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    Betriebsarzt - Coronaattest w/ HO - Arzt will Details

    Hallo,

    ich weiß, dass hier kein verbindlicher rechtlicher Rat möglich ist, darum geht es mir auch gar nicht. Ich würde gerne hören, ob es bezüglich meines Themas eventuell Erfahrungsberichte gibt

    Um was geht es?

    Unser Arbeitgeber hat uns bereits seit Mitte März "hart" ins Homeoffice (HO) versetzt.

    Mein Mann ist davon ebenso betroffen wie ich.

    Nun kam vor Kurzem ein Rundschreiben, man möge bitte das ärztliche Attest beim Betriebsarzt vorlegen, das -für den Fall der Fälle- hinreichend darlegt, warum man als Mitarbeiter gesundheitlich zur Risikogruppe gehöre mit Blick auf Corona und einem somit die Rückkehr ins Büro nicht möglich sei (man also weiterhin HO machen soll/will/muss).

    Mein Mann ist erwiesenermaßen ein solcher Risikopatient und hat das entsprechende Attest vom Hausarzt und von seinem Kardiologen eingereicht.

    Nun kam vom Betriebsarzt die Rückmeldung, das reiche dem AG nicht und mein Mann soll noch mehr Details zu seiner Erkrankung melden (O-Ton: dann würden ja sonst alle Ü50 und alle Raucher daheim bleiben).

    Frage: muss man sich als AN mit eingereichtem Attest von Haus- und Facharzt noch "nackter" vor seinem AG machen?

    Es geht ja nicht darum, dass mein Mann nicht arbeitet ( im Gegenteil- in Summe arbeitet er im HO sogar mehr), nur als Lokation ist mit Blick auf Corona das HO die einzig vernünftige Unterbringung für ihn.

    Weiß jemand, wie weit hier das Auskunftsrecht des AG gehen kann?

    Lieben Dank und viele Grüße
    Wiesenblume

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    AW: Betriebsarzt - Coronaattest w/ HO - Arzt will Details

    Meines Wissens darf auch der Betriebsarzt dem AG (also dem Chef oder dem Personaldienst) keine Details und Diagnose bekannt geben, sondern nur "ja, ich habe die nötigen Infos erhalten, ja,.ich komme zum Schluss, dass die Einstufung als Risikogruppe gerechtfertigt ist (oder halt: nein, ich komme zum Schluss, dass ...)"

    Falls er, der Betriebsarzt, meint, die Infos des Hausarztes / Spezialisten genügten für eine Einschätzung durch ihn, den Betriebsarzt, nicht, muss er das so formulieren. Aber die Formulierung "genügt dem AG nicht" lässt die Befürchtung aufkommen, dass er Detail-Infos an den AG weitergegeben hat. Das wäre sehr ... unschön.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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    AW: Betriebsarzt - Coronaattest w/ HO - Arzt will Details

    Ich denke schon, dass der Betriebsarzt weitere Informationen vom behandelnden Arzt einfordern darf, aber er darf sie natürlich nicht an den AG weitergeben.

  4. gesperrt

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    AW: Betriebsarzt - Coronaattest w/ HO - Arzt will Details

    vielleicht hilft dir das ja weiter
    aerzteblatt.de/archiv/214524/Coronapandemie-Schweigepflicht-des-Betriebsarztes

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    AW: Betriebsarzt - Coronaattest w/ HO - Arzt will Details

    Vermutlich hat sich der Betriebsarzt unglücklich ausgedrückt - gehen wir ruhig mal davon aus, dass er seine Pflichten in der Position zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gut kennt.

    Es gibt immer noch kein Recht auf Homeoffice - aber die Pflicht des Arbeitgebers zum Schutz des Arbeitnehmers vor Infektion.

    Wenn mir als Betroffener das Homeoffice wichtig ist (das ist ja eine persönliche Risikobewertung, die jeder für sich selbst treffen muß), dann würde ich vermutlich von mir aus mit meinen behandelnden Ärzten sprechen und sie um möglichst aussagekräftige Atteste für den Betriebsarzt bitten.

    Mit "Muss ich.." und "Darf der.." Argumentation kommt man ja nicht wirklich weiter.

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    AW: Betriebsarzt - Coronaattest w/ HO - Arzt will Details

    Hallo,

    erst einmal: herzlichen Dank für Eure Antworten.

    Ich wollte Euch ein kurzes Update geben: mein Mann hat sich aufgrund der ersten Rückmeldung des Betriebsarztes telefonisch direkt mit ihm in Verbindung gesetzt.

    Die beiden haben fernmündlich einige Details zur Diagnose/zum Attest geklärt.

    Der Betriebsarzt wundert sich über manche "Erwartungen", die unser Arbeitgeber an ihn als Betriebsarzt richtet, da diese gegen Datenschutz,... verstoßen.

    Langer Rede kurzer Sinn: auf Basis des Telefonats hat der Betriebsarzt seine Einschätzung formuliert, dass für meinen Mann aufgrund seiner Erkrankung für mindestens ein weiteres halbes Jahr Homeoffice empfohlen wird (nach 6 Monaten muss unter Berücksichtigung der Gesamtumstände eine neue Einschätzung vorgenommen werden).

    Dieses Schreiben hat mein Mann nun an seine Vorgesetzten weiter gegeben.

    Es hat sich also alles entspannt.
    Ich danke Euch für Eure Ideen, Gedanken und Einschätzungen

    Wiesenblume

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