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    Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Liebe Leute!

    Ich bin so (!) aufgeregt. Habe gerade eine Einladung für einen Job bekommen, den ich unbedingt-unbedingt möchte, der ideal wäre von Aufgabenbereich, Arbeitsort & Arbeitszeit. Und es wäre mein erster "richtiger" Job. Arbeite zwar seit ca. 7 Jahren in verschiedenen Jobs (Freie, SHK, WHK, 400-Euro), aber das wäre eben das erste "Richtige" nach dem Studium.

    Ich habe echt schon einige Bewerbungsgespräche hinter mir (für Jobs, aber auch für Stipendien und Doktorandenkollegs) - aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich stetig gebessert hatte. Mal lief es so, mal so.

    Diesmal ist es mir aber so sehr wichtig, dass ich jetzt ganz unlocker bin und schon bei dem Gedanken Schweißausbrüche bekomme (beim Schreiben der Bewerbung war ich absolut davon überzeugt, dass ich gut geeignet für die Tätigkeit bin unde relativ relaxed).

    Kurz und gut: Ich möchte gern ein Coaching/Training für das Gespräch machen und würde dafür auch etwas Geld in die Hand nehmen. Frage: Habt Ihr Erfahrungen mit sowas? Sind die privaten Coaches gut? Die VHS? Freunde?

    Huaaa- Aufgeregte Grüße, Reduktion

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    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    na toll - Tippfehler in der Überschrift: tausche ä gegen r

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    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Hallo Reduktion,

    zunächst erstmal Glückwunsch zum Vorstellungsgespräch - die erste Hürde hast Du schon mal genommen, klasse!
    Gleich mal vorneweg. Ich habe keine Erfahrung mit einem privaten Coach etc. für Bewerbungstrainings.

    Meine Frage war, ob das wirklich notwendig ist.
    Ich war die letzten Monate auch auf Jobsuche und habe einige Vorstellungsgespräche gehabt.
    War auch tierisch aufgeregt, habe mich durch Bewerbungsratgeber noch und nöcher geackert und habe mich dadurch nur noch mehr unter Druck gesetzt, dass ich ein Gespräch quasi perfekt hinbekomme.
    Positive Rückmeldungen bekam ich jedoch erst, als ich entspannter an die Sache rangegangen bin. Habe mir vor dem Gespräch dann immer so eine Art kleines Referat ausgearbeitet, mit Informationen über das Unternehmen, meinen Lebenslauf an den für mich wichtigen Stellen noch mal für mich ausformuliert (um nachher nicht allzu oft nach Worten zu ringen, wenn ich dann aufgeregt bin), mir über meine Stärken und Schwächen Gedanken gemacht und welche Tätigkeiten ich im Hinblick auf die ausgeschriebene Stelle schon einmal gemacht habe, wo ich gegenüber anderen Bewerbern also besonders mit Erfahrung/Kenntnissen punkten könnte.
    -> welche Vorteile bringe ich also dem pot. Arbeitgeber, wodurch kann ich ihn überzeugen mich einzustellen.
    Und jetzt hat es auch geklappt. Sicher ist auch das keine Patentrezept - ein bisschen Glück gehört auch immer mit dazu.
    Meine Erfahrung aus den Gesprächen ist einfach, dass man mehr punktet wenn man sich letztlich doch so gibt, wie man ist, sich natürlich gibt und dass vieles in den so beschworenen Bewerbungsratgebern auch sehr überzogen ist und man sich dadurch oft nur unnötig verrückt macht. Und last but not least, spielt eben auch die Chemie zwischen den Gesprächspartnern eine wichtige Rolle. Da kann man sich noch so vorbereiten, wenn es einfach im Gespräch nicht stimmt oder der Personaler/potent. Vorgesetzter mit Dir einfach nicht kann, wird es nicht klappen.

    Da Du ja schon Gespräche hattest:
    - Hast Du davon ein ausführlicheres Feedback bekommen, so dass Du weißt wo Du Dich eventuell noch verbessern könntest?

