Also, um es jetzt nochmal ganz klar und deutlich zu formulieren, damit hier niemand was in den falschen Hals bekommt oder sich womöglich persönlich angegriffen fühlt:
Natürlich kann und darf man auch länger krank sein. Jeden (auch mich) kann es erwischen !!! Und es soll auch jeder seine Krankheiten gut auskurieren !!! Aber ob es jemanden mal schlimmer erwischt und er demzufolge längere Zeit oder öfter nicht arbeitsfähig ist (Ich bin die Letzte, die für sowas kein Verständnis aufbringt) oder ob es jemanden jedes(!) Jahr mehrere Wochen (wie eben einige meiner Kollegen) wegen offensichtlich erhöhter Infektanfälligkeit dahinrafft, und derjenige dann nichts dagegen unternimmt (z.B. mal ne Kur oder abwehrkräftigende Medikamente, vitaminreiche Ernährung oder sonstiges-fragen sie ihren Arzt oder Apotheker...) ist ein gewaltiger Unterschied !!! Die zuletzt genannten sind die, bei denen für mich das Unnormale (siehe anfängliche Frage) beginnt und wo mein persönliches Verständnis und Mitgefühl aufhört!!!
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Thema: wie oft krank?
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08.11.2008, 13:02
AW: wie oft krank?
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09.11.2008, 00:21Inaktiver User
AW: wie oft krank?
Dann ist es aber Sache des AG, fuer eine gerechtere Loesung zu suchen.
Es kommt hier immer so rueber, als waere "Chronisch Krank" sowas irrsinnig Witziges. Und klar, Gentest.
Ich kenne z.B. mehrere Asthmatiker, die ihre Krankheit super im Griff haben. In ihrem Leben niemals eine Ziggi angeruehrt haben. Und niemals ihre Krankheit vorschieben wuerden, um mal eben blauzufeiern.
Wenn man pumperlgsund ist, kann man sich das vielleicht auch gar nicht vorstellen, wie das ist, mit einer Krankheit irgendwie immer klarkommen zu muessen.
Mein Wort zum Sonntag.
Allgemein schleppe ich mich auch mal zum Job, als mich auf groessere Diskussionen einzulassen.
Aber auch AG sollte klar sein, dass es eben nun mal Menschen sind, mit denen sie arbeiten. Und auch ne Maschine geht ma kaputt.Geändert von Inaktiver User (09.11.2008 um 00:27 Uhr)
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09.11.2008, 23:43
AW: wie oft krank?
Ich komm hier irgendwie nicht mit.
Als ob Krankheit etwas etwas Planbares wäre und man bitte im Tag genau 4,598 Tage krank zu sein hätte.
Einige hier haben scheinbar auch noch nie etwas Falsches gegessen und sich für 1-2 Tage den Magen verstimmt oder einen Migräneanfall und waren danach aber wieder topfit. Glück für diejenigen. Aber auch sehr armselig, wenn sie anderen dies als Blaumacherei unterstellen.
Ganz ehrlich habe ich auch kein Verständnis dafür, wenn manche so tun als ob die Firma pleite gehen würde, wenn jemand mal 2 Tage krank ist / mit einem Schnupfen daheim bleibt. Die Geschäftsführung muss kranke Mitarbeiter von vorne herein einplanen und auch dafür sorgen, dass die anfallende Arbeit auch mit einem gewissen Krankheitsausfall erledigt werden kann. Wenn dem nicht so ist und der ganze Betrieb davon den Bach runter geht, dann ist das doch nicht die Schuld von dem kranken Mitarbeiter sondern von einer schlecht planenden Geschäftsleitung.
Klar nervt es, die Arbeit von kranken Kollegen mit zu erledigen. Aber es ist mir lieber derjenige bleibt daheim und ich erldige dessen Arbeit als jemand sitzt hustend und schnupfend und leidend neben mir. Auch dann fällt mehr Arbeit für die Kollegen an, weil jemand der angeschlagen und mehr mit seiner Nase beschäftigt ist, wohl kaum 100% leisten kann. Mehr Arbeit habe ich also so oder so. Nur einmal meine Ruhe und keine Bazillenschlueder neben mir und das andere mal bin ich den ganzen Tag genervt, muss auch mehr arbeiten und steck mich evtl. noch an. Nur der leidende Kranke stellt sich vor dem Chef als Held dar, der sich ob der schweren Krankheit in die Arbeit schleppt. Ist ja egal, ob man was leistet oder nicht, hauptsache man zeigt Anwesenheit. Wenn hier schon von unkollegialem Verhalten die Rede ist, dann bitte nochmal überdenken, wer dann unkollegial handelt oder wer ein Geltungsproblem hat.
