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  1. User Info Menu

    Frage Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Hallo zusammen,

    ich bräuchte einmal eine Schwarmeinschätzung zu meinem Problem. ��

    Und zwar habe ich einen Job im Vertrieb (auch meiner Ausbildung, bzw. meinem Studium entsprechend) bei einem großen Unternehmen. Und vor kurzem erfuhr ich, dass ich im Autismusspektrum bin.

    Für den Arbeitsplatz hat das eigentlich wenig Relevanz, denn ich habe so meine Strategien, um gut zurecht zu kommen.

    Meine Einschränkungen im privaten Bereich sind da schon größer.

    Meint ihr das ist etwas, das ich tunlichst vor meinem AG und Kollegen verschweigen sollte?

    Wie würde es auf euch wirken, wenn ihr von einer Kollegin erfahrt, dass sie autistisch ist? Würdet ihr sie plötzlich mit anderen Augen sehen? Negativ vielleicht? Als Vorgesetzte ab jetzt untauglich für Beförderungen? Seid einfach ganz ehrlich. :)

    Ich bin echt unsicher. Es wäre halt erleichternd ihnen erklären zu können wieso ich xyz mache (bspw. privat Spezialinteressen folge etc.).

    Danke für eure Hilfe!
    Geändert von Alleswirdgut23 (08.06.2021 um 22:45 Uhr)

  2. Moderation

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    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Es gibt einen Verein, der hierzu berät: diversicon er berät auch telefonisch. Da er auch Maßnahmen anbietet, stelle ich keinen Direktlink ein.

    Alles Gute!

    (Für deine anderen Fragen ist es gerade zu früh)
    Unterstütze gegen Krebs - werde StammzellenspenderIn - DKMS
    Moderatorin "Schule, Uni, Studium & Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" Coronavirus & Userin

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    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Klingt vielleicht etwas profan - aber seit Sheldon Cooper sind Autisten doch im Bewusstsein gerade der jüngeren Generation angekommen!?

    Ich denke, es ist besser, so etwas zu kommunizieren - dann können die Kollegen dich besser einschätzen. Offen und selbstbewusst ist natürlich immer gut, wenn es dir denn gelingt.

    Warum du bei Beförderungen usw. irgendwie negativ behandelt werden solltest? Das glaube ich nicht. Im Gegenteil. Autisten sind in ihren Bereichen bekanntlich oft sehr gut. Das könnte dir fachlich eher positiv ausgelegt werden. Ist vermutlich auch ein Vorurteil - aber wenn es dir zum positiven ist, warum nicht!?

    Alles Gute!
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Alleswirdgut
    Ich empfehle dir es nicht offensiv bekannt zu geben. Zumal es für deine Arbeit nur wenig Relevanz hat.
    Sollte es in privaten Gesprächen mit vertrauenswürdigen KollegInnen einen guten Anknüpfungspunkt dafür geben kannst du es denen gegenüber ja dann offen machen. Ich habe mit dieser Vorgehensweise bei meiner Einschränkung gute Erfahrungen gemacht.
    Es gibt ja nicht "den" Autismus, und ich z.B. weiß auch nicht wer Sheldon Cooper ist. Und nicht jeder in deiner Umgebung ist anders Seienden so tolerant gegenüber wie 555nase.
    Fazit: nicht ums Verrecken verstecken, aber auch nicht "auf dem Silbertablett" vor dir hertragen.
    Sprache ist die Kleidung der Gedanken

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    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Eine unserer Töchter ist Asperger Autistin. Sie kommt gut zurecht, wirkt auf Außenstehende oft schüchtern oder zurückhaltend.

    Sie macht kein Geheimnis draus, erzählt es halt, "wenn es passt". Ihre direkten Kollegen wissen es, weil es sich einfach ergab. Sie haben sie ja so kennengelernt, auch als Arbeitnehmerin. Ist ja nicht so, dass das plötzlich auftrat, sondern schon immer da war.

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    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Zitat Zitat von Alleswirdgut23 Beitrag anzeigen
    Und zwar habe ich einen Job im Vertrieb (auch meiner Ausbildung, bzw. meinem Studium entsprechend) bei einem großen Unternehmen. Und vor kurzem erfuhr ich, dass ich im Autismusspektrum bin.
    Interessant, dieser Job und diese Diagnose...

