Hallo,
war bis vor zwei Monaten (zufriedene!) Mitarbeiterin einer Zeitarbeitsfirma. Bin jetzt leitende Angestellte in einem kleinen Unternehmen, kenne mich aber mit Recht und den Vor- und Nachteilen der Leiharbeiterschaft aus. Ich muss noch hinzufügen, dass ich zu meinem AG durchweg ein gutes Verhältnis hatte, kann also nur positives berichten. Bis auf:
Als ich kündigte hatte ich eine Menge Überstunden angehäuft. Mein neuer AG wollte mich so schnell wie möglich, daher habe ich bei der Zeitarbeitsfirma gebeten, vor Ende der Kündigungsfrist beim neuen AG anfangen zu dürfen. Ich habe auf die Überstunden hingewiesen. Na gut, es gab kurz Diskussionen, wir haben gewissermaßen aneinandervorbeigeredet, es war Freitagabend uns spät, meine Sachbearbeiterin hatte Urlaub. Montags danach war sie wieder da, rief mich an, hat sich entschuldigt für das Mißverständnis mit ihrer Kollegin und zugesagt, dass alles wie von mir gewünscht klargeht (wurde auch so eingehalten).
Etwa eine Woche nach meinem Neubeginn (es war Monatsmitte) kam ein Teil meiner Austrittsunterlagen. Dabei lag eine Ausgleichsquittung, die ich unterschreiben sollte, um auch den Rest zu erhalten. Inhalt so ähnlich "keine Ansprüche mehr gegen den AG, verzicht auf mein Klagerecht...." Habe dann einen freundlichen Brief verfasst, dass ich die nicht unterschreibe, da mir noch Papiere sowie das letzte Gehalt fehlt. Dies kam dann zum Monatsende, hatte alles meiner Ansicht nach seine Richtigkeit. Ich habe die Ausgleichsquittung nicht unterschrieben, auch wenn meines Erachtens nach alles erledigt war. Nun wurde per Mail diese nachgefordert. Es macht mich eigentlich stutzig weil
1. bei der Auflösung der beiden Arbeitsverhältnisse davor dies nicht verlangt wurde, auch hatte ich von sowas noch nie gehört
2. mir der Verdacht kommt, dass ich doch noch irgendwelche Rechte aus dem Arbeitsverhältnis habe, die man mir lieber nicht zugestehen würde.
Habe im Internet recherchiert. Im Allgemeinen werden AN vor der Unterschrift gewarnt. Ich bin noch unschlüssig, wie ich reagiere, werde nicht unterschreiben auch wenn ich nicht vorhabe, zu klagen. Eigentlich wurmt es mich, dass jetzt, zur Beendigung sowas kommt, wo ich doch vorher so super Kontakte hatte zum AG...
Hat jemand von euch schon mal mit Ausgleichsquittungen zu tun gehabt? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht bzw. in welchen Branchen/unter welchen Bedingungen werden sie üblicherweise verwendet?
Gruß,
H.
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20.07.2008, 18:54
Ausgleichsquittung bei Austritt
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21.07.2008, 11:21Inaktiver User
AW: Ausgleichsquittung bei Austritt
Hallo,
ich hab mal sowas unterschrieben und mich tierisch geärgert, weil mir im nachhinein eingefallen ist, daß zum Jahresende Provisionen aus Verkäufen abgerechnet werden (mein normaler Job war nicht auf Provisionsbasis, nur Versicherungen wurden 1 x im Jahr verprovisioniert).
Damals gings "nur" um ein paar 100 DM - gelernt hab ich daraus gründlich.
Antje
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21.07.2008, 11:40
AW: Ausgleichsquittung bei Austritt
Hallo Hedwiga
bei mir in der Firma sind diese Ausgleichsquittungen Standard.
Allerdings ist es mehr oder weniger nur eine schriftliche Bestätigung dass der AN alle Unterlagen erhalten hat (Steuerkarte, letzte Gehaltsabrechnung, Gehalt usw.) und ab diesem Zeitpunkt keinerlei Ansprüche mehr gegen den AG hat.
Bisher gab es keinerlei Schwierigkeiten mit der Unterschrift des AN. Allerdings haben AN und AG sich bisher auch immer *friedlich* getrennt.
LG


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