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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Zitat Zitat von andratuttobene Beitrag anzeigen
    Die einzige Stolperfalle, die ich jetzt noch sehe ist:
    Chef weiß, ich will weg. Unbedingt. Personalabteilung weiß, ich will weg. Unbedingt. Es findet sich nix. Ich gebe auf und bleibe an meiner alten Stelle kleben.
    Chef und Personalabteilung wollen mich da aber nicht mehr haben, weil sie ja wissen, dass ich das nicht machen will. Ich werde dann tatsächlich wie ein Mitarbeiter zweiter Klasse behandelt.

    Aber ja, das Risiko muss ich eingehen. Ich erlaube mir ja bis dato noch keine andere Wahl.
    Das ist doch Blödsinn, Watzlawik lässt grüßen.
    Wenn jede Firma und jede Abteilung ausschließlich hochmotivierte, für die Aufgabe brennende Mitarbeiter beschäftigen wollte, müsste wohl fast alles dicht machen.
    Und was genau sollte denn bei Dir ein "Mitarbeiter zweiter Klasse" sein? Habt ihr solche?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Das ist doch Blödsinn, Watzlawik lässt grüßen.
    Wenn jede Firma und jede Abteilung ausschließlich hochmotivierte, für die Aufgabe brennende Mitarbeiter beschäftigen wollte, müsste wohl fast alles dicht machen.
    Und was genau sollte denn bei Dir ein "Mitarbeiter zweiter Klasse" sein? Habt ihr solche?
    Nein, ich persönlich erachte keinen Mitarbeiter als 2. Wahl und ich beschäftige mich auch nicht damit. Aber ich habe schon öfter gemerkt, dass es - und das ist vielleicht in jedem ÖD oder sogar in jedem Unternehmen so - schon so eigenartige Dynamiken gibt. Da gibt es ein paar Abteilungen, die sich selbst für unentbehrlich halten (sind sie ja so gesehen auch), die sich untereinander stets austauschen und helfen, aber die die anderen Abteilungen, Mitarbeiter schon spüren lassen, dass sie jetzt nicht so wichtig sind.
    Das sind die Abteilungen, die meist unmittelbar mit dem politischen Teil der Behörde verbunden sind. Die sind schon was außerordentlich besonderes, da kommt man nicht so leicht an die ran.

    Wie gesagt, ich wollte da nie viel von mitkriegen, weil ich sowas nicht mag, aber das ein oder andere komische Ding geht dann halt doch nicht spurlos an einem vorbei.

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Zitat Zitat von andratuttobene Beitrag anzeigen
    Die einzige Stolperfalle, die ich jetzt noch sehe ist:
    Chef weiß, ich will weg. Unbedingt. Personalabteilung weiß, ich will weg. Unbedingt. Es findet sich nix. Ich gebe auf und bleibe an meiner alten Stelle kleben. [...]
    Manchmal gibt es auch neu aufzustellende Arbeitsgebiete - selbst im ÖD
    Dann könntest Du zu denen gehören, die gefragt werden, ob sie das aufbauen wollen, weil bekannt ist, dass Du gern ein anderes Aufgabengebiet hättest.

    Das wäre jetzt die positive Sichtweise dazu.
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Zitat Zitat von andratuttobene Beitrag anzeigen
    Nein, ich persönlich erachte keinen Mitarbeiter als 2. Wahl und ich beschäftige mich auch nicht damit. Aber ich habe schon öfter gemerkt, dass es - und das ist vielleicht in jedem ÖD oder sogar in jedem Unternehmen so - schon so eigenartige Dynamiken gibt. Da gibt es ein paar Abteilungen, die sich selbst für unentbehrlich halten (sind sie ja so gesehen auch), die sich untereinander stets austauschen und helfen, aber die die anderen Abteilungen, Mitarbeiter schon spüren lassen, dass sie jetzt nicht so wichtig sind.
    Das sind die Abteilungen, die meist unmittelbar mit dem politischen Teil der Behörde verbunden sind. Die sind schon was außerordentlich besonderes, da kommt man nicht so leicht an die ran.

