Hallo Sabine...
wenn man sein Hobby und seine Leidenschaft zum Beruf machen kann, dann ist das doch das schönste was einem passieren kann, oder?! Mir ist schon klar, dass ein eigener Laden nicht Friede-Freude-Eierkuchen und Hop-sa-sa bedeutet. Ich bin mir der Risiken/Arbeit bewusst, sonst hätte ich wahrscheinlich schon 3mal einen Laden eröffnet...ich habe mehrere Freunde in der Selbstständigkeit und kriege daher alles hautnah mit. Fakt ist, dass ich gerne einen Job machen möchte, hinter dem ich 1000%ig stehe und der Sinn für mich ergibt. Es gibt nichts schlimmeres, als sich jeden Tag zur Arbeit zu quälen, das macht auf dauer krank!
liebe Grüße,
cherrylick![]()
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Ergebnis 11 bis 20 von 26
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05.08.2011, 19:54
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
Geändert von cherrylick (05.08.2011 um 20:14 Uhr)
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05.08.2011, 19:58
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
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05.08.2011, 20:08
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
Hallo BlauerHimmel,
vielen Dank für deine ausführliche Analyse, über die ich sehr staune und auch nicht wirklich ernst nehmen kann. Ich denke nicht, dass jeder mit Anfang 20 genau weiss, was er später mal beruflich machen möchte. Selbst während des Studiums wissen viele Studenten nicht genau, wohin sie ihr weg danach führt. Ich bewundere Menschen, die ihr Ziel von Anfang an schon ganz klar vor Augen haben und genau wissen was sie wollen, kompliment. bei mir ist das leider nicht so, aber ich empfinde es nicht wirklich als einen makel. deine vorschläge, welche wege ich einschlagen könnte/sollte kann ich nicht wirklich nachvollziehen und finde sie auch ein wenig, naja, sagen wir mal daneben...
Gruß
cherrylick
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05.08.2011, 20:20
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
Hallo cherrylick,
nun, ich wiederum kann deine Reaktion nicht nachvollziehen... ich denke, vieles von dem, was BlauerHimmel schreibt, stimmt schlicht und ergreifend.
Natürlich muss man mit Anfang 20 sein Leben noch nicht durchgeplant haben - aber die bist nicht mehr Anfang 20 sondern 33.
Und du hast: Eine Menge Ausbildung, querbeet und wild durcheinander - aber eben noch nie wirklich dauerhaft und Vollzeit in einem Job gearbeitet. Und damit mit 33 anzufangen ist nun mal spät ( Ich bin 35 und seit über 10 Jahren "dabei").
Natürlich ists am schönsten, einen Job zu haben, den man als sinnvoll und erfüllend versteht. Nur eins ist noch wichtiger: Überhaupt erst mal einen zu haben, von dem man leben kann. Und dann mal sehen, ob er krank macht...
Die wenigsten Menschen werden wohl in ihrem 100%igen Traumjob arbeiten.
Du kannst natürlich nach deinen über 20 Jahren in Ausbildung erstmal eine Selbstfindungsphase starten und noch 3 Weiterbildungen draufsatteln - ich fürchte nur, das dich das einkommenstechnisch nicht weiterbringen wird...
Anke
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05.08.2011, 21:27
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
Die meisten lassen sich aber führen und landen im Allgemeinen in Jobs, die sie vielleicht nicht lieben, die sie aber ernähren. Während deine Ausbildungen bisher ziellos erscheinen, bzw. die Ziele vielleicht da sind, aber sich dann immer wieder ändern.
Das ist genau so lange kein Problem, so lange irgendwo Geld herkommt. Sobald du eine Anstellung als Angestellter suchst, bist du Teil eines Marktes, dein Lebenslauf wird bepreist, deine potentielle Arbeitsleistung vorhergesagt. Danach wird eingestellt oder abgelehnt, danach wird bezahlt. Bisher wirkt dein Lebenslauf wie ein Durcheinander.Ich bewundere Menschen, die ihr Ziel von Anfang an schon ganz klar vor Augen haben und genau wissen was sie wollen, kompliment. bei mir ist das leider nicht so, aber ich empfinde es nicht wirklich als einen makel.
