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  1. Inaktiver User

    Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Ist als Sammelthread gedacht.

    Ich hatte einen AG, der es mit der Zahlungsmoral (Gehalt) nicht so genau nahm und das für ganz normal hielt - rückblickend gab es da Warnzeichen, ich habe mir das anfangs schön geredet.

    Ausgestiegen bin ich, als ich festgestellt habe, dass ich finanziell vom Partner abhängig war trotz Vollzeitjob - wenn man nie so genau weiß, ob und wann das Gehalt denn nun kommt........

    Dem letzten Gehalt dort bin ich auch lange hinterhergerannt.


    Was ist bei Euch so schon schiefgelaufen?

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Ich kann ja hier jetzt noch nicht so viel beitragen, aber das Praktikum, das ich letztes Jahr gemacht habe, würde ich als ziemlich "ins Klo gegriffen" bezeichnen.
    Ich habe mehr oder weniger nur Akten sortiert und abgeheftet. Ja, wow.
    Dafür habe ich täglich vier Stunden Fahrt auf mich genommen, weil das Praktikum auf dem Papier halt wirklich gut klang und ich dachte, dass mir so etwas im Lebenslauf fehlen würde.
    Aber ernsthaft, ich hätte mir das Ganze (bis auf ein paar Aufgaben, die ganz interessant waren - die waren dann quasi die Wochenhighlights, weil man ja sonst nur vor sich hin sortiert und abgeheftet hat) eigentlich auch sparen und was Sinnvolleres machen können.

    Der Laden war auch komisch, alle hatten eine Mordsangst vor dem Chef und die Stimmung war irgendwie bedrückend.
    Da es nur ein kurzes Praktikum war, hab ich es durchgezogen. Es war schrecklich, aber wenigstens hab ich dann immer die Zugfahrt für andere Arbeiten genutzt und ein richtig cooles Projekt in meinem Nebenjob mitbearbeitet, dass es wahrscheinlich ohne diese viele Arbeit im Zug nicht gegeben hätte. Da bin ich heute noch stolz drauf, obwohl diese Wochen echt hart waren.

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Ein Job in einem behördenartig strukturierten Umfeld. Den Kollegen fiel immer um Punkt 17 Uhr der Stift aus der Hand. Um Schlag 11.30 Uhr lief einer durch die Gänge und rief „Miiiiitaaageeeesssen“. Der Job war intellektuell anspruchsvoll, aber im Großen und Ganzen völlig sinnbefreit- Sudoku für Promovierte, gut bezahlt, vierzig komma null null Stunden. Ich habe dort drei Jahre lang eine Aktenwand angestarrt. Irgendwann kriegte ich einen Koller. Wenn ich in der Zeit nicht mein Studium fertig gemacht hätte, wären es drei völlig vergeudete Jahre gewesen. Warum hatte ich den Job damals genommen? Weil ich Herrn Thrace hinterher gezogen bin. Diesen Fehler will ich nicht wiederholen.

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    17 Jahre Großkonzern, bis dann ein Controller die Leitung übernommen hatte, dann began das Altersbashing mit ganz miesen, perfiden Bossingmethoden - um unkündbare ältere Mitarbeiter, besoners auf Beamte hatten sie es abgesehen ... loszuwerden ..das hatte leider Methode - bis man aufgab oder langzeitkrank wurde ..ich habe mich mit 51 mit Erfolg wegbeworben und es war die richtige Entscheidung.

    Einige Kollegen wurden in ausgelagerten Einheiten kaltgestellt, mussten antreten und hatten keine Aufgaben mehr

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Einen Teil meiner praktischen Ausbildung musste ich im Bereich Verwaltungsrecht absolvieren.

    Mir war schon im Vorfeld klar, dass es nicht der "Burner" wird und auch wenn nicht alles uninteressant war, wurden meine Vorurteile im Großen und Ganzen bestätigt.
    Das Beste war der Mitarbeiter, der zum Fensterlüften immer 10 Minuten neben dem Fenster stand, um den Lüftvorgang zu überwachen (wirklich, ich übertreibe nicht und der Mann hatte einen akademischen Abschluss und ein entsprechendes Aufgabengebiet).
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Ein Job in einem Familienunternehmen... gefühlt die Hälfte der Leute war miteinander verwandt oder verheiratet oder mal verheiratet gewesen. Man hätte eine Soap daraus drehen können.
    Der Chef war Choleriker, die Chefin auch, dazu noch intrigant und hintenrum.

