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    Vom Regen in die Traufe

    Ich arbeite seit Januar im neuen Job und bin zermürbt.

    Ich finde es so schrecklich dort, bekomme jeden Tag mehr Bauchschmerzen und fühle mich so falsch da.


    Habt ihr Tipps zum psychisch durchhalten?
    Bin ich echt so anpassungsunfähig? Muss ich Grenzen so überschreiten?

    Ich wurde nicht als Mädchen für alles eingestellt. Es hieß Entlastung in einem Bereich. Nicht spring hier, springe da.
    Geändert von weristdennda (21.02.2021 um 13:20 Uhr)

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Weißt du denn, warum du dich dort falsch fühlst? Wenn nicht, würde ich dem auf den Grund gehen, und dann überlegen, wie man das Problem behebt. Vielleicht hilft ein Gespräch mit dem Chef?
    Wenn wir Narben haben, heißt es, dass die Wunden verheilt sind

    (Thomas D.)

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Hallo,

    ja das weiß ich und ich habe mehrfach mit meinem Chef geredet - das hat es noch schlimmer gemacht und mir wurde mit Kündigung gedroht.

    Chef ist chaotisch, kann sich nicht festlegen, will alles offen halten, ich soll am besten alles machen und unerfüllbare Ziele erreichen. Nichts ist so, wie es im Vorstellungsgespräch abgesprochen wurde.

    Chef gibt mir Aufgaben, dann passen sie nicht, dann frage ich, was ich verbessern kann und dann kommt er will es offen halten. Also ich habe keinen Zugang zu den Menschen.

    Und einerseits nie da, Teambesprechungen gibt es nicht, Aufgabenbeschreibungen gibt es nicht, Organisation oder Führungskultur gibt es nicht.
    Nur Erwartungen auf Grundlage von nichts.

    Ich komme damit nicht klar. Und ich bin eher ein vielseitiger Mensch, ich habe mehrere berufliche Hintergründe und glaube, er hätte einfach gerne eine Fachkraft, die so denkt wie er. Es gibt nur einen Weg nach Rom.

    Das bin ich nicht, ich muss mich so verstellen. Mir gefällt es nicht, dass er schlecht über die Kollegen redet, keiner macht was richtig, außer er.

    Alle Aussagen sind unklar. Beispiele:

    Ich kann flexibel arbeiten, aber wenn ich das mache, dann ist es nicht ok.

    Ich mach alles richtig, aber man sollte mich kündigen

    Ich soll einen Projektplan machen, aber ich soll keinen Projektplan machen, weil es ist zu früh.

    Noch dazu will er überall dabei sein, daher hat er halt auch keine Zeit, weil er im Grunde alles selbst machen möchte, und jeden kontrolliert, gleichzeitig aber nie da ist und dann verschiebt sich halt alles auf Niemals.

    Ich habe noch immer keinen Zugang zu Software, mit der ich arbeiten soll.
    Sie verstoßen ständig gegen den Datenschutz.
    Mir wird es inzwischen einfach nur schlecht.

    Und hm,. meine letzten Stellen waren immer "offen", im Sinne von, du baust jetzt alleine was auf, Ziel ist, ok Viel Spaß.

    Das mache ich gern, damit komm ich klar, nur fühle ich mich dort wie eine
    Marionette, weil ich selbständig arbeiten soll und gleichzeitig nur das machen soll was er sagt. Ist ja nichts anders in Ordnung. Hab noch nie so unselbständig gearbeitet.

    Das letzte Gespräch war 4 Stunden und ich hab noch nie so gehaltlos mich mit jemanden 4 Stunden unterhalten. Keine meiner Fragen wurde beantwortet - Antwort ist immer offen, Botschaft ist immer, mach das so, wie ich das will - und was entscheide ich dann noch.

    Habe auch vorgeschlagen, dass er sich erstmal klar werden sollte, was der Aufgabenbereich umfasst, wenn meine Vorschläge zu definiert sind und er mich bitte nicht zu Terminen mitnehmen soll, wo ich gerne vorbereitet reingehen würde (Verhandlungen), weil man sich da meiner Meinung nach vorher bewusst sein sollte, wie weit man gehen will.

    Ich habe ihn gesagt, wie weit ich gehen würde, das passt ja nicht. Ich kann da auch nicht dahinter stehen, hinter dem Ja wir machen alles, was ihr wollt und ich soll es dann umsetzen. Ich bin für Grenzen und Realitätsbezug.

    Im Grunde stecke ich alles, was ich vorbereitet habe, wieder in die Tasche und verstecke es, weil ich es zum Schein machen soll, es aber nicht interessiert.

    Ich will da raus, bewerbe mich weiter - hoffe dass ich bald was finde...
    Geändert von weristdennda (21.02.2021 um 18:27 Uhr)

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Lösungen, die ich mir überlegt habe:

    Schauen, dass ich ggf. in einem Bereich dort reinkomme, wo ich ihn nicht sehe - ich muss an einem Standort regelmäßig hin und kann mich da nicht mit den Kollegen allein austauschen.

