Antworten
Seite 3 von 6 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 56
  1. Inaktiver User

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Das Leben zu geniessen ist nicht nur eine Frage des Geldes. Du schreibst selbst, es gibt genügend kostenlose Aktivitäten. Es ist eine Frage der Einstellung.

    Natürlich ist es nicht einfach zu rufen: Juchhuu, ich bin arbeitslos und jetzt bin ich mal dran mit der vielen Zeit, die der Tag hat. Aber das ist m. E. das Lernprogramm für eine solche Zeit. Sich dahin zu bringen, dass man sich nicht als vom Schicksal gebeutelt vorkommt, sondern das Beste draus macht. Und das Beste ist, wenn es einem selbst gut geht.

    Und - ob man leidet, jammert, verzweifelt ist, oder ob man sich einfach mal fallen läßt und sich selbst gut tut, macht für die Frage, wieviel Geld man hat keinen Unterschied.

  2. User Info Menu

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Auch ich suchte nicht ständig nach Stellen oder hab mich "sinnvoll" beschäftigt als ich arbeitslos war. Hab die Zeit erhlich gesagt auch genossen, besonders die ersten 3 Wochen. Danach suchte ich zwar Arbeit, besuchte auch ne kleine Weiterbildung, aber den Rest der Zeit war auch meist dazu da um mich zu entspannen, vor dem PC sitzen, shoppen, telefonieren etc. Oder einfach Nachmittags Talkshows anzugucken
    Das Wichtigste man fühlt sich gut und lässt sich nicht komplett hängen und verfällt in eine Depression. Man kann ruhig die freie Zeit geniessen und dennoch bemüht um Arbeit sein. So hab ichs gemacht und es klappte wunderbar.

  3. User Info Menu

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Ich werde in wenigen Tagen arbeitslos, nachdem ich meine letzte Prüfung abgelegt habe. Ich werde sogar ALG I bekommen, es dürfte aber allenfalls auf Hartz IV-Niveau liegen, der Staat bezahlt seine Referendare leider extrem schlecht.

    Da ich nicht weiß, wie schnell ich einen Job finden werde, fange ich ein Weiterbildungsfernstudium an, das so konzipiert ist, dass man es jobbegleitend machen kann. D.h. ich werde auf jeden Fall irgendwie beschäftigt sein, auch wenn ich nicht den ganzen Tag auf Stellensuche bin.
    Ich weiß immer noch nicht so genau, was ich machen will, von daher ist es auch so nicht sooo einfach nach Stellen zu suchen. Die freie Zeiteinteilung und ggf. auch mal Leerlauf bin ich aus dem Referendariat gewöhnt, weiß aber auch, dass mir das nicht besonders gut bekommt. Ich werde ziemlich schnell schlecht gelaunt, wenn ich nichts zu tun habe. D.h. ich muss mir auf jeden Fall meinen Tag irgendwie strukturieren.
    Ich werde sicherlich mit meinem Mann zusammen aufstehen. Der Rest wird sich ergeben. Und ich werde mit Sicherheit auch Zeit verdaddeln. Mal sehen was das Arbeitsamt mit mir vorhat, da habe ich eine Woche nach meiner Prüfung einen Termin, vielleicht taugt das ja etwas,...
    Außerdem fahren wir im Mai zwei Wochen in den Urlaub, da werde ich - verwerflicherweise - dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen.
    Im Moment quäle ich mich mit den dämlichen Formularen rum, die ich ausfüllen soll. Ich glaube, ich eröffne mal einen Thread dazu, vielleicht bekomme ich ja Tipps.

    Liebe Grüße
    Louette

  4. Inaktiver User

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Zitat Zitat von Anastasia1960
    gibts denn hier niemandem der den Tag einfach so planlos vor dem Fernseher oder mit anderen sinnlosen Dingen verbringt?


    Hier nicht, glaube ich. In der Bricom findet man eher gebildete Menschen und nicht die "bildungsfernen Schichten", die ihre "Freizeit" mit DVDs, Playstation, Privatsendern, Bier usw. verbringen;-)

    LG fabiola
    Geändert von Inaktiver User (31.03.2008 um 06:17 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Also ich gestehe, ich bin während der zwei Phasen meiner Arbeitslosigkeit auch nicht morgens um 7 aufgestanden. Die erste war direkt nach meinem Studium, die fand ich persönlich für mich die deutlich härtere. Aus der Uni zu kommen und dann plötzlich festzustellen, daß du mit deiner langen und anstrengenden Ausbildung keinen Job findest, das zehrt doch sehr am Selbstbewusstsein. Bewerbungen schreiben war damals noch vom Erscheinen der überregionalen Tageszeitung (vorzugsweise der Samstags-Ausgabe) abhängig und in meinem Fachgebiet war da auch nicht sooooo viel drin.
    In der Zeit hab ich ziemlich viel durchgehangen - gelesen, geschlafen, vorm TV gesessen und den Rest der Zeit damit verbracht, meinem Mann mit meinen Selbstzweifeln auf die Nerven zu gehen.

