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    fehlende Motivation und Konzentration

    ich weiß nicht, ob dieses Thema hierhin gehört oder zu Gesundheit.
    Jedenfalls geht es mir schon seit längerer Zeit so, dass ich kaum noch die Motivation für meine Arbeit aufbringe und mich extrem schlecht konzentrieren kann. Mit Corona und home office ist es schlimmer geworden, aber es ist eigentlich immer schwierig.
    Ich habe VWL studiert und arbeite in einem außeruniversitären Forschungsinstitut im Auftrag für öffentl und private Organisationen. Das heißt, den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, Literatur lesen, Daten bearbeiten oder Berichte schreiben. Natürlich haben wir manchmal auch Teambesprechungen oder mit den Kunden, aber das ist vllt 10% die Woche.

    Und ich kann mich einfach nicht lange am Stück konzentrieren - nach max. 20 Minuten schweife ich ab und schau irgendwas im Internet nach, oder schweife einfach in Gedanken ab, oder esse was usw.
    Eine Ausnahme ist vielleicht das Daten bearbeiten, was wirklich konkret ist und ich an einem konkreten Problem herumknobeln kann, bis ich die Lösung habe. was ich auch ganz gern mache, ist mir am Anfang den Arbeitsplan und Methoden auszudenken, also das konzeptionelle. sobald es dann aber daran geht, die informationen zu sammeln, zu sortieren etc etc...krieg ich die Krise.

    Ansonsten ist es im Grunde genommen eine Qual, weil mir bewusst ist, dass ich viel zu langsam bin. Ich schubse mich so durch den Tag und am Abend bin ich total müde und unmotiviert irgendwas anderes zu machen, obwohl ich eh so langsam war. ich hab super nette Kollegen, und hab mir halt gewisse skills aufgebaut, das ist das einzige, was mich motiviert.

    Ich glaube es fehlt mir einfach an "Action" in dem Job, heißt, Interaktion oder eben an konkreten Problem arbeiten. Ich mache in meiner Freizeit sehr gerne handwerkliche Tätigkeiten und koche. Allerdings hab ich da nie was gelernt....und jetzt noch eine Lehre zu machen mit Mitte 30, und mein Studium einfach so wegzuschmeißen, ich weiß nicht, ob ich das mit mir vereinbaren könnte.

    Ich bin jetzt seit 8 Jahren in diesem Beruf, und weiß nicht wirklich, wie weiter?? Außerdem: woher weiß ich, dass es wirklich die Tätigkeit ist oder ob ich einfach zu faul bin?

    meine Praktika waren meist auch solche Recherche-und Schreibtätigkeiten, deshalb fehlt mir die Vergleichsmöglichkeit. muss aber sagen, dass mir das Arbeiten schreiben schon während des Studiums schwer gefallen ist.

    Ich überlege auch, umzuschulen, aber weiß nicht was. Überlege mir, Coaching oder HR. Ich halte gerne Trainings und Präsentationen, z.B., aber was kann man daraus machen??

    Geht/Ging es jemandem ähnlich? Habt ihr irgendwelche Tips? Erfahrungen mit Mitte 30 neu starten?

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    AW: fehlende Motivation und Konzentration

    Zitat Zitat von Vali3 Beitrag anzeigen
    ich weiß nicht, ob dieses Thema hierhin gehört oder zu Gesundheit.
    Jedenfalls geht es mir schon seit längerer Zeit so, dass ich kaum noch die Motivation für meine Arbeit aufbringe und mich extrem schlecht konzentrieren kann. Mit Corona und home office ist es schlimmer geworden, aber es ist eigentlich immer schwierig.
    Ich habe VWL studiert und arbeite in einem außeruniversitären Forschungsinstitut im Auftrag für öffentl und private Organisationen. Das heißt, den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, Literatur lesen, Daten bearbeiten oder Berichte schreiben. Natürlich haben wir manchmal auch Teambesprechungen oder mit den Kunden, aber das ist vllt 10% die Woche.

    (…)

    Ich überlege auch, umzuschulen, aber weiß nicht was. Überlege mir, Coaching oder HR. Ich halte gerne Trainings und Präsentationen, z.B., aber was kann man daraus machen??

    Geht/Ging es jemandem ähnlich? Habt ihr irgendwelche Tips? Erfahrungen mit Mitte 30 neu starten?
    Gibt es in deinem Studiumfach nur solche "langweilige" Jobs? Eventuell findest du einen, in dem Training und Coaching dazugehört. Ich würde mich mal umschauen. VWL wird doch auch als Lehrtätigkeit (VHS) oder so angeboten?!

    Kannst du deine Arbeitszeit reduzieren? Eventuell könntest du in der verbliebenen Zeit eine andere Tätigkeit ausüben. Eventuell kannst du dich so an eine andere Tätigkeit herantasten.

    Zu deiner Befürchtung mit der Faulheit. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass manche Tätigkeiten/Felder mich über mich hinaus wachsen lassen, wenn mich etwas wirklich interessiert. Auf der anderen Seite, so erlebe ich es auch gerade oft im Homeoffice, bekomme ich einfach keine Motivation für manche Dinge. Das ist ganz normal.
    Ich selbst habe übrigens auch mit Ende 30 noch eine berufliche Neuorientierung gewagt. Eine völlig andere Tätigkeit, für die ich aber auch mein Studium brauchte. Ist aber tendenziell nicht ganz passgenau.

