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    Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    Eigentlich mag ich (w, 42) meinen Job echt gerne. Ich arbeite als Sekretärin/Assistenz und mag vor allem die Vielseitigkeit in diesem Beruf sehr. Trotzdem gibt es da etwas, das mir Kopfzerbrechen bereitet. Seit ich die 30 überschritten habe, führe ich bis auf eine Ausnahme von 1,5 Jahren ein Leben im Dauerstress. Das tut meinem Körper nicht gut, das tut meinem Geist nicht gut, ich habe große Angst vor einem Burnout.

    Als ich noch unter 30 war, war mir dieses Gefühl fremd. Ich habe viele Jahre in mittelständischen Firmen mit ca. 500 bis 1000 Mitarbeitern gearbeitet und mich überall wohl gefühlt. Klar gab es manchmal sehr stressige Phasen, in denen es den ganzen Tag schnell gehen musste und ich viele Überstunden geschoben habe. Aber solche Phasen dauerten meistens nur 2 bis 3 Wochen, danach war wieder Normalbetrieb für die nächsten ca. 2 bis 3 Monate.

    Mit Anfang 30 wechselte ich zu einem Mittelständler, bei dem ich einen großartigen Job mit einem richtig guten Gehalt hatte. Doch das Ganze hatte auch eine andere, weniger positive Seite: In diesem Unternehmen lernte ich Dauerstress mit all seinen Facetten so richtig kennen. Auf dem Papier hatten wir Vollzeitkräfte im Sekretariat eine 35-Stunden-Woche, aber in der Realität saß ich fast jede Woche 48 bis 50 Stunden im Büro. Ich habe kein Problem damit, sporadisch auch mal richtig lange zu arbeiten. Aber wenn das zum Normalfall wird, gefällt mir das gar nicht. Nach so langen Arbeitstagen bin ich meist zu k.o., um mich abends noch großartig um den Haushalt zu kümmern, Interessen nachzugehen und soziale Kontakte zu pflegen. Und alles immer nur in die Wochenenden zu packen ist mir zu stressig.

    Also wechselte ich nach einigen Jahren – teils schweren Herzens, weil mir ich großartige Aufgaben hatte und meine Kollegen mir ans Herz gewachsen waren – zu einem anderen Mittelständler. Dort kam ich sozusagen vom Regen in die Traufe. Dieses Unternehmen hatte keinen Betriebsrat, was in manchen Punkten eiskalt ausgenutzt wurde. Viele Mitarbeiter (auch ich) bekamen so viel Arbeit aufgebrummt, dass 70 Wochenstunden im Büro (bei einer offiziellen 40-Stunden-Woche) keine Seltenheit waren. Ich arbeitete öfters mal 11, 12 Stunden ohne Pause durch und wurde trotzdem nie fertig. Das war keine schöne Zeit.

    Eine Freundin hat mir irgendwann den Tipp gegeben, in den ÖD zu wechseln. Sie hat als Quereinsteigerin in einer Behörde angefangen und fühlt sich dort sehr wohl. Stress und Druck auf der Arbeit hat sie dort noch nie gehabt. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich zum ersten Mal im ÖD zu einem Bewerbergespräch eingeladen wurde. Aber ich hatte Glück und wurde eingestellt. Leider war der Job auf 1,5 Jahre befristet, was mir aber nichts ausmachte. Ich hoffte, die Leute mit meinen Leistungen und meiner Persönlichkeit von einer Entfristung überzeugen zu können.

    In diesen 1,5 Jahren konnte ich zum ersten Mal seit vielen Jahren ohne Druck und ganz entspannt arbeiten. Ich hatte endlich wieder Freizeit, Zeit für Weiterbildung, Hobbys, Freundschaften und natürlich mehr gemeinsame Zeit mit meinem Partner. Doch leider ging mein Wunsch nicht in Erfüllung, mein Vertrag wurde nicht entfristet und auch nicht verlängert. In dieser Behörde wurde seit Jahren niemand mehr unbefristet eingestellt.

