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    Ärger mit der Kollegin

    Seit 10 Jahren arbeite ich in einem Job, der mir viel Freude bereitet. Mein Büro teile ich mir mit einer Teilzeitkraft, die auch meine Vertretung in Abwesenheit ist (und ich ihre). Die beiden Frauen, die in den ersten 9 Jahren meiner Anstellung diese Funktion ausgefüllt haben (sie arbeiten immer noch in der gleichen Firma, aber in anderen Abteilungen), sind im Laufe der Jahre gute Freundinnen von mir geworden. Mit der Kollegin, die seit Herbst letzten Jahres bei mir im Büro sitzt, habe ich aber meine Schwierigkeiten.

    Schon nach wenigen Tagen gab es die ersten Probleme, als ich vom Chef ins Büro gerufen wurde und zu meiner völligen Überraschung von ihm erfuhr, dass sich meine neue Kollegin bei ihm über mich beschwert hätte. Angeblich sei ich sehr dominant und hätte mehrmals versucht, sie rumzukommandieren. Ich fand die Frau bis zu diesem Zeitpunkt sehr sympathisch und war total perplex.

    Habe dann das Gespräch mit ihr gesucht. Sie meinte, dass ich keine Vorgesetzte sei und sie deshalb in jedem Punkt die gleichen Rechte für sich beanspruche wie ich. Das hat mich sehr überrascht, denn mir hat noch niemand zuvor gesagt, dass ich dominant bin und meine Mitmenschen rumkommandiere. Aber für mich ist das ganz normal, dass ich auf der Arbeit auch mal Entscheidungen treffen muss. Ich finde es auch ganz natürlich, dass eine Vollzeitkraft, die 5x pro Woche den ganzen Tag im Büro sitzt, häufiger Entscheidungen treffen muss als eine Teilzeitkraft. Meiner Meinung nach ist es auch nicht verwerflich, wenn ich in manchen Situationen den Vorzug bekomme. Schließlich arbeite ich seit über 10 Jahren in der Firma und kenne den Laden, die Abläufe und die Menschen sehr gut, während meine Kollegin im Oktober neu bei uns angefangen hat. Trotzdem wollte sie in allen Situationen die gleichen Rechte haben wie ich.

    Unser Chef sie nach einiger Zeit durchschaut und ihr ganz klar gesagt, dass sie sich als Neuling an die Gepflogenheiten bei uns anpassen muss und langjährige Mitarbeiter nicht ständig klein beigeben müssen, nur damit sie jedes Mal ihren Willen bekommt (darum geht es ihr: sie will immer ihren Willen durchsetzen). Nach seinem Machtwort hat sich die Lage entspannt. Ich dachte wirklich, die Frau hätte es verstanden und unser Verhältnis hätte sich sehr gebessert.

    Leider sieht es inzwischen nicht mehr danach aus . Mein Chef hat vor kurzem gekündigt, er ist seit ein paar Wochen nicht mehr in der Firma. Der Nachfolger steht noch nicht fest. Seit der Chef nicht mehr da ist, versucht es meine Kollegin wieder auf die alte Tour. Wenn ich nicht mache, was sie will, rennt sie zu anderen Kollegen aus der Abteilung und erzählt denen, was für ein böser Mensch ich bin usw.

    Natürlich kennen die Kollegen mich viel länger und besser als sie. Aber meine Kollegin ist ein Mensch mit einer sehr unschuldigen Außenwirkung. Sie sieht aus, als ob sie niemandem ein Wässerchen trüben könnte. Und so wird sie auch fast immer eingeschätzt. Doch in Wirklichkeit hat sie es faustdick hinter den Ohren, was sich die meisten Kollegen bei ihr aber gar nicht vorstellen können.

    Wie kann ich mich gegen ihr Verhalten zur Wehr setzen?

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    Woher erfährt du, dass sich deine Kollegin bei den anderen über dich beschwert?

    Kommen deine Kollegen danach zu dir und berichten dir davon?