Hast du denn gelesen, was ich geschrieben habe? Einer von drei Vorschlägen war, dich selbständig zu machen in deinem Traumgebiet. Das findest du daneben?deine vorschläge, welche wege ich einschlagen könnte/sollte kann ich nicht wirklich nachvollziehen und finde sie auch ein wenig, naja, sagen wir mal daneben...
Gruß
BlauerHimmel
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05.08.2011, 21:57
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
Das liegt oft daran, dass die wenigsten Menschen sich nur mit dem Besten zufrieden geben. Das Leben muss man gestalten, nicht erleiden.
und bevor es klar ist, was die ideale Lösung ist, reicht es auch, erst mal eine Liste mit "must-haves" festzusetzen und jede Arbeit anzunehmen, die in diesen Rahmen fällt. Inklusive einer gewissen Marge für Kompromisse, so à la "Wenn ich einen Arbeitsweg von mehr als einer Stunde haben, muss dann schon der Lohn entsprechend hoch sein im Betrag von XXX Euro" oder "Samstag arbeiten ist OK, aber nur, wenn das Geschäft dafür am Montag geschlossen ist und dennoch 2 Tage Wochenende sind".
und es gibt natürlich auch die absoluten no-gos: keinen jähzornigen Chef. Keine Outbound-Telefonaquisition. Keine Kleiderordnung, die ein klassisches Business-Kostüm vorschreibt. Oder was auch immer es ist, was du nicht willst.
und dann optimistisch bleiben und weitersuchen - schliesslich muss es da draussen nur genau eine Stelle geben, die heute perfekt zu dir passt, und zu der du perfekt passt. Und die kann in einer sehr überraschenden Branche und Konstellation sein.
So bunte Lebensläufe haben auch den Vorteil, dass sie an viele Inserate gut angepasst werden können. Oft kann vieles weggelassen werden und das, was gut passt, hervorgehoben werden. ich habe auf alle Fälle bei jeder Stelle immer sowohl den Brief wie auch den Lebenslauf speziell für diese Stelle geschrieben (und hab dann trotzdem dort eine Stelle bekommen, wo der Chef noch nicht mal den Lebenslauf sehen wollte, sondern "nur" eine Arbeitsprobe... nun, andere Geschichte".
Nutze die Beziehungen. Könntest du für deine selbständigen Kollegen etwas tun?
und wenn Marketing eins deiner Lieblingsthemen ist, so ist das erste Produkt du selbst. Geh an deine Arbeitssuche auf dieselbe Weise heran, wie du Marketing für einen Schokoriegel machen würdest. Spricht die Emotionen an, und die Gedanken, in der guten Mischung. Nutze Farben, Schlagworte, Überraschendes, Eingängiges. Zeige, dass du Marketing kannst.
grüsse, barbara
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05.08.2011, 22:52
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
Ich kann dem, was Blauer Himmel geschrieben hat, nur zustimmen. Es ist nicht das, was Du hören willst, aber es ist eine sehr realistische Einschätzung Deiner Situation.
Ich musste in den letzten Jahren mehrfach eine Juniorstelle besetzen. Lebensläufe wie Deinen habe ich dabei oft gesehen, und sie landeten sofort auf dem Stapel Absage. Das hat nichts mit einer potentiellen Schwangerschaft zu tun, sondern hat zwei Gründe:
Erstens, die Unentschlossenheit in Verbindung mit der sehr langen Studiumszeit sieht nach mangelndem Durchhaltevermögen aus. Und bei uns brauchen wir Leute mit einer gewissen Zähigkeit, die sich auch mal durchbeissen und nicht bei der ersten Schwierigkeit gleich alles wieder hinwerfen und was anderes machen wollen (die Schwierigkeiten kommen immer, denn auch der Traumjob hat seine Schattenseiten).