    Ich hab da viel zu lange ausgehalten, viel zu spät gemerkt, daß ich gemobbt wurde und habe lange gebraucht, mich psychisch davon zu erholen.
    *lost in the woods*

  7. Moderation

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Meine erste Ausbildungsstelle.

    Chefs waren zwei miteinander verfeindete Brüder, kommuniziert wurde hauptsächlich brüllend und jeder versuchte den Streit auch über die Mitarbeiter auszutragen, außerdem wurden die Auszubildenden nur als preiswerte Schreibkräfte missbraucht und nicht ausgebildet.

    Ich hatte als eine von drei Auszubildenden davon schnell die Nase voll und habe gekündigt - und dann die beste Ausbildungsstelle aller Zeiten gefunden - die anderen beiden waren die Nichte vom Land (die auch bei einem Onkel gewohnt hat und dort auch noch die Putzfrau ersetzen musste) und eine Umschülerin, beide hatten keine Chance zu wechseln, daher weiß ich dass sich die Umständen auch im zweiten und dritten Jahr nicht verbessert haben.

    Ich war jedenfalls heilfroh da schnell rauszukommen, aber nachdem ich zum dritten Mal heulend auf dem Klo saß, wusste ich, so hatte ich mir mein Berufsleben nicht vorgestellt.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Studentenjob in einer sehr kleinen Firma, die irgendwann verkauft wurde. Meine Kollegin, mit der ich anfangs gleichgestellt war, wurde zur Büromanagerin und hat ihre Position mir gegenüber sehr unschön ausgenutzt (an Tagen, an denen ich nicht arbeitete, hat sie mich per Whatsapp regelmäßig stundenlang zur Sau gemacht - z.B. weil ich mal vergessen hatte, mein Wasserglas wegzuräumen, mich mit gerissener Sehne am Fuß quer durch die Stadt geschickt, um unnötige Besorgungen zu machen, ect). Ich hab irgendwann jeden Tag nur noch geheult und letztlich auch wegen ihr gekündigt. War sehr schade, die Arbeit war toll, die anderen Kollegen und Kunden auch.

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Mein Jobwechsel vor vielen Jahren vom Rechtsanwalt und Notar in ein Wohnungsunternehmen, angeblich in der Mahn- und Klagabteilung. Von den Anforderungen in der Anzeige (selbstständige Bearbeitung der Mietrückstände, Vertretung vor dem Amtsgericht) blieb null übrig. Ich fand mich in der Mietenbuchhaltung wieder.

    Auch im Bewerbungsgespräch nicht ein Wort über meine eigentliche Tätigkeit.

    Nach 4 Monaten gekündigt.

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    AW: Wo habt Ihr jobtechnisch so richtig ins Klo gegriffen?

    Der erste Job nach der Ausbildung bei einem Steuerberater war dann gleich noch eine Lehre für's weitere Arbeitsleben. Ein Chef, der es liebte und auskostete, Mitarbeiter-/innen auf Fehler aufmerksam zu machen. Da fand sich bei mir als Berufanfängerin mit nicht einschlägiger Ausbildung (daher mit relativ niedrigem Gehalt) natürlich immer mal was. Aber noch mehr fand sich natürlich bei Auszubildenden und einer Bürogehilfin. Da gab es mehrmals die Woche Tränen und alle Azubis haben nach wenigen Monaten die Lehre geschmissen, sogar ein Mann Anfang 30 mit nicht abgeschlossenem Jurastudium, der sich zum Berufseinstieg dann für eine Lehre entschieden hatte, gab irgendwann auf. Die einzige Kollegin, an die er sich nicht herantraute, hatte mit ihm zusammen gelernt, kannte ihn also von früher und vor Chef-Zeiten. Privat hat er sich dann auch noch finanziell mit dem Bau eines Einfamlienhauses übernommen, da sind dann auch mal unsere Gehaltsüberweisungen geplatzt. Dafür bekamen wir aber immer Fotos und Katalogbilder von der Luxusausstattung seiner Doppelhaushälfte gezeigt.

    Nach einem halben Jahr hatte ich als Anfang Zwanzigjährige Bluthochdruck und Schlafstörungen (gut ging es mir nur ab Freitagnachmittag bis Sonntagvormittag). Nach einem Jahr habe ich gekündigt. Solange hat es gedauert, bis ich kapiert hatte, dass es nicht an meiner Blödheit liegt. Naja, ein paar ganz wichtige berufliche Kenntnisse und Erfahrungen habe ich aus der Zeit trotzdem mitgenommen. Und ich bin nie wieder an so einen Chef geraten, dafür hatte ich dann wohl auch Antennen entwickelt.

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