    Wenn ja, dann geh auf direkte Konfrontation. Hol deine Kollegin dazu und sag "Frau Müller, Herr Huber hat mir gerade mitgeteilt, dass Sie dies und das über mich behauptet haben. Wie kommen Sie zu dieser Aussage?"

    Fordere sie ganz konkret auf, "Beweise" für ihre Behauptungen zu liefern. Frag sie dann "wie sieht Ihrer Meinung nach die Lösung aus? Begründen Sie das bitte!"

    Irgendwann wirst du deine Ruhe haben.

    Wenn es ihr nur um das Petzen und Schlechtmachen geht, wird sie Schwierigkeiten damit haben, ihre Position zu verteidigen.

    Probier es mal aus.
    Du sollst die Pylone umfahren, nicht umfahren.
    Modern wird manchmal auf der ersten Silbe betont.

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    Wo genau tangiert dich ihr Hinter-dem-Rücken-reden? Kannst du es einfach ignorieren?

    ME schiesst sie sich durch ihr Verhalten (das nicht direkt mit dir zu besprechen) eher selbst ins Abseits.

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    Zitat Zitat von Kautzke Beitrag anzeigen
    Habe dann das Gespräch mit ihr gesucht. Sie meinte, dass ich keine Vorgesetzte sei und sie deshalb in jedem Punkt die gleichen Rechte für sich beanspruche wie ich.
    Um welche "Rechte" geht es denn da?

    Das hat mich sehr überrascht, denn mir hat noch niemand zuvor gesagt, dass ich dominant bin und meine Mitmenschen rumkommandiere. Aber für mich ist das ganz normal, dass ich auf der Arbeit auch mal Entscheidungen treffen muss. Ich finde es auch ganz natürlich, dass eine Vollzeitkraft, die 5x pro Woche den ganzen Tag im Büro sitzt, häufiger Entscheidungen treffen muss als eine Teilzeitkraft.
    Was denn für Entscheidungen?
    Und ja, natürlich musst du häufiger Entscheidungen treffen als sie - z.B. dann, wenn sie im Feierabend ist und du noch arbeitest, bzw. sie ihren freien Tag hat und du nicht.
    Aber ich vermute mal, das ist nicht gemeint, oder?

    Meiner Meinung nach ist es auch nicht verwerflich, wenn ich in manchen Situationen den Vorzug bekomme. Schließlich arbeite ich seit über 10 Jahren in der Firma und kenne den Laden, die Abläufe und die Menschen sehr gut, während meine Kollegin im Oktober neu bei uns angefangen hat.
    Auch hier wäre ein Beispiel hilfreich, was du mit "Den Vorzug bekommen"meinst?

    Trotzdem wollte sie in allen Situationen die gleichen Rechte haben wie ich.
    Bin mal gespannt, was du und sie darunter versteht.
    Also wenn es z.B. darum geht, ob du nachmittags, wenn sie nicht da ist, das Fenster aufmachst - klar, dafür musst du sie nicht anrufen.
    Aber wenn sie da ist, dann habt ihr natürlich beide das gleiche Recht in Bezug auf das Fenster.
    (Um mal ganz simple Beispiele zu nennen)

    Unser Chef sie nach einiger Zeit durchschaut und ihr ganz klar gesagt, dass sie sich als Neuling an die Gepflogenheiten bei uns anpassen muss und langjährige Mitarbeiter nicht ständig klein beigeben müssen, nur damit sie jedes Mal ihren Willen bekommt (darum geht es ihr: sie will immer ihren Willen durchsetzen).
    Hach, ich hätte so gerne Beispiele. ;-)
    By the way: woher weißt du, was der Chef genau gesagt hat?

    Wenn ich nicht mache, was sie will, rennt sie zu anderen Kollegen aus der Abteilung und erzählt denen, was für ein böser Mensch ich bin usw.
    Was will sie denn so, dass du tust?

