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    Jobwechsel - in die Pflege?

    Hallo zusammen,

    Ich bin gerade 50 geworden. Seit etwa 30 Jahren arbeite ich im Bereich Gastronomie/Veranstaltungsleitung. Bis vor Corona zweigleisig....
    Beide Bereiche sind jetzt Coronabedingt bis auf weiteres erst mal still gelegt. Aktuell bin ich In Kurzarbeit( de facto zu Hause) und noch angestellt....
    Zur Zeit bin ich im Trennungsjahr und bekomme Unterhalt, der aber Anfang nächsten Jahres ausläuft.
    Ich überlege ernsthaft, noch mal eine Ausbildung als Pflegefachkraft zu beginnen, aber aber keine privaten Kontakte in dem Bereich. Ein Praktikum fällt ja gerade auch aus.....🙄
    Ich halte mich für körperlich und nervlich ziemlich belastbar, habe Erfahrung in Betreuung von pflegenden Angehörigen und selbst ein Familienmitglied in einer schweren Krankheitsphase betreut.
    Wer mag Hinweise oder Tips geben? Ggf. auch andere Alternativen?
    Hat jemand Erfahrungen in Umschulung in die Pflege?

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    AW: Jobwechsel - in die Pflege?

    Hallo,
    ich kenne zwei Männer über 50, die eine vom Arbeitsamt finanzierte Umschulung zum Altenpfleger mit Schwerpunkt Demenzbetreuung machen. Mehr kann ich dir leider nicht sagen. Vielleicht kann das Arbeitsamt dir weiterhelfen. Ich finde die Idee gut.

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    AW: Jobwechsel - in die Pflege?

    Gut ist, dass du in der Pflege mit Sicherheit immer und überall einen Job bekommen wirst. Egal welche Richtung du einschlägst. Heim, KH, mobile Pflege ...
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne


    Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen.

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    AW: Jobwechsel - in die Pflege?

    Bisher war es immer so, dass es ohne vorheriges Praktikum weder bei den Schulen einen Schulplatz noch beim Träger der praktischen Ausbildung einen Ausbildungsvertrag gibt. Man müsste dich ja dann aktuell als Auszubildende einstellen, ohne vorher überhaupt in der Praxis erlebt zu haben, wie du dich machst im Umgang mit den zu Pflegenden oder auch in Teamkooperation....das ist zur Zeit leider eine blöde Situation.

    Prinzipiell kann ich aber nur sagen: wenn du dir das zutraust, nochmal zu Lernen/Prüfungen zu machen, dann bleibe an der Idee dran! Ich hatte damals in meiner Ausbildungsklasse für die Altenpflege auch einige Mitschüler, die schon älter waren. Meine Schwester hat ihre Examensprüfung auch erst mit ü50 gemacht, hatte allerdings als ungelernte Helferin schon viel Arbeitspraxis.

    Ab Herbst startet die neuorganisierte, generalisierte Pflegeausbildung (Wenn es denn aufgrund Corona dabei bleiben sollte, aber Schulen und praktische Ausbildungsträger sind in den Startlöchern). Es wird dann nicht mehr unterschieden wie früher zwischen Gesundheits-Krankenpflege, Altenpflege, Kinderpflege, sondern alle gehen gemeinsam durch die Ausgildungsinhalte und die praktischen Einsatzorte wechseln, so dass man für alle Pflegebereiche ein grundlegende Ausbildung bekommt. Es gibt die Möglichkeit, sich dennoch auf einen Bereich im späteren Verlauf der Ausbildung zu spezialisieren, wenn man merkt, der eine Bereich liegt einem ganz besonders.

    Da für die Umsetzung der generalisierten Pflegeausbildung die jeweiligen Bundesländer verantwortlich sind, kann es je nach Wohnort dann konkret unterschiedlich organisiert sein, wie diese neue Ausbildung dann laufen wird.
    Mein dringender Rat: informiere dich bitte direkt bei möglichen Ausbildungsschulen, die für dich infrage kämen! Es findet zwar aktuell kein Unterricht statt, aber die Schulbüros sind in der Regel zu erreichen. Wenn Telefondienst nur eingeschränkt ist, sind Schulen ja auch per Mail erreichbar, so dass du auf diesem Wege um Informationen zur Ausbildung ab Herbst bitten kannst und der aktuellen Tücke jetzt mit Corona, dass du ja gerade kein Vor-Praktikum machen kannst, wie es vielleicht dennoch etwas werden kann.
    Die 3 Schulen, mit denen ich ausbildungsmäßig derzeit zu tun habe, sind immer bestens informiert und können zum Teil auch Auskunft geben, mit welchen praktischen Trägern sie zusammen arbeiten (bei der neuen Ausbildung gibt es dann entsprechende Kooperation zwischen Kliniken/Heimen/ambulanten Diensten zwischen denen die Azubis dann immer wechseln für die Praxiszeit) und sie können in der Regel auch sagen, welche Ausbildungsunterstützung evt. möglich wäre (Bafög für die Jungspunde oder z.B. besondere Förderung vom Arbeitsamt weil Umschulung zur händeringend gesuchten Pflegekraft)