    Ich habe mitbekommen, dass meine Kollegen, die ihn nicht regelmäßig sehen, besser mit ihm klarkommen, die können einfach machen.

    Meine Kollegen sagen, er ist ein Kontrollfreak, es gibt nur einen Weg und er hat sie nicht mehr alle - den Eindruck habe ich auch.

    Sollte ich bis zum Ende der Probezeit noch nicht gekündigt sein oder gekündigt haben, Stunden reduzieren und mir was nebenberuflich selbständiges aufbauen und sobald es gut läuft da raus.

    Irgendeinen Job nehmen und während dessen nach was suchen, wo ich mich wohl fühle

    Ansonsten: Dokumentieren, dass ich Datenschutzverstöße angesprochen habe, Lösungen vorgeschlagen habe und so weiter...jedes Gespräch protokollieren und möglichst wenig ansprechen, weil bringt nichts.

    Psychisch find ichs schwieriger: Ich nehme mir jetzt öfters Mo oder Fr Urlaub, damit ich ihn nicht so oft sehen muss und mehr Erholung von dem Psychoterror - ja mir kommt es so vor - habe.

    Ich hab mir einfach so gewünscht, dass es ein entspannter Job mit eigenverantwortlichem Aufgabenbereich wird und nicht das Marionettending.

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Du hast im Januar erst angefangen und kannst jetzt im Februar schon Urlaub nehmen, also noch in der Probezeit?

    Sorry, ist mir nur so aufgefallen ...

    Leider habe ich keine Tipps für Dich.

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Das ist sicher der Vorteil der fehlenden Struktur - Rückmeldungen zu Urlaubsanträgen gibts übrigens nur, wenn negativ...und meistens zu spät.
    Hab noch nicht verstanden, wie Kollegen Reisen buchen - wenn man von Corona mal absieht...

    In der Probezeit stehen mir aber je abgeschlossenen Monat 2,5 Tage zu. Da nehm ich halt mal 2 - bevor ich anfange zu weinen und depressiv werde. Könnte sicher mehr, wir haben ja keine Regeln...

    Hab jetzt einen Tag im Februar genommen und nehme einen im März, Rest hebe ich mir für Vorstellungsgespräche auf.

    Ich hab schon so psychosomatischen Husten, den ich immer bekomme, wenn mich was psychisch belastet. Inzwischen ist mir da meine Gesundheit wichtiger, als nen AG zu beeindrucken, der mich auch nicht beeindruckt - musste 3 Wochen auf meinen PC warten, Schlüssel hab ich 2 Wochen nach Beginn bekommen, Plexiglas musste ich selbst bestellen - aber hey die Aufgaben für 3 kann ich locker übernehmen - sofort.

    Einarbeitung oder Grundlagen schaffen, also nen Arbeitsplatz für nen neuen Arbeitnehmer herrichten, bevor der kommt, ist nicht so wichtig. Fühl mich richtig verarscht.

    Und ich zweifle an meinen ersten Eindruck...also meine Wirkung auf andere....

    Ich hab sogar ein Coaching gemacht, damit ich ne Stelle finde, die zu mir passt. Und dann wirds nie Stelle, die so anti-ich ist.

    Ich bins gewohnt mich anzupassen, ich streng mich normalerweise echt an, aber ein bisschen was auf Augenhöhe erwarte ich schon.
    Geändert von weristdennda (21.02.2021 um 19:24 Uhr)

  7. Moderation

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Du hast im Januar erst angefangen und kannst jetzt im Februar schon Urlaub nehmen, also noch in der Probezeit?
    .
    Das ist übrigens eine Legende, dass man in der Probezeit keinen Urlaub nehmen darf. Theoretisch kann man den Urlaub nehmen, wenn man ihn sich erarbeitet hat - also durchaus auch schon nach einem Monat.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

    Werde die, die du bist
    Hedwig Dohm

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Zitat Zitat von weristdennda Beitrag anzeigen
    Ich arbeite seit Januar im neuen Job und bin zermürbt.
    Warum hast du denn gewechselt?
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Hallo TE

    Ich habe jetzt etwas in deinen anderen Strängen gelesen.

    Es scheint ein roter Faden zu sein. Wenn du seit Jahren in jedem Job solche Probleme hast...... Dann denk bitte Mal an die Geisterfahrer Geschichte.

    Ist ist nun allein in einem Jahr der dritte? Job.
    When a man tells you A and does B, believe B because A is what hes trying to get you to believe, B is who he is

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    AW: Vom Regen in die Traufe

    Du weißt schon, dass ich aus Anonymitätsgründen bei den anderen Strängen die Angaben etwas ändern musste?

    Jetzt bin ich nicht mehr dort und kann das ggf besser erklären.


    Ich habe davor 4 Jahre in der gleichen Firma in anderen Abteilungen gearbeitet. Ja das waren 3 Abteilungen, davon hab ich in zweien immer gleichzeitig gearbeitet. Bei dem verlasse Firma Thread ging's eigentlich nur um Abteilungswechsel, aber anderer Standort.

    A und B zu Beginn, am Schluss A und C. Ich war durchgehend in A.
    Geändert von weristdennda (22.02.2021 um 19:09 Uhr)

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