    Mal ein erster Eindruck: du legst mir ein bisschen viel Gewicht darauf, dass du länger dabei bist und Vollzeit arbeitest. Aber Genaueres kann ich natürlich erst sagen, wenn ich weiß, worum konkret es geht.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    @kautzke: Mir ist bewusst, dass es unangenehme KollegInnen gibt, aber behalte bitte auch im Hinterkopf, dass man als "alter Hase" manchmal dazu neigt, neue KollegInnen etwas bossy zu behandeln.
    Never be afraid, never.

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Woher erfährt du, dass sich deine Kollegin bei den anderen über dich beschwert?
    Neulich zum Beispiel kam ein Kollege zu mir und fragte mich, warum ich denn so viele Aufgaben an mich reiße und meiner Kollegin nicht viel abgebe. Sie muss sich bei ihm beschwert haben, wie könnte er sonst darauf kommen?

    Wir haben das Problem, dass wir dasselbe Aufgabengebiet haben. Jedes Mal, wenn eine neue Aufgabe reinkommt, müssen wir uns absprechen, wer von uns die Aufgabe erledigt. Manche Aufgaben erledige ich, ohne vorher mit ihr zu reden. Wenn sie schon Feierabend hat und die Aufgabe nicht bis zum nächsten Morgen warten kann, übernehme ich das. Und das geht ihr total auf den Zeiger. Meine Kollegin verlangt von mir, dass ich keine Entscheidungen treffe, ohne vorher mit ihr zu sprechen.

    Sie arbeitet sehr langsam und macht viele Fehler. Unser Ex-Chef war mit ihr unzufrieden, er hat ihre Probezeit verlängert. Weil er jetzt nicht mehr da ist und noch kein Nachfolger feststeht, könnte es sein, dass sie die Probezeit übersteht, weil sich niemand mehr so richtig mit ihren Leistungen beschäftigt.

    Wir haben nicht gerade wenig zu tun und müssen schnell und korrekt arbeiten. Da finde ich es ganz normal, dass ich die komplexeren Vorgänge lieber selbst bearbeite, als sie ihr zu überlassen und mich dann für ihre Fehler rechtfertigen zu müssen. Die Zusammenarbeit mit ihren beiden Vorgängerinnen lief auch deshalb besser, weil die anderen Frauen schneller gearbeitet und bessere Leistungen abgeliefert haben. Aber das kann ich meiner jetzigen Kollegin nicht ins Gesicht sagen, weil ich befürchte, dass sie dann beleidigt ist und mich noch stärker ablehnt.

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    Zitat Zitat von bazeba Beitrag anzeigen
    @kautzke: Mir ist bewusst, dass es unangenehme KollegInnen gibt, aber behalte bitte auch im Hinterkopf, dass man als "alter Hase" manchmal dazu neigt, neue KollegInnen etwas bossy zu behandeln.
    Das noch dazu. Aber dann hätte die Neue das auch direkt ansprechen können.

    Bzw. Kautzke, hast du das so angeboten "wenn es ein Problem gibt, direkt zu mir" (sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber ...)

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    Kannst du die Bereiche stärker voneinander trennen? Dass sie für ihre eigenen Fehler gerade stehen kann?

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    Aktuell haben wir eine Meinungsverschiedenheit wegen der Sitzplätze. Wegen der Pandemie dürfen wir seit einiger Zeit nicht mehr zusammen in einem Büro sitzen. Für meine Kollegin wurde ein neues Büro gefunden, welches sie vorübergehend nutzen soll, bis wir wieder zu zweit im Büro arbeiten dürfen.

    Das Problem ist, dass wir jeden Tag auch mit dem Acrobat Adobe arbeiten müssen. Das funktioniert aus technischen Gründen nur auf unseren eigenen Rechnern im Büro und auf unseren Homeoffice-Laptops. Weil meine Kollegin die letzten Wochen in einem anderen Büro saß, konnte sie die Aufgaben mit dem Acrobat Adobe nicht machen. Fand ich nicht weiter schlimm und habe es dann selbst erledigt. An Tagen, an denen ich im Homeoffice bin oder frei habe, sitzt sie in unserem gemeinsamen Büro und kann dann auch diese Aufgaben bearbeiten.