Und auch wenn jemand häufig fehlt, aufgrund von Krankheit, ungesundem Lebensstil oder Unlust, sorry, but it's none of your business. Wenn es dadurch zu einer ungerechten Arbeitsverteilung im Team kommt, muss sich der Teamleiter/Geschäftsleiter darum kümmern und dies beheben. es muss doch jeder für sich selbst verantworten wie oft und warum der fehlt. Und auch jeder muss mit den jeweiligen Konsequenzen leben.
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10.11.2008, 09:31Inaktiver User
AW: wie oft krank?
Wichtig ist doch hierbei auch, welchen Beruf man ausübt....!
Ich bin zwischen 12 und 20 Tage im Jahr krank. Inzwischen. Früher zwischen 20 und 30 Jahren, waren es vielleicht 2 - 5. Ich hab auch nur den Kopf geschüttelt über die Kollegen, die ständig krank waren und mich teilw. tierisch aufgeregt.
Jetzt bin ich Mitte 30, immer noch sportlich, esse gesund usw. Trotzdem, ich bin weniger belastbar, anfälliger.
Ich arbeite mit schwerkranken Patienten, Unfallopfern ect. im Krankenhaus. Das verlangt körperliche, geistige und psychische Fitness. Wenn ich gesundheitlich angeschlagen bin, fühle ich mich dem einfach nicht mehr gewachsen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, gehe ich angeschlagen zum Dienst, erwischt es mich ein paar Tage später voll und ganz. Passieren dann noch Fehler meinerseits, fragt niemand danach, ob es mir gut ging an dem Tag.
Die wenigen Kollegen über 50 in meiner Abteilung sind psychische/körperliche Wracks.
Ich hab beschlossen auf mich aufzupassen. Das heißt nicht, dass ich bei jeder Gelegenheit fehle, aber meine Gesundheit steht an erster Stelle!
Außerdem habe ich noch ca. 30 Jahre Arbeit vor mir! Das heißt auch, mit Kräften haushalten.
Fazit: Man sollte etwas differnzieren. Es gibt nicht nur die freizeitorientierten Blaumacher (die kenne ich aber auch!) es gibt verschiedene Lebensphasen, unterschiedlich Jobs, unterschiedliche Konstitutionen. Es menschelt halt ganz verschieden.
Wenn jemand oft fehlt, steckt vielleicht auch dahinter, dass sich derjenige im Betrieb nicht wohlfühlt.
Das ist dann die Aufgabe der Führungskräfte, dies herauszufinden, zu beheben ect.
Erfahrungsgemäß bringt Druck/Ablehnung von Seiten der Kollegen nichts, höchstens, dass der Betreffende noch häufiger fehlt...!
Grüße, Cremolina!
Geändert von Inaktiver User (10.11.2008 um 09:55 Uhr)
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10.11.2008, 11:10Inaktiver User
AW: wie oft krank?
Hallo,
ich bin nur sehr selten krank. Habe aber für jeden Verständnis, der krank ist und daheim bleibt. Es liegt mir fern, mir anzumaßen zu entscheiden, wann eine KollegIn besser das Bett hütet bzw. eigentlich doch arbeitsfähig wäre. Natürlich gilt dies vor allem für die chronisch kranken Kollegen, die öfter fehlen. Trotzdem habe ich gerade bei so einer Kollegin, die chronisch krank ist, die Vermutung, dass sie ihre Krankheit ausnutzt. Sie fehlt pro Jahr zwischen 3 und 6 Monaten. Das seltsame an ihren Erkrankungen ist für mich, dass jedesmal wohl etwas anderes auf dem Krankenschein steht, also nicht unbedingt mit der Urspungserkrankung im Zusammenhang. Das heißt, es gibt jedes Mal wieder Lohnfortzahlung. Die Erkrankungen dauern immer genau so lange, wie die Lohnfortzahlung währt. Nie einen Tag weniger oder mehr. Bzw. einmal ist es vorgekommen, dass sie um zwei Tage überzogen hatte. Da regte sie sich ziemlich über die Ärztin auf, die falsch gerechnet hat. Sonst wäre sie nämlich diese zwei Tage schon früher zur Arbeit gekommen. Die erste Amtshandlung, wenn sie dann wieder im Dienst erscheint (übrigens immer frisch vom Friseur frisiert und neu eingekleidet), ist Urlaubsplanung und Urlaubsscheine ausfüllen. Sie ist die einzige Kollegin, die es schafft innerhalb eines Jahres ihren gesamten Urlaub plus diverse Gleitzeittage zu nehmen. Wir anderen schaffen dies nur selten, da wir ja ihre Arbeit monatelang mit übernehmen müssen.