    - Weißt Du noch woran es lag, wenn es nicht so gut lief - an welchen Stellen im Gespräch bist Du sozusagen gestolpert?

    Vlt. kannst Du ja so ein Gespräch auch erst mal mit einem guten Freund/Freundin üben, der Dir Feedback gibt wie Du rüber kommst und was Du noch verbessern könntest.

    Hast Du denn noch andere Bewerbungen offen, so dass Du auch noch auf eine Alternative setzen kannst?

    Wünsche Dir alles Gute und dass es bald mit der Traumstelle klappt!

    LG Ninette

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    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Hallo Ninette, ganz herzlichen dank für Deine ausführliche Antwort.

    Zitat Zitat von Ninette Beitrag anzeigen
    Habe mir vor dem Gespräch dann immer so eine Art kleines Referat ausgearbeitet, mit Informationen über das Unternehmen, meinen Lebenslauf an den für mich wichtigen Stellen noch mal für mich ausformuliert (um nachher nicht allzu oft nach Worten zu ringen, wenn ich dann aufgeregt bin), mir über meine Stärken und Schwächen Gedanken gemacht und welche Tätigkeiten ich im Hinblick auf die ausgeschriebene Stelle schon einmal gemacht habe, wo ich gegenüber anderen Bewerbern also besonders mit Erfahrung/Kenntnissen punkten könnte.
    -> welche Vorteile bringe ich also dem pot. Arbeitgeber, wodurch kann ich ihn überzeugen mich einzustellen.
    Und jetzt hat es auch geklappt. Sicher ist auch das keine Patentrezept - ein bisschen Glück gehört auch immer mit dazu.
    siehst du, so was hatte ich nie gemacht, sondern mich eher "diffus" und nicht systematisch vorbereitet und manchmal fielen mir passende/plausible/tolle Antworten erst nach den Gesprächen ein - wie es eben so ist...

    Zitat Zitat von Ninette Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung aus den Gesprächen ist einfach, dass man mehr punktet wenn man sich letztlich doch so gibt, wie man ist, sich natürlich gibt und dass vieles in den so beschworenen Bewerbungsratgebern auch sehr überzogen ist und man sich dadurch oft nur unnötig verrückt macht. Und last but not least, spielt eben auch die Chemie zwischen den Gesprächspartnern eine wichtige Rolle. Da kann man sich noch so vorbereiten, wenn es einfach im Gespräch nicht stimmt oder der Personaler/potent. Vorgesetzter mit Dir einfach nicht kann, wird es nicht klappen.
    Ja, sich das zu sagen und das zu wissen hilft. Ich will bloß vermeiden, dass ich an Dingen scheitere, die ich hätte vermeiden können.

    Zitat Zitat von Ninette Beitrag anzeigen
    Da Du ja schon Gespräche hattest:
    - Hast Du davon ein ausführlicheres Feedback bekommen, so dass Du weißt wo Du Dich eventuell noch verbessern könntest?
    Einmal hab ich ein Bewerbungstraining gemacht, da wurde gesagt, dass ich zu schnell gesprochen habe, mich zu sehr unter den Scheffel gestellt habe und manchmal "Quatsch" geredet habe (also, manchmal mache ich unpassende Witze, aber das habe ich unter Kontrolle ;-)

    Zitat Zitat von Ninette Beitrag anzeigen
    - Weißt Du noch woran es lag, wenn es nicht so gut lief - an welchen Stellen im Gespräch bist Du sozusagen gestolpert?
    Tja, manchmal fehlt mir auf konkrete Fragen die super tolle Antwort. Dann habe ich das Gefühl ich rede mich um Kopf und Kragen.

    Zitat Zitat von Ninette Beitrag anzeigen
    Vlt. kannst Du ja so ein Gespräch auch erst mal mit einem guten Freund/Freundin üben, der Dir Feedback gibt wie Du rüber kommst und was Du noch verbessern könntest.
    ja, das wäre eine Möglichkeit und nimmt die Angst.