    Am 1. Juni vergangenen Jahres habe ich meine aktuelle Stelle angetreten. Ich hatte das große Glück, nur wenige Monate nach dem Ausbruch der Pandemie einen unbefristeten Arbeitsvertrag im ÖD unterschreiben zu können. Dieser Job ist viel interessanter und anspruchsvoller als meine erste Stelle im ÖD. Nur leider hat mich hier genau das eingeholt, wovor ich geflüchtet bin und was ich im Berufsleben nicht mehr haben wollte: Ich bin im ÖD genauso unter Dauerstress wie damals in den mittelständischen Unternehmen, wenn auch zu anderen Voraussetzungen.

    Natürlich muss ich keine 70 Wochenstunden arbeiten, das würde der Personalrat nicht zulassen. Überstunden darf ich generell nicht allzu viele machen. In meiner Abteilung dürfen die Sekretärinnen nur alle 3 Monate einen Gleittag nehmen, weil der Chef und die Kollegen auf uns angewiesen sind und nicht möchten, dass wir so oft fehlen. Auf der anderen Seite haben wir extrem viel Arbeit und schaffen es nicht immer, die ganzen Aufgaben innerhalb der normalen Arbeitszeit zu erledigen. Wir arbeiten quasi immer im Schnelltempo. Ich sitze manchmal 4-5 Stunden an einer Kaffeetasse, weil ich es nicht schaffe, sie schneller auszutrinken. Innerhalb des Teams ist die Stimmung eigentlich gut, aber wir haben oftmals gar nicht die Zeit, um uns auch mal über andere Dinge zu unterhalten, die mit der Arbeit nichts zu tun haben. Und weil wir alle nie fertig werden, arbeiten wir öfters mal abends oder am Wochenende mit dem Laptop zu Hause – natürlich umsonst, weil wir nicht so viele Überstunden machend dürfen. Die Mittagspausen sind manchmal auch nur von Hektik geprägt. Schnell was essen, kurz was erledigen und zackzack wieder ins Büro. Erholung, Gespräche mit Kollegen – keine Zeit.

    Ich kann das auch gar nicht genießen, wenn ich mal Urlaub habe. Als ich im Frühjahr 1 Woche frei hatte, erwarteten mich nach meiner Rückkehr 130 ungelesene E-Mails. An einem sehr stressigen Arbeitstag schreibe ich ca. 150 E-Mails. Und wisst ihr, was das Schlimmste an solchen Jobs ist? Viele Leute sehen gar nicht, was man alles geleistet hat. Sie sehen nur die Kleinigkeiten, die man wegen niedriger Priorität nicht geschafft hat, beschweren sich, maulen rum und machen Vorwürfe. Das ärgert mich gewaltig. Das ist man so kaputt, weil man jeden Tag sehr viel und in einem Wahnsinnstempo arbeiten muss und bekommt dann immer mal wieder sowas reingedrückt. Furchtbar.

    Was soll ich tun? Wieder anderweitig bewerben? Es gibt keine Garantie dafür, dass ich nicht wieder an einem dermaßen stressigen Arbeitsplatz lande. Mir geht es gerade echt nicht gut. Abends bin ich sehr müde und habe nicht die Kraft für andere Sachen. Mein Partner zeigt sich verständnisvoll, aber ich fühle mich ihm gegenüber schlecht. Und wenn sich am Wochenende Familie oder Freunde melden, sage ich oft ab, weil ich zu gestresst bin und neue Kraft für die nächste Arbeitswoche tanken muss. Ich möchte aber nicht nur für die Arbeit leben, denn ich lebe nur einmal und will meine kostbare Lebenszeit sinnvoll nutzen. Ich arbeite wirklich schnell und bin auch sehr belastbar, aber mein Leben stelle ich mir nun mal anders vor, als immer nur im Schnelltempo zu ackern und keine Energie für andere Dinge und wichtige Menschen zu haben.

    Gibt es hier vielleicht jemandem, der ähnliche Erfahrungen im Berufsleben gemacht hat? Was habt ihr dagegen unternommen?

  2. Inaktiver User

    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    Das Tempo, in dem du arbeitest, bestimmst du selbst. Auch, wie lange du brauchst, um eine Tasse Kaffee zu trinken. Wenn deine Aufgaben zu viel sind, dann könntest du das deinem Chef rückmelden. Vielleicht kann man Dinge besser organisieren? Würde dir das schwerfallen, diese Rückmeldung zu geben, weil dein Selbstbild das ist, dass du sehr belastbar bist und nicht schnell überfordert, wie viel es auch sein mag? So kenne ich das jedenfalls von mir. Daran muss man arbeiten, also sich das einzugestehen, bevor man da richtig für sich einstehen kann, sonst kommt das nicht authentisch rüber.