Normalerweise macht gewisse Kollegin allerdings pünktlich Feierabend. Der Gesundheit wegen. Ist ja auch o.k.! Stehen allerdings private Unternehmungen an, dann werden schon mal Überstunden ohne Ende gemacht. Da geht es dann plötzlich, auch Mehrarbeit zu übernehmen, um Stunden zu scheffeln.
Auch die diversen Urlaube, Ausflüge, Wanderungen etc. hält sie gut durch. Da ist ihre Kondition unerschütterlich. Nur eben im Büro nicht. Das mutet dann für mich schon sehr seltsam an.
Loveday
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10.11.2008, 12:13Inaktiver User
AW: wie oft krank?
Zitat von Inaktiver User
Das ist nun wirklich heftig!
In diesem Falle wäre es wirklich Aufgabe des Vorgesetzten nachzuforschen was da eigentlich Sache ist. Es gibt eine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers! Nicht nur für die Kranken!
Schon alleine um die restlichen Kollegen nicht zu demoralisieren und eine "Krank-mach-Kultur" zu forcieren, müsste sich da was tun!
Bei uns im Betrieb gibt es ein paar Kollegen, die müssen inzwischen am 1. Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bringen. Außerdem stehen sie unter "Beobachtung".
Das hat schon geholfen. Die Fehlzeiten haben sich deutl. reduziert. Besonders die Montage und Freitage.
Vor einiger Zeit bei uns passiert:
Kollegin, ähnlicher Fall wie von Loveday beschrieben, lief auf einem Rock-Konzert dem Chef direkt in die Arme!
Schönes Pech unter 50.000 Leuten ausgerechnet dem Chef zu begegnen...
Die Kollegin war nur noch einmal kurz im Betrieb um ihre persönlichen Sachen abzuholen...!
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12.11.2008, 12:13Inaktiver User
AW: wie oft krank?
ich habe vor vier Jahren meinen Job in Berlin wegen zu hohen Fehlzeiten wg. Krankheit verloren. Ich hatte mit knapp vierzig einen Herzinfarkt und war deswegen logischerweise einige Zeit weg(15 Wochen). Als ich nach der Krankheit wieder da war, hatte ich einen Arbeitsunfall, ich bin nachts nach der Spätschicht auf unserem Firmenparkplatz gestürzt und habe mich am Knie verletzt. Da ich wegen der Herzgeschichte schon ein schlechtes Gewissen hatte, hab ich mich nicht krankschreiben lassen, bzw. bin trotz Krankschreibung arbeiten gegangen. Das war keine gute Idee. Denn was sich anfänglich nur als etwas überdimensionaler blauer Fleck zeigte, stellte sich als Meniskusverletzung heraus, die operiert werden musste. Durch das wochenlange Humpeln mit dem verletzten Knie hatte sich auch noch der Schleimbeutel entzündet, so dass man schliesslich nicht minimalinvasiv operieren konnte. Zwei Wochen nach der OP bin trotzdem wieder trotz Krankschreibung arbeiten gegangen, weil ich einfach ein schlechtes Gewissen gegenübe meinen Kollegen hatte. Ich konnte nur mit Hilfe einer Gehstütze laufen und hab mehr und weniger nur organisatorische Dinge gemacht, bei meinem eigentlichen Job (Qualitätskontrolleurin)war ich auf die Hilfe meiner Kollegen angewiesen, weil ich ja beispielsweise nichts tragen konnte und auch keinen schweren Wagen schieben. Unglücklicherweise wurde durch die belastung der Handfläche mit der Gehstütze das Karpaltunnelsyndrom, mit dem ich schon länger Probleme hatte ziemlich verstärkt. Ich kam um eine OP nicht herum. Und da die rechte Hand betroffen war, war ich für längere Zeit nicht arbeitsfähig.