Zweitens, das Alter bringt früher oder später Zoff (weil nämlich der/die Vorgesetzte Jahre jünger ist).
Marketing/Prduktmanagement ist ein überlaufener Bereich, da will jeder zweite BWLer hin. Und einer solchen Begründung wirst Du da nichts reissen, solche Überlegungen kann man am Anfang des Studiums anstellen, aber mit Anfang Dreissig sollte man etwas realistischere Berufsbilder entwickelt haben.
Wenn das mit der Selbständigkeit ausser Frage steht, würde ich Dir tatsächlich raten, bewusst in einen unattraktiveren Bereich zu gehen, das hiesse z.B. erstmal eine Sachbearbeiterstelle, oder wieder in den Vertrieb. In vielen Unternehmen ist es möglich, von dort nach ein paar Jahren ins Marketing zu rutschen.
Traineestelle halte ich für relativ unrealistisch, weil gerade dort auch auf das Alter geschaut wird.
Betrachte die Sache einfach mal etwas nüchterner. Es geht um einen Job. Flausen wie „seine Berufung finden“ oder Muffins backen sind ja gut und schön, aber Du musst jetzt erstmal zusehen, dass Du einen Einstieg findest, und Geld ins Haus kommt.
Zwischen den Extremen „1000%ig hinter dem Beruf stehen“ und „sich jeden Tag zur Arbeit quälen“ gibt es eine grosse Bandbreite.
Man kann auch mit einer Arbeit glücklich werden, die keine „Berufung“ ist - weil sie gut bezahlt wird, weil die Kollegen nett sind, weil die Aufstiegsmöglichkeiten gut sind, weil man genug Freizeit hat, weil man seinen Schwerpunkt aufs Privatleben/Kinder/Familie/Hobby legt,…
Und Du musst ja nicht bis zur Rente im gleichen Job/gleichen Firma bleiben.
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06.08.2011, 10:41
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
Hallo UnlimitedSky!
Vielen Dank für die Bestätigung! Ich habe auch den Eindruck, dass zum Thema Marketing und Produktmanagement wenig bekannt ist, außer dass das halt so nette Jobs sind, wo man viel zu sagen hat und coole Sachen machen kann.
Nehmen wir mal an, man sucht nach Produktmanagement-Jobs. Die meisten davon werden in irgendwelchen uncoolen Branchen sein, nicht im Theater (Wunschtraum vieler Geisteswissenschaftler) oder bei Greenpeace. Viel wahrscheinlicher wäre Produktmanagement für Bodenbeläge, Autozubehörteile oder Waschtischarmaturen in Deutschland. So Sachen stellen wir hier halt vor allem her.
Hier mal eine erfundene, aber durchaus realistische Situation im Produktmanagement für Wasserhähne:
Du gehst morgens zur Arbeit und hast schon wieder 30 neue EMails zusätzlich zu den 119 ungelesenen anderen. Die Produktion schreibt dir, dass es ein Qualitätsproblem mit den Innendichtungen eines Zulieferers gibt, sie halten nicht richtig dicht. Bis dahin wusstest du gar nicht, dass es diese komischen Innendichtungen überhaupt gibt. Also eine Besprechung mit den Beteiligten anberaumen. Dein Chef schreibt in einer Mail mit Wichtigkeits-Ausrufezeichen, dass einer der größten Baumärkte dabei ist, euch auszulisten. Du rufst sofort da an und fragst, warum (der Key Account Manager hat gerade zwei Wochen Urlaub, und sonst will keiner). Der Baumarkt-Einkaufsleiter sagt dir, dass eure Produkte nicht schick genug aussehen und gegenüber der Konkurrenz wie Blei im Regal liegen. Außerdem seien eure Einbauanleitungen "totaler Mist", die Kunden schaffen den Einbau nicht und bringen die gekauften Wasserhähne zurück. Lange würde man sich das nicht mehr ansehen. Du berichtest deinem Chef, was