Hi!
Ich brauch mal Rat...
Nach langer „nur-Familien“-Phase bin ich zurzeit arbeitssuchend.
Da eine Trennung von meinem Mann ansteht, möchte ich natürlich so schnell als möglich eine Arbeitsstelle finden, zum einen wg. des finanziellen Aspektes, mich damit etwas unabhängiger zu machen, zum anderen damit ich auch wieder selbst krankenversichert bin usw.
Da ich so lange „raus“ war, gestaltet sich die Suche natürlich schon etwas schwierig, in meinem erlernten Beruf „im Büro“ habe ich kaum Chancen – da hat sich soviel geändert und auch wenn ich durchaus fit bin in den gängigen PC Programmen usw., will mich dort keiner einstellen (nunja, ist halt nicht nachweisbar, dass ich quasi „auf dem Laufenden“ geblieben bin…).
Wie auch immer, ich bin ja flexibel und habe mich also so ziemlich auf alle Stellen beworben, die ich mir vom Anforderungsprofil her zutraue.
Mit mäßigem Erfolg - einige Gespräche hatte ich, weiter bin ich bisher leider noch nicht gekommen...
Nun hatte ich letzte Woche ein Vorstellungsgespräch, soll auch demnächst zum „Probearbeiten“ kommen und ich habe sehr gute Chancen, diese Stelle zu bekommen.
Darüber freue ich mich erst mal natürlich sehr.
So, nun der Haken:
Es ist eine Teilzeitstelle mit geringer Stundenzahl, aber eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, also kein Minijob, liegt so gerade drüber von Stundenzahl und Vergütung.
Da ich aber (noch) Lohnsteuerklasse V habe, würde ich dabei netto wahrscheinlich sogar weniger als bei einem 400Euro-Job raushaben.
Nun stellt sich natürlich die Frage, annehmen oder nicht?
Geldmäßig wäre das natürlich eher ein Witz, andererseits könnte ich durch die geringe Stundenzahl vllt. noch einen 400Euro-job daneben annehmen, so dass ich da noch ein bisschen was dazu verdienen könnte.
(Müsste man natürlich erst schauen, wie sich das von den Arbeitszeiten her arrangieren ließe. Das wär also erstmal nur eine Option, mehr nicht. )
Bin jetzt etwas hin- und hergerissen:
Soll ich diese Stelle annehmen oder lieber noch weiter suchen und auf eine bessere Stelle (mehr Stunden / besser bezahlt) hoffen?
Vorteil:
Ich wäre wieder sozialversichert und hätte eine Stelle und es ist sogar in direkter Nähe.
Nachteile:
Finanziell wenig attraktiv, und:
Ich bin bei zukünftigen Bewerbungen nicht mehr so flexibel wie jetzt, wo ich quasi sofort anfangen kann, müsste auf Kündigungsfristen usw. Rücksicht nehmen.
Was meint ihr?
Nehmen oder nicht?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 14
Thema: Job nehmen oder nicht ?
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08.03.2010, 12:54Inaktiver User
Job nehmen oder nicht ?
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08.03.2010, 13:10
AW: Job nehmen oder nicht ?
erstmal annehmen, damit du überhaupt erstmal den Einstieg hast und dann weitersuchen. Finanziell reizvolle Arbeitsstellen sind aber eh eher seltener.
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08.03.2010, 13:15
AW: Job nehmen oder nicht ?
JA würd ich auch mal sagen einfach annehmen !!
PS: Jedenfalls wünsch ich dir alles gute!!
mfg.
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08.03.2010, 14:04
AW: Job nehmen oder nicht ?
hallo Wolkentier,
bist Du Dir sicher, dass Du im 400 Euro-Bereich landest? Hast Du das mit einem Gehaltsrechner durchgerechnet? Wie viele Stunden umfasst die Stelle denn?
Ich habe gerade mal testweise brutto 800 Euro und der Einfachheit halber keine Kirche eingegeben und lande dann trotzdem bei 552 Euro. Also liegt das Bruttogehalt noch darunter?
Deine aufgezählten Vor- und Nachteile sehe ich auch so bis auf einen Unterschied: Im neuen Job hättest Du erst eine Probzeit, in der Du i.d.R. eine Kündigungsfrist von 14 Tagen hast. Das wäre doch akzeptabel, oder?
Wie lange sollst Du denn Probearbeiten, ehe Du eine endgültige Zusage erhälst? Wir hatten dazu einen eigenen Strang: 6 Tage Probearbeiten-normal?
Jippieh !
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08.03.2010, 14:18Inaktiver User
AW: Job nehmen oder nicht ?
Coco bei gerade drüber bin ich bei z.B. 450,00 Euro
Da bleibt sicher nicht viel übrig - aber es bewirbt sich auch besser aus einem Job heraus.
Und so kannst du dich erstmal eingewöhnen ....
nach der Probezeit sind es auch nur 4 Wochen Kündigungsfrist - das geht doch alles.
Viel Glück
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08.03.2010, 14:36Inaktiver User
AW: Job nehmen oder nicht ?