    Zitat Zitat von Ninette Beitrag anzeigen
    Hast Du denn noch andere Bewerbungen offen, so dass Du auch noch auf eine Alternative setzen kannst?
    Ja! Aber nicht ganz so tolle :-)

    Wünsche Dir alles Gute und dass es bald mit der Traumstelle klappt!

    LG Ninette[/QUOTE]

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    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Ich habe gerade Angst "zu hoch zu stapeln".

    Ich erfülle diverse gewünschte Voraussetzungen nicht: der AG wünscht sich wirklich topqualifizierte Leute für ne 50%-Stelle ;-)

    - Promotion erwünscht: habe ich nicht, arbeite aber dran

    - LANGJÄHRIGE Berufserfahrung in eben diesem Bereich: habe ich nicht, wenn man das im engeren Sinne sieht, also nach dem Studienabschluss. Habe aber solche Tätigkeiten schon oft gemacht durch diverse mehrmonatige Praktika und freie Mitarbeit, wo ich schon auf "langjährig" komme.

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    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Zitat Zitat von Reduktion Beitrag anzeigen
    Ich habe gerade Angst "zu hoch zu stapeln".

    Ich erfülle diverse gewünschte Voraussetzungen nicht: der AG wünscht sich wirklich topqualifizierte Leute für ne 50%-Stelle ;-)

    - Promotion erwünscht: habe ich nicht, arbeite aber dran

    - LANGJÄHRIGE Berufserfahrung in eben diesem Bereich: habe ich nicht, wenn man das im engeren Sinne sieht, also nach dem Studienabschluss. Habe aber solche Tätigkeiten schon oft gemacht durch diverse mehrmonatige Praktika und freie Mitarbeit, wo ich schon auf "langjährig" komme.
    Die Arbeitgeber wollen doch heute alle die sog. "eierlegende Wollmilchsau", also am besten man kann alles braucht null Einarbeitung, arbeitet für zwei und bringt am besten noch Geld mit ;-)
    Mach Dich trotzallem nicht verrückt - sie haben Deine Bewerbung gelesen und Deinen Lebenslauf, wenn es von vorneherein für die Stelle nicht gepaßt hätte, wärst Du nicht eingeladen worden!

    Ich bin auch eher Typ "Tiefstapler" - kann Deine Ängste also gut nachvollziehen.
    Aber wie Du schon geschrieben hast, hast Du die Tätigkeiten schon oft gemacht und auch in Praktika und freier Mitarbeit bekommt man Berufserfahrung. Versuche das herauszustellen was Du kannst!
    Betrachte eine Stellenanzeige auch als ein übertriebenes Wunschkonzert ;-) des Arbeitgebers. Man fängt immer mit den höchsten Anforderungen an und schaut dann was kommt.
    Viele Stellenanzeigen sind auch "aufgehübscht", wenn man dann mal im Alltag ist relativieren sich die "vielseitigen Aufgaben" manchmal ganz schnell :-)

    Du schaffts das!

    LG Ninette

  7. Inaktiver User

    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Bleib wie du bist. Und gemacht hast du doch eh alles schon.... kein Job ohne Einarbeitung. Mach dich nicht verrückt.

    Und nach so einem Coaching kommst du vielleicht verstellt rüber, das wirkt künstlich.

    Du wurdest eingeladen, die erste Hürde ist geschafft. Was jetzt noch wichtig ist ist der Draht zwischen deinem Gesprächspartner und dir.

    Wenn da keine Sympathie vorhanden ist, dann nützt dir dein ganzes Coaching nicht.

    Versuch dich nicht zu verstellen, und beantworte die Fragen, mach dich schlau über das Unternehmen damit du auch gezielte Fragen stellen kannst.

    Frag aber auch nach Gehalt und Urlaub! Und Aufstiegsmöglichkeiten etc.

    Viel Glück!!

  8. Inaktiver User

    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Zitat Zitat von Reduktion Beitrag anzeigen
    Ich habe gerade Angst "zu hoch zu stapeln".

