Ich persönlich nehme vergleichbare und längere Pendelzeiten und auch die leidige Zwangsmittagspause (ich schalte da eher nicht ab, insofern ist es für mich keine reale Pause - wobei ich mir seit Jahren vornehme, da an mir zu arbeiten!) eigentlich schon immer in Kauf, weil halt der Rest der Stelle passt.
Es geht mir aber zugegeben mit zunehmendem Alter auch zunehmend auf den Keks. In der Hinsicht war/ist Corona mit vermehrt Homeoffice tatsächlich recht angenehm, das Zurück zu den alten Zuständen wird mir da vermutlich schwer fallen.
Meine Teillösung war, sowohl einen Tag Telearbeit zu nutzen wie auch ein wenig zu reduzieren, sodass ich an zwei Pendeltagen der Woche um die Pause herumkomme, und an den anderen mehr arbeite. Durch Gleitzeit geht das. Diese Möglichkeiten waren vor Jahren aber noch nicht möglich oder auch nur absehbar, da hatten wir auch feste Arbeitszeiten, die oft zu Stehen im Stau geführt haben. Selbst im als eher unbeweglich geltenden öffentlichen Dienst hat sich in den letzten 30 Jahren (so lang arbeite ich) da sehr viel getan, vielleicht hast du auf der Stelle in z.B. 5 Jahren ja auch andere Möglichkeiten als jetzt?
Und - wie hier ja auch schon einige erwähnt haben - du kannst ja auch 'intern' einiges tun. Aus der Position heraus dann nach einer nähergelegenen Stelle gucken, wenn du merkst, die Pendelei nervt doch über Gebühr. Schickes Auto anschaffen. Evtl. Kombi aus Faltrad und Zug, um damit Sport zu integrieren. Hörbücher hören bzw. Bücher lesen. Für mich ist immer gut, eine Wahl zu haben, also mind. zwei Arten, zur Arbeit zu kommen. Da dürfen dann bei mir auch exotische Dinge wie besagte Kombi Faltrad und Zug oder Einkauf im Lieblingseinkaufscenter auf halber Strecke einmal die Woche dabei sein. Mir vermittelt das ein Gefühl der Kontrolle/Selbstwirksamkeit, und damit finde ich persönlich die Pendelei erträglicher.
Und ich fokussiere mich auch regelmäßig auf die Vorteile eines Jobs und damit eigenen Geldes, oder des naturnahen Wohnens bei gleichzeitigem Job, den es in der Pampa halt nicht gibt usw. Hat halt alles seinen Preis... das sage ich mir dann schon öfter mal.
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Ergebnis 11 bis 20 von 54
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25.06.2021, 10:34Inaktiver User
AW: Jobangebot- Pendel-und Arbeitszeiten
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25.06.2021, 10:34Inaktiver User
AW: Jobangebot- Pendel-und Arbeitszeiten
Ja, wenn die Verbindung gut ist würde ich das machen.
Ich bin vor Jahren auch schon mal pro Strecke 1 Stunde mit dem Auto gefahren. Das war auch anstrengend, aber ging.
Solche Arbeitszeiten Willst du eigentlich nicht mehr. Was denn dann ? Teilzeit ? Dann bewirb dich so.
Oder ist Homeoffice in deinem Job prinzipiell möglich ?
Dann frag ob du ab und an so einen Tag einlegen kannst.
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25.06.2021, 10:48Inaktiver User
AW: Jobangebot- Pendel-und Arbeitszeiten
Ich finde es ja immer lustig, was hier so unter "ewig langen" Pendelzeiten verstanden wird.
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25.06.2021, 10:52
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25.06.2021, 10:58Inaktiver User
AW: Jobangebot- Pendel-und Arbeitszeiten
Spätestens nach Vertragsunterzeichnung würde ich nicht mehr weiter suchen. Wie würdest du das finden, wenn du herausfändest, dass man dich nur eingestellt hat, weil sich gerade keine Bessere beworben hat, man aber weiter sucht, um dich dann in der Probezeit zu entlassen?