Wie heißt es so schön:
Festhalten und Weitersuchen.
oder
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch etwas Bessres findet.

Passt doch hier auch. Ich kann auch nur empfehlen, die Stelle erstmal anzunehmen. Abgesehen vom Gehalt scheint es doch für Dich optimal zu sein. Besonders da Du so lange aus dem Berufsalltag raus bist, halte ich diese Stelle für eine gute Gelegenheit zu "üben".
Viel Erfolg und Freude.
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08.03.2010, 15:26
AW: Job nehmen oder nicht ?
Auf jeden Fall annehmen, wäre mein Rat.
Denn spätestens mit der Scheidung musst du dich selbst krankenversichern, außerdem besteht u.U. ja die Möglichkeit, dass dein Job zukünftig aufgestockt wird, ich halte das durchaus für möglich, wenn ein AG einen sozialversicherungspflichtigen Job anbietet.
Außerdem ist jede Arbeit erstmal besser als keine Arbeit und darauf lässt sich dein Lebenlauf für künftige Bewerbungen schon wieder ganz anders aufbauen.
Und sobald du dich getrennt hast, bist du auch nicht mehr in Steuerklasse 5 sondern in 1 und zahlst keine Steuern.
Liebe Grüße
promethea
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08.03.2010, 18:09Inaktiver User
AW: Job nehmen oder nicht ?
Ja, hab ich... die Stelle umfasst 17 Stunden, bei Bedarf ggf. ein paar mehr (deshalb war es mit "Teilzeit flexibel" umschrieben), es gibt 8,-/h.bist Du Dir sicher, dass Du im 400 Euro-Bereich landest? Hast Du das mit einem Gehaltsrechner durchgerechnet? Wie viele Stunden umfasst die Stelle denn?
Ich habe gerade mal testweise brutto 800 Euro und der Einfachheit halber keine Kirche eingegeben und lande dann trotzdem bei 552 Euro. Also liegt das Bruttogehalt noch darunter?
Macht *rechne rechne* pro Monat ca. 544,-
Hab ein bisschen unterschiedliche Ergebnisse bei verschiedenen Rechnern rausgekriegt, aber ich komme auf so ca. 380-max.400,- Euro.
Also im Endeffekt lohnmäßig nicht mehr als ein Minijob, aber eben:
Ich wäre 1) sozialversichert (was mir ganz lieb wär, wenn das schnell "in trockenen Tüchern" wär) und 2) könnte ich dazu einen 400,-Euro Job als Nebenbeschäftigung steuerfrei annehmen.
Probearbeiten soll ich zwei Tage, ich denke, dass ist ok - oder?
Ja, ich denke das auch, wird wohl am besten sein.Wie heißt es so schön:
Festhalten und Weitersuchen.
Ich bin nur bewerbungsmäßig so aus der Übung und hab halt Angst, dass ich mir sozusagen mit "zu schnellen Annehmen vom nächstbesten Job" irgendwelche anderen Chancen (die wohl eh nicht wirklich kommen...) versemmel....
Naja, das Jahr hat grad erst angefangen... erstmal bleibt es also bei dieser Einteilung für 2010.Und sobald du dich getrennt hast, bist du auch nicht mehr in Steuerklasse 5 sondern in 1 und zahlst keine Steuern.
Außerdem wohnen wir derzeit noch unter einem Dach (er muss erstmal eine Wohnung finden), also gilt auch das Trennungsjahr wohl noch nicht, wir sind auch jetzt erstmal so "getrennt" und haben noch keine Scheidung eingereicht usw.
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08.03.2010, 18:56
AW: Job nehmen oder nicht ?
Wolkentier,
das Trennungsjahr gilt ab dem Zeitpunkt der Trennung, wenn ihr euch getrennt fühlt und auch danach lebt, das kann auch unter einem Dach sein. Es sollte nur nachweisbar sein, dass ihr verschiedene Schlafräume habt.
Die Steuerklassenänderung kannst du meines Wissens ab dem Zeitpunkt der Trennung veranlassen, als auch mitten im Jahr. Und dann ist es 1/1.
Die Scheidung wird erst viel später eingereicht, das macht dann aber dein Anwalt für dich.
Nach dem neuen Scheidungsrecht brauchen beide Parteien einen Anwalt, am besten, du suchst dir schon mal einen, der dich berät.
Viel Glück
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08.03.2010, 18:59Inaktiver User
AW: Job nehmen oder nicht ?
Achso, noch mal eine Frage (auch wenn sie nur am Rande zum Thema gehört, ich will nicht extra noch einen Thread aufmachen und alles nochmal schreiben
)...
Wie ist das eigentlich, wenn ich aus der Familienversicherung raus gehe und dann wieder selbst krankenversichert bin? Bleibe ich automatisch in der KK, in der ich auch über meinen Mann versichert war? Nur dann eben selber als Versicherter? Oder muss ich (kann ich) mir irgendeine andere KK suchen und mich da (an)melden?
Wie genau bzw was genau muss ich machen?


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