Hallo,
ich habe ein kleines Problem und bräuchte bitte eure Hilfe.
Vor 1 1/2 Jahren habe ich meinen Arbeitgeber gewechselt. Beim Vorstellungsgespräch hieß es, das Unternehmen wird umstrukturiert und man sei sich noch nicht sicher welche Stellung ich künftig im Unternehmen haben werde, man habe aber einiges mit mir vor.
Ich habe Anfangs auch ganz normale Aufgaben zugewiesen bekommen um besser in die ganzen Abläufe rein zu kommen. Beim Mitarbeitergespräch letztes Jahr (halbes Jahr nach meinem Start) hat es dann geheißen, ich soll in naher Zukunft (aufgrund meiner Berufserfahrung im vorherigen Unternehmen) die Teamleitung übernehmen.
Nun war es vor zwei Monaten soweit - die Abteilungsleitung fragte mich, ob ich Teamleiter werden will. Ich habe abgelehnt. 1. weil wir uns gerade in der Familienplanung befinden, 2. mir die Arbeit keinen Spaß macht und ich das Unternehmen am Liebsten verlassen würde (aber das Thema Corona…) und 3. ich den Umgang der Geschäftsleitung mit den Mitarbeitern nicht in Ordnung finde (ich würde direkt mit denen zusammen arbeiten, es wird verlangt, dass man für das Unternehmen lebt, Freizeit muss zurück gestellt werden etc.).
Es stehen demnächst wieder Mitarbeitergespräch an. Die Geschäftsleitung ist dabei. Ich gehe stark davon aus, dass man mich wieder auf das Thema Teamleitung anspricht. Wie kann ich am Besten ablehnen? Sicher geht man auch auf meine Ziele im Unternehmen ein. Was kann ich sagen? Ehrlich kann ich ja schlecht sein.
Würde mich über ein paar Tipps sehr freuen.
Lieben Dank.
VG
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Ergebnis 1 bis 10 von 23
Thema: Beförderung ablehnen
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28.01.2021, 11:31
Beförderung ablehnen
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28.01.2021, 12:27Inaktiver User
AW: Beförderung ablehnen
Eigentlich ganz einfach.
Wenn du das unbedingt begründen willst, dann damit das du diese Verantwortung zum momentanen Zeitpunkt nicht übernehmen möchtest.
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28.01.2021, 15:21
AW: Beförderung ablehnen
Die werden nachfragen, warum nicht.
Ich würde sagen, dass die Übernahme der Teamleitung nicht zu den beruflichen Zielen gehört. Ja, man muss geschickt argumentieren, ohne sich abzuwerten. Manchmal reicht es auch, sich in seiner Leistung und Qulifikation als zu wenig geeignet für die soooo verantwortungsvolle Tätigkeiten der Teamleitung zu fühlen.
Mir hat das Vorgehen damals zu DDR-Zeiten geholfen, als mich die Stasi anwerben wollte. Ich habe mich als doof und unreif präsentiert und es hat funktioniert. Ich wurde nie wieder beheligt.
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28.01.2021, 15:58Inaktiver User
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Hallo Liliana, wenn es finanziell nicht existenziell wichtig ist, würde ich ja die Flucht nach vorne antreten: vll. ist es ja tatsächlich ein guter Zeitpunkt zu kündigen, wenn sowieso das Thema Familiengründung im Fokus steht und du es am liebsten eh verlassen möchtest / wahrscheinlich sowieso wirst... ; ich könnte mir niemals vorstellen meine Arbeitskraft herzugeben für etwas, wo ich mich nicht wohlfühle und das Unternehmen weiß dann wenigstens auch, woran sie sind und können planen. Ich finde, es kommt blöder, wenn man sich so durchlarviert als die Karten auf den Tisch zu legen: "Ich habe mir zum Thema "künftige Ziele" auch gründlich Gedanken gemacht... Ziele... Identifikation... Planungssicherheit..." So in der Art. Die Zeit wär mir zu schade, als da irgendwie durchzueiern.
Geändert von Inaktiver User (28.01.2021 um 16:06 Uhr)
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28.01.2021, 16:24
AW: Beförderung ablehnen
Ich würde mir überlegen, warum ich bei meiner jetzigen Tätigkeit bleiben will, und vielleicht auch, wohin ich mich mit dieser Tätigkeit entwickeln könnte, wo es mir auch gefallen würde.
Ich seh's gelegentlich, daß Leute lieber technisch arbeiten wollen als sich im Management von Chefs *und* Mitarbeitern in den Wahnsinn treiben zu lassen. und dann ist der Satz. "Ich bin gerne in der Entwicklung, und sehe mich da am besten aufgehoben".
Gibt es etwas analoges, was du sagen könntest?** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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28.01.2021, 17:10
AW: Beförderung ablehnen
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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28.01.2021, 17:31
AW: Beförderung ablehnen
Doof und unreif würde ich mich nicht stellen, dass wird dir auf die Füße fallen.
Aber ich würde auch in eine Richtung argumentieren, warum die lieber "in der Sache" arbeitetest als als Teamleiterin, die ja normalerweise mehr Administration macht und Personalverantwortung hat.
Wir müssten mehr über die Art deines Jobs wissen um sagen zu können, ob das funktionieren kann. Aber ich würde eher herausstreichen weshalb du auf der Stelle auf der du jetzt bist so gut und "unersetzlich" bist.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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28.01.2021, 17:33
AW: Beförderung ablehnen
Mal eine andere Perspektive: auch wenn du demnächst ein Kind möchtest und auch nicht in dem Unternehmen bleiben willst, würde ich trotzdem übrlegen, die Teamleiterrolle erstmal zu übernehmen. Wenn du das grundsätzlich für dich in Erwägung ziehst, ist jede Chance, darin Erfahrung zu sammeln und das auch im Lebenslauf belegen zu können, wertvoll. So kannst du dann leichter nach deiner Elternzeit und in einem anderen Unternehmen wieder eine Teamleiterstelle anstreben.
Und vielleicht kannst du ja sogar als Teamleiter eher die Kultur im Unternehmen mitgestalten als wenn du weiter auf der Experten-Ebene bleibst.
Aber schon die zwei ersten Aspekte würden mir an deiner Stelle reichen, es zu probieren."Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“
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28.01.2021, 18:11
AW: Beförderung ablehnen
Was hast Du denn bei der 1. Absage gesagt?
Ist es nur eine Vermutung, dass Du erneut angesprochen wirst?
Vor vielen Jahren ist mir eine Büroleitung angeboten worden. Ich habe ehrlich abgesagt und dies damit begründet, dass ich typmäßig nicht zwischen den Stühlen sitzen kann. Von den Mitarbeitern zähle ich zur Führungsriege und von der Führungsriege gehöre ich zu den Mitarbeitern.
Ich kann mich nur für eine Seite entscheiden und die ist die Mitarbeiterseite.
Eine Kündigung hat es deswegen übrigens nicht gegeben.
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28.01.2021, 19:37



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