    In meinem speziellen Arbeitsbereich - ein integrativer Bereich mit stationären Heimsenioren+ Mo-Fr Tagesgäste (Tagespflege allerdings aktuell geschlossen) - Serviceerfahrung und Eventgestaltung gar nicht verkehrt: Wir im Team haben zwar teils unterschiedliche Ausbildungen, aber unser Bereich arbeitet so, dass eigentlich jeder für alle Tätigkeiten mit verantwortlich ist -> bedeutet auch ich als Altenpflegerin habe Tage, wo ich für die Essensversorgung zuständig bin oder ein besonderes Beschäftigungsangebot vorbereitet/organisiert/durchgeführt werden soll oder Feste und Feiern anstehen. Menschen mit Talenten und Fähigkeiten in vielen unterschiedlichen Bereichen sind durchaus gefragt

    Und lass dich nicht gleich entmutigen, wenn es heißt "Oh alles sehr schwierig mit den aktuellen Corona-Beschränkungen" - ja, ist blöd, aber wo ein Wille ist, findet sich irgendwann auch ein Weg!
    LG WhiteTara

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    AW: Jobwechsel - in die Pflege?

    Vielen Dank für Eure Anregungen und Ermutigungen!
    Besonders Dir, White Tara!
    Bisher habe ich es so verstanden, dass die Ausbildung entweder an Schulen dann mit einem Jahr Praxis hinterher oder z.B direkt in einer Klinik läuft ( mit stimmt das so?) Ich würde lieber gleich in eine Klinik gehen und Theorie und Praxis im Wechsel machen.

    Kontakt zum Arbeitsamt wollte ich auch aufnehmen. Ich bin ein bisschen unsicher, was die Übernahme einer Umschulung angeht, weil bis vor ein paar Wochen Gastronomen immer zu den Mangelberufen gehörten. Das wird in ein paar Wochen anders sein, nehme ich an. Man rechnet grob damit, das 1/3 der Branche das nicht überleben vor allem, wenn die Abstandsregelungen noch lange eingehalten werden müssen. Dazu die zu erwartenden Verschlechterung der Wirtschaftslage....kein Spaß gerade.
    Es wäre toll wenn jemand mir ein Forum empfehlen kann, wo sich Mitarbeiter in Pflegeberufen austauschen, um in Kontakt zu kommen und für mich klarer zu sehen, was für eine Art Einrichtung für mich in Frage kommt, da bin ich mir noch unschlüssig. ( Größe der Klinik, Bandbreite der verschiedenen Abteilungen etc.)

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    AW: Jobwechsel - in die Pflege?

    Zitat Zitat von kaffeekanne Beitrag anzeigen
    Bisher habe ich es so verstanden, dass die Ausbildung entweder an Schulen dann mit einem Jahr Praxis hinterher oder z.B direkt in einer Klinik läuft
    Davon habe ich die vergangenen 17 Jahre weder von der ganz alten Ausbildung vor meiner Zeit, noch während meiner eigenen Ausbildungszeit, noch in der aktuellen Ausbildung oder Umschulung und auch für die dann ab Herbst neuorganisierte Pflegeausbildung nichts gehört

    Das mit 1 Jahr Praxis im Anschluss nach hauptsächlich Theorie an der Schule (mit nur einigen Kurzpraktika) kenne ich lediglich von der Erzieher-/Familienpflege-/Heilerzieherausbildung...bin für diese Ausbildungen aber nicht auf dem aktuellen Stand, wie es bei denen ab Herbst dann läuft.