Das hatte alles zur Folge, dass ich innerhalb von zwei Jahren einmal 89 und einmal 42 Fehltage hatte. Die Jahre davor waren es immer so um 12 bis 20. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht im Büro arbeitete, jedenfalls nicht hauptsächlich. Ich musste schwer körperlich arbeiten, laufen, heben, tragen und lange Zeit stehen,
wenn man krank ist, geht das nicht. Will sagen, mit nem umgeknickten Knöchel mit ner Schiene oder nem dicken Knie kann ich im Büro noch voll einsatzfähig sein, in der Produktion eben nicht mehr. Selbst eine fette Erkältung hält mich nicht vom Denken ab, wenn ich keine Kopfschmerzen hab. Mit Fieber körperlich zu arbeiten ist keine gute Idee, das sagt dir jeder Kardiologe, die Herzmuskelentzündung lässt grüssen. Dann hatte ich noch ein Gyn-Problem, ich hatte oft mit verstärkten und verlängerten Blutungen und deren Nebenwirkungen zu kämpfen(Kreislaufstörungen, Bauch- und Rückenschmerzen), das lässt sich bei einer Arbeitsaufgabe, die vorwiegend im Sitzen stattfindet auch besser händeln als in der Werkhalle. Ich hatte mehrer Ausschabungen, meine FÄ hatte auch nicht wirklich eine Idee, wie man das Problem lösen konnte.
Jaa und dann hatten wir einen neuen Chef. der wollte sich profilieren und suchte sich gezielt die Mitarbeiter raus, die ihm zu alt und zu teuer waren. Ich war beides. Ich war über vierzig und schon 15 Jahre in der Firma. Mein Stundenlohn lag sehr viel höher als der neu eingestellten Mitarbeiter. Und dann noch die Fehlzeiten. Damit war ich der ideale Abschusskandidat.
Ich wurde gekündigt auf Grund krankheitsbedingter Fehlzeiten. Die Rechtssprechung sagt, dass jemand der zwei Jahre in Folge mehr als 30 Tage krank ist, ein finanzielles Risiko für die Firma ist und deshalb gekündigt werden darf. Dabei ist es egal ob sich die Krankheitstage nun aus einer schweren oder mehrer leichten Krankheiten zusammenzählen, es zählt allein die Summe. Wenn du also in einem Jahr einen Unfall hattest, darfst du eben keine Grippe mehr haben. Oder andersrum, wenn du ein paar mal im Jahr wegen Stirnhöhlen- und Nasennebenhöhlenentzündung gefehlt hast, muss deine akute Gallenkolik mit anschliessender Stein-OP oder der Herzinfarkt eben noch ein zwei Jahre unbehandelt bleiben.
Ich hab einen neuen Job gefunden, muss dafür allerdings starke Einschränkungen hinnehmen. (Zeitarbeit, ständig wechselnde Arbeitsorte, Montagetätigkeit, Fernbeziehung)
Jetzt stehe ich vor einem Dilemma. Ich schiebe notwendige Arztbesuche und Operationen schon eine Weile vor mir her, weil ich ich einfach nicht traue auch nur einen Tag zu fehlen. ich hab einfach Angst, ich könnte wieder rausfliegen. Wenn ich beispielsweise meine Hand operieren lasse(die linke) bin ich ne Weile nicht einsatzfähig. Meine Zeitarbeitsfirma besetzt den Posten neu und ich steh wieder draussen vor der Tür oder kann irgendwelche bescheuert Bandarbeit in Schwaben machen.
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12.11.2008, 20:01
AW: wie oft krank?
Liebe Eve,
das alles tut mir sehr leid
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Und es zeigt JEDEM, wie schnell es gehen kann, dass man völlig unverschuldet und un-wehleidig in solch einen Schlamassel geraten kann.
Darum würde ich es begrüßen, wenn man ein wenig differenzieren könnte im Wettbewerb "Wer hat die beste Gesundheit und die tollste Arbeitsmoral?"


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