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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Die Beweislast liegt in diesem Fall bei der Schwangeren - sie muss bei verpasster Frist beweisen können, dass sie zum Kundigungszeitpunkt noch nichts von der Schwangerschaft wusste.

    Zudem sind Schwangere nicht in jedem Fall unkündbar - der Arbeitgeber muss eine Genehmigung der zuständigen Behörde einholen.

    Es ist aber immer schwierig, zwei auf den ersten Blick gleiche Fälle, die vor Gericht landen zu vergleichen, wenn man nicht alle Akten gründlich gelesen hat :)

    Gesetze sind selten reinweg "es ist so", sondern eher "es ist so, wenn....".


    Für den Rechtsstreit wäre so oder das örtliche Gericht zuständig, es gibt keine "Zentralstelle für Streitigkeiten mit Schwangeren".

    Das BMAS leistet unentgeltlich erste Beratung am Telefon, verstößt ein Arbeitgeber ganz eindeutig gegen geltendes Recht (derzeit aktuelles Beispiel : Ein Arbeitgeber hat Kurzarbeit angemeldet, lässt die Mitarbeiter aber trotzdem voll arbeiten und stellt einen Antrag auf Leistungen für die Mitarbeiter. Die bekommen trotz voller Leistung nur Kurzarbeitergeld und bekommen bei Beschwerden zu hören, man könne ihnen auch kündigen und fragen deshalb bei der Agentur für Arbeit nach) dann wird man der Sache sicher nachgehen.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Eine Kollegin wurde gekündigt (2 Wochen Frist, auch probezeit) und bis zum Ende frei gestellt....

    3 Wochen später bekam der Chef Post, das die Kündigung zurückgenommen werden muss, da sie schwanger ist und sich jetzt heraus stellte, daß sie bereits zum Zeitpunkt der Kündigung schwanger war.

    Chef hat seinen Anwalt dazu gefragt:

    Kündigung ist wirksam und fertig. Sie hätte 2 Wochen nach der Kündigung, alles anfechten können. Jetzt nicht mehr....

    Ab vor das AG und dort hat die Kollegin auch verloren.

    ........
    Die 2-Wochen Frist gilt nicht, wenn der Umstand der Verspätung nicht beim Arbeitnehmer liegt und die Schwangerschaft unmittelbar nach Bekanntwerden dem Arbeitgeber gemeldet wird.

    Der erste Arzt könnte dieses Argument stützen. Nur stellt sich die Frage, ob er wirklich bestätigen wird, dass er eine Schwangerschaft ausgeschlossen hat.

    Ich tue mich noch schwer mit dieser Vorstellung.

    Was mir noch komisch vorkommt ist, dass ich von einem Schwangerschaftstest nichts gelesen habe.

    Das ist doch normalerweise das erste was man bei Verdacht macht.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Ein Arzt der bei einer gebärfähigen Frau, keinen schwangerschaftstest macht, wenn die periode ausbleibt.....

    Der wird einen Teufel tun und das schriftlich geben.....
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen

    Hast Du nähere Infos bzgl. Gericht, Az., Datum ... so dass ich das recherchieren kann ... mich würde das Urteil wirklich interessieren.
    Kann ich dir gerne per pn geben
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Die Beweislast liegt in diesem Fall bei der Schwangeren - sie muss bei verpasster Frist beweisen können, dass sie zum Kundigungszeitpunkt noch nichts von der Schwangerschaft wusste.
    Selbstredend. Demzufolge natürlich ein - ja was - Privatgutachten der Gyn oder ein - wenn es streitig wird - dann ein vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten.

    Aber die TE will all das ja glaub gar nicht. Also keine "Rechtsstreits!"

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Kann ich dir gerne per pn geben
    Ok. Aber Urteile sind immer klar öffentlich. Wieso dann per PN? Verstehe ich nicht.

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Weil das mein Arbeitgeber ist und dadurch meine Anonymität nicht mehr gewährt ist....
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Ein Arzt der bei einer gebärfähigen Frau, keinen schwangerschaftstest macht, wenn die periode ausbleibt.....

    Der wird einen Teufel tun und das schriftlich geben.....
    Ach doch, das wird er, wenn er in einem Rechtsstreit als Zeuge, ggf. auch unter Eid, aussagen muss. Ist auch einfach normal und nix Besonderes.

    Ob er das außergerichtlich tut, weiß ich nicht. Ich würde ihn aber schon entsprechend auffordern, mit cc der Krankenkasse, wenn nötig.
    Geändert von Vienna__ (02.07.2020 um 00:21 Uhr)

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Weil das mein Arbeitgeber ist und dadurch meine Anonymität nicht mehr gewährt ist....
    Ok. Aber ich gehe mal davon aus, dass dieses Urteil sicher anonymisiert ist. Kannst ja selber mal schauen.

    Es gibt keine veröffentlichte Urteile mit Klarnamen.
    Geändert von Vienna__ (02.07.2020 um 00:48 Uhr) Grund: .

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    AW: Kündigung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Würde ich auch empfehlen. So unerschwinglich ist eine erstmalige Beratung nicht, danach ist man klüger und kann entscheiden, wie es weiter gehen soll.
    Ich hab mit meiner Tochter drüber gesprochen, sie mag eher keinen Anwalt aufsuchen.
    Ich kenne eine Anwältin recht gut und hab nachgesehn ob sie zufällig für Arbeitsrecht zuständig ist.
    Zum Glück ist das der Fall sodass ich sie um ein baldiges Beratungsgespräch, zur Not auch nur mit mir, bitten werde.
    Einfach um auf Nummer sicher zu gehn.

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