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    Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Hallo in die Runde,

    ich bin seit einiger Zeit auf Jobsuche. Da es sich um meine erste "richtige" Jobsuche handelt, lese ich regelmäßig in verschiedenen schlauen Büchern und Foren worauf es bei der Bewerbung ankommt.

    Überall liest man, dass der erste Eindruck entscheidend ist. Sowohl bei der ersten Kontaktaufnahme als auch dann im Bewerbungsgespräch.

    Allerdings ist überall immer nur die Rede vom ersten Eindruck des Bewerbers.

    Aber gilt das nicht genauso für die Unternehmen bzw. für die Damen und Herren, die mit den Bewerbern in Kontakt treten?

    Ich habe kürzlich 2 Situationen erlebt, wo ich auch heute noch einfach nur den Kopf schütteln kann.

    Situation 1: ich wurde zu einem Gespräch eingeladen in ein "jundes und dynamisches" Unternehmen. (dies wurde bei der Einladung zum Gespräch mehrfach betont). Da es sich aber um eine Führungsposition handelte, ging ich natürlich entsprechend gekleidet zum Gespäch. Ich wartete also dann im Flur des Unternehmens und erschrak, als wie aus dem Nichts 2 Damen vor mir standen und sich als die Damen heraus stellten, mit denen ich das Gespäch führen sollte. Ganz ehrlich....ich beurteile niemanden nach seinem Erscheinungsbild. Aber einen Geschäftsführer in abgewetzten Jeans, dicken Tunnschuhen und ausgewaschener Sweatjacke hatte ich nicht erwartet. Das Gespäch fand dann im stehen!!! statt. Und ich war froh, als ich wieder gehen konnte.

    Situation 2:
    vor 4 Wochen hatte ich meine Bewerbung an ein großes Unternemhen geschickt. Bis gestern hatte ich nichts gehört von denen. Gestern hatte ich dann eine Mail im Posteingang mit dem Original-Wortlaut: "Sehr geehrte Frau [xy]... Sie haben den Gehaltswunsch vergessen. Teilen Sie uns diesen mit. "
    Weder ein bitte noch ein Danke.
    Habe dann natürlich erst einmal zurück geschrieben, dass ich mich für die freundliche Nachricht bedanke.
    Ehrlich gesagt dachte ich, ich bin im falschen Film. Nächste Woche habe ich da übrigens ein Gespräch.

    Sorry, für die vielen Worte

    Aber bei solchen Erlebnissen frage ich mich wirklich, ob es für die Unternehmen nicht auch gilt einen ersten guten Eindruck zu hinterlassen?

    Oder habe ich einfach noch zu wenig Erfahrung mit Bewerbungen?

    Habt ihr evtl. schon ähnliches erlebt?

    LG
    Elli
    Geändert von Elli76 (16.02.2011 um 09:22 Uhr)

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    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Spannende Geschichten hast du da... du liebe Güte! Ich bin ganz bei dir, natürlich soll auch der Bewerber einen guten ersten Eindruck bekommen. Finde ich jedenfalls. Das "junge und dynamische Team" macht mich bei Stellenanzeigen inzwischen nur noch mißtrauisch, dieser Textbaustein taucht viel zu oft auf (klar, wer will sich schon als "verknöchertes und festgefahrenes Hierarchiemodell" vorstellen?).

    Vielleicht denken die Arbeitgeber tatsächlich, daß sie ja aus dem Vollen schöpfen können und dementsprechend nichts bieten müssen...

  3. Inaktiver User

    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Zitat Zitat von Elli76 Beitrag anzeigen
    Das Gespäch fand dann im stehen!!!
    .... halt ganz dynamisch.

    Habe dann natürlich erst einmal zurück geschrieben, dass ich mich für die freundliche Nachricht bedanke.


    Wetten, daß die die Subtilität nicht verstanden haben ?

  4. Inaktiver User

    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Zitat Zitat von Tszimisce Beitrag anzeigen
    Vielleicht denken die Arbeitgeber tatsächlich, daß sie ja aus dem Vollen schöpfen können und dementsprechend nichts bieten müssen...
    Das fürchte ich beinah auch.

    Bei den Bewerbungen, die ich so die letzten Monate mal laufen hatte, hatte ich bei quasi jedem Unternehmen irgendeine Merkwürdigkeit, wo ich dachte "Ne, danke !".

    Das war früher nicht so ... Aber vielleicht war ich da ja auch nur noch nicht so kritisch.

  5. User Info Menu

    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Nun, ich denke, es kommt auf die Branche an und wielange es das Unternehmen schon gibt.

    Wer sich bei einem Handwerker bewirbt, wird den Chef schon einmal im Blaumann oder Kittel antreffen, wer in den Sozialbereich geht, wird den üblichen alternativen Schlabberlook bevorzugt kennenlernen, wer in eine Softwarefirma geht, wird ein buntes Völkchen antreffen, vom chicen Anzug bis Pennerlook, im Pressebereich wahrscheinlich ähnlich.