    Und wer ist das, der meckert? Kollegen aus dem eigenen Bereich, einem fremden Bereich oder dein Chef?

    Wie sehen denn deine Kollegen das? Hast du den Eindruck, die sind heillos überfordert oder machen die das gerne so? Gibt es da vielleicht auch andere, die das so eigentlich nicht mehr wollen, also kannst du dir Unterstützung suchen? Könntet ihr gemeinsam gegen die Überlastung angehen?

    Was die 130 emails betrifft, das finde ich eigentlich für eine Woche nicht exorbitant viel. Das waren also am Tag irgendwas zwischen 20 und 30 emails, sicher ist da auch mal eins zur Information und ohne direkte Arbeitsanweisung dabei, bestimmt hat sich da auch schon was erledigt in der Zeit, in der du weg warst?

  3. User Info Menu

    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    In meinem Team haben alle Mitarbeiter sehr viel zu tun: Der Chef, die Sekretärinnen und die anderen Mitarbeiter. Mein Chef loggt sich fast täglich nach Feierabend nochmal ins Netz der Behörde ein und arbeitet von zu Hause aus noch ein Weilchen umsonst.

    Das Gemecker kommt von Leuten, die in unserer Behörde arbeiten - entweder bei uns im Haus oder an anderen Standorten. Mit meinen 42 Jahren habe ich schon einiges an Berufserfahrung gesammelt und weiß genau, wie man Prioritäten setzt. Aufgaben mit einer hohen Priorität erledige ich schnell und pünktlich. Ein großes Problem bei uns ist, dass auch andere Abteilungen Zugriffe auf unsere Laufwerke haben. Manche Leute, die nicht zu unserem Team gehören, sehen alles, was wir bearbeiten. Und einige nehmen es sich heraus, uns zu kontrollieren und sich beim Chef zu beschweren, wenn hier und da mal eine Aufgabe noch offen ist.

    Neben unseren Aufgaben im Büro haben wir Sekretärinnen noch eine andere Zuständigkeit im Haus. Im Erdgeschoss neben dem Empfang befindet sich ein Broschürenständer mit verschiedenen Broschüren und Flyern, den wir einmal pro Woche aktualisieren. Mir macht das Spaß, aber diese Aufgabe ist jetzt nicht superdringend. So kommt es vor, dass wir es sporadisch aus zeitlichen Gründen nicht schaffen, nach unten zu fahren (wir sitzen in der 14. Etage) und zwischen unseren "Broschürengängen" auch mal 2 Wochen Pause sind. Das ist nicht weiter schlimm, weil von allen Broschüren immer was im Ständer drin ist.
    Nur zu dumm, dass manche Leute bei uns im Haus auch das kontrollieren und sich bei meinem Chef beschweren, wenn sie merken, dass der Ständer in einer Woche nicht aktualisiert wurde.

    Meine Kollegin und ich haben auch die Aufgabe, Poster mit Werbung für diverse Veranstaltungen bei uns in der Gegend auf die Pinnwände im Erdgeschoss zu hängen. Das machen wir immer sofort, wenn ein Plakat bei uns eintrudelt. Nehmen wir jetzt mal an, eine Veranstaltung dauert vom 6. Juli bis zum 10. August. Wenn wir das Poster am 11. August frühmorgens nicht sofort wieder abhängen und es noch 1-2 Tage länger an der Pinnwand hängt, können wir auch davon ausgehen, dass sich jemand beim Chef über uns beschwert. Ganz ehrlich, was kann denn großartig passieren, wenn ein seit wenigen Tagen nicht mehr aktuelles Poster an der Pinnwand hängt? Solche Aktionen empfinde ich als Machtspielchen und Schikane.

    Ich habe es schon öfters probiert, mir weniger Stress zu machen, indem ich die wichtigen Aufgaben pünktlich erledige und weniger dringliche Sachen auch mal liegen lasse. Z. B. unsere Papierablage. Hat nicht geklappt. Meine Vorgängerin im Sekretariat (die intern die Stelle gewechselt hat) kam irgendwann zu uns rein, hat es gesehen und sich beim Chef beschwert.

