürchte, er könne sich so eventuelle spätere Chancen verbauen.

    Was meint ihr dazu?

    PS: Falls noch jemand Strategien/Fragen für das Gespräch hat, die nehme ich auch gerne.

  2. Inaktiver User

    AW: Begründungen für Absage

    Wieso sagt er das nicht auch diesem Chefchef genauso wie er es gehört hat...


    Zum einen muß er ja an diesem ganzen Theater nicht auch noch aktiv mitmachen - er wurde bereits zweimal aussortiert - wieso dann jetzt ein drittes Mal? Würde ich diesen chefchef mal fragen!

    Und zum zweiten - ein wenig merkwürdig finde ich das du diesen Strang aufmachst - dein Mann arbeitet doch in dieser Firma und ich nehme mal an er weiß was er sagen muß oder nicht?

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    AW: Begründungen für Absage

    Er will seine Chefin nicht in die Pfanne hauen. Die hat es ihm vertraulich erzählt... *seufz*

    Hab ich ihm auch gesagt, dass er mal fragen soll, wieso er jetzt plötzlich doch geeignet sein soll. Mein Mann denkt ja, es sei wegen dem finanziellen Aspekt...

    Du meinst wegen dem Gespräch? Das wird er schon meistern, dachte mir nur, wenn ich schon mal schreib'...

    Mir geht es auch hauptsächlich um die Begründung der Absage und wie das für Euch ankommt. Er hat nur wenig Erfahrung bei solchen Gesprächen, dies wäre sein zweites "Bewerbungsgespräch". Ich bin da etwas mehr rumgekommen, dafür halt auch negative Erfahrungen und ich weiss nicht, ob ich eventuell zu schwarz sehe.

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    AW: Begründungen für Absage

    Mhm..
    also, ich lese nur: Es gibt da eine Stelle, die dein Mann eigentlich nicht haben will und ein Personaler/Chef, der deinen Mann eigentlich nicht haben will.
    Dazu kommt, dass dein Mann als zu ruhig/ unerfahren eingeschätzt wird und genauso stellst du ihn auch da.

    Ich sehe hier gar kein Problem, die ideale Absage wäre natürlich eine, die deutlich macht, dass dein Mann mehr wert ist als so eine zweimal ausgespuckte Stelle. Dazu muss er gar nicht viel in Begründungen gehen, ein einfaches, "Vielen Dank, dass Sie mich ausgwählt haben. Leider muss ich Ihnen aber absagen." ist manchmal besser, als zu viel auf irgendwelche Gerüchte einzugehen etc.

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    AW: Begründungen für Absage

    Zitat Zitat von moechtegernheldin Beitrag anzeigen
    Mhm..
    also, ich lese nur: Es gibt da eine Stelle, die dein Mann eigentlich nicht haben will und ein Personaler/Chef, der deinen Mann eigentlich nicht haben will.
    Dazu kommt, dass dein Mann als zu ruhig/ unerfahren eingeschätzt wird und genauso stellst du ihn auch da.
    Der erste Teil ist gut zusammengefasst
    Zum zweiten Teil: Er hat einmal Firma gewechselt und da war dann gleich das erste und einzige Vorstellungsgespräch das richtige.
    Was den Job angeht: Ich glaube ja, er könnte diesen Job packen Letztes Jahr als seine Chefin krankheitsbedingt gut ein halbes Jahr ausfiel, hat er ihren Job zu aller Zufriedenheit erledigt (er ist ihre Stellvertretung). Der angebotene Job wäre eigentlich der Posten der Chefin aber für einen anderen Kunden.


    Zitat Zitat von moechtegernheldin Beitrag anzeigen
    Ich sehe hier gar kein Problem, die ideale Absage wäre natürlich eine, die deutlich macht, dass dein Mann mehr wert ist als so eine zweimal ausgespuckte Stelle. Dazu muss er gar nicht viel in Begründungen gehen, ein einfaches, "Vielen Dank, dass Sie mich ausgwählt haben. Leider muss ich Ihnen aber absagen." ist manchmal besser, als zu viel auf irgendwelche Gerüchte einzugehen etc.
    Hhmm, daran habe ich ja gar nicht gedacht, wäre aber eine Idee...

    Danke für Eure bisherigen Antworten!

  6. Moderation

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    AW: Begründungen für Absage

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum er ablehnen möchte.

    Einerseits war er verstimmt, dass ein Teamkollege vorgezogen wurde. Andererseits will er den Job nicht.

    Das sieht für mich wie eine Trotzreaktion aus und kommt so als Karriereschritt gar nicht gut. Wenn er ablehnt, verbaut er sich meiner Meinung nach weitere Karrierechancen in der Firma. Wenn er der Meinung ist, er kann das packen und es gibt mehr Geld - ich würde zupacken, aber ganz fix.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

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    AW: Begründungen für Absage

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum er ablehnen möchte.
    Sehe ich auch so.

    Die beleidigte Leberwurst zu spielen, weil andere zuerst gefragt wurden... Nee, das muss man als Herausforderung und Ansporn sehen... "Denen zeig ich's!"
    Geändert von Fender (26.10.2012 um 09:55 Uhr)
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

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    AW: Begründungen für Absage

    Zitat Zitat von Cataleya Beitrag anzeigen
    (für die Stellvertretung seiner Chefin, was der angebotenen Stelle entspräche, darf er sich natürlich trotzdem den Arsch aufreissen)
    Nochwas: Mitarbeiter/innen mit dieser Attitüde und diesem Unterton und so einer herauszulesenden Anspruchshaltung...
    Die sind in der firmenhierarchischen Sympathieskala ganz weit oben.
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

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    AW: Begründungen für Absage

    Zitat Zitat von Cataleya Beitrag anzeigen
    Er will etwas in die Richtung „er sei noch nicht so weit“ oder „er sieht sich nicht in dieser Stelle (weil die Baustelle zu gross ist)“. Ich finde er stellt damit sein Licht unter den Scheffel und erscheint wenig Selbstbewusst. Wenn er schon mit so Sprüchen kommt, dann muss er sich das nächste Mal nicht wundern, wenn der Chefchef ihm noch weniger zutraut und befürchte, er könne sich so eventuelle spätere Chancen verbauen.
    So würde ich die Absage auch nicht verpacken, da sehe ich es so wie du, dein Mann würde damit damit den Chef in seiner Annahme bestätigen, er wäre dem Job nicht gewachsen. Und wenn dann mal ein Job kommt, den er wirklich will hat er das Nachsehen.

  10. User Info Menu

    AW: Begründungen für Absage

    Liebe Shiva-diva, danke für deinen Kommentar!

    Zitat Zitat von Islabonita
    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum er ablehnen möchte.
    (was ja auch fender meinte) Tja, weil er lieber dem undurchsichtigem Spiel seiner Chefin vertraut statt selber zu hirnen?
    Aber nach dem gestrigen Gespräch mit ihm, halte ich mich jetzt sowieso aus dieser Angelegenheit raus: Sein Job/seine Firma, sein Problem.

    Zitat Zitat von Fender
    Nochwas: Mitarbeiter/innen mit dieser Attitüde und diesem Unterton und so einer herauszulesenden Anspruchshaltung...
    Die sind in der firmenhierarchischen Sympathieskala ganz weit oben.
    @Fender: Das war meine Meinung zur damaligen Situation und ich arbeite ja GsD nicht in seiner Firma ;-)

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