gerade telefonisch besprochen wurde. Der wird sauer und erklärt dir, dass es dein verdammter Job sei, dafür zu sorgen, dass die Produkte sich verkaufen. Deine halbgare Ausrede, die Leute aus dem Marketing würden einfach schlecht arbeiten, und du könntest das eh besser als die ganze Marketingabteilung, macht ihn eher noch wütender. Du bist jetzt auch sauer. Die Produktionsleute kommen zehn Minuten zu spät zum Meeting und erklären dir, sie hätten versucht, bei dem asiatischen Zulieferer jemand zu erreichen, aber der Verantwortliche für die Innendichtungen sei seit letzter Woche nicht mehr bei der Firma beschäftigt. Keiner kennt sich aus. Und in sechs Wochen sollen die ersten Wasserhähne der neuen Produktlinie ausgeliefert werden. Du hast Kopfschmerzen. Der Leiter des Qualitätsmanagements sagt dir, dass die Leute in der Produktion halt keine Ahnung haben, und er das Problem schon seit Wochen versucht unterzubringen. Aber der Projektleiter für die neue Wasserhahnproduktlinie und er können sich auf den Tod nicht ausstehen. Es wird mal wieder ein langer Tag.
Falls du wirklich ins Produktmanagement gehen willst, sollte dich diese Kurzgeschichte nicht schocken können. Du wüsstest, dass du irgendeine Lösung für das Chaos finden wirst, dass du dein bestes tun wirst, denn DU ALLEIN bist letztendlich dafür verantwortlich, dass alle beteiligten Leute am Ende ein Produkt hinkriegen, das funktioniert und sich verkaufen lässt. Es kann ein toller Job sein, aber 90% davon ist vor allem harte Abstimmungsarbeit mit einem Flohzirkus von Kollegen, die alle ihre eigenen Vorstellungen haben. Vielleicht 10% sind wirklich "cool" bei sowas. Man könnte so eine Geschichte auch für Marketingpositionen schreiben, aber ich denke die analoge Situation kann man sich vorstellen.
Viele Grüße
BlauerHimmelGeändert von BlauerHimmel (06.08.2011 um 10:47 Uhr)
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06.08.2011, 10:49
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06.08.2011, 12:27Inaktiver User
AW: Studium abgeschlossen, zu alt, zu unerfahren und nu?
Hi cherrylick,
ich finde den Beitrag von BlauerHimmel auch realistisch und treffend.
Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es wirklich schwer ist, eine Stelle im Marketing zu finden. Der Bereich ist total überlaufen, es gibt viele gute Bewerber für wenig Stellen. Ich habe selbst trotz Praktika, Auslandserfahrung, Uni-Abschluss mit 27 (ok, war auch nicht mehr soo jung) und abgeschlossenem PR-Volontariat fast ca. 3 Jahre gebraucht, bis ich eine Vollzeit-Festanstellung in den Händen hatte!! (Dazwischen Arbeitslosigkeit, Zeitarbeit etc..).
Ganz ehrlich, ich sehe deine Chancen, in den Bereich noch reinzukommen bei quasi Null.
Aber, hey, du hast Erfahrung im Vertrieb, das ist auch was wert! Im Vertrieb gibt es vieeeeel mehr Stellen und die Gehälter sind i.d.R. auch höher als im Marketing. Falls dir Vertrieb halbwegs Spaß macht, würde ich mir an deiner Stelle einen Vertriebsjob bei einem interessanten Unternehmen suchen. Evt kannst du später immernoch ins Marketing wechseln - der Vertrieb ist ja i.d.R. innerhalb eines Unternehmens recht angesehen u ich könnte mir vorstellen, dass man daraus leichter in andere Abteilungen wechseln kann. Zumal Vertrieb & Marketing ja auch oft eng zusammen arbeiten.
Viel Erfolg!
L.



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