    Die zweite Phase war dann etliche Jahre später, da hab ich die erste Zeit einfach nur dazu genutzt, auszuschlafen, da ich durch Job plus Fahrzeit ein unglaubliches Schlafdefizit aufgebaut hatte. Danach habe ich die Tatsache genossen, endlich mal wieder meinem Rhythmus entsprechend leben zu können (ich bin nicht wirklich eine Frühaufsteherin, musste aber jahrelang schon um 5:30 raus), es war Sommer, eine Freundin hatte einen großen Garten und immer eine Tasse Kaffee übrig, außerdem gabs zu dieser Zeit schon Internet
    Natürlich hab ich zu dieser Zeit auch fleißig die Online-Börsen durchsucht und Bewerbungen geschrieben, keine Frage, es sollte ja schließlich nur eine zeitlich begrenzte Phase sein. Trotzdem taten mir die insgesamt fast 8 Monate unheimlich gut, um meine Batterien wieder aufladen zu können. Fast wie ein Sabbatical. Wir haben in dieser Zeit unseren Lebensmittelpunkt verlegt, ein altes Haus saniert...

    Natürlich war ich in dieser Zeit in der glücklichen Lage, nicht von dem Arbeitslosengeld leben zu müssen, sonst hätte ich die Sache wahrscheinlich deutlich weniger entspannt gesehen
    Geändert von Rowellan (31.03.2008 um 15:02 Uhr) Grund: Weil mal wieder die Hälfte vergesen...
    *lost in the woods*

  6. User Info Menu

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Ich konnte keinen einzigen Tag meiner Arbeitslosigkeit "genießen". Die schönsten Tage für mich waren, wenn ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen war. So hatte ich das Gefühl, etwas sinnvolles zu tun und meine Jobsuche voranzutreiben.

    Während meiner Arbeitszeit dachte ich mir des öfteren: "Wäre das herrlich, heute frei zu haben und XY zu machen." Als ich die Zeit hatte, konnte ich mich bis auf Dinge, die ich in der Wohnung tun konnte(lesen, putzen, Hometrainer...), zu nichts aufraffen. Ich hatte sogar Hemmungen, meiner Familie und meinen Freunden von meiner Situation zu erzählen, weil ich mich schämte.

    Bestimmt lag das daran, dass meine Arbeitslosigkeit quasi unbefristet war, dh ich wusste nicht, bin ich 1 Monat, 6 Monate, 1 Jahr oder noch länger zuhause. Noch dazu befinde ich mich für eine Frau in einem "kritischen" Alter und viele Firmen stellen Frauen deshalb nicht ein. Natürlich würden sie das nie sagen. Hätte ich von vornherein gewusst, dass ich am 1.4. eine neue Stelle anfange, hätte ich die Zeit bestimmt auch genossen.

    Nichtsdestotrotz sind meine Tage der Arbeitslosigkeit gezählt und ich fange morgen (nach 4wöchiger "Auszeit") eine neue Stelle an. *freu*
    Viele Grüße,
    Averna
    _________________________________

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

  7. Inaktiver User

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Zitat Zitat von Averna
    Ich konnte keinen einzigen Tag meiner Arbeitslosigkeit "genießen". Bestimmt lag das daran, dass meine Arbeitslosigkeit quasi unbefristet war, dh ich wusste nicht, bin ich 1 Monat, 6 Monate, 1 Jahr oder noch länger zuhause. Noch dazu befinde ich mich für eine Frau in einem "kritischen" Alter und viele Firmen stellen Frauen deshalb nicht ein. Natürlich würden sie das nie sagen. Hätte ich von vornherein gewusst, dass ich am 1.4. eine neue Stelle anfange, hätte ich die Zeit bestimmt auch genossen.

    Ganz genau so ging es mir auch. Ich bekam Alpträume bei dem Gedanken an den Herbst 2008. Nach dem ALGI wäre nämlich bei mir Schicht gewesen mit Zahlungen vom Amt. Dann praktisch mittellos dazustehen, konfrontiert mit allen Ausgaben die mal halt so hat + Unterhaltsforderungen - ich kriegte jeden Tag fünfmal die Krise!

    Hätte ich gleich gewußt, daß ich ab März 08 wieder einen Job habe, hätte ich das halbe Jahr Arbeitslosigkeit auch mehr genossen.

    Alles in Allem schließe ich mich den Vorschreiberinnen an: Nicht darauf einstellen, jetzt ja unendlich viel Freizeit zu haben. Das kann ja (idealerweise) von heute auf morgen wieder vorbei sein. Nicht verlottern. Morgens aufstehen, sich gut kleiden, nicht halbe Tage im Jogginganzug verbringen. Möglichst keine Zeit vertrödeln. Den Haushalt auf dem Laufenden halten. Raus gehen. Jede Energie in die Arbeitssuche stecken. Bei ständigem Mißerfolg auch mal Anschreiben, Lebensläufe modifizieren. Gegebenenfalls ein Bewerbungstraining mitmachen.


