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    Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Hallo zusammen,

    seit 10 Jahren bin ich aus meiner kaufmännischen Ausbildung raus. Und seitdem arbeite ich ständig im Niedriglohnsektor und/oder habe befristete Verträge.
    Aktuell habe ich zum ersten Mal einen unbefristeten Vertrag, bin aber auch seit fast 3 Jahren in der Firma. Trotz zweier Gehaltserhöhungen verdiene ich monatlich unter 2.000,- brutto. Tatsächlich habe ich bis heute bei keiner Stelle mehr verdient. Teilweise hatte ich vor Corona Nebenjob um mir überhaupt mal etwas gönnen zu können.

    Ich bin gerade völlig verzweifelt.
    Weiterbildungen werden in der Firma nicht bezahlt/angeboten. Und ich bin zu arm um sie mir selbst zu finanzieren.
    Meine Geld reicht gerade mal für meine Kosten und mal etwas kleines gönnen. Nicht mal groß Rücklagen konnte ich bilden.

    Nun habe ich alle Möglichkeiten mal durchgespielt. Ich will einfach nicht mehr für 1200,- NETTO arbeiten. Das ist einfach kein Leben. Die Chancen mehr zu verdienen stehen irgendwie schlecht.

    Deshalb überlege ich, ob ich mit Mitte 30 noch mal eine Ausbildung in der Pflege mache? Ich liebe Menschen, kenne so gut wie keinen Ekel und habe keine Angst vor körperlich anstrengender Arbeit. Ich weiß schon um die harten Rahmenbedingungen in dem Beruf. Aber das wäre es mir wert, wenn ich wenigstens ein bisschen mehr Geld hätte.

    Was mir aber Angst macht: dass ich die Ausbildung irgendwie nicht schaffe und dann diese Lücke im Lebenslauf habe - dann komme ich erst recht nie wieder an besser bezahlte Jobs :(

    Machen oder lassen?


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    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Angst ist kein guter Berater.

    Es ist auf jeden Fall sinnvoll, dass du dich über eine Weiterbildung oder eine neue Ausbildung informierst. Etwas, was dir liegt und Spaß macht.

    Was genau machst du denn jetzt im kaufmännischen Bereich? Ich arbeite auch im kaufmännischen Bereich und verdiene überdurchschnittlich. Auch da kann man sich hoch arbeiten. Weiterbildungen werden oftmals auch gefördert. Ich habe auch eine Weiterbildung gemacht, die staatlich gefördert wurde. Monatlich musste ich diese zwar mit finanzieren, aber das war alles machbar.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Außerdem ist eine Ausbildung keine Lücke im Lebenslauf. Das sind wichtige Erfahrungswerte. Man lernt ja immer etwas. Selbst wenn man die Prüfung nicht schafft.

    Davon abgesehen, kannst du an dich selber glauben. Warum solltest du die Prüfung nicht schaffen?
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Hallo , ich finde es gut, daß du dir eine Neuorientierung überlegst! Kann dir Mut machen, ich habe auch mit 36 noch eine zweite Ausbildung gemacht. Vor kurzem noch eine Weiterbildung die wiederum ein Arbeitsfeld betrifft das doch sehr viel anders ist als das was ich bisher gemacht habe ( ich bin jetzt 59) Vielleicht lässt du dich beraten oder machst ein Praktikum bevor du eine Entscheidung triffst!? Alles Gute für dich und hab Mut!
    „And now we go nunner, in die Druckerwerkstatt.“

    – Jockel Fuchs: beim Besuch von Queen Elisabeth am 23. Mai 1978, nachdem das englische Manuskript verschwunden war.

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    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Angst ist kein guter Berater.

    Es ist auf jeden Fall sinnvoll, dass du dich über eine Weiterbildung oder eine neue Ausbildung informierst. Etwas, was dir liegt und Spaß macht.

    Was genau machst du denn jetzt im kaufmännischen Bereich? Ich arbeite auch im kaufmännischen Bereich und verdiene überdurchschnittlich. Auch da kann man sich hoch arbeiten. Weiterbildungen werden oftmals auch gefördert. Ich habe auch eine Weiterbildung gemacht, die staatlich gefördert wurde. Monatlich musste ich diese zwar mit finanzieren, aber das war alles machbar.
    Um meine Anonymität nicht ganz aufzugeben hier mal ganz grob: jahrelang war ich (Junior) Produktmanagerin, jetzt bin ich stellvertretende Teamleitung in einer kleinen Agentur.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass „gute“ Stellen in der Region rar sind - auch schon vor der Pandemie.
    Zumindest habe ich Vorstellungsgespräche gehabt und das Gehalt lag maximal knapp über 2k brutto. Deshalb auch mein Pessimismus in dem Bereich jemals ok zu verdienen.

    Wie gesagt, das Thema Weiterbildung habe ich angesprochen, aber hier ist nichts zu machen. Zudem arbeite ich unter der Woche immer bis 20 Uhr, das macht das ganze nicht leichter.
    Die Weiterbildungen am Wochenende, die mich interessieren, Kosten schnell über tausend Euro. Und die habe ich einfach nicht übrig.

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    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen

    Davon abgesehen, kannst du an dich selber glauben. Warum solltest du die Prüfung nicht schaffen?
    Gute Frage. Der Druck der Probezeit ist immer mein Problem. Bislang habe ich es zwar immer geschafft, aber das wäre einfach ein neuer Bereich und das ist etwas, das mir ein bisschen Angst macht.

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    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Zitat Zitat von flux Beitrag anzeigen
    Hallo , ich finde es gut, daß du dir eine Neuorientierung überlegst! Kann dir Mut machen, ich habe auch mit 36 noch eine zweite Ausbildung gemacht. Vor kurzem noch eine Weiterbildung die wiederum ein Arbeitsfeld betrifft das doch sehr viel anders ist als das was ich bisher gemacht habe ( ich bin jetzt 59) Vielleicht lässt du dich beraten oder machst ein Praktikum bevor du eine Entscheidung triffst!? Alles Gute für dich und hab Mut!
    Das klingt toll :) freut mich, dass das bei dir so super gelaufen ist :Blume:

    Ein Praktikum könnte ich erst im Spätsommer machen, da habe ich erst wieder 2 Wochen Urlaub. Und dann wäre es schon fast zu spät sich für das kommende Ausbildungsjahr zu bewerben.

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    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Wie kommst Du darauf, ausgerechnet in der Pflege nach einem neuen Job zu suchen, um mehr zu verdienen?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Wie kommst Du darauf, ausgerechnet in der Pflege nach einem neuen Job zu suchen, um mehr zu verdienen?
    Weil alleine das Einstiegsgehalt weitaus höher ist als alles, was ich je verdient habe. Und man mit Zulagen netto durchaus (für mein subjektives gefühl) gut verdient. Ob das in Relation zum schweren Job steht, sei mal dahin gestellt.

  10. Inaktiver User

    AW: Seit Jahren Niedriglohn - neue Ausbildung?

    Eine neue Ausbildung schadet sicher nie.

    Was mich aber sehr verwundert, das du mit deiner Ausbildung so wenig Verdienst.

    1200 netto sind wirklich sehr wenig.

    Selbst ohne Ausbildung verdient man beim Aldi mehr.

    Verkaufst du dich denn seit Jahren unter Wert?

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