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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Danke euch für die vielen Antworten.

    Nein, ich bin nicht verbeamtet, weil ich kein Verwaltungsstudium habe, sondern Quereinsteiger bin und bin auch ehrlich gesagt froh drum. Es gibt nur noch wenige Beamte und die sind eben in genau so einer Situation sehr sehr unflexibel und müssen warten bis der Dienstherr sie frei gibt, was bei mir nicht der Fall ist, und ich gern frei bin in dem was ich tue.

    Also optimal wäre ein "normaler" Vollzeitjob.

    Wie gesagt ist klar, die Teilzeitstelle ist durchgerechnet und damit komme ich klar, natürlich sind große Anschaffungen wie neuer PKW oder sowas in der Richtung dann erstmal passé, zwar nicht geplant, aber man weiß nie was kommt, es wären dann im Jahr Netto 12.000 Euro weniger, eine Hausnummer! Das Aufstocken hatte ich schon mal angesprochen, aber erstmal ist das natürlich nicht drinnen, sonst wäre gleich Vollzeit ausgeschrieben gewesen.

    Bei mir ist Überlastung schnell der Fall, wenn ich das Gefühl habe, mich einfach nicht wohl zu fühlen, wo ich bin. In meinen ersten Arbeitsstellen habe ich binnen weniger Monate viel mehr gearbeitet und ein tolles Team, sogar Freunde im Team gefunden, man ist dann auch gerne mal länger dort, und hat einfach auch andere Energie morgens aufzustehen und mal früher anzufangen.

    An meinem jetzigen Arbeitsplatz wird man angefaucht, kein Ton was man so mal am WE gemacht hat, nur pampiges Gelaber, die Kollegen sind ewig da und unzufrieden mit allem, weil sie wissen, dort auch nie wieder weg zu kommen.

    Nach meiner Kündigung wird kein Mensch wissen, was zu tun ist, da bei uns niemanden interessiert, was ich wie wo mache, es wird sich kein Nachfolger finden aus den eigenen Reihen, da der Job einfach keinen Spaß macht, auch der physische Arbeitsplatz eklig ist, es zieht, man sitzt mit dem Rücken zur Eingangstür, was psychologisch ätzend ist, da man immer Kundschaft quasi im Rücken hat, also kurzum der Platz ist unattraktiv für interne Bewerber.

    Also ich im Januar erstmals angesprochen habe, dass ich so unzufrieden bin, dass ich mir etwas neues suche, wurde mir ein Auszubildender an die Seite versprochen ab Sommer, den hab ich jetzt, der kann noch nichts, der will auch nichts lernen, der fragt nichts, der wehrt nur ab, der ist bestens so wie die Bestandskollegen schon sind, wandert genau in der Schiene, das einzige was er gut kann ist pünktlich Feierabend machen und auf jede Frage, kennt er eine abwehrende Haltung, die Leitung der Abteilung interessiert das nicht.

    Also es wird so laufen, dass auch meine Kündigung im Kern niemanden inhaltlich interessiert, sondern man nur sauer sein wird, dass man jetzt das Arbeitspaket auch noch wieder drauf bekommt.

    Ich suche derzeit noch weiter, aber es gibt kaum mehr Stellen vor den Sommerferien, es geht erst wieder im Herbst los, wenn die neuen Haushalte im öff. Dienst beschlossen sind, aber so lange kann und will ich nicht mehr warten, da ich sonst meine jetztigen Angebote beide verlieren dürfte.

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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Es gibt jetzt keine Möglichkeit aufzustocken, aber es gibt ja (wenn du erst einmal dort bist>) auch die Möglichkeit intern zu wechseln oder auch andere Aufgaben zu übernehmen. Bei uns (ich bin im ÖD) ist das der Fall. Ich finde man sollte heute so leben, dass mans ich wohl fühlt und nicht so sehr an die Zukuft denken. Man weiß nie was kommt. In deinem jetzigen Job fühlst du dich nicht wohl. Wenn dir der TZ Job ein gutes Gefühl gibt dann mach ihn. Du hast ja auch einen Nebnejob.

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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Der Drops ist gelutscht, es ist aber vielleicht auch nicht das Geschickteste, als Neue nach der Probezeit anzusprechen, dass man das Betriebsklima nicht mag.


    Dass sich dann alle auf Dich einschießen, wäre absehbar gewesen.

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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Annaky, Du schreibst im Eingangsposting, dass mehrere Personen in Deinem jetzigen Bereich kurz vor der Rente stehen.
    Wie lange ist es bis dahin noch? Könntest Du diese Zeit aussitzen?
    Manchmal kann sich die Dynamik in einer Abteilung stark verändern - in Deinem Fall verbessern - wenn 1-2 Schlüsselpersonen den Betrieb verlassen und neue Kollegen dazukommen.