    Vielleicht die wichtigste Frage ? In welchem Land lebst du und möchtest du die Ausbildung machen ?
    Ich kann da nur für D sicher sprechen, bei den Nachbarländern müsste ich schauen, ob ich noch auf dem aktuellen Stand der Dinge bin

    Bei der neuen generalistischen Pflegeausbildung, die deutschlandweit zum Herbst startet, ist es sozusagen dann egal, bei welchem praktischen Träger man den Arbeitsvertrag abgeschlossen hat, weil man während der Ausbildungszeit sowieso unterschiedliche Abteilungen einer Klinik, eines Pflegeheims und des ambulanten Dienstes gleicher Maßen in der Praxiszeit erleben wird...während aktuell bzw. früher die Pflegeazubis einer Klinik, nur ganz kurz für wenige Wochen im ambulanten Dienst und Pflegeheim waren und die Altenpflegeazubis nur eine kurze Stipvisite in der Klinik und im ambulanten Dienst absolvierten, die mit Vertrag im ambulanten Dienst halt nur kurzzeitig in Klinik und Heim rein schnupperten.

    Wenn sich während der Ausbildungszeit auch besonderes Interesse für einen ganz bestimmten Bereich erst heraus kristallisiert, ist es natürlich auch immer eine Frage zwischen Azubi und Arbeitgeber, welche Praxiseinsätze vielleicht zusätzlich zum üblich eh Festgelegten ermöglicht werden. Wir hatten in den vergangenen Jahren bei unseren Altenpflegeazubis durchaus auch zusätzliche Wunscheinsätze in Rehaklinik/Demenz-WG/Hospiz/anthroposophisch orientierter Ambulanter Pflegedienst. Meine Schwester hatte während ihrer Ausbildung die Möglichkeit eines 6 wöchigen Auslandseinsatzes. Was alles möglich ist während der Ausbildung, hängt auch immer vom jeweiligen Engagement der Azubis ab

    Und für so manchen Arbeitsschwerpunkt gibt es im Anschluss entsprechende Fort- und längerfristige Weiterbildungen - Engagement sollte mit dem Abschlusszeugnis der Ausbildung am Besten nicht enden, sondern erst anfangen
    LG WhiteTara

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    AW: Jobwechsel - in die Pflege?

    ...und da sich in der Pflegeausbildung gerade prinzipiell etwas ändert, kann das heute aktuelle in einem halben Jahr schon wieder verändert seind
    Das hatte ich zu Beginn meiner eigenen Altenpflegeausbildung; dass bundesweit ein neues Ausbildungsgesetz schon gültig war, aber nicht alle Bundesländer dessen Umsetzung bereits konkretisiert hatten: mir ging sozusagen ein ganz Jahr verloren, weil anfangs nicht klar war, wann nun das Bundesland in dem ich gerade wohnte und eigentlich auch gerne hätte bleiben wollen, mit der nun veränderten Ausbildung loslegen würde. Bis ein gut informierter Schulleiter bei einer Inforunde meinte: Wer flexibel wäre, sollte doch einfach in den Bundesländern xy seine Ausbildung machen, die wären nämlich bereits mit den ersten Durchgängen gestartet. Ich sinnierte drüber und erwischte dann im anderen Bundesland Kurs Nr. 3...und weil die Umsetzungserfahrung der ersten beiden Kurse eben zeigte, das manche noch nicht so optimal gelaufen war, hieß es dann für meinen Durchgang mehrfach "Ach, bei Ihnen läuft das nun doch ganz anders als bei der vorherigen Gruppe"....

    Solches Wechselzeiten sind manchmal abenteuerlich und Azubis dann sozusagen Versuchskaninchen und die aktuelle Situation mit Corona verkompliziert manches dann noch --> aber genau das birgt auch die Chance zu etwas ganz Einzigartigem ...die beiden aktuellen Azubis im Team stecken gerade im Prüfungschaos für Zwischenprüfung bzw. Abschlussprüfung: Das finden alle, die Azubis und die Lehrenden und wir Praxisanleiter vor Ort nicht wirklich witzig, weil vieles umorganisiert werden muss. Der Theorieunterricht klappt wie für die normalen Schulen auch bei manchen Schulen/Lehrkräften ohne gemeinsame Schulanwesenheit eben ganz unterschiedlich. Aber hey -> auch das wird gemeistert werden, die Azubis werden irgendwann ihre Prüfungen machen und bei unseren bin ich mir sicher, sie werden das auch schaffen
    Ich selbst wiederhole zum Spaß gerade Ausbildungsinhalte, weil mein Medizinlehrer meiner eigenen Ausbildung sehr engagiert täglich bei live-Video von zuhause ganz klasse Unterrichtsinhalte vermittelt und dies netter Weise dann auch bei youtube speichert, so dass ich es später auch schauen kann (arbeite meist zu der Uhrzeit, wo er "live sendet"). Ich finde ja, er ist noch besser geworden als zu meiner Ausbildungszeit...aber er hat auch gute Arbeit geleistet damals --> das Meiste ist nachhaltig in meinem Kopf geblieben
    LG WhiteTara

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