    Ich sollte noch erwähnen, dass mein Team noch gar nicht so lange existiert und wir alle mehr oder weniger neu sind. Der Chef hat im Mai letzten Jahres angefangen, ich am 1. Juni und die anderen kamen alle nach mir. Viele Leute bei uns im Haus führen sich uns gegenüber total unmöglich auf, nur weil sie schon länger in der Behörde arbeiten und sich darauf einiges einbilden.

    Leider steht mein Chef überhaupt nicht hinter uns, wenn andere sich negativ über uns äußern. Für ihn zählt in erster Linie, dass unsere Abteilung ein positives Image in der Behörde hat. Und deshalb will er, dass wir immer funktionieren, alle von uns begeistert sind und niemand sich über uns beschwert. Selbst wenn andere ohne Grund unfreundlich, pampig, laut und respektlos werden und wir trotzdem superfreundlich und gelassen bleiben, gibt er immer uns die Schuld. Der Mann kuscht total vor Mitarbeitern, die länger in der Behörde sind als er. Sogar dann, wenn sie in der Hierarchie unter ihm stehen.

    Die anderen Leute im Team empfinden das mit dem Stress genauso wie ich. Der Unterschied zwischen uns ist, dass die anderen ein ordentliches Stück besser verdienen als ich. Die andere Sekretärin möchte nicht aufsteigen und mehr verdienen. Sie kann es sich leisten, in Teilzeit zu arbeiten. Ihr Mann verdient extrem gut. Mir ist es wichtig, dass ich meine Weiterbildung mit ordentlichen Noten abschließe. Ich möchte nach dem Abschluss vom Sekretariat auf eine besser bezahlte Stelle wechseln. Aber bei dem ganzen Stress fällt es mir schwer, mich jeden Abend nach der Arbeit aufs Lernen zu konzentrieren.

    Zu deiner Frage mit den E-Mails: Es ist richtig, dass einige davon sich in der Zwischenzeit erledigt hatten. Lesen musste ich aber trotzdem alle. Und das kostet schon einiges an Zeit.

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    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    Guten Morgen!
    Ein sehr guter Freund von mir hatte exakt dieses Problem. Suche im Netz mal mit dem Stichwort "Überlastungsanzeige" da wirst du schnell fündig. Für meinen Freund und dessen Kollegen hat es Abhilfe gebracht diesen Weg zu gehen.
    Alles Gute Dir!
    ^
    O O
    ----V----

    Wik: UNvorstellbar verrücktes Huhn.
    (ärztlich attestiert)

  5. Inaktiver User

    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    Dein Stichwort heißt Ressourcenmanagement. Mach eine Liste deiner Aufgaben mit einer Aufstellung, wie lange du dafür brauchst: 4 h pro Woche für dies, 10 h pro Woche für das und so weiter. Damit gehst du zu deinem Chef und sagst: Ich arbeite 40 h pro Woche, bitte entscheiden Sie, welche dieser Aufgaben ich liegen lassen soll. Dies sind alles wiederkehrende Aufgaben, keine temporäre Spitze.

    Das mag am Anfang schwierig sein, aber die allermeisten Dinge passieren ja nicht plötzlich und überraschend, sondern lassen sich zusammen fassen. (Zum Beispiel: 1x im Monat Plakate austauschen, 1h.)

    Mehr wird nicht gearbeitet. Urlaub wird entsprechend eingeplant: Aufgaben müssen in dieser Zeit entweder delegiert werden, oder sie werden der Arbeitszeit in der Nicht-Urlaubs-Phase zugeschlagen. Wenn sich andere beschweren, ist das erstmal nicht dein Problem. Du darfst dir aber die Bemerkung erlauben: "Oh, haben Sie so viel Zeit, sich nicht nur um Ihre, sondern auch um meine Arbeit zu kümmern?"

    Für wie sinnvoll erachtest du selbst deine Aufgaben? Wenn du nur zehn Stunden hättest und in dieser Zeit nur das bearbeiten würdest, was dir wirklich wichtig erscheint, was würde passieren?