    Bei einem Verzicht auf 12.000€ netto pro Jahr hätte ich Bauchschmerzen. Das summiert sich von Jahr zu Jahr, und irgendwann stehen doch wieder größere Anschaffungen an. Das Sparen wird schwieriger, und das geringere Einkommen würde sich an vielen kleinen Stellen im Alltag bemerkbar machen. Das würde ich mir extrem gut überlegen!

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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Der Drops ist gelutscht, es ist aber vielleicht auch nicht das Geschickteste, als Neue nach der Probezeit anzusprechen, dass man das Betriebsklima nicht mag.
    Dass sich dann alle auf Dich einschießen, wäre absehbar gewesen.
    Keiner mag das Betriebsklima bei uns, wie ich schon schrieb, da haut sich jeder in die Pfanne, wo er nur kann und rettet sich selbst raus, wenns drum geht, dass mal wieder jemand Mist gebaut hat, mit Team hat das nichts zu tun, insgesamt sind wir 20 Leute, direkt zusammen arbeite ich mit etwa der Hälfte und circa 1/3 ist meiner Ansicht und teilt sie auch mehr oder minder offen mit mir. Meine Vorgänger auf dem Posten waren alle extern, der Rest ist gewachsene Strukturen, die kennen sich quasi vom Sandkasten auf. Der Posten, auf dem ich bin hat in den letzten 10 Jahren 7x gewechselt, und ich denke das spricht für sich.

    Die meisten, die dort arbeiten, haben dort gelernt, wohnen fußläufig und verdienen durch die Erfahrungsstufe sehr gut, ein Wechsel nach 20-30 Jahren, in denen man im gleichen Büro gearbeitet hat ist faktisch undenkbar, wenn man nicht muss. Man richtet sich ein, die meisten gehen in der Mittagspause nach hause und haben nicht einmal was zu trinken dabei, weil sie schnell heim gehen können wenn sie was brauchen. Im Vergleich dazu fahre ich derzeit fast 45min zur Arbeit mit dem Auto, wenns gut läuft. Viele verstehen dann zB nicht, dass ich nicht Lust habe, morgens zur Arbeit zu fahren und abends nochmal schnell für 10min ins Büro zu kommen um was zu besprechen.

    Die Alternative wäre gewesen, es nicht auszusprechen und still und leise zu gehen, allerdings halte ich es für fair, dem Arbeitgeber und dem Team auch mitzuteilen, was die Gründe sind, dass man sich weiterorientiert, zumindest hätte es ein Gespräch geben können. Statt dessen hat man sich das angehört, genickt und ist auseinandergegangen und hat Feierabend gemacht an diesem Tag, als es gerumst hat.

    Da ging es darum, dass Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden, lange bevor ich überhaupt angefangen habe dort zu arbeiten und mal im Kollektiv mir die Verantwortung dafür in die Schuhe geschoben hat ungeachtet der Tatsache, dass ich ohne Einarbeitung ins Team kam und mich nicht verantwortlich fühle für Dinge, die mein Vor-Vor-Vorgänger verbockt hat.

    Sei es drum, es ist wie es ist.

    Zitat Zitat von LillyTown Beitrag anzeigen
    Annaky, Du schreibst im Eingangsposting, dass mehrere Personen in Deinem jetzigen Bereich kurz vor der Rente stehen.
    Wie lange ist es bis dahin noch? Könntest Du diese Zeit aussitzen?
    Manchmal kann sich die Dynamik in einer Abteilung stark verändern - in Deinem Fall verbessern - wenn 1-2 Schlüsselpersonen den Betrieb verlassen und neue Kollegen dazukommen.

    Bei einem Verzicht auf 12.000€ netto pro Jahr hätte ich Bauchschmerzen. Das summiert sich von Jahr zu Jahr, und irgendwann stehen doch wieder größere Anschaffungen an. Das Sparen wird schwieriger, und das geringere Einkommen würde sich an vielen kleinen Stellen im Alltag bemerkbar machen. Das würde ich mir extrem gut überlegen!
    Also es gibt im Team viele, die vom Burnout zurück sind und neue die frisch in Burnout gehen, das wechselt sich so ab, also seit ich da bin, war jeder mal 12 Wochen krank Reih um. D.h. auch die jüngeren sind stark vorbelastet und die müsste man weiter ertragen, die haben noch 10-15 Jahre bis zur Rente, der Rest je nach dem 1-2 Jahre und das wäre mir definitiv zu lange zum Aussitzen, zumal ja kein Personal nachkommt, das nicht aus den eigenen Reihen die gleiche Arbeitsmoral besitzt.