    Wie gesagt, ich wollte da nie viel von mitkriegen, weil ich sowas nicht mag, aber das ein oder andere komische Ding geht dann halt doch nicht spurlos an einem vorbei.
    Was genau soll man sich denn darunter vorstellen?
    Und warum wäre es für Dich relevant, ob andere Mitarbeiter Dich für "wichtig" halten oder nicht?
    Oder anders:
    Was KONKRET befürchtest Du, was passieren könnte?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Die Fernstudienangebote an staatlichen Unis und Hochschulen in D kannst du auch von Ö aus nutzen.

    Zu den von dir geäusserten beruflichen Wünschen würde vielleicht Bildungswissenschaften an der FU Hagen passen. eventuell kannst du dir sogar Studienleistungen aus deinem Politikstudium anrechne en lassen.

    Für Studiengänge im Bereich Sozialer Arbeit kannst du dich bei der zfh (zfh.de) erkundigen. Die beraten zu allen Fernstudiengängen an (Fach)Hochschulen.

    Die Kosten für das Studium sind überschaubar.

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Zitat Zitat von Puls Beitrag anzeigen
    Manchmal gibt es auch neu aufzustellende Arbeitsgebiete - selbst im ÖD
    Dann könntest Du zu denen gehören, die gefragt werden, ob sie das aufbauen wollen, weil bekannt ist, dass Du gern ein anderes Aufgabengebiet hättest.

    Das wäre jetzt die positive Sichtweise dazu.


    Darf ich trotzdem wieder kurz pessimistisch sein? (nur um alle Eventualitäten zu berücksichtigen )

    Ich war mal im ÖD - denke ich - schon mal gefragter bzw. mehr "im Geschehen" drin. Ich habe damals, als ich zum ÖD gewechselt bin, in der PR-Abteilung angefangen. War nix aufregendes, ich war für Medienbeobachtung zuständig, aber nach und nach habe ich auch andere kleinere Tätigkeiten wie social media-Betreuung (war damals gerade erst im Aufbau) und Blogging übernommen.
    Blöderweise (im Nachhinein betrachtet) war mir das irgendwann zu wenig und ich habe mich auf die jetzige Stelle beworben, ohne leider zu wissen (oder ja, vielleicht habe ich auch nicht gut genug recherchiert), worauf ich mich da wirklich einlasse. Hier in meiner Abteilung kommen alle aus dem gleichen Stall, es ist wie eine Community, die sind seit Jugendtagen mit diesem Thema befasst, es ist ihnen eine Herzensangelegenheit.
    In der damaligen Stellenbeschreibung stand nur, dass ich die Öffentlichkeitsarbeit und Marketingbetreuung für dieses Thema übernehmen soll. Und da das Thema ja an sich für mich außer Frage steht, das heißt, ich ja weiß, dass es das eben in irgendeiner Form braucht, hab ich mir gedacht, dass ich das schon wuppe.
    Aber dann bin ich eben draufgekommen, dass hier ganz viele - und ich meine das freundlich!! - Freaks arbeiten. Superliebe Menschen, aber halt eben Freaks, was dieses Thema anbelangt. Und ich habe mich mehr und mehr gefühlt, als wäre ich in einer Sekte und muss den Leuten was andrehen, von dem ich weiß, dass es in der Öffentlichkeit entweder kritisch gesehen oder ignoriert wird. Und dann habe ich mehr und mehr begonnen, es zu hassen. Mein Engagement hat nachgelassen und dann war ich natürlich auch bei den andren Abteilungen nicht mehr so "gefragt", weil ich einfach nicht mehr präsent war. Ich habe mich nicht mehr um Networking bemüht, habe mich nicht auf dem Laufenden gehalten und so alle Kontakte, die mir vielleicht jetzt behilflich sein könnten, verloren.
    Ich hab mir also quasi mein eigenes berufliches Grab geschaufelt.

    Dass jetzt noch jemand glauben könnte, ich wäre ehrgeizig und aktiv und willig, nun ja, da haben ja viele mitgekriegt, dass ich quasi in der Versenkung verschwunden bin.

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Wäre denn der PR/Marketing-Bereich immer noch was für dich?

    Da müsste es ja auch im ÖD Stellen geben.

    Erfahrung in dem Bereich hast du ja schon.

