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    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Frage ist halt, wohin soll ich meine Fühler ausstrecken? Soll ich nur den Arbeitgeber oder gleich die Branche wechseln. Ich wollte immer in die IT, und ich mag den administrativen Teil auch weiterhin sehr, da ich eben naturwissenschaftlich und zahlen-affin bin. Ich wüsste nicht, wo ich sonst hin sollte.
    Nun, ich kann da nur aus der Erfahrung heraus sprechen, die ich kürzlich in meinem Bewerbungsprozess gemacht habe: da braucht man sich gar nicht so viele Gedanken machen, denn am Ende regelt das "der Markt". Es ist einfach ein Schnittmengendiagramm - du kannst dir sicherlich viel vorstellen, und der Markt hat viele Bedarfe, aber auch viele Anforderungen. Wirklich Chancen hast du nur an der Schnittmenge der beiden Kreise, und das merkst du sehr schnell, wenn du die ersten Bewerbungen schickst, wo wirklich Rückmeldungen kommen, weil man an dir interessiert ist, und wo nicht. Manche Optionen, die man sich selbst sehr gut hätte vorstellen können, stellen sich dann sehr bald als unerreichbar heraus, und dann muss man auch nicht weiter drüber nachdenken - lieber die Energie in was Sinnvolles stecken.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich richtig in mich rein höre, möchte ich allerdings am liebsten in einen Bereich gehen, wo man "sinnvoller" arbeitet. Klischee: Yogalehrerin Nein, Yoga ist nicht so meins. Ich könnte mir vorstellen, sowas wie Pferdetherapie oder therapeutisches Reiten zu machen. Aber möchte ich wirklich das Risiko eingehen, ganz abgesehen davon, dass ich auch die Zeit (und Geld) für die Ausbildung haben müsste?
    Kannst du denn da als gefragte ITlerin nicht das beste aus beiden Welten mitnehmen? Also zB 30h in deinem Brotjob arbeiten und den Rest dann als Reittherapeutin in Nebentätigkeit. Leute, die aus Passion zwei Jobs machen, wirken oft sehr viel zufriedener als diejenigen, die monothematisch unterwegs sind. Mein eigener Job ist sehr facettenreich mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten, insofern hat sich mir die Frage nicht gestellt, aber Herr Thrace hatte zB über zwei Jahre zwei verschiedene Jobs parallel, und rückblickend war das eigentlich die glücklichste und beste Zeit für ihn.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Am liebsten wäre ich selbständig, weil ich einfach mit dieser "Fremdbestimmtheit", wo ich so vieles machen muss, was ich für nicht sinnvoll und Zeitverschwendung halte, nicht mehr klar komme. Nur leider fehlt mir die zündende Geschäftsidee und leider auch das nötige Kleingeld.
    Das ist aber häufig ein Mengenproblem - wieviel Zeit verbringst du auf der Arbeit, und wieviel Energie hast du, um dich auch noch in deiner Freizeit über die Fremdbestimmtheit aufzuregen. Und ganz ohne Fremdbestimmung läuft's auch in der Selbständigkeit nicht - die Fremdbestimmung kommt da oft vom leeren Konto, denn der Lebensunterhalt will erst mal verdient sein.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

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    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich überlege wirklich, das Metier zu wechseln. Am liebsten würde ich mittlerweile was "sinnvolleres" machen, als für viel Geld irgendwelche IT-Sachen zu verkaufen. Und dann noch diese ständigen "Bla-Bla"-Schulungen und -Veranstaltungen. Es geht immer nur um "verkaufen, verkaufen, verkaufen", und wenn es die eigene Seele ist (okay, das ist jetzt etwas übertrieben).