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    AW: fehlende Motivation und Konzentration

    ich habe mich schon oft für Stellen beworben, die hauptsächlich Projektmanagement beinhalten (z.B. Arbeitsmarktmaßnahmen, Integration, etc.), aber ich glaube, weil mein LL SO Recherche-lastig ist, hat das nie geklappt.
    Das mit der Stundenreduktion habe ich schon ausprobiert, das Problem ist, dass ich dann erst recht prokrastiniere, weil ich mir denke, ach, das kann ich ja auch an meinem "freien" Tag fertig machen...ich müsste mir den freien Tag wahrscheinlich verplanen, das stimmt.

    Darf ich fragen, wohin du dich beruflich neu orientiert hast?

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    AW: fehlende Motivation und Konzentration

    Zitat Zitat von Vali3 Beitrag anzeigen
    ich habe mich schon oft für Stellen beworben, die hauptsächlich Projektmanagement beinhalten (z.B. Arbeitsmarktmaßnahmen, Integration, etc.), aber ich glaube, weil mein LL SO Recherche-lastig ist, hat das nie geklappt.
    [...]
    Darf ich fragen, wohin du dich beruflich neu orientiert hast?
    Hallo, ich war zwar nicht gefragt, antwortete aber trotzdem mal, weil ich als Integrationsberaterin arbeite (Arbeitsmarktmarktmaßnahme, aber mit Schwerpunkt auf der Unterstützung bei der Regelung finanzieller Schwierigkeiten, drohende Wohnungslosigkeit etc.).

    Auch wenn alle Kollegen aus verschiedenen Ursprungsberufen stammen, wüsste ich keinen, der vorher eine Tätigkeit hatte, die so recherchelastig ist. Vielleicht nimmst du einfach mal Kontakt zu einem Bildungsträger in deiner Region auf und fragst die ganz konkret, welche Zusatzqualifikation notwendig ist, um eine Chance zu haben. Es gibt ja sehr unterschiedliche Maßnahmen, sodass durchaus auch verschiedene Qualifikationen gefragt sind.

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    AW: fehlende Motivation und Konzentration

    Zitat Zitat von Vali3 Beitrag anzeigen
    ich habe mich schon oft für Stellen beworben, die hauptsächlich Projektmanagement beinhalten (z.B. Arbeitsmarktmaßnahmen, Integration, etc.), aber ich glaube, weil mein LL SO Recherche-lastig ist, hat das nie geklappt.
    Das mit der Stundenreduktion habe ich schon ausprobiert, das Problem ist, dass ich dann erst recht prokrastiniere, weil ich mir denke, ach, das kann ich ja auch an meinem "freien" Tag fertig machen...ich müsste mir den freien Tag wahrscheinlich verplanen, das stimmt.

    Darf ich fragen, wohin du dich beruflich neu orientiert hast?
    Ich habe ein naturwissenschaftliches Studium (Chemie /Biochemie) und eine Laborantenausbildung. Nach meinem Studium habe ich im Labor gearbeitet und Antikörpertests entwickelt. Danach hatte ich bis Mitte 30 eine Stelle nochmals im Bereich Medizintechnik, mehr Richtung Produktmanagement. Nach Geburt meiner Tochter sah ich in diesem Bereich kein Land mehr für mich auch wegen der hohen Reisetätigkeit, die dieser Job abverlangt. Außerdem wollte ich raus der der freien Wirtschaft aus diversen Gründen. Ich habe dann unvermittelt gekündigt und mal geschaut was es für mich gibt. Ich hatte schon in Kauf genommen in meinen Ausbildungsberuf wieder im Labor zu landen.

    Das Arbeitsamt hatte eine Ausschreibung für eine Laufbahnausbildung in einer Behörde im Bereich Umwelt. Voraussetzung war nur ein naturwissenschaftliches Studium. Die Laufbahnausbildung ging über ein Jahr und endete mit einer recht umfangreichen Abschlussprüfung. Jetzt bin ich seit drei Jahren auf meiner Stelle und es gefällt mir sehr gut. Ich musste viel neues lernen, aber hat alles gut geklappt.

    Wenn Stundenreduktion nichts für dich ist, dann würde ich aber auf jeden Fall mal genau überlegen was du genau brauchst um motiviert zu sein. Projektmanagement kann übrigens genauso ermüdend sein wie Recherchieren. Ich habe mal für meinen alten Job ein Fernstudium in Projektmanagement gemacht. Im nachhinein bin ich froh, dass ich in diesem Bereich nicht arbeiten muss. Mein Mann macht Projektmanagement und er ist nur noch genervt vom Ausfüllen der Tabellen dem Rumschieben und Aufschieben von Terminen und von der Tatsache, dass sich keiner an Termine hält... Kommt natürlich auch auf die Firma an.