    Ich erfülle diverse gewünschte Voraussetzungen nicht: der AG wünscht sich wirklich topqualifizierte Leute für ne 50%-Stelle ;-)

    - Promotion erwünscht: habe ich nicht, arbeite aber dran

    - LANGJÄHRIGE Berufserfahrung in eben diesem Bereich: habe ich nicht, wenn man das im engeren Sinne sieht, also nach dem Studienabschluss. Habe aber solche Tätigkeiten schon oft gemacht durch diverse mehrmonatige Praktika und freie Mitarbeit, wo ich schon auf "langjährig" komme.
    Hey, beides konnte der AG aus deinem Lebenslauf ersehen, und offensichtlich hat es gereicht, um dich einzuladen. Also erfüllst du hier schonmal ihre Erwartungen. In den Stellenanzeigen werden Idealvorstellungen formuliert - niemand erwartet üblicherweise, dass ein Bewerber/eine Bewerberin ALLE Punkte KOMPLETT erfüllt. Es sollte halt in die richtige Richtung gehen.

    Also nur Mut - und komm im Gespräch bloß nicht auf den Trip, dich sozusagen dafür zu rechtfertigen dass deine Promo noch nicht fertig ist oder dass deine Erfahrung "nur" aus Praktika kommt. Das Glas in dieser Hinsicht halb leer darzustellen ist eine typisch weibliche Eigenart und in einem Vorstellungsgespräch ein Fehler.

    Ansonsten - Sei du selbst. Die Leute wollen dich kennen lernen, also gib was von dir preis und lass sie nicht an eingeübten Phrasen abprallen. (aber mach dir vorher ein paar Gedanken dazu, WAS du von dir preis geben willst )

    Ein Coaching kann gut tun, wenn es dir Sicherheit gibt, und schaden, wenn du dann anschließend zu künstlich und verkrampft rüberkommst. Spontan würde ich sagen, eine gute Vorbereitung aufs Gespräch geht auch ohne.

    Alles Gute und viel Erfolg!
    toblerona

  9. User Info Menu

    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    B
    Frag aber auch nach Gehalt und Urlaub! Und Aufstiegsmöglichkeiten etc.
    Beim ersten Vorstellungsgespräch diese Themen von sich aus anzusprechen halte ich für keine gute Idee.
    Zunächst geht es um die Motivation für den Job und die richtige Qualifikation.
    Meist sprechen die Personaler das Thema von sich aus an, sonst auf alle Fälle auf die zweite Runde mit diesen Themen warten.

    Viele Grüße Ninette

  10. User Info Menu

    AW: Bewerbungsgespärch - Coaching-Tipps erbeten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ein Coaching kann gut tun, wenn es dir Sicherheit gibt, und schaden, wenn du dann anschließend zu künstlich und verkrampft rüberkommst. Spontan würde ich sagen, eine gute Vorbereitung aufs Gespräch geht auch ohne.
    Ich habe den Eindruck, es gibt hier immer wieder mal falsche Vorstellungen, was ein Coaching bei solchen Fragestellungen für eine Rolle spielen kann und soll.

    Ein Coaching ist vor allem KEIN Schauspielunterricht! Kein seriös arbeitender Coach wird jemandem raten, eine Rolle im Gespräch zu spielen, die nicht zu ihm passt. Erstens wird es nicht funktionieren, zweitens will man ja den Job so haben, wie man ist und nicht 8 Stunden am Tag die Rolle aus dem Vorstellungsgespräch weiterspielen.

    In einem Coaching kann man erarbeiten, wie man sich am besten präsentiert, wie man es vermeidet, sich selbst ein Bein zu stellen, wie man ein angemessenes Maß an Sicherheit gewinnt. Und man kann gemeinsam herausfinden, was man im Vorfeld am besten tun sollte und welche Informationen man sich beschaffen sollte.

    Manche schaffen so etwas wunderbar alleine, manche holen sich Unterstützung dafür. Was hilfreich ist oder nicht, das muss jeder für sich entscheiden.

    Und auch ich wünsche natürlich das notwendige Quäntchen Glück!!

    Sabine Kanzler
    "So ist es besser, Genossenes zu bereuen als zu bereuen, dass man nicht genossen habe." (Casanova)

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