    Und wenn bis zum 30.06. die und die Zahl nicht erreicht ist, geht die Welt unter. Der 01.07. ist definitiv zu spät. Manchmal denke ich, das ist doch alles total Banane, was ich hier mache und auch noch unterstütze, indem ich in so einer Branche arbeite.
    Du erlebst so etwas wie eine Sinnkrise. Und träumst davon, dass Du möglicherweise in einem ganz anderen Metier glücklicher würdest. Ich denke, dass Du an dem Punkt träumst. Es gibt keinen Beruf, der nicht unter Termindruck steht, der egal welche Leistung rentabel sein muss. Und dass Du in jedem Beruf mit der Nörgeln der Kunden zurande kommen musst. Sie erwarten und erhoffen, dass Du ihre Probleme löst, Du aber nur Hilfen anbieten kannst, die sie umsetzen müssen. Das gilt für technische Bereiche, therapeutische Maßnahmen und auch im Eventbereich.

    Mir fällt dazu das alte Chinesische Sprichwort ein:

    „Willst Du einen Tag glücklich sein, so kauf Dir eine Flasche Wein.
    willst Du eine Woche glücklich sein, so schlachte ein Schwein.
    Willst Du ein Jahr glücklich sein, so heirate.
    Willst Du einen Leben lang glücklich sein, so werde Gärtner.“
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Hallo,

    vielen Dank erstmal für Eure Input.

    Ich weiß das ja alles. Und ich weiß auch, dass ich meinen Job nicht wechseln möchte und werde.

    Um als Reittherapeutin arbeiten zu können/dürfen, müsste ich eine richtige Ausbildung als Heilpädagogin o. ä. machen, und das geht nicht im Fernstudium wg. Praktika. Von daher kommt das nicht in Frage.

    Dass man im Arbeitsleben fremdbestimmt ist - ob durch Arbeitgeber, Kunde oder die einfache Notwendigkeit des Broterwerbs - ist ja klar und weiß ich auch. Sinnkrise ist sicherlich das richtige Wort für meine aktuelle Stimmung.

    Ich suche eher nach Wegen, die mir helfen, diese Sinnkrise zu überstehen bzw. da raus zu kommen. Einfach gelassener zu werden und auch nicht immer so viel Verantwortung übernehmen, sondern auch mal los lassen können, was nicht notwendigerweise bei mir liegt... das ist, denke ich, der Knackpunkt.

    Das wiederum kommt aus meiner Vergangenheit und der Indoktrinierung, immer "funktionieren" zu müssen und Verantwortung nicht abgeben zu dürfen. Das ist ja seit einigen Jahren mein Kernthema. Aus diesem Hamsterrad komme ich einfach nicht raus. Ich stecke immer in dem Gefühl fest, anderer Leute Erwartungen erfüllen zu müssen, egal wie. Und ich lerne gerade - nicht nur im Beruf - dieses Gefühl zu durchbrechen und meinen Bereich abzustecken. Mich von den Bereichen abzugrenzen, die nicht mehr (allein) in meine Verantwortung liegen.

    Wie gesagt, bei uns verschwimmen team-intern die Grenzen. Und alles, was ich tun kann, sehe ich auch in meiner Verantwortung, auch wenn es eigentlich doch mehr bei meinem AD liegt. Aber wenn ich dann delegiere, führt das ggfs. zu Verzögerungen, was mich kirre macht. Also versuche ich, soviel wie möglich selbst zu erledigen - und leide dann unter dem selbsterzeugten Druck.

    Wenn ich dann mal Verantwortung oder Kontrolle abgebe, ist das schwer. Aber letztendlich funktioniert das auch. Ich möchte halt auch keine Angriffsfläche bieten, wenn was schief geht, weil ich es abgegeben habe. Ich bin ja nicht meinem AD vorgesetzt und auch nicht umgekehrt, so dass ich ebenfalls dafür verantwortlich gemacht werde, auch wenn der Ball eigentlich bei meinem AD liegt. Und in diesem Geflecht reibe ich mich auf.

    Druck ist nicht so das Problem, sondern dass ich hier so schlecht die Zeitaufwände abschätzen kann, da ich von vielen Seiten abhängig bin, die ich nicht beeinflussen kann. Am Ende der Kette stehe dann immer ich als ausführendes Organ dessen, was von anderer Seite beschlossen wird.

    Ich habe dieses Problem in unseren Prozessen und der Organisation auch schon mehrfach bei der Abteilungsleitung angesprochen und Vorschläge gemacht, wie man das verbessern könnte. Leider wird das nicht einmal angedacht, geschweige denn umgesetzt.

