Hallo zusammen,
wie der Threadtitel schon sagt, bin ich mit meiner Gehaltsentwicklung in den letzten Jahren mehr und mehr frustriert.
Ich bin gelernte Steuerfachangestellte, arbeite aber schon seit über 10 Jahren als Finanzbuchhalterin in der freien Wirtschaft. Ich war sehr lange in einem Unternehmen beschäftigt und war dort leitende Angestellte mit Personalverantwortung und sehr viel Freiraum. Meine letzte Erhöhung dort war im Jahr 2002, von da an bekam ich 2600,00 EUR brutto. Damals war das für mich ein super Gehalt und ich war rundum zufrieden mit dem Betrag. Hinzu kam Weihnachts- und Urlaubsgeld und zusammen mit meiner Arbeit, die mir total viel Spaß gemacht hat, ging es mir damit sehr gut.
In den Jahren darauf ging es leider mit der Firma rasant abwärts, wir bekamen keine Sondervergütungen mehr und zum Schluss massive Gehaltskürzungen.
Das letzte Monatsgehalt musste ich gerichtlich einklagen und bekam nicht mal alles davon.
Danach war ich 1 Jahr bei einer anderen Firma beschäftigt mit einem Einstiegsgehalt von 2600,00 EUR. Damit war ich dann auch anfangs sehr glücklich weil ich durch die Gehaltskürzungen in der Firma zuvor, meine Ansprüche schon runtergeschraubt hatte.
Wegen meinem Freund bin ich dann umgezogen und seit 1 Jahr nun widerrum in einer Firma beschäftigt, immer noch zum selben Gehalt. Urlaubs- und auch Weihnachtsgeld wird hier auch nicht gezahlt.
Angesichts der laufend steigenden Kosten und einer allgemeinen Unzufriedenheit mit meinem Job, fange ich immer mehr an auch mit meinem Gehalt zu hadern. Mir ist einfach klargeworden, das ich seit nunmehr 6 Jahren eine Gehaltssteigerung von insgesamt 50,00 EUR brutto verbuchen kann.
Und das frustriert mich derzeit total.
Ích kann mir schon vorstellen das es vielen so geht wie mir aber ist es bei mir normal oder eher ungewöhnlich, das ich in meinen besten Berufsjahren (bin Mitte 30) eine so schwache Entwicklung verzeichen kann?
Ich habe zwar vor, mit meinem Chef mein Gehalt mal neu zu verhandeln, weiss aber jetzt schon, das eine Steigerung von mehr als 100,00 EUR brutto aussichtslos ist. Das macht dann auch nicht wirklich viel aus. Außerdem fange ich nach und nach an, mal wieder meine Fühler nach einer neuen Stelle auszustrecken.
Aber ist das die Lösung?
KenntIhr die Problematik auch? Ich habe mich beruflich auf jeden Fall weiterentwickelt und bin absolut fit in meinem Bereich.
Aber mich frustriert wirklich diese Geldsache. Ich schränke mich privat immer mehr ein (klar, die Preise steigen rasant) aber mein Gehalt bleibt seit Jahren gleich.
Ich bin froh das ich hier mal rumjammern kann und hoffe, hier ist jemand, der versteht, was ich meine und mir seine Meinung dazu schreiben kann.
Ratlose Christina
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 24
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27.10.2008, 10:09
Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
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27.10.2008, 11:18
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
ja. Wenn Du einen größeren Gehaltssprung machen möchtest, wirst Du das nur über einen neuen Job schaffen.
Zitat von Chris_tina
Für die kurzfristigen Gehaltsverhandlungen mit Deinem Chef würde ich auch überlegen, ihm vorzuschlagen, Dir steuerfreie Vergünstigungen einzuräumen. Dazu findest Du hier im Job-Forum über die Suchfunktion Möglichkeiten.
Viel Erfolg!
Coco13
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27.10.2008, 11:30
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
Hallo Christina,
darf ich mal fragen, warum Du zweimal wieder mit demselben Gehalt in neuen Firmen eingestiegen bist? War in der Gehaltsverhandlung während der Bewerbungsphase mehr nicht rauszuholen? Warst Du unter Druck, schnell was Neues finden zu müssen?
Das Problem ist, dasss man Dir, wenn Du einmal zu einem bestimmten Gehalt eingestellt wurdest und sich dann Dein Aufgabengebiet oder Deine Qualifikation nicht nennenswert ändert, kaum freiwillig eine größere Gehalterhöhung bewilligen wird.
