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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Ist Deine Tochter eigentlich minderjährig?

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Wenn sie die Nummer von der Agentur für Arbeit hat, könnte es das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales gewesen sein. Dort gibt es eine Hotline zum Thema Arbeitsrecht, das ist eine Berliner Rufnummer.

    Die Mitarbeiter der Agenturen können und dürfen keine Rechtsberatung erteilen und verweisen bei Anrufen zu diesen Themen auf diese Nummer.

    Das ist aber kein Arbeitsgericht.
    Du hattest vollkommen recht.
    Wir haben heute die Telfonnummer, mit der meine Tochter telefoniert hatte, mit der des Bürgertelefons des Ministeriums für Arbeit und Soziales verglichen, und es ist genau diese.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Und nu? Das ist - ehrlich gesagt und sorry - wischi-waschi. Du und Deine Tochter wisst es nicht.

    Im ersten Lehrjahr habe ich in der Berufsschule gerlernt: "Wer sich seines Rechtsstreits nicht annimmt, verliert ihn!" Das muss man im übertragenen Sinne sehen - klar. Aber es ist DIE Kernaussage.

    Aber wenn Du bzw. Deine Tochter, sich keinen professionellen Rat holen will, wobei Du immer noch nicht geantwortest hast warum, sondern Deine Meinung "davor" stellst, dann ist es so. Aber dann bitte nicht hinterher "meckern".
    Hallo Vienna,

    ich hab hier um Meinungen gefragt weil wir unschlüssig waren ob meine Tochter alles so belässt wie es ist oder einen anderen Weg geht, der darin bestünde die Kündigung vom letzten AG für unwirksam erklären zu lassen.
    Im neuen Unternehmen hat sie bisher nur ein paar Tage gearbeitet.
    Im alten immer mal wieder, seit sie 13 war, im Rahmen von Schülerjobs und später im Rahmen eines Zweitjobs; und dann in diesem Jahr ein paar Monate als Vollbeschäftigte.
    Wir dachten es sei gerechter wenn sie darauf hin wirkt die Kündigung für unwirksam erklären zu lassen.
    Auch durch die Antworten hier im Strang ist uns aber klar geworden dass dieser Weg aller Wahrscheinlichkeit nach nicht der günstigere ist, denn er ist mit mehr Eventualitäten verbunden als der andere Weg.
    Würde sie Schritte in die Wege leiten bzgl Kündigung für unwirksam erklären zu lassen bedeutet das mehr Aufwand und ungünstige Aufregung für eine Schwangere.
    Sie müsste beweisen dass sie zum Zeitpunkt der Kündigung nichts von ihrer SS wusste.
    Vllt gäbe es deshalb gar einen Rechtsstreit.
    Vllt auch einen Rechtsstreit mit der neuen Arbeitgeberin da sie dann ja 2 gültige Vollzeit-Arbeitsstellen hätte.
    Das "alte" Unternehmen, welches beste Verbindungen zu Behörden hat, könnte wahrscheinlich eher eine Sonderkündigung bei Behörden erwirken als die jetzige Arbeitgeberin.
    Coronabedingt gibts im alten Unternehmen mehr Einbußen als im neuen.
    Kurzarbeit wg Corona gibts im alten Unternehmen, im neuen nicht.
    Und sie möchte später auf keinen Fall wieder im alten Unternehmen arbeiten, im neuen schon.
    Ihr Ärger mit dem alten Unternehmen könnte außerdem auf mich negative Auswirkungen haben.

    Ich gebe dir völlig recht dass man Rechtsstreite führen muss wenn es nötig ist, weil man sonst natürlich verliert.
    Hätte meine Tochter zur Zeit keinen gültigen Arbeitsvertrag gäbe es gar keine Frage, dann müsste sie alles dran setzen um die Kündigung für unwirksam erklären zu lassen.
    Glücklicherweise hat sie aber einen gültigen Arbeitsvertrag.
    Sie könnte sich wahrscheinlich selbst mehr schaden (und mir auch) wenn sie den umständlicheren Weg wählt.
    Wahrscheinlich ist es klüger die jetzige Situation unter dem Gesichtspunkt zu betrachten dass es, wie hier schon geschrieben stand, einfach unternehmerisches Risiko ist dass eine Angestellte schwanger wird.
    Und beim alten AG ist die Frist zur Mitteilung verstrichen, beim neuen nicht.
    Sry wenn ich etwas durcheinander geschrieben habe.
    Ich mach mir Sorgen und suche in den nächsten Tagen trotzallem eine Anwältin auf um auf Nummer sicher zu gehen.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Eine Kollegin wurde gekündigt (2 Wochen Frist, auch probezeit) und bis zum Ende frei gestellt....

    3 Wochen später bekam der Chef Post, das die Kündigung zurückgenommen werden muss, da sie schwanger ist und sich jetzt heraus stellte, daß sie bereits zum Zeitpunkt der Kündigung schwanger war.

    Chef hat seinen Anwalt dazu gefragt:

    Kündigung ist wirksam und fertig. Sie hätte 2 Wochen nach der Kündigung, alles anfechten können. Jetzt nicht mehr....

    Ab vor das AG und dort hat die Kollegin auch verloren.

    ........
    Danke luftistraus!
    So etwas könnte dann also auch noch passieren.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Die Beweislast liegt in diesem Fall bei der Schwangeren - sie muss bei verpasster Frist beweisen können, dass sie zum Kundigungszeitpunkt noch nichts von der Schwangerschaft wusste.

    Zudem sind Schwangere nicht in jedem Fall unkündbar - der Arbeitgeber muss eine Genehmigung der zuständigen Behörde einholen.