Ein neuer Mitarbeiter kostet immer viel Zeit und Geld, bis er fürs Unternehmen einen Gegenwert bietet. Unterschreiben und nebenher was anderes suchen finde ich dreist, egal von welcher Seite.
Das ist für die meisten ganz schön nervenaufreibend. Du hast ja schonmal vor drei Jahren was Neues gesucht, hast du da eigentlich gewechselt?Ich bin für Jobwechsel und Arbeitssuche nicht gemacht, mir gehen immer die Nerven durch
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25.06.2021, 11:01Inaktiver User
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25.06.2021, 11:06
AW: Jobangebot- Pendel-und Arbeitszeiten
Ich finde die Arbeits- und Pendelzeiten harmlos, zumal du ja mit einem Auto auf 30 Minuten verkürzen kannst.
Das andere Gespräch würde ich noch wahrnehmen, einfach für deine Seelenruhe, damit du nicht dauernd denkst "Hätt ich doch".
Zu der jetzt mündlich zugesagten Stelle würde ich den Vertrag, sobald er denn mal vorliegt, genau studieren. Im Grunde kannst du eine mündliche Zusage ja nur unter dem Vorbehalt machen, dass im Vertrag nichts drinsteht, was anders besprochen war. Das lässt dir noch eine Exit-Möglichkeit, falls wider Erwarten der andere Job wahnsinnig gut zu sein scheint.
Ansonsten sehe ich es wie die anderen: Job annehmen, ggf. weitersuchen. Je nach dem, wie lang du schon arbeitslos bist und wie deine Vita sonst aussieht, würde ich aber eher 2 als 1 Jahr in dem Job verbringen."Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“
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25.06.2021, 11:16Inaktiver User
AW: Jobangebot- Pendel-und Arbeitszeiten
Ehrlich? Ich finde es ganz schön vermessen, wegen dieser Fahrzeit den Job ausschlagen zu wollen.
Bei Arbeitslosigkeit! Andere fahren erheblich mehr, ich fahre 30 Min mit dem Auto, mit dem Bus wären 60 Minuten, mit dem Fahrrad 45 Minuten.
Morgens eventuell eher anfangen?
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25.06.2021, 16:10
AW: Jobangebot- Pendel-und Arbeitszeiten
Ich auch....in der Großstadt ist unter einer Stunde mit Öffis selten was zu haben. Ich hatte schon alles, 5 min Radfahrt bis zu einer Stunde einfach mit 1x Umsteigen....
Inzwischen fahre ich Auto, höre in Ruhe Nachrichten, Hörbücher usw. Morgens brauche ich 35 min, nachmittags können es schon mal 60-70 sein.
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25.06.2021, 16:23
AW: Jobangebot- Pendel-und Arbeitszeiten
Pendelzeiten von bis zu einer Stunde finde ich nicht außergewöhnlich. Es kommt aber auch ganz auf die Strecke an. Müsste ich dreimal umsteigen mit den Öffis oder jeden zweiten Tag hat die Bahn Verspätung oder fällt aus und ich muss jeden Morgen bibbern, ob ich pünktlich auf der Arbeit bin, wäre mir das zuviel Nerv. Das macht auf Dauer mürbe.
Bisher hatte ich in meinem Berufsleben auch alles, von 15 Min. mit dem Rad bis heutzutage ca. 45 Min. mit dem Auto oder eine gute Stunde von Tür zu Tür mit den Öffis. Ich fahre so früh, dass ich noch vor dem Stau auf der Arbeit sitze oder wenn ich mal wieder nächstes Jahr mit der S-Bahn fahre, ist die hier sehr verlässlich im Großen und Ganzen und ich lese oder guck aus dem Fenster - beides entspannend. Sitzplatz ist immer gewährleistet, das finde ich sehr wichtig, schont das Nervenkostüm.


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