Einen größeren Sprung macht man am ehesten noch bei einem Wechsel.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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27.10.2008, 11:40
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
Berechtige Frage :-)
Beim ersten Wechsel stand ich unter Druck, schnell was Neues finden zu müssen. Das Gehalt stand nicht im Vordergrund und wie gesagt, durch die Gehaltskürzungen zuvor, war ich froh, wieder "mein normales Gehalt" zu bekommen.
Beim zweiten Wechsel hat mich das Unternehmen und die Tätigkeit dort sehr gereizt. Es gab aber keinen großen Spielraum bei der Gehaltsverhandlung und mein Gehalt war die Obergrenze, was mein Chef bereit war zu zahlen.
Im Nachhinein ärgere ich mich ein bisschen darüber, das ich die Gehaltsfrage immer sekundär betrachtet habe. Ist ganz klar auch mein Versäumnis ....
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27.10.2008, 11:48
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
Was verdient denn ein FiBu mit deiner Erfahrung in deiner Branche im Durchschnitt? HAst du das mal in Erfahrung gebracht? Als Hilfe für Gehaltsverhandlungen bzw. bei Neubewerbungen?
Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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27.10.2008, 12:11
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
Ich tu mich mit diesen Gehältervergleichen im Internet immer schwer. Offensichtlich liege ich mit meinem Gehalt im Mittelfeld, Potenzial ist dort durchaus noch drin. Soweit ich das beurteilen kann.
Ich bin bisher immer als Alleinbuchhalterin mit viel Verantwortung und Vollmachten tätig gewesen.
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27.10.2008, 12:14
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
Ich würde einfach mal um ein Gespräch beim Chef bitten und ihm dann sagen, dass du dir mehr wünscht. Unser macht auch erst was, wenn man nachfragt. Von sich aus macht er auch keine Erhöhung.
Und nach so vielen Jahren in der Firma kannst du wirklich mehr erwarten.
LGMeine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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27.10.2008, 12:51
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
In so ein Gehaltsgespräch geht man am besten gut vorbereitet,
also würde ich mal notieren, was für Erfolge du in der letzten Zeit verbuchen konntest (auch Teilerfolge), das könnten zB bestimmte Projekte sein, die Einarbeitung neuer Mitarbeiter, erfolgreiche System-Migrationen oder besonders wichtige und aufwändige Fälle, die du allein bearbeitet hast, sein.
Du hast den Vorteil, dein Gehalt verhandeln zu können, ich kann es leider nicht mehr ( da jetzt im ÖD beschäftigt, da wird jeder in der selben Funktion gleich bezahlt, ob er nun gute Arbeit leistet oder nun eher die ruhige Kugel schiebt).
Falls du keine deutliche Brutto-Erhöhung erzielen kannst, gibt es vielleicht andere Möglichkeiten, dich indirekt besser zu entlohnen, sei es durch monatliche Tankgutscheine (hat zB mein Partner, das macht sich schon bemerkbar) oder sonstige Vergünstigungen wie Firmenwagen, Sonderkonditionen bei bestimmten Händlern, Beitragsübernahme fürs Fitness-Studio ect.
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27.10.2008, 12:59
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
Chis_tina schreibt oben, dass sie in der jetzigen Firma seit einem Jahr ist.
Zitat von Hamster
Ich arbeite im gleichen Bereich und sehe das genannte Gehalt auch nicht als überregend für eine Vollzeit-Stelle an. In welchem Bundesland ist das, Chris_tina?
Du schreibst, dass Du bisher als Alleinbuchhalterin gearbeitet hast, also gehe ich davon aus, dass es sich um kleinere, mittelständische Firmen handelt. In diesen Firmen wird oft die Buchhaltung als "notwendiges Übel" angesehen und dementsprechend auch nicht so bereitwillig wie für einen agilen Verkäufer ein höheres Gehalt gezahlt.
Vielleicht wäre es ein Ansatz, dass Du nach größeren Firmen Ausschau hältst, in denen Du nicht allein für die Buchhaltung zuständig bist und die Dir ggf. auch die Möglichkeit bieten als Zusatzqualifikation nebenberuflich den Bilanzbuchhalter zu machen.
Aber wie gesagt: ersteinmal würde ich bei Deiner bestehenden Stelle ausloten, ob eine angemessene Gehaltserhöhung möglich ist.
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27.10.2008, 13:01
AW: Gehaltsentwicklung frustriert mich ...
Wichtig: Das gehört auf keinen Fall in die Gehaltsverhandlungen! Wie schon oben geschrieben, musst du deinen Wunsch nach einem höheren Gehalt mit deiner Leistung begründen, nicht mit gestiegenen Kosten u.ä.
Zitat von Chris_tina
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