  6. Inaktiver User

    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    .
    Geändert von Inaktiver User (23.11.2021 um 20:08 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    Du hast nicht zufällig auch noch einen Nebenjob?

  8. User Info Menu

    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    @Wik68: Danke für den Hinweis. Ich kannte den Begriff bisher tatsächlich nicht und werde mich da mal reinlesen.

    @Cariad: Danke für den Tipp mit der Liste. Das ist eine gute Idee. Wie gesagt, ich kann das sehr gut einschätzen, welche Aufgaben eine hohe Priorität haben und schneller erledigt sein müssen. Aber jedes Mal, wenn ich weniger dringende Sachen liegen lasse, mischen sich irgendwelche Leute aus anderen Abteilungen ein und beschweren sich.
    Deine ironische Bemerkung finde ich klasse. Nur leider darf ich auf der Arbeit nicht in diesem Tonfall sprechen. Das liegt an der speziellen Position, die meine Abteilung in dieser Behörde hat. Viele Menschen (intern wie extern) sehen in uns eine Art Dienstleister und führen sich uns gegenüber wie Kunden auf. Von uns wird erwartet, dass wir immer und überall zu allen Leuten superhöflich sind, aber andere dürfen ihre Launen an uns auslassen, wie es ihnen in den Kram passt. Das wusste ich leider nicht, bevor ich den Arbeitsvertrag unterschrieben habe. Mir wurde das erst klar, als ich schon ein Weilchen im Job war.

    @kenzia: Zum Glück gibt es in der Weiterbildung eine gewisse zeitliche Flexibilität. Eigentlich wollte ich das schnell abschließen. Aber wenn es auf der Arbeit weiterhin so stressig bleibt, kann es sein, dass ich noch 3 bis 4 Jahre vor mir habe.
    Von der Einstellung meines Chefs bin ich schon enttäuscht, muss ich sagen. Von einem Vorgesetzten erwarte ich, dass er hinter seinem Team steht. Natürlich müssen wir zu unseren Fehlern stehen, wenn wir welche machen. Aber ich sehe es nicht ein, mich schuldig zu fühlen, wenn andere ihre Launen an mir auslassen, obwohl ich ihnen nichts getan habe. Das habe ich dem Chef auch schon gesagt.
    Dass ich so kaputt arbeite, liegt u. a. daran, dass ich Angst habe, man könnte es mir als Langsamkeit und mangelhafte Belastbarkeit auslegen, wenn ich weniger mache.
    Und ja, mein Chef und die Kollegen im Team sagen öfters Danke und loben mich so ziemlich jeden Tag. Da kann ich mich nicht beklagen.

    @Anfortas: Nein, um Gottes Willen. Dann wäre ich schon längst zusammengebrochen.

  9. Inaktiver User

    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    ... warum füllen die Meckerer den Broschürenstand denn nicht selbst auf? Oder jemand von der Rezeption, der sowas eh immer im Blick hat?

    Warum haben die überhaupt Zeit, euch zu kontrollieren?

    Ich weiss nicht, was ich dir raten soll - aber was würde passieren, wenn der Laptop zumindest übers Wochenende geschlossen bleibt?

    An deiner Stelle - konzentrier dich eher auf die Fortbildung.

  10. Inaktiver User

    AW: Dauerstress, Angst vor Burnout - Achtung: lang

    Zitat Zitat von Palme0301 Beitrag anzeigen
    Gibt es hier vielleicht jemandem, der ähnliche Erfahrungen im Berufsleben gemacht hat? Was habt ihr dagegen unternommen?
    Ich kenne alle Phasen - von der vierzig komma null null-Stunden-Woche über die 60 plus-Stunden und wieder zurück. Ich sehe bei dir eher das Muster, dass du jetzt schon mehrfach in solchen Jobs gelandet bist - möglicherweise liegt das daran, dass du das grundsätzlich kannst . Hast du schon mal überlegt, mit einem Coach zu reden, um mal zu sortieren, wie es dazu kommt, dass du immer wieder in solche Jobs rutscht?

    Bei mir ist das so, dass ich zwar unter der Stundenlast auch mal ächze, aber gleichzeitig sagen muss: Geld ist mir einfach sehr wichtig, und die Jobs mit den vielen Stunden waren immer gut bezahlt. Möglicherweise ist das bei dir auch ein Treiber?

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