    Ich hatte der Sache ein halbes Jahr Zeit gegeben und gesagt - ok - die Corona Krise kam dann noch, ich warte ab bis das Personal, das Ende letzten und Anfang diesen Jahres versprochen wurde, eingestellt wird, da aber bisher noch nicht einmal eine Stelle ausgeschrieben wurde und mir lediglich ein Auszubildender zur Seite gestellt wurde, ist das Maß für mich erreicht zu sagen: Ich warte jetzt nicht mehr länger auf den Zufall.

    Ja, die Gehaltseinbuße wäre ein kleiner guter Gebrauchtwagen jedes Jahr, dessen bin ich mir bewusst, also das ist schon eine Nummer, die einzige, die mich auch nachdenken lässt um ehrlich zu sein. Auch wenn vieles drumherum von den Arbeitsbedingungen dort passen würde und man auch einen ruhigeren konzentrierteren Job hätte......

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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Annaky, ich glaube Dir sofort, dass die Zustände wirklich so schlimm sind, wie Du sagst.


    Nur - wenn man so etwas offen anspricht, ist man verbrannt.


    Das ist fast immer so.

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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Wie wäre es, wenn du beim TZ Job ansprichst, dass dir die finanziellen Einbußen durch die TZ im Vergleich zum jetzigen Job zu hoch sind? Vielleicht gibt es eine Zusatzaufgabe, durch die du mehr Stunden arbeiten könntest und die eine Zulage rechtfertigen? Fragen kann man ja immer.

    Meine Laune ist im Keller.
    Hoffentlich bringt sie Wein mit.
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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Annaky, ich glaube Dir sofort, dass die Zustände wirklich so schlimm sind, wie Du sagst.


    Nur - wenn man so etwas offen anspricht, ist man verbrannt.


    Das ist fast immer so.
    Wie heißt es so schön, Schuld hat nicht derjenige, der es macht, sondern der, der es ausspricht und ich hab ausgesprochen was viele denken aber nie sagen würden. Ein Kollege meinte mal zu mir "Ich weiß, dass wir hier kein Team sind, aber ich muss hier bis zur Rente bleiben und das sind noch einige Jahre, Sie (also ich) werden hier bald gehen, das ist ziemlich offensichtlich und ich wenn ich zu Ihnen halte, stehe ich dann alleine da, also muss ich zum Kollektiv (den anderen) halten, denn die werden, so wie ich auch, bleiben". Traurig, aber wahr.



    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Wie wäre es, wenn du beim TZ Job ansprichst, dass dir die finanziellen Einbußen durch die TZ im Vergleich zum jetzigen Job zu hoch sind? Vielleicht gibt es eine Zusatzaufgabe, durch die du mehr Stunden arbeiten könntest und die eine Zulage rechtfertigen? Fragen kann man ja immer.

    Ich bin eingeladen zu einem Probearbeiten, was ich super finde und bisher noch nie der Fall war. Also das zeigt mir persönlich, dass dem Arbeitgeber daran gelegen ist, dass es für beide Seiten passt und das werde ich in jedem Fall wahrnehmen. Ich denke auch zu dieser Gelegenheit spreche ich das an.

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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Zitat Zitat von Annaky Beitrag anzeigen
    Wie heißt es so schön, Schuld hat nicht derjenige, der es macht, sondern der, der es ausspricht
    Die Schuld nicht, aber den Schwarzen Peter.

    Überrascht Dich das?

    Ein Kollege meinte mal zu mir "Ich weiß, dass wir hier kein Team sind, aber ich muss hier bis zur Rente bleiben und das sind noch einige Jahre, Sie (also ich) werden hier bald gehen, das ist ziemlich offensichtlich und ich wenn ich zu Ihnen halte, stehe ich dann alleine da, also muss ich zum Kollektiv (den anderen) halten, denn die werden, so wie ich auch, bleiben". Traurig, aber wahr.
    Du hast offensichtlich Kollegen ohne Rückgrat und solche, die sich gern gemein verhalten, aber keine netten Kollegen mit Rückgrat.

    Gäbe es die, wäre das Betriebsklima nicht so.

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    AW: Jobwechsel steht an - kann mich nicht entscheiden - Vom Regen in die Traufe?

    Zitat Zitat von Annaky Beitrag anzeigen
    Ich bin eingeladen zu einem Probearbeiten, was ich super finde und bisher noch nie der Fall war. Also das zeigt mir persönlich, dass dem Arbeitgeber daran gelegen ist, dass es für beide Seiten passt und das werde ich in jedem Fall wahrnehmen. Ich denke auch zu dieser Gelegenheit spreche ich das an.
    Sounds like a plan. Ist doch öfter im ÖD so, dass man aufgrund von Elternzeit etc. Aufgaben neu aufteilen kann und wenn es dann finanziell und menschlich passt, ist doch allen gedient.

    Meine Laune ist im Keller.
    Hoffentlich bringt sie Wein mit.
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