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    Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Hallo zusammen!

    Ich wollte einfach mal in die Runde fragen, inwiefern ihr es "in der heutigen Zeit" beruflich HEIKEL finden würdet, als Erzieherin online mit eigenem Namen über psychische Erkrankungen zu sprechen und zu schreiben.

    DIe meisten Menschen in meinem Umfeld sprechen mir Mut zu, es gibt aber auch sehr kritische Stimmen, vor allem von etwas - ich sage mal - ölteren Generationen.

    Ich bin mir relativ sicher, dass es heutzutage gesellschaftlich viel akzeptierter ist, über Erkrankungen zu sprechen oder zu schreiben .... und ich würde das gerne tun, auch, weil ich mich beruflich verändern möchte (noch arbeite ich in einer Institution), Online-Präsenz aufbauen, ggf. mit anderen ErzieherInnen in Kontakt treten. (Stellenweise schon geschehen, aber noch relativ bescheiden.)

    Ich habe meine Geschichte auch bereits in einem Buch zusammen gefasst: Grundtenor ist dahingehend, dass es kein Wunder ist, dass psychische Erkrankungen (so auch meine) in der heutigen Zeit zunehmen, siehe gesellschaftliche Entwicklung usw.

    Ich habe meine Erkrankung soweit gut im Griff, bin medikamentös eingestellt und "funktioniere", der Weg bis zur Diagnose war aber steinig und hart, auch etwas, worüber ich in dem Buch aufklären möchte.

    Ich kann mich die nächsten zwei/drei Jahre noch ganz gut selber über Wasser halten, bis dahin - so hoffe ich - hat sich hier vor Ort für mich die Möglichkeit ergeben, privat selbstständig arbeiten zu können. (Bedingungen scheinen soweit in Ordnung, da grundsätzlich Mangel.)

    Daher noch mal die Frage:
    Mir erscheint der Weg durchaus als gangbar, allerdings fürchte ich, dass mir vielleicht doch die ein oder anderen potentiellen Kunden wegbleiben, wenn sie von meiner Vorgeschichte hören.
    Oder ist das gesellschaftlich mittlerweile "okay"?

    Was meint ihr?

    Mir ist es eine Herzensangelegenheit, darüber zu schreiben usw. Das vielleicht noch als

    Als Erzieherin arbeite ich seit 15 Jahren, bin auch connected mit (mittlerweile) Selbstständigen, weiß aber auch, dass das sehr viel Vertrauen usw. voraussetzt.

    Bin gespannt auf eure Einschätzung!

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    verstehe nicht, warum das nicht genauso unter Pseudonym gehen sollte?

    Wozu sich outen und ggf. schaden, wenn es auch anders geht?

    wer sich die Mühe macht, ein Buch zu schreiben, will damit ganz klar Geld verdienen.....

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Hallo Charlo,

    es gibt unzählige Erzieher/innen mit psychischen Krankheiten.
    Die machen ja keinen Bogen um einen Berufstand.

    Es kommt meiner Meinung nach immer darauf an, was man hat und wie man damit umgeht.
    In akuten Phasen ist es verantwortungsbewusst, NICHT als Erzieher/in zu arbeiten.

    Der Beruf begleitet den Alltag, das Leben von Kindern und Familien.
    Unbehandelte Depressionen zb wirken auf das Umfeld.

    Andererseits profitieren alle Beteiligten, wenn der Erkrankte sich behandeln lässt.
    Gerade weil psychische Erkrankungen überall zu finden sind, kann es Leuchtturmcharakter haben, offen (in gewissem Mass) mit seinen Themen umzugehen.

    Du sagst, du habest deine Erkrankung im Griff und seiest gut eingestellt.

    Wie lange schon?

    Der Weg in die Selbständigkeit steht jedem offen.
    Ich gebe aber zu bedenken, das viele Erkrankungen Schübe, Intervalle haben, das erschwert eine Selbständigkeit enorm.
    Da würde ich nochmal drüber nachdenken.

    Verstecken brauchst du dich nicht!

    Alles Gute für dich!
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!


    Anstand - find ich gut!

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Natürlich möchte ich damit (auch) Geld verdienen.

    Daher soll das ja auch "seriös" und unter meinem Namen geschehen und eben nicht mit Pseudonym usw.

    Herzensangelegenheit schließt ja den Wunsch nach Pekuniärem nicht aus. Wobei es mir trotzdem vor allem um die Botschaft geht.

    Bei jetzt über 100 Zugriffen und einer - etwas unkonkreten - Antwort, würde ich mal davon ausgehen, dass da derzeit so eine Art gesellschaftlicher ... wissenwirauchnichtrecht ... besteht.

    Oder mal anders:

    Es ist ja kein Geheimnis, dass psychische Erkrankungen stetig zunehmen und dass auch mehr und mehr Menschen offen darüber sprechen/schreiben.

    Ich glaube nicht, dass ich damit reich und berühmt werde, aber ich möchte meine Erfahrungen - natürlich für Geld - mitteilen, in der Hoffnung, dass andere davon lernen können.

    Die Frage ist halt, ob mir das vielleicht auch "schaden" könnte - beruflich.

    Ob Eltern also einer psychisch diagnostiziert Kranken ihre Kinder anvertrauen. ... Vielleicht sollte ich die Frage noch mal im Elternforum stellen?

    Ich frage mich

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Hallo Charlo,

    es gibt unzählige Erzieher/innen mit psychischen Krankheiten.
    Die machen ja keinen Bogen um einen Berufstand.

    Es kommt meiner Meinung nach immer darauf an, was man hat und wie man damit umgeht.
    In akuten Phasen ist es verantwortungsbewusst, NICHT als Erzieher/in zu arbeiten.

    Der Beruf begleitet den Alltag, das Leben von Kindern und Familien.
    Unbehandelte Depressionen zb wirken auf das Umfeld.

    Andererseits profitieren alle Beteiligten, wenn der Erkrankte sich behandeln lässt.
    Gerade weil psychische Erkrankungen überall zu finden sind, kann es Leuchtturmcharakter haben, offen (in gewissem Mass) mit seinen Themen umzugehen.

    Du sagst, du habest deine Erkrankung im Griff und seiest gut eingestellt.

    Wie lange schon?

    Der Weg in die Selbständigkeit steht jedem offen.
    Ich gebe aber zu bedenken, das viele Erkrankungen Schübe, Intervalle haben, das erschwert eine Selbständigkeit enorm.
    Da würde ich nochmal drüber nachdenken.

    Verstecken brauchst du dich nicht!

    Alles Gute für dich!
    Zeitliche Überschneidung. Danke für die Antwort!

    Leuchtturmcharakter. Danke, das lese ich gerne.

    Kann sehr gut nachvollziehen, was Du schreibst. Ich "lebe" und arbeite mit meiner Erkrankung nun seit zwei Jahren. Merke aber auch, dass es mir gerade in diesem vorstrukturierten Rahmen stellenweise schwer fällt. Ob das nur an der Erkrankung liegt, wage ich zu bezweifeln. Sind (auch) allgemeine Missstände.

    Daher ebenfalls die Überlegung in die Selbstständigkeit zu gehen.

    Ggf. - so eine Freundin - könnte ich mit meinen Erfahrungen auch andere Menschen "coachen". ... Stichwort Selbsthilfegruppen etc. - Arbeite ich schon seit einiger Zeit dran, Facebook, knapp 100 Mitglieder. :)

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Natürlich kann es dir schaden.

    Und nicht mal, weil Menschen einfach Vorurteile haben. (Die kommen noch dazu)

    Ich glaube das jeder Mensch irgendwie davon betroffen ist. Entweder selbst oder in der Familie/Freundeskreis.

    Psychische Krankheiten sind schwerwiegend und unberechenbar.

    Als Erzieherin das öffentlich machen? Ich denke, das ist die falsche Frage.
    When a man tells you A and does B, believe B because A is what hes trying to get you to believe, B is who he is

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Zitat Zitat von Charlo Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte ich die Frage noch mal im Elternforum stellen?

    Ich frage mich
    nein, bitte nicht

    wenn Du Erzieherin wärst, wüsstest Du, dass heute an Weihnachten nicht alle Welt am PC sitzt, um Deine Frage zu beantworten, davon abgesehen, dass Du das schon selbst entscheiden musst, was Du tun willst- niemand kann Dir diese Entscheidung abnehmen..

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Ich selbst habe keine Kinder.
    Lese aber sehr viel über Rasenmäher- und Helikopter Eltern. Von daher tue es bitte nicht.
    Die würden vermutlich alles daran setzen, Dir Steine in den Weg zu legen.
    Wenn ich da nur an eine Frau aus meinem Umfeld denke, ne lass es.

    Ich verstehe auch nicht, warum das Buch unter Deinem realen Namen erscheinen sollte.
    Selbständig machen kannst Du Dich ja immer noch, die Entscheidung musst Du wann treffen?

    Ich glaube hier gibt es kein richtig oder falsch. Aber die Entscheidung musst Du treffen. Ganz alleine.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Ich bin Erzieherin und bin psychisch erkrankt.

    Seit vielen Jahren bin ich nicht arbeitsfähig. (Ich hoffe, das ändert sich auch wieder, aber es ist wie es ist).

    Mit Eltern habe ich eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht.
    Die merken ja, wenn etwas anders ist.
    Als ich in einzelnen Situationen sagte, ja, ihre Wahrnehmung ist richtig, mir geht es nicht gut, konnten die Eltern gut damit umgehen.
    Und dann kam der Zeitpunkt, an dem ich merkte, ich bin dieser Aufgabe, dieser Verantwortung zZ nicht gewachsen, und bin krank geschrieben worden.
    Das war für die Eltern ok, ich hab nur positive Resonanz gehört.

    Sie haben natürlich ein berechtiges Interesse daran, das nur Leute, die ihre Verantwortung wahrnehmen können, mit ihren Kindern arbeiten.

    Bestimmt gibt es auch Eltern, die damit grundsätzlich ein Problem haben.
    Das ändert aber nichts an den hohen Zahlen an Erkrankten im pädagogischen Bereich.

    In einer Einrichtung kann man, wenns hart kommt, sich krankschreiben lassen.
    Evt Krankenhaus, Reha oder was auch immer wahrnehmen.
    Da vertreten die Kollegen dich.

    Wenn du allein bist, bist du immer, immer gefragt.

    Ich könnte mir vorstellen, das viele Eltern einem erkrankten Menschen nicht zutrauen.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!


    Anstand - find ich gut!

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    AW: Psychische Probleme und Job (Kinder/Pädagogik)

    Darf ich fragen, was Du für eine Diagnose hast? Es ist ja ein Unterschied, ob Du z.B. unter Panikattacken wg. Höhenangst leidest oder Wahnvortsellungen hast . . wenn ich das als PA-Patient mal so sagen darf.

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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