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  1. Registriert seit
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    Frage Sinnvolle Weiterbildung nach 10 Jahren Auszeit

    Hallo liebe Forenleser,

    ich war 10 Jahre Hausfrau und möchte seit ein paar Monaten wieder zurück in den Job. Ich habe einen Abschluss als Bürokauffrau. Mein Sachbearbeiter beim Arbeitsamt überlässt es mir, mir eine passende Weiterbildung auszusuchen.

    Meine ursprüngliche Idee war es, eine WB als Finanz- und Lohnbuchhalterin zu machen. Doch dort war es bereits vor der nun beginnenden Rezession schwierig, ohne passende Berufserfahrung Fuß zu fassen. Ich nehme an, bei der drohenden Pleitewelle werden erstrecht nur Berufserfahrene eingestellt. Aber wie schlimm ist es mit Entlassungen in diesem Berufszweig derzeit/ in den nächsten Monaten?!

    Die andere Idee wäre, einen MS Office Kurs mit entsprechendem Abschluss zu machen. Hier könnte ich viel allgemeinere Fähigkeiten auffrischen – also stünden theoretisch mehr Bereiche offen, jedoch würde ich auch keine spezifischen Fachkenntnisse damit erwerben. Also „an und für sich“ ohne Erfahrung auch nicht das Gelbe vom Ei. Aber irgendwo müsste ich ja schließlich in der Krise anfangen. Was meint Ihr, welcher Kurs wäre „taktisch geschickter“ um wieder einen Einstieg ins Arbeitsleben zu bekommen?

    Was ich lieber machen würde, kann ich nicht sagen. Beides würde mich interessieren/ mir Spaß machen.
    Eine dritte Option wäre natürlich, eine Umschulung zu einem ganz anderen Beruf zu machen. Das wäre für mich, zumindest auf den ersten Blick, aber keine bevorzugte Alternative.

    Ich freue mich auf Anregungen und Erