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    Allgemeine Diskussion über Arbeitsrecht

    Zitat Zitat von Wildeblume Beitrag anzeigen
    Ich habe erstmal andere Gedanken:

    1. Ist er nach so langer Betriebszugehörigkeit überhaupt kündbar? Gibt es einen Tarif in der Firma deines Mannes?
    2. Wenn, dann ggf. mit Abfindung. Gibt es einen Betriebsrat?
    3. Was wurde seitens deines Mannes dafür getan, um wieder gesund zu werden? Kur? Änderung Lebensweise usw.?
    Denn wie soll es werden, wenn er den Job verloren hat und die Zeit der Arbeitslosigkeit vorbei ist?
    4. Meine Empfehlung, sobald wirklich die Kündigung ausgesprochen wurde, sich arbeitslos melden, dazu besteht die Pflicht, aber sich kurz vor dem Ende der Beschäftigung krank schreiben lassen und dann krank geschrieben, das Krankengeld ist höher als das Arbeitslosengeld, alles dafür tun, um wieder gesund zu werden und: das ist wichtig, die 15 Monate Arbeitslosenzeit fangen erst an, wenn er gesund geschrieben wurde. So kann man Zeit "heraus schinden". Zudem man sich viel Arbeit mit dem Papierkram bei der Bundesagentur für Arbeit erstmal spart.

    Ganz wichtig bei dem Thema: Genau überlegen, wie man vorgeht, auch hinsichtlich eines Zeugnisses, denn dein Mann muss noch einige Jahre arbeiten, oder ist er wirklich so krank, dass eine neue Arbeitsaufnahme vielleicht nicht mehr stattfinden kann?

    Vielleicht habt ihr das aber auch schon alles geklärt, dann wünsche ich euch alles Gute und viel Erfolg.
    1. Alles ist kündbar, auf die Bedingungen kommt es an.
    2. Abfindung, das Arbeitsgesetz kennt den Begriff der Abfindung nicht.
    3. Das ist eine Selbstverständlichkeit, dazu hat er sich arbeitsvertraglich verpflichtet.
    4. Da sind wir in der Nähe zur Anstiftung zum Sozialbetrug, taktische Krankschreibung usw. und mal nebenbei, mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses endet auch der Krankengeldanspruch und die Agentur übernimmt.

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    1. Alles ist kündbar, auf die Bedingungen kommt es an.
    2. Abfindung, das Arbeitsgesetz kennt den Begriff der Abfindung nicht.
    3. Das ist eine Selbstverständlichkeit, dazu hat er sich arbeitsvertraglich verpflichtet.
    4. Da sind wir in der Nähe zur Anstiftung zum Sozialbetrug, taktische Krankschreibung usw. und mal nebenbei, mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses endet auch der Krankengeldanspruch und die Agentur übernimmt.
    Zu Punkt 4
    es gibt 78 Wochen KG,6 Wochen 100% vom AG und die restliche Zeit dann gemindert, 63(?)%, danach wird man ausgegliedert und kann volle ??Monate (je nach Alter) ALG1 beziehen. Oder ist das anders? @Charlotte

    Danach erst EU Rente.
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Zu Punkt 4
    es gibt 78 Wochen KG,6 Wochen 100% vom AG und die restliche Zeit dann gemindert, 63(?)%, danach wird man ausgegliedert und kann volle ??Monate (je nach Alter) ALG1 beziehen. Oder ist das anders? @Charlotte

    Danach erst EU Rente.
    100% 6 Wochen bei gleicher Diagnose, mit jeder neuen Diagnose beginnen die 6 Wochen erneut. Der Krankengeldanspruch besteht gegenüber dem Arbeitgeber, mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses endet auch der Zahlungsanspruch gegenüber dem AG und geht auf die ARGE über, die zahlen dann aber keine 100% sondern den normalen Anspruch.
    Alles andere wäre mir neu.

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    100% 6 Wochen bei gleicher Diagnose, mit jeder neuen Diagnose beginnen die 6 Wochen erneut. Der Krankengeldanspruch besteht gegenüber dem Arbeitgeber, mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses endet auch der Zahlungsanspruch gegenüber dem AG und geht auf die ARGE über, die zahlen dann aber keine 100% sondern den normalen Anspruch.
    Alles andere wäre mir neu.
    Die "ARGE" gibt es nicht mehr.
    Und wer krank ist, kann kein ALGI beziehen.
    Nach den 78 Wochen ist man ausgesteuert und hat ein Problem, wenn man weiterhin krank ist und noch nicht in Rente kann.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    1. Alles ist kündbar, auf die Bedingungen kommt es an.
    2. Abfindung, das Arbeitsgesetz kennt den Begriff der Abfindung nicht.
    3. Das ist eine Selbstverständlichkeit, dazu hat er sich arbeitsvertraglich verpflichtet.
    4. Da sind wir in der Nähe zur Anstiftung zum Sozialbetrug, taktische Krankschreibung usw. und mal nebenbei, mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses endet auch der Krankengeldanspruch und die Agentur übernimmt.
    zu 1. Ja, jeder Arbeitsvertrag ist kündbar, aber ob die Kündigung rechtens ist, ist ein anderes Thema. Meiner Kollegin wurde durch meinen Ex-Arbeitgeber gekündigt. Sie bekam Recht vom Arbeitsgericht, die Kündigung ist unwirksam, die Gründe waren lächerlich und die Kollegin durfte an ihren Arbeitsplatz zurück und ist bis heute dort beschäftigt.
    zu 2. Ich selber habe eine hohe Abfindung mal von einem Arbeitsgericht zugesprochen bekommen.
    zu 4. Nein, wenn man vor dem und über das Ende des Arbeitsverhältnisses krank geschrieben ist, endet mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht der Anspruch auf Krankengeld, was man von der Gesetzlichen Krankenkasse gezahlt bekommt.

    Woher hast du deine Kenntnisse?
    Geändert von Wildeblume (16.03.2021 um 18:31 Uhr)

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Zitat Zitat von sundays Beitrag anzeigen
    Die "ARGE" gibt es nicht mehr.
    Und wer krank ist, kann kein ALGI beziehen.
    Nach den 78 Wochen ist man ausgesteuert und hat ein Problem, wenn man weiterhin krank ist und noch nicht in Rente kann.
    Der Umkehrschluss wäre ja, das Arbeitsverhältnis besteht weiter, bis er genesen ist. Funktioniert nicht. Er ist raus, wenn kein Arbeitslosengeld dann eben H4, der Arbeitgeber ist mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses alles los.

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Zitat Zitat von sundays Beitrag anzeigen
    Die "ARGE" gibt es nicht mehr.
    Und wer krank ist, kann kein ALGI beziehen.
    Nach den 78 Wochen ist man ausgesteuert und hat ein Problem, wenn man weiterhin krank ist und noch nicht in Rente kann.
    Wir sollten richtig schreiben. Es sind viele Menschen krank, aber sie gehen arbeiten. Richtig wäre, wer krank geschrieben ist, kann kein ALG 1 beziehen.

    Wer ausgesteuert ist und noch keine Rente beantragen kann oder erhält, hat m.E. Anspruch auf H4, oder nicht?

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Frank, das stimmt so nicht.
    Wer eine Kündigung - sagen wir zum 31.03 - bekommt und zum Zeitpunkt Eintritt der Arbeitslosigkeit am 01.04 krank geschrieben ist, bekommt kein ALGI, weil die Arbeitslosigkeit dann nicht eintritt. Wer AU ist, ist AU und kann nicht arbeiten, steht daher dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Er muss dann zuerst Krankengeld bei der Krankenkasse beantragen und sich am letzten Tag der letzten AU erneut arbeitslos melden. Erst am ersten Tag nach AU beginnt die Arbeitslosigkeit.

    Wer bereits arbeitslos ist und dann AU geschrieben wird, bekommt 6 Wochen lang weiter ALGI, danach muss Krankengeld beantragt werden, was dann von der Kasse in gleicher Höhe wie ALGI bezahlt wird. Ist er wieder gesund - erneut arbeitslos melden.

    Es gibt zwei Ausnahmen : Den schon beschriebenen Fall, dass jemand nach 78 Wochen AU und Ende Krankengeldbezug immer noch krank ist - dann übernimmt die Agentur für Arbeit im Rahmen des sog. Nahtlosigkeitsfalls.
    Oder die Krankenkasse erklärt, der Patient sei lt MDK gesund und stellt das Krankengeld deshalb ein. Dann muss der Patient Widerspruch dagegen einlegen. Bis darüber entschieden ist, zahlt ebenfalls die Agentur für Arbeit ALGI.

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Der Umkehrschluss wäre ja, das Arbeitsverhältnis besteht weiter, bis er genesen ist. Funktioniert nicht. Er ist raus, wenn kein Arbeitslosengeld dann eben H4, der Arbeitgeber ist mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses alles los.
    Über eine eventuelle Kündigung habe ich gar nichts geschrieben. Auf für Hartz IV/ALG II musst du dem Arbeitsmarkt für mindesten 15 Stunden die Woche zur Verfügung stehen können. Und wenn du krank bist, geht das eben auch nicht.
    Wenn du wenig Zeit hast, nimm dir am Anfang viel davon (R. Cohn )

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    AW: Arbeitslosengeld kurz vor dem 50. Lebensjahr

    Zitat Zitat von Wildeblume Beitrag anzeigen
    zu 1. Ja, jeder Arbeitsvertrag ist kündbar, aber ob die Kündigung rechtens ist, ist ein anderes Thema. Meiner Kollegin wurde durch meinen Ex-Arbeitgeber gekündigt. Sie bekam Recht vom Arbeitsgericht, die Kündigung ist unwirksam, die Gründe waren lächerlich und die Kollegin durfte an ihren Arbeitsplatz zurück und ist bis heute dort beschäftigt.
    zu 2. Ich selber habe eine hohe Abfindung mal von einem Arbeitsgericht zugesprochen bekommen.
    zu 4. Nein, wenn man vor dem und über das Ende des Arbeitsverhältnisses krank geschrieben ist, endet nicht mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht der Anspruch auf Krankengeld.

    Woher hast du deine Kenntnisse?
    Zu 1. Wenn es beiden zumutbar ist, warum nicht.
    Zu2. Du hast deinen Anspruch auf Weiterbeschäftigung gegen eine Abfindung eingetauscht. Hättest du das nicht gemacht, dann wieder 1.
    Zu 4. Das Krankengeld übernimmt das Amt oder die KK, ist auch egal. Man kann mit einem Krankenschein nicht sein gekündigtes Anstellungsverhältnis verlängern.
    Über 30 Jahre Unternehmer.

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