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Wie lange bist du denn eigentlich schon in diesem Job?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Was ich nicht verstehe, ist das Kleben am ÖD. Bin selbst dort tätig und würde es mir nicht mehr gefallen - ich würde wechseln.
    Ich verbringe doch lieber meine Zeit mit etwas, das mir gefällt und verzichte dafür auf die Sicherheit.
    Auch andere Leute haben jahrelange, sichere Jobs und sind zufrieden damit.
    Ich glaube, die "Sicherheit" des ÖD ist für viele mehr eine Falle als ein Segen.

    Also: was willst du machen? Lies dir Stellenanzeigen durch cund schau, was dich anspricht.
    Brauchst du vielleicht eine Fortbildung? Ein Studium neben dem Job? Gibt es Jobs, die du mit deinen Qualifkationen machen kannst?
    Such dir einen Coach und sortier dich. Das Leben ist zu kurz für das, was du beschreibst. Wage den Sprung.

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    AW: Sehr unglücklich mit meinem Job - welche Perspektive habe ich?

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    Wäre denn der PR/Marketing-Bereich immer noch was für dich?

    Da müsste es ja auch im ÖD Stellen geben.

    Erfahrung in dem Bereich hast du ja schon.
    Es ist wirklich ein ganz persönliches Geheimnis gewesen, das ich jetzt erzähle und ich erzähle es auch nur, weil ich (hoffentlich halbwegs) anonym bin.

    Es war vor kurzem eine Stelle dort ausgeschrieben. Zwar höher bewertet als meine, aber ich dachte: "Hey das ist es jetzt! Das ist DAS DING für mich!! Die können gar nicht anders als mich "zurücknehmen", ich hab Erfahrung, ich kenn die Abläufe dort, will unbedingt wieder dort hin, ich kenne von dort noch ein paar alte KollegInnen und habe mich immer gut mit denen verstanden."

    Ich war hochmotiviert.

    Ich habe eine meiner Meinung nach wirklich schöne und sehr persönliche Bewerbung geschrieben, in der ich alle Gründe klar gelegt habe, weshalb ich mich für diese Stelle als geeignet halte. Ich wollte niemandem davon erzählen, weil ich nicht wieder enttäuscht werden wollte. Ich dachte, diesmal läuft es anders.

    Hab sogar eine alte Arbeitskollegin aus der Abteilung wieder mal angerufen und vorgefühlt. Sie meinte zwar, dass sie gehört hätte, der Chef dort (der damals nicht nicht mein Chef war) würde aus bestimmten (Regierungs)parteikreisen jemanden wollen, aber das sei ja nicht so leicht möglich, weil ja zuerst intern ausgeschrieben werden, also ja, ich solle mich bewerben. Der Ansturm sei halt groß, aber ich solle es versuchen, das wäre ja die perfekte Stelle für mich.

    Ok, ich bin nach dieser Information nicht davon ausgegangen, die Stelle zu kriegen, aber was dann passiert hat, beschämt mich so zutiefst, dass ich bis heute mit niemandem darüber gesprochen habe.

    Ich habe nicht mal eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch erhalten. Nix. Es hat sich nie wieder jemand gemeldet. Nicht mal "Danke für die Bewerbung, wir haben uns für jemand anderen entschieden."
    Das war eigentlich das beschämendste für mich. Dass ich offenbar so wenig in Betracht gezogen wurde, dass ich nicht mal eine Absage wert war.

    Und dabei ist das normalerweise Standard, bei jedem, der sich intern irgendwo bewirbt. Dass man vielleicht mal nicht zum Hearing eingeladen wird, ok, aber eine förmliche Absage ist immer gekommen. Immer.

    Mir war das dann alles so peinlich und ich schäme mich noch immer so, dass ich nie mehr nachgefragt habe, was eigentlich aus meiner Bewerbung geworden ist.
    Erst gestern wieder hatte ich eine Besprechung, wo unter anderem der Chef dieser Abteilung dabei war und er hat mich so gut es ging ignoriert.
    Ich weiß einfach nicht, was da passiert ist, aber seitdem sind mein Selbstbewusstsein und meine Motivation noch weiter unten als sie jemals waren.

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