    Ist die Firma jung und hat nur junge Mitarbeiter ist wohl Discolook angesagt.

    Ich war erstaunt, als mein 26jähriger Sohn in der Verwaltung einer bekannten Chemiefirma anfing, präzise Bekleidungsvorschriften bekam: weißes Hemd, Krawatte und Anzug.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Meine Freundin hat sich Anfang des Jahres bei zwei großen Einzelhandelsunternehmen als Bereichsleiterin beworben - bei beiden gab es mehrere Positionen zu besetzen. Sie passt auf das Profil 1a - von daher konnte sie davon aus gehen, dass sie zumindest eine Einladung zum Gespräch bekommt.

    Inzwischen gibt es auf den Homepages die Positionen nicht mehr - und sie hat von beiden weder ein Eingangsschreiben oder eine Zwischennachricht, geschweige denn ihre Bewerbungsunterlagen zurück erhalten.

    Da fragt man sich doch auch, was das für ein Geschäftsgebaren ist, oder? Aber groß rumtönen, was man doch für ein toller Weltkonzern sei...

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    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....................
    Da fragt man sich doch auch, was das für ein Geschäftsgebaren ist, oder? Aber groß rumtönen, was man doch für ein toller Weltkonzern sei...
    Ich hoffe, dass alle wissen, das nicht wenige Stellenangebote in die Zeitungen gesetzt werden, um den Banken vorzutäuschen man habe reichlich zu tun. Solche Firmen suchen nicht in echt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. User Info Menu

    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    [QUOTE=Opelius;9499956]Ich hoffe, dass alle wissen, das nicht wenige Stellenangebote in die Zeitungen gesetzt werden, um den Banken vorzutäuschen man habe reichlich zu tun. Solche Firmen suchen nicht in echt.[/QUOTE

    Das kann ich gar nicht glauben. Oder auch: Ich will nicht glauben, dass man so um die Ecke denken kann / denken muss.

    1. Kosten auch Stellenanzeigen Geld.
    2. Wäre ich als Bankerin bei Kreditvergaben o.ä. nie auf die Idee gekommen, mir auch die Stellengesuche der Firma durchzulesen.... was alleine zählt sind die Zahlen der BWAs und Bilanzen.
    3. Würde ich aus andauernden Stellengesuchen eher schliessen, dass man sich in dem Unternehmen scheinbar als AN nicht wohl fühlt.

    Zum Thema:

    Sicher sollte auch der erste Eindruck durch den (künftigen) AG zählen. Sofern du die Auswahlmöglichkeit hast, kannst du ja auch danach entscheiden.

    Ich glaube aber, dass viele Arbeitssuchende eben KEINE so großen Auswahlmöglichkeiten haben und dann eben gerne die erstbeste Möglichkeit nehmen, auch wenn der Bacuh eigentlich dabei grummelt. Und andererseits viele Firmen genau diese Situationen ausnutzen.

    Gruß
    Schnurpsel

  9. Inaktiver User

    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Ja, es ist uns bekannt, dass viele Stellenanzeigen aus "Angabe" gestreut werden. Ich habe selbst mal in so einer Firma gearbeitet - dort wurden aber die Bewerber wenigstens kurzfristig informiert, dass es "leider, leider" noch geeignetere Bewerber gegeben habe...

  10. User Info Menu

    AW: Der erste Eindruck - gilt der nur für Bewerber?

    Doch das funktioniert im Bereich der Übergangskredite, also Zwischenkredite, um die Löhne auszahlen zu können.
    Im ganz großen Stil hat hier in der Umgebung das Rolf Demuth der Schieder Möbel, bis 1997der größte europäische Möbelhersteller mit Sitz in Schieder-Schwalenberg, gemacht. Diese 1964 gegründete Firma expandierte nach Italien, Polen und Rußland und legte dann vor drei Jahren eine Riesenpleite hin. Die gesamte Geschäftsführung saß in U-Haft und steht jetzt vor Gericht.

    Vor 4 jahren ging die Sportbödenfirma Balsam unter der Leitung von Klaus Schliekamp pleite. Sie existierte im westfälischen Steinhagen bei Bielefeld und war weltbekannt: als weltweit führender Sportbodenhersteller (»Wir bereiten dem Sport den Boden«). Die beschäftigte 1600 Mitarbeiter. Die Firma betrog 43 Banken. Gegen die Geschäftsführung wurde der aufwändigste Wirtschaftsprozess der letzten Jahre geführt.

    Beide Firmen suchten immer am Ende des Monats neue Mitarbeiter. Ähnliches machte eine Bielefelder Softwarefirma. Aus einer Garagenwerkstatt wuchs plötzlich ein ultramodernes Unternehmen im Süden der Stadt an und suchte in der Tat ständig neue IT-Leute, bis sie vor 5 jahren einen gigantische Pleite hinlegten.

    Das sind nur Dinge, die ich in meiner Heimat miterlebt habe.
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