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    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Das wiederum kommt aus meiner Vergangenheit und der Indoktrinierung, immer "funktionieren" zu müssen und Verantwortung nicht abgeben zu dürfen. Das ist ja seit einigen Jahren mein Kernthema. Aus diesem Hamsterrad komme ich einfach nicht raus. Ich stecke immer in dem Gefühl fest, anderer Leute Erwartungen erfüllen zu müssen, egal wie.
    Ja, dieses perfekte Funktionieren zu müssen, erlebst nicht nur Du. Aber alle, die in diesem Hamsterrad laufen, erleben irgendwann, dass weder die Welt untergeht, noch die Firma zerfällt, wenn sie wegen einer Krankheit lange ausfallen oder bei Frauen, wenn sie schwanger werden.

    Das erste muss man niemanden wünschen, das zweite muss man wollen. Oder das tun nicht gerade wenige: Sabbatjahr, neudeutsch Sabbatical.

    das Sabbatjahr ist ein göttliches Gebot, welches in der Tora beschrieben wurde. Es ist das letzte Jahr in einer Reihe von sieben Jahren, danach sollen Sklaven freigelassen werden und Äcker und Weinberge sollen brachliegen. Der Wortursprung aus dem Hebräischen šabat bedeutet inne halten.
    Geändert von Opelius (25.06.2020 um 13:58 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. Inaktiver User

    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das erste muss man niemanden wünschen, das zweite muss man wollen. Oder das tun nicht gerade wenige: Sabbatjahr, neudeutsch Sabbatical.

    das Sabbatjahr ist ein göttliches Gebot, welches in der Tora beschrieben wurde. Es ist das letzte Jahr in einer Reihe von sieben Jahren, danach sollen Sklaven freigelassen werden und Äcker und Weinberge sollen brachliegen. Der Wortursprung aus dem Hebräischen šabat bedeutet inne halten.
    Ich würde liebend gern ein Sabbatical machen (gern auch erstmal nur 3 Monate). Aber mir fehlen die finanziellen Mittel dazu. Ich versuche aktuell aber, mir da was auszurechnen, dass ich vielleicht nächstes Jahr dies doch umsetzen kann.

    Weiterhin überlege ich, ggfs. auf Teilzeit zu gehen. Aber auch da rechne ich gerade rum, wie sich Stunden- und damit verbundene Gehaltsreduktion für mich lohnt.

    Bis dahin suche ich nach Strategien, aus dem aktuellen Loch raus zu kommen.

    Hierauf möchte ich auch nochmal eingehen:

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ja, dieses perfekte Funktionieren zu müssen, erlebst nicht nur Du. Aber alle, die in diesem Hamsterrad laufen, erleben irgendwann, dass weder die Welt untergeht, noch die Firma zerfällt, wenn sie wegen einer Krankheit lange ausfallen oder bei Frauen, wenn sie schwanger werden.
    Es scheinen sich im Unternehmen allerdings die meisten besser abgrenzen zu können als ich. Jedenfalls höre ich häufiger "das ist nicht allein Deine Verantwortung. Gib das doch an deinen AD ab..." Darum bin ich da, glaub, schon extrem. Und das sehe ich nicht als Stärke, sondern als Schwäche. Ich muss hier dringend dran arbeiten, Verantwortung abzugeben.

    Gibt es dafür Schulungen?
    Geändert von Inaktiver User (25.06.2020 um 14:17 Uhr)

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    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    @ anky: es gibt ja die wunderbare Trias love it - change it - leave it. "Leave it" scheint ja trotzdem nicht wirklich eine Option für dich zu sein, wenn ich das richtig rauslese. Also beibt nur "love it" bzw. "change it".