    Es ist aber immer schwierig, zwei auf den ersten Blick gleiche Fälle, die vor Gericht landen zu vergleichen, wenn man nicht alle Akten gründlich gelesen hat :)

    Gesetze sind selten reinweg "es ist so", sondern eher "es ist so, wenn....".


    Für den Rechtsstreit wäre so oder das örtliche Gericht zuständig, es gibt keine "Zentralstelle für Streitigkeiten mit Schwangeren".

    Das BMAS leistet unentgeltlich erste Beratung am Telefon, verstößt ein Arbeitgeber ganz eindeutig gegen geltendes Recht (derzeit aktuelles Beispiel : Ein Arbeitgeber hat Kurzarbeit angemeldet, lässt die Mitarbeiter aber trotzdem voll arbeiten und stellt einen Antrag auf Leistungen für die Mitarbeiter. Die bekommen trotz voller Leistung nur Kurzarbeitergeld und bekommen bei Beschwerden zu hören, man könne ihnen auch kündigen und fragen deshalb bei der Agentur für Arbeit nach) dann wird man der Sache sicher nachgehen.
    Ja, meine Tochter hatte sich geirrt, sie hat mit dem Bürgertelefon des Ministeriums für Arbeit und Soziales telefoniert.
    Wir haben heute die Nummern verglichen.
    Von dem Sonderkündigungsrecht hatte ich auch schon gelesen.
    Ich halte es für wahrscheinlicher dass das alte Unternehmen das bewirken könnte da wir öfter mit Behörden zusammenarbeiten.
    Das neue Unternehmen wahrscheinlich nicht so sehr, es ist anders geartet.
    Und wirtschaftlich angeschlagener, auch durch Corona, erscheint mir auch das alte Unternehmen.
    Meiner Tochter wurde gesagt dass sich "Berlin" (das wäre dann also wahrscheinlich das Bürgertelefon des BMAS) nochmal bei ihr melden wird und ihr mitteilt wie sie weiter verfahren soll wenn sie die Kündigung für unwirksam erklären lassen möchte.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Die 2-Wochen Frist gilt nicht, wenn der Umstand der Verspätung nicht beim Arbeitnehmer liegt und die Schwangerschaft unmittelbar nach Bekanntwerden dem Arbeitgeber gemeldet wird.

    Der erste Arzt könnte dieses Argument stützen. Nur stellt sich die Frage, ob er wirklich bestätigen wird, dass er eine Schwangerschaft ausgeschlossen hat.

    Ich tue mich noch schwer mit dieser Vorstellung.

    Was mir noch komisch vorkommt ist, dass ich von einem Schwangerschaftstest nichts gelesen habe.

    Das ist doch normalerweise das erste was man bei Verdacht macht.
    Ja, ich hab es auch so gelesen bzgl der 2-Wochen-Frist.
    Sie hat heute den alten Gyn kontaktiert und um eine Bestätigung gebeten dass er damals eine SS ausgeschlossen hatte.
    Er war sehr unfreundlich und hat gesagt dass dieses Schriftstück nicht billig sein wird, und sie müsse es selbst bezahlen und hat gefragt ob sie es unter diesen Umständen trotzdem haben möchte.
    Sie hat das bejaht und darf es nun in einer Woche abholen. (für alle Fälle)
    Ihre neue Gyn, zu der sie nun wechselt hat ihr aber auch mitgeteilt dass sie die Krankenakte meiner Tochter anfordern wird, und dort wird ja außerdem dokumentiert sein dass keine SS festgestellt wurde.
    Meine Tochter sagt dass sie damals um einen Termin gebeten hat weil sie eine SS vermutet, weil ihre Regel ausgeblieben war.
    Einen SS-Test hat der Gyn jedoch nicht vorgenommen, also keine Urinprobe genommen.
    Er hat sie nur per Ultraschall untersucht und gesagt dass sie nicht schwanger sei.
    Mich erstaunt das auch.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von FrauKeks Beitrag anzeigen
    Ist Deine Tochter eigentlich minderjährig?
    Nein, sie ist nicht mehr minderjährig.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Es ist immer das Arbeitsgericht am Arbeitsort zuständig. Zudem macht ein Gericht nichts von sich aus.

    Ich rate Euch dringend, zumindest mal eine anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Das ist gut investiertes Geld.

    Das neue Arbeitsverhältnis wird übrigens nicht unwirksam oder automatisch aufgelöst, sollte sich herausstellen, dass das alte noch besteht.

    Im Übrigen beträgt die Klagefrist gegen eine Kündigung 3 Wochen. Wenn man, wie in Eurem Fall, von einer Schwangerschaft nicht wusste, kann man nachträglich die Klagezulassung beantragen, dies aber innerhalb von 2 Wochen nach Kenntnis der Schwangerschaft.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Danke für deine Hinweise likema!

    Ich werd in der nächsten Woche eine Anwältin zu Rate ziehen um auszuschließen dass meine Tochter keinen Fehler macht, wenn sie keine Schritte in die Wege leitet um die Kündigung für unwirksam erklären zu lassen.
    Bzgl. des zuständigen Gerichts ist uns nun klar, dass das Gericht in unserer Region zuständig ist und sie nur mit dem Bürgertelefon des BMAS telefoniert hatte, und ja, natürlich muss man dann selbst zum Gericht und von sich aus tätig werden, wie es sonst wohl auch der Fall ist.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Und als Volljährige muss man auch selbst eine Anwältin zu Rate ziehen. Du kannst ihr die Nummer geben, du kannst ihr anbieten, sie zu begleiten, aber die Anwältin kann nur deine Tochter beraten, nicht dich.

    Ich verstehe deine Sorge, aber sollte deine Tochter nicht strenge Bettruhe einhalten müssen, lass sie das doch, mit deiner Unterstützung, selbst machen.

    Es ist ja auch ihr Arbeitsverhältnis, um das es geht.

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