    Für mich habe ich z. B. erkannt, dass ich immer Abwechslung brauche. Also nicht nur PC-Arbeit sondern auch Außentermine, Besprechungen mit Externen, sonstige Termine. Das habe ich z. B. jetzt viel mehr (gut zur Zeit nicht wegen Corona). Ich merke, dass ich auch gerade in meinem Homeoffice verkümmere und mir die "Action" fehlt.

    Ich kenne mich mit VWL so gar nicht aus. Aber vielleicht kann dir noch jemand einen Tipp geben, welche Möglichkeiten es mit mehr Abwechslung für dich gib.

    Alles Gute!

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    Zitat Zitat von sunflower1976 Beitrag anzeigen
    Auch wenn alle Kollegen aus verschiedenen Ursprungsberufen stammen, wüsste ich keinen, der vorher eine Tätigkeit hatte, die so recherchelastig ist. Vielleicht nimmst du einfach mal Kontakt zu einem Bildungsträger in deiner Region auf und fragst die ganz konkret, welche Zusatzqualifikation notwendig ist, um eine Chance zu haben.
    ...meinst du mit Bildungsträger die Institutionen, die solche Unterstützungsleistungen anbieten? Ich schaue ganz oft Ausschreibungen an, aber die wollen immer entweder Sozialpädagogik, Psychologie oder sonst DAF/DAZ/Pädagogik, manchmal auch Trainer/Supervisor. Obwohl ich auch gehört habe, dass ganz viele Sozialarbeiter gar keine solche Ausbildung haben, sondern einfach schon jahrelange Erfahrung.

    Was hast du denn gelernt? Und du hilfst dann konkret einzelnen Personen mit oben genannten Problemen, oder?

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    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Wenn Stundenreduktion nichts für dich ist, dann würde ich aber auf jeden Fall mal genau überlegen was du genau brauchst um motiviert zu sein. Projektmanagement kann übrigens genauso ermüdend sein wie Recherchieren. Ich habe mal für meinen alten Job ein Fernstudium in Projektmanagement gemacht. Im nachhinein bin ich froh, dass ich in diesem Bereich nicht arbeiten muss. Mein Mann macht Projektmanagement und er ist nur noch genervt vom Ausfüllen der Tabellen dem Rumschieben und Aufschieben von Terminen und von der Tatsache, dass sich keiner an Termine hält... Kommt natürlich auch auf die Firma an.

    Für mich habe ich z. B. erkannt, dass ich immer Abwechslung brauche. Also nicht nur PC-Arbeit sondern auch Außentermine, Besprechungen mit Externen, sonstige Termine. Das habe ich z. B. jetzt viel mehr (gut zur Zeit nicht wegen Corona). Ich merke, dass ich auch gerade in meinem Homeoffice verkümmere und mir die "Action" fehlt.
    Ja, ich habe auch eine Freundin, die im PM arbeitet und mir immer sagt, wie langweilig das ist, aus den gleichen Gründen wie dein Mann :).
    Ich weiß eigentlich, was ich bräuchte: Abwechslung (räumlich, physisch, mit Menschen), kurze deadlines und konkrete Aufgaben wo es ein richtig/falsch gibt oder wo ich etwas entwickeln kann, was dann ein bestimmtes Ergebnis liefert; ODER halt was im künstlerischen Bereich, wo es nicht um Fakten, sondern mehr um Gespür, Form und Symbole geht.

    ich weiß nur eben nicht, in welchen Funktionen ich das finden kann. Ich hab Praktika in NGOs und anderen Forschungsinstituten gemacht, und das war immer das gleiche - den ganzen Tag am Computer irgendwas lesen oder schreiben.

    Ich hasse es eigentlich, Berichte zu verfassen, und Informationen zusammenzufassen - verliere mich immer total in Details und verstehe dann nicht mehr, was das Ergebnis sein soll, weil es ja so viele gegensätzliche Aussagen gibt...:).ich brauche auch einfach STUNDENlang, um irgendwelche Artikel zu lesen...
    Komischerweise meinen meine Chefs, dass ich gute Arbeit leiste.

    bin schon so deprimiert deswegen...und ich traue mich nicht zu kündigen, obwohl ich es mir finanziell leisten könnte - weil ich Angst habe, dass mich dann erst recht niemand mehr nimmt. Aber vielleicht muss man einfach ins kalte Wasser springen.

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    Was hattest du dir denn vorgestellt, als Traumjob, als du VWL studiert hast?

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    ich hatte keine konkrete Vorstellung. Ich wollte immer für die UNO arbeiten, weil ich Fremdsprachen liebe. Ich habe das studiert, weil ich die Themen spannend fand - und immer noch finde. ich diskutiere auch gerne über gewisse Themen, aber es ist diese genaue, monatelange Analyse, die mich nervt.
    Von einer späteren Tätigkeit her hatte ich überhaupt keine genaue Vorstellung, ich wusste damals auch gar nicht, was es alles gibt.
    So als Nebenjobs habe ich immer als Nachhilfelehrerin gearbeitet oder gekellnert.

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    Quereinstieg als Berufsschullehrer? Du müsstest dann halt nochmals Referendariat machen, kommt aber eventuell auch auf das Bundesland an.

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