    Mit Blick auf deine Ziele (Teilzeit, Sabbatical etc.) kann ich dir raten, dir einen One Page Personal Plan zu machen (einfach googlen, es gibt eine kostenlose Vorlage im Internet). Ich habe meinen so aufgehängt, dass ich wirklich jeden Tag draufschauen muss, und das hilft enorm bei der Konsequenz in der Umsetzung der eigenen Pläne.
    Strategien für die bessere Abgrenzung kann man durchaus auch in Kursen lernen, zB Haufe-Akademie oder so etwas bieten das an. Ich habe in solchen Situationen immer gute Erfahrung mit einem business-Tagebuch gemacht - jeden abend 3-5 Stichpunkt aufschreiben ,was so war, und wie das, das war, mit deinem Problem zusammenhängt. Meist erkennt man nach wenigen Tagen schon gewisse Muster (vor allem bei sich selbst), und das ist dann der erste Anstoß in Richtung Veränderung.
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  7. Inaktiver User

    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    @ anky: es gibt ja die wunderbare Trias love it - change it - leave it. "Leave it" scheint ja trotzdem nicht wirklich eine Option für dich zu sein, wenn ich das richtig rauslese. Also beibt nur "love it" bzw. "change it".
    Ja, so ungefähr. Ich versuche gerade die richtige Mischung aus "change it" und "love it" zu finden. Beides ist nur eingeschränkt möglich.

    "change it" geht genauso nur aus meinem Inneren heraus wie "love it". An den Prozessen ändere ich nichts und an der Arbeitsweise meines AD auch nur begrenzt.

    Um zu wissen, was ich ändern kann, muss ich heraus finden, was mich eigentlich so aufreibt. Das ist insbesondere das abgrenzen und weniger Verantwortung übernehmen.

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Mit Blick auf deine Ziele (Teilzeit, Sabbatical etc.) kann ich dir raten, dir einen One Page Personal Plan zu machen (einfach googlen, es gibt eine kostenlose Vorlage im Internet). Ich habe meinen so aufgehängt, dass ich wirklich jeden Tag draufschauen muss, und das hilft enorm bei der Konsequenz in der Umsetzung der eigenen Pläne.
    Das klingt gut und ich werde mich auf jeden Fall damit beschäftigen.

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Strategien für die bessere Abgrenzung kann man durchaus auch in Kursen lernen, zB Haufe-Akademie oder so etwas bieten das an. Ich habe in solchen Situationen immer gute Erfahrung mit einem business-Tagebuch gemacht - jeden abend 3-5 Stichpunkt aufschreiben ,was so war, und wie das, das war, mit deinem Problem zusammenhängt. Meist erkennt man nach wenigen Tagen schon gewisse Muster (vor allem bei sich selbst), und das ist dann der erste Anstoß in Richtung Veränderung.
    Danke für Deine Tipps, die mir helfen, einen Ansatz zu finden, meine Jobsituation so zu verbessern, dass ich auch wieder motiviert bin.

    Wie es der Zufall will, habe ich vor einigen Tagen ein Angebot eines Headhunters erhalten, das auf den ersten Blick gar nicht so uninteressant klingt. Mit der Auseinandersetzung mit der neuen Möglichkeit kam dann auch die Erkenntnis, unter welchen Umständen ich ggfs. einen Wechsel in Betracht ziehe; aber auch, wie sehr ich doch mit meinem aktuellen Unternehmen verbunden bin.

    Ganz abgesehen davon, muss ich natürlich auch daran denken, was aus rein rationalen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Will ich nochmal irgendwo neu anfangen mit neuer Probezeit, anderen (unbekannten) Herausforderungen, neuen Kolleg/innen und meine aktuelle sichere Position aufgeben? Die Antwort darauf lautet eigentlich "Nein".

    Ich bräuchte einfach eine Pause vom "Hamsterrad", das dennoch auch viele Vorteile hat. Somit werde ich mich intensiv mit dem Thema "Sabbatical" beschäftigen.

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    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Ich hatte einen angenehmen Job, fast 10 Jahre inkl. aller Zeiten (Projekte, etc). Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, super Arbeitszeiten, totale Flexibilität nahe am Wohnort. Und habe gekündigt und habe es tausendmal bereut und tausend mal gesagt, es war die richtige Entscheidung.

    Das Problem bei mir war, dass die Luft raus war und kein neuer Input kam, es war wie in einer Ehe, in der Stillstand ist, auch wenn alles gut ist und man plötzlich überlegt, man müsste etwas ändern, weiß aber nicht was.