    Neulich hat sie mich mal gefragt, ob wir mal tauschen können und sie manchmal auch den ganzen Tag in unserem Büro arbeiten kann und ich sporadisch auch das „Ausweichbüro“ nutze. Ich habe ihr gesagt, dass ich das nicht sinnvoll finde. Ich fange um 6:30 Uhr an und müsste dann um 9:00 Uhr (wenn sie kommt) in das andere Büro umziehen. Und wenn sie um 14:00 Uhr Feierabend hat, müsste ich wieder in unser Büro zurück. Einerseits ist dieser Umzug umständlich, weil ich so einige Sachen mitschleppen müsste. Andererseits gibt es mehrere Aufgaben, die man nur aus unserem gemeinsamen Büro erledigen kann.

    Ich arbeite schneller, gründlicher und in Vollzeit. Meine Kollegin kann den ganzen Tag im Ausweichbüro sitzen und muss nicht zweimal täglich zwischen den Etagen hin und her rennen. Und deshalb finde ich es sinnvoller, dass ich den ganzen Tag in dem Raum sitze, in dem ich an alle Aufgaben komme. Wieso soll ich, die viel schneller und korrekter arbeitet, die ganzen Umstände in Kauf nehmen und 5 Stunden täglich nicht richtig arbeitsfähig sein? Ich würde sehr viel wertvolle Zeit verlieren.

    Leider sieht meine Kollegin das völlig anders und jammert seit Tagen bei anderen Kollegen, dass ich so ein unfairer Mensch bin und sie ständig benachteilige. Ich habe der Frau schon so viel geholfen und sogar von zu Hause aus einiges für sie erledigt, wenn ich eigentlich krank oder im Urlaub war.

    @Sugarnova: Das funktioniert leider nicht. Es gibt hier nicht „meine Aufgaben“ und „ihre Aufgaben“. Es ist alles ein Aufgabenbereich. Auch die anderen Kollegen in der Abteilung teilen sich alle zu zweit oder zu dritt einen Aufgabenbereich. Das ist an für sich kein Problem, mit meinen früheren beiden Kolleginnen hat es super geklappt. Aber sowas kann meiner Meinung nach nur funktionieren, wenn die Mitarbeiter von der Geschwindigkeit und von der Leistung auf einem Level sind, was bei uns definitiv nicht der Fall ist.

  10. Moderation

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    AW: Ärger mit der Kollegin

    Es klingt sehr unangenehm, das tut mir leid.

    Wie reagiert die Kollegin denn, wenn Du konkrete Argumente, bzw. Lösungen nennst? Also anhand Deiner Beispiele:
    - Was ist denn ihr konkretes Gegenargument, bzw. ihr konkreter Lösungsvorschlag, wenn eine Aufgabe kommt und zu erledigen ist, wenn sie schlicht nicht da ist?

    - Warum nimmt sie ihr Laptop mit dem Adobe Reader nicht mit ins Ausweichbüro sondern macht umständliche Umzüge?

    - Was hat sie dazu gesagt, als Du erklärt hast warum Du mehrmalige Umzüge Deinerseits nicht sinnvoll findest?

    - Was erhofft / erbittet sie sich konkret von den Kollegen? Arbeiten die auch in Eurem Aufgabenbereich mit und sind also Teil derselben Teams? Sollen sie mit Dir sprechen, so wie ein Kollege das getan hat (- was hat der eigentlich zu Deiner Erklärung gesagt?)? Sollen sie die Aufgabenverteilung ändern und können sie das überhaupt?
    Unterm Strich, was sugarnva schreibt: kannst Du ihr nochmal klar sagen, dass sie Fragen und Probleme mit Dir direkt klären muss ubd nicht mit Dritten (falls das zutrifft)?

    -
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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