    Für den Arbeitsplatz hat das eigentlich wenig Relevanz, denn ich habe so meine Strategien, um gut zurecht zu kommen.

    Meine Einschränkungen im privaten Bereich sind da schon größer.

    Meint ihr das ist etwas, das ich tunlichst vor meinem AG und Kollegen verschweigen sollte?
    Ich würde mich eher erstmal fragen, was du dir davon versprichst, es zu erwähnen.

    Wie würde es auf euch wirken, wenn ihr von einer Kollegin erfahrt, dass sie autistisch ist? Würdet ihr sie plötzlich mit anderen Augen sehen? Negativ vielleicht? Als Vorgesetzte ab jetzt untauglich für Beförderungen? Seid einfach ganz ehrlich. :)
    Ich würde mich höchstens fragen, warum sie das erzählt, wenn es nicht gerade nebenbei erwähnt wird, im Stil einer Anekdote ("MIr ist neulich was total Verrücktes passiert, und zwar...")

    Ich bin echt unsicher. Es wäre halt erleichternd ihnen erklären zu können wieso ich xyz mache (bspw. privat Spezialinteressen folge etc.).
    Du musst den Kollegen doch von deinen privaten Interessen nichts erzählen? Insofern sehe ich auch nicht, warum diese privaten Interessen ein Grund sein könnten, deine Diagnose zu erwähnen.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen, bei diversicon habe ich mich gleich gemeldet. :)

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    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Zitat Zitat von Alleswirdgut23 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen, bei diversicon habe ich mich gleich gemeldet. :)
    Hallo, ich finde, das ist deine Privatsache. Und es beeinflusst deine Arbeit nicht, wie du schreibst.
    In meiner Firma sind 2-3, bei denen ich mir vorstellen könnte (), dass sie eventuell Asperger haben. Na und?! Mich stört es nicht - es ist für mich eher eine Erklärung.
    Wobei ich es ganz klar vermute, ich weiß es nicht.
    Es ist Sommer!

  9. Moderation

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    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Ich weiß es nicht, es kommt sowohl auf das konkrete Umfeld an, aber auch darauf wie du wirklich auf andere wirkst, vielleicht kannst du mit einem Freund oder auch Kollegen, mit dem du dich gut verstehst besprechen.

    Ich hatte mal einen Kollegen, der aus meiner Sicht Asperger war, kommuniziert hat er es nicht (vielleicht auch selbst nicht gewusst), meine Laiendiagnose hat mir den Umgang mit ihm erleichtert, weil es manche Merkwürdigkeit leichter zu ertragen und erklärbarer machte.


    Ein Kunde von mir hat die Diagnose vor ein paar Jahren bekommen und war sehr erleichtert es selbst zu wissen und hat es mir erzählt, ich habe ihm dann erzählt, dass ich das schon lange vermutet habe und auch ein gutes Gespräch mit ihm gehabt, ob es angemessen gewesen wäre ihn darauf anzusprechen und dadurch darauf zu bringen. Er arbeitet jetzt in einer Firma, die viele Autisten beschäftigt (IT-Bereich) und wo er sich sehr wohlfühlt und sehr erfolgreich ist - vorher ist das oft an zwischenmenschlichen Dingen, die er sich nicht erklären konnte gescheitert.


    Darf ich fragen, wie du auf die Diagnose gekommen bist bzw. was dich dahin geführt hat, es untersuchen zu lassen?
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  10. User Info Menu

    AW: Autismus am Arbeitsplatz kommunizieren

    Danke für euren weiteren Input. :)

    Da das Verhältnis auf der Arbeit zwischen den Kollegen recht freundschaftlich ist, kommen halt oft Themen auf, bei denen ich merke, dass meine Kollegen stutzen oder sogar irritiert sind.

    Die Diagnose kam eher zufällig - ich wurde eigentlich wegen einer anderen Erkrankung behandelt. Ich habe halt unbewusst extrem maskiert, bzw. wusste größtenteils nicht, dass ich überhaupt anders ticke als andere. 😅

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