    Ich würde, bevor ich mich umschaue nach einem anderen Job, mir Reize und Dinge suchen, sie außerhalb der Arbeit liegen, statt ein so großes Stellwerk zu verschieben. Das habe ich damals auch gemacht, aber irgendwann half das nicht mehr, dann half nur der Jobwechsel, der mir neue Probleme gebracht hat (siehe mein eigener Thread in diesem Forum).

    Ich finde diese Phasen normal, sie dürfen nur nicht zu lange dauern.

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    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich bräuchte einfach eine Pause vom "Hamsterrad", das dennoch auch viele Vorteile hat. Somit werde ich mich intensiv mit dem Thema "Sabbatical" beschäftigen.
    Macht es da nicht am meisten Sinn, mal mit deinem Chef zu reden? Ich kenne grundsätzlich drei Varianten: a) unbezahlter Urlaub, b) "Ansparen" (wer ein längeres Sabbatical machen will, kann zB drei Jahre lang auf ein Viertel Gehalt verzichten und dann im vierten Jahr (Sabbatical) ebenfalls 3/4 bekommen), oder c) eine Kombination aus angespartem Urlaub und unbezahltem Urlaub. Variante c) ist grundsätzlich für einen Zeitraum von 8-12 Wochen doch eigentlich die beste - wenn du es zB mit dem Chef so gestalten kannst, dass der Jahreswechsel dazwischen liegt, könntest du vier Wochen "alten", vier Wochen "neuen" Urlaub und einen Monat unbezahlten Urlaub einbringen - nur mal so als Rechenbeispiel. Oder ihr einigt Euch auch auf einen Anspar-Modus. Ansparen hat den Vorteil, dass du nach meinem Verständnis keine Krankenversicherung extra zahlen musst, da du ja eben angestellt bist. Bei unbezahltem Urlaub musst du auf jeden Fall "draufzahlen", so zumindest mein Kenntnisstand - aber vielleicht weiß das ja jemand genauer. Oder ansonsten einfach schon mal bei deiner Krankenkasse nachfragen.

    Eine weitere Idee losgelöst von dem Sabbatical wäre, deine Arbeitszeit anders zu verteilen. Ich hatte mal einen an sich sehr öden Job, der aber den großen Vorteil hatte, dass Freitag nachmittag da keiner mehr wirklich gearbeitet hat. Dh man konnte meist schon 16 Uhr oder früher ins Wochenende, und das fand ich damals schon sehr vorteilhaft. Ggf kann das ja auch ein "Pilot" für zwei Monate sein oder so, und dann schaut ihr noch mal gemeinsam, ob das weiterhin ein tragfähiges Konstrukt ist.
    Geändert von Kara_Thrace (01.07.2020 um 10:45 Uhr)
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

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  10. Inaktiver User

    AW: Keine Motivation mehr trotz gutem Job

    Also, heute war mal wieder ein guter Tag. Ich war produktiv und hab meine Zahlen für das Halbjahr eigentlich schon drin (mein persönliches Ziel), obwohl erst 3 Monate vom (abweichenden) Geschäftsjahr um sind. Das hat mich beflügelt.

    Ich hab schon eine Idee, wie ich das mit dem Sabbatical angehen werde. Allerdings ist es im Moment kein guter Zeitpunkt, das anzusprechen, denke ich. Denn in 2 Wochen habe ich ein Gehaltsgespräch. Ich werde da wohl im ersten Step statt einer monetären Gehaltserhöhung eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich vorschlagen. Je nachdem wie das Gespräch verläuft, werde ich die weiteren Schritte planen.

    Ich hatte jetzt auch ein Jobangebot, wo ich eigentlich ins Gespräch einsteigen wollte. Dabei hab ich gemerkt, dass ich den Job eigentlich nicht wechseln möchte.

    Ich hatte in den letzten Jahren einfach zu viele Baustellen, und sie sind bei weitem noch nicht alle aufgearbeitet. Der Akku ist einfach irgendwie auf Anschlag. Da muss ich jetzt irgendwie durch.

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