  8. User Info Menu

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Hallo ich bin nun auch seit fast 3 Wochen arbeitslos das schwere für mich war auch der spontane Austritt nach längerer Zeit und ich hasse es arbeitslos zu sein und bin zwar noch in einem jungen Alter wo andere viel lieber Lust hätten nix zu tun aber bei mir ist es genau das Gegenteil ich liebe es eine Struktur zu haben auch wenn es manchmal nervt und man immer nur die meiste Zeit auf de Arbeit verbringt früh aufstehen, oft ermüdet, überarbeitet und gestresst , nun ja es ist für mich so die ersten 2 Wochen hatte ich extrem viele Termine und war oft unterwegs habe innerhalb 2 Wochen über 30 Bewerbungen geschrieben und vieles erledigt was ich nicht erledigen könnte es tat mir auch sehr gut aber dann in der dritten Woche kommt die langweile und man vermisst diese Strukturen im Leben und das man was zu tun hat und ja dann fing ich an mein Freund zu nerven und Stress zu suchen fühlte mich schnell provoziert obwohl ich es eigentlich öfters zum Stress brachte und ja ab und an kam man auch zu Zweifel und es zerrte etwas am Selbstbewusstsein und ich denke in so einer Situation muss man einfach stark bleiben und sich beschäftigen in Foren gehen gucken was andere für Erfahrungen haben und Tipps Sport machen raus gehen auch wenn Freunde durch ihre Arbeit nicht immer Zeit haben die Zeit mit Ihnen genießen und den Kontakt immer gepflegt halten und sich immer denken du bist nicht allein mit der Situation es gibt genug Menschen denen es auch mal so ging oder geht und sich daher noch mehr freuen das man so ne Erfahrung gemacht hat daraus gelernt hat und sich auf einen neuen Job freuen wo man vlt sogar besser bezahlt wird und wieder neue Gesichter kennen lernt neue Tätigkeiten ausführt, schlafen mag ich nicht die ganze Zeit und dieses rum hängen aber manchmal ist es eben so und da lernt man in solchen Phasen in unserem Leben was ich komisch finde ist früher hätte ich mich extrem gefreut nicht arbeiten zu müssen selbst in der Ausbildung wo man fehlen vermeiden sollte war ich jedesmal wenn ich krank war froh darüber nicht arbeiten zu müssen und auch danach ging es ne Weile so mittlerweile da sich Menschen mit den Jahren auch ändern hab ich gemerkt das ich garnicht der Typ dafür bin mir fällt das schwer dieses so herum leben nix tun langweilen und man macht sich über zu vieles für nix Kopf was man vlt eh nicht ändern kann mich wundert nur das ich so eine Einstellung hab also keine Couch potato bin und dann frage ich mich selber bist du eigentlich blöd jeder würde sich freuen so rum hängen zu können weil wenn man arbeitet beschwert man sich meistens drüber und ja ich weis auch nicht warum ich anscheinend so ne fleißige Biene bin die lieber arbeitet haha

  9. User Info Menu

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Zitat Zitat von Meggie2508 Beitrag anzeigen
    (...)
    ich liebe es eine Struktur zu haben
    (...)
    Leider merkt man das Deinem Text nicht an.

    Absätze und mal ein Punkt oder Komma kosten hier nichts extra.
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein

  10. User Info Menu

    AW: Arbeitslos - was macht man den ganzen Tag?

    Ich finds leider auch schwierig zu lesen wegen den fehlenden Absätzen, etc.

    Ich war bisher nie arbeitslos, also hab auch meine Abschlussarbeiten im Studium erst nachdem ich nen Job bekommen habe, abgegeben, neue Jobs vom alten Job aus gesucht und der Übergang war immer fließend.

    Aber so grundsätzlich, gibt es in D ja keine Vollbeschäftigung, also für manche ist "arbeitslos" ein Dauerzustand und nicht nur was für ein paar Monate. Meine Jobwechsel haben bisher von Suchbeginn zu "Den Job will ich und die wollen mich" jedesmal ein Jahr gedauert. Also wäre ich sicher länger arbeitslos als nur ein paar Monate.


    Ich würde nicht jedesmal um 07.00 Uhr aufstehen, nur um eine Struktur zu haben. Und ich denke auch nicht, dass ich mich langweilen würde. Der gesellschaftliche Druck wäre sicher was, was mir zu schaffen machen würde.

    Ich denke ich würde den Tag, wie im Studium strukturieren, also in den Semesterferien hatte ich auch nicht jedesmal gearbeitet und 3 Monate am Stück frei und ich gebe es zu, ich war auch nie in allen Vorlesungen, etc. Das war eigentlich ne schöne Zeit, manchmal vermiss ich das - 3 Wochen Urlaub am Stück gehen halt verdammt schnell rum.

    Aber an sich gibt es auch ein Leben nach der Arbeit und für viele auch ohne Arbeit.

    Wenn ich gar nicht mehr arbeiten dürfte/könnte, etc., dann würde ich wohl meine Hobbies intensivieren, also Gärtnern und das evtl. eher n bisschen Richtung Selbstversorgung, MOOC im Internet besuchen, Spazieren gehen, Sport machen, evtl. was ehrenamtlich machen, mehr selbst machen statt kaufen, etc.

Antworten
Seite 3 von 6 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •