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  1. User Info Menu

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Zitat Zitat von Klara1989 Beitrag anzeigen
    Danke für eure Antworten. Es ist nicht so, dass ich mich dafür schäme alleinerziehend zu sein. Das kann gerne jeder wissen. Jedoch wirft diese Info beim anderen oft viele weiterführende Fragen auf (z.B. Warum haben sie sich getrennt? Wie lange waren sie überhaupt zusammen? Was, nur so kurz? War es dann ein Wunschkind oder ein Unfall? Oder: Ach, so lang? Warum haben sie sich dann, nachdem das Kind da war, so bald getrennt? Kümmert der Vater sich um das Kind? Wenn ja, wie oft sieht er es?) Diese Fragen entstammen übrigens nicht meiner Phantasie ;-), sondern habe ich selbst zu hören bekommen (teilweise jetzt, teilweise früher, als über das Privatleben anderer alleinerziehenden Kolleginnen in deren Abwesenheit spekuliert wurde.)
    Sind diese Fragen andere Kolleginnen direkt gefragt worden?! Also das wär ja wirklich übergriffig. Und geht andere rein gar nix an. Und das würde ich auch direkt so antworten, falls du so etwas wirklich gefragt werden würdest.
    Aber wenn diese Fragen wirklich nur in Abwesenheit der Betroffenen aufkommen, naja dann kann man nur sagen, lass die Leute reden. Offensichtlich ist dann dein Leben viel spannender als ihres. Würd mich nicht jucken an deiner Stelle.

  2. User Info Menu

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Private Informationen so gering wie möglich halten, getreu dem Sprichwort reden ist silber, schweigen ist gold. Wenn ich nicht antworten wollte, weil das niemanden etwas anging, einfach die Gegenfrage: Warum wollen Sie oder Du das wissen? Diese Antwort wird wohl fehlen.
    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.
    Wusstest du, dass das Gehirn auf unnötige Informationen nicht antwortet, sondern ignoriert?

  3. Inaktiver User

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Wenn Du Dich im Rechtfertigungsmodus fühlst, sind die Gegenfragen von Majllin hilfreich. Oder Du fragst zurück "wie ist es denn bei Dir?" und lenkst so von Dir ab.

    Grundsätzlich beantworte ich solche Fragen zum sagen wir mal "Lebenslauf" schon, würde halt sagen "ich bin getrennt, es läuft ganz gut, muss sich noch einschwingen". Fertig. Nicht zu detailliert und vor allem nicht mit "Schuldgefühl". Wenn das aufkommt, helfen die Gegenfragen wirklich gut.

  4. User Info Menu

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Wenn es wirklich nette Kollegen sind, dann kapieren sie auch, wenn man über Dinge nicht sprechen will.
    Ich frage nach privaten Dingen nur dann, wenn ich das Gefühl habe, jemand freut sich über das Interesse. Ansonsten steht es auch in Jobratgebern, dass einige Fragen harmloser klingen, als sie sind, zum Beispiel "sind Sie verheiratet" oder "haben Sie Kinder". Man kann damit in schlimme Fettnäpfchen treten, auch wenn man nur Smalltalk machen wollte.

    Ich sage einfach: "Darüber möchte ich im Moment nicht sprechen" und habe es noch nie erlebt, dass jemand dann blöd nachgebohrt hat.

  5. Inaktiver User

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Zitat Zitat von Klara1989 Beitrag anzeigen
    Danke für eure Antworten. Es ist nicht so, dass ich mich dafür schäme alleinerziehend zu sein. Das kann gerne jeder wissen. Jedoch wirft diese Info beim anderen oft viele weiterführende Fragen auf (z.B. Warum haben sie sich getrennt? Wie lange waren sie überhaupt zusammen? Was, nur so kurz? War es dann ein Wunschkind oder ein Unfall? Oder: Ach, so lang? Warum haben sie sich dann, nachdem das Kind da war, so bald getrennt? Kümmert der Vater sich um das Kind? Wenn ja, wie oft sieht er es?) Diese Fragen entstammen übrigens nicht meiner Phantasie ;-), sondern habe ich selbst zu hören bekommen (teilweise jetzt, teilweise früher, als über das Privatleben anderer alleinerziehenden Kolleginnen in deren Abwesenheit spekuliert wurde.)
    Hallo Klara,

    ich kann Dich so gut verstehen.
    Meine direkten Kollegen sind leider auch (total) neugierig. Sie erzählen durchaus auch etwas von sich und erwarten dann, dass ich auch aus meinem Privatleben erzähle.
    Leider interessiert mich weder ihr Leben, noch hat sie meins zu interessieren. Da ich zusätzlich andere Interessen habe als die Kollegen, werde ich sowieso schon merkwürdig angeguckt. Und dann wird immer wieder über meine Antworten gelästert (hinter meinem Rücken). Beispiel: Ich mag keine Blumen. Das wird dann derart zerpflückt und überall herum erzählt, dass ich so unnormal bin und eine Blumenhasserin (und damit eigentich meine Lebensberechtigung verloren habe).
    Meinetwegen können andere gerne ihre wöchentlichen Sträuße mit zur Arbeit bringen. Sie sehen gut aus, aber ich will keinen haben. Nirgends. Nicht auf der Arbeit und nicht zuhause.
    Es nervt mich sehr. Ich will einfach nur arbeiten und meine Ruhe haben. Gerade wenn es mir nicht gut geht (stärkere gesundheitliche Probleme bei mir oder in der Familie), brauche ich nicht noch das Ausfrage (und dann die Verurteilung).
    Ich vermute mal, dass ist bei Dir ähnlich. Ist ja nicht jeden Tag Sonnenschein. Eine Trennung und das (gemeinsame?) Sorgerecht bieten ja immer wieder Konflikte oder Diskussionen,
    Da ich meine Meinung und mein Leben besser nicht mit meinen Kollegen teile, ist das meistens eine Gratwanderung.

    Ich versuche, möglichst wenig interessiert zu sein um dem ganzen zu entgehen (um nicht dieses Spielchen: Ich habe Dir doch auch von meinem Wochenende/Streit/Urlaub/Krankheit/.. erzählt, warum erzählst Du nichts zu vermeiden). Bsp.: Hattest Du ein schönes Wochenende? Ja, ich habe mich gut erholt.

    Ansonsten lese ich interessiert mit.

  6. Inaktiver User

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Zitat Zitat von Zimmerbrunnen Beitrag anzeigen
    Wenn es wirklich nette Kollegen sind, dann kapieren sie auch, wenn man über Dinge nicht sprechen will.
    Ich frage nach privaten Dingen nur dann, wenn ich das Gefühl habe, jemand freut sich über das Interesse. Ansonsten steht es auch in Jobratgebern, dass einige Fragen harmloser klingen, als sie sind, zum Beispiel "sind Sie verheiratet" oder "haben Sie Kinder". Man kann damit in schlimme Fettnäpfchen treten, auch wenn man nur Smalltalk machen wollte.

    Ich sage einfach: "Darüber möchte ich im Moment nicht sprechen" und habe es noch nie erlebt, dass jemand dann blöd nachgebohrt hat.
    Leide habe ich schon wiederholt erlebt, dass ich zwar nicht weiter befragt wurde, stattdessen wurde ich dann plötzlich zum Abteilungsgespräch oder es wurden befreundete Kollegen ausgefragt. Richtig hilfreich war das nicht.

    Und die Kinderfrage kann wirklich ein Wespennest oder ein Nagel im Fleisch sein!

  7. User Info Menu

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Zitat Zitat von Zimmerbrunnen Beitrag anzeigen
    Ich sage einfach: "Darüber möchte ich im Moment nicht sprechen" und habe es noch nie erlebt, dass jemand dann blöd nachgebohrt hat.
    Ich leider schon.

  8. Inaktiver User

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Ein "Darüber möchte ich nicht sprechen" als Antwort auf "Bist Du eigentlich verheiratet?" fände ich schon mehr als merkwürdig.

  9. Inaktiver User

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Kommt das nicht auch ganz darauf an, wie man die Frage beantwortet? Wenn mich jemand fragt, ob ich verheiratet bin, kann ich doch sagen „ich lebe derzeit in Trennung, das ist aber gerade kein Thema, über das ich gerne sprechen will“ und dann spricht man über etwas anderes.

  10. Inaktiver User

    AW: Kollegen stellen private Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kommt das nicht auch ganz darauf an, wie man die Frage beantwortet? Wenn mich jemand fragt, ob ich verheiratet bin, kann ich doch sagen „ich lebe derzeit in Trennung, das ist aber gerade kein Thema, über das ich gerne sprechen will“ und dann spricht man über etwas anderes.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es noch überhaupt nicht bis zu der Frage gekommen.

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