Hallo!
Ich bin aufgrund gesundheitlicher Bedenken nicht verbeamtet worden.Ist ne längere (Krankheits-) Geschichte, die ich hier nicht unbedingt ausbreiten möchte, da ziemlich speziell. Jedenfalls wurde festgestellt dass ich fähig bin, auf einem Stuhl zu sitzen und meine Arbeit zu verrichten
also sprich ich bin momentan uneingeschränkt leistungsfähig. Aber der Amtsarzt ist nicht in der Lage, die Leistungsfähigkleit für die nächsten dreißig Dienstjahre zu attestieren, es bestehen Bedenken.
Und, um das vorweg zu nehmen, aufgrund meines guten Leistungszustands werde ich nie und nimmer eine Behinderung attestiert bekommen (es sei denn, ich schieße mir noch schnell ins Knie) sorry, ich bin mittlerweile etwas sarkastisch bei dem Thema
Nunja, jetzt ist meine Frage an Euch: Hat jemand schonmal mit sowas Erfahrungen sammeln dürfen/ müssen? Kann mir jemand gut zureden? Nicht das so eine Verbeamtung wirklich superwichtig ist, aber mich ärgert die Tatsache, dass ich weder Behindert bin, noch für die Zukunft als leistungsfähig erachtet werde.
Grüße von einer "kranken" Grumpy![]()
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Ergebnis 1 bis 4 von 4
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30.08.2007, 21:53
Gesundheitscheck vor Verbeamtung
Jedem Tierchen sein Plässierchen.
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01.09.2007, 08:08Inaktiver User
AW: Gesundheitscheck vor Verbeamtung
Naja, immergin bist Du im öffentlichen Dienst und hast damit einen sicheren Job.
In der Industrie würdest Du bei "gesundheitlichen Bedenken" garnicht erst eingestellt. Sieh es mal so.
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01.09.2007, 09:31
AW: Gesundheitscheck vor Verbeamtung
Hallo,
die Aufnahme in den Beamtenstatus bedeutet für den Arbeitgeber - den Staat - im Grunde ja die Zusage für eine lebenslange Arbeitsbeziehung, die von ihm nicht einseitig gekündigt werden kann. Selbst wenn sich irgendwann herausstellt, dass der Beamte leider in seinem Arbeitsverhalten und Arbeitsergebnis ein absoluter Versager ist, kann das nicht als Kündigungsgrund herhalten und Fehlverhalten muss schon sehr massiv sein, damit es zu einem Ausschluss reicht.
Krankheit ist nun gar kein Kündigungsgrund, und von daher ist eine sorgfältige Gesundheitsprüfung im Sinne des Arbeitgebers und auch im Sinne des Steuerzahlers, der ja das Geld liefert. Das ist nachvollziehbar und in unser aller Sinne.
Von diesem Zustand - Risikofaktor - bis zur Behinderung ist ein weiter Weg, und ich denke, Dein Ärger ist im Augenblick zwar nachvollziehbar, aber nicht gerechtfertig.
Viele Grüße
skam
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01.09.2007, 17:01Inaktiver User
AW: Gesundheitscheck vor Verbeamtung
Hallo,
leider schreibst Du nicht, wegen welcher Krankheit usw. es ist...
Kannst du dieses "Problem" denn gar nicht selbst positiv beeinflussen?
Ich bin selbst Beamtin und habe bei anderen miterlebt, dass sie wegen eines BMIs über 30 nicht verbeamtet wurden. Die bekamen aber die Möglichkeit zur Wiedervorstellung nach einem Jahr - hatten sie dann unter BMI 30 abgenommen, wurden sie auf Lebenszeit verbeamtet.
Vielleicht gibt es für Dein unbekanntes Problem ja auch eine Möglichkeit, evtl. durch eine spezielle Behandlung oder Kur, es "auszuheilen"? Oder hat der Amtsarzt Dir gar keine Wiedervorstellung nach Gesundung in Aussicht gestellt?
Der Hintergrund dieser restriktiven Prüfung sind ja die lebenslänglichen hohen Beihilfekosten, die der Dienstherr für kranke Menschen zu zahlen hat. Stellt er sie dagegen als Angestellte ein, wälzt er die Krankenkosten auf die gesetzliche Krankenversicherung ab. Für die Betroffenen ist es superschade, weil vergleichbare Angestellte ja weniger verdienen als Beamte, das setzt sich im Alter ja dann beim Unterschied Rente/Pension fort:(
Ich wünsche Dir, dass es bei Dir die Möglichkeit einer erneuten Untersuchung gibt! Ich selber hatte diesbezüglich mehr Glück als Verstand: wurde mit 27 wie üblich auf Lebenszeit verbeamtet, erkrankte aber mit Anfang 30 und bekam mit 34 ein künstliches Hüftgelenk mit allem "pipapo" wie monatelanger Krankheit, Rehaklinik, teurer OP usw. Bin daher auch schwerbehindert mit Ausweis. Wäre mir das in jüngeren Jahren passiert, hätte man mich auch nicht verbeamtet.
Alles Gute!!!


Ist ne längere (Krankheits-) Geschichte, die ich hier nicht unbedingt ausbreiten möchte, da ziemlich speziell. Jedenfalls wurde festgestellt dass ich fähig bin, auf einem Stuhl zu sitzen und meine Arbeit zu verrichten
also sprich ich bin momentan uneingeschränkt leistungsfähig. Aber der Amtsarzt ist nicht in der Lage, die Leistungsfähigkleit für die nächsten dreißig Dienstjahre zu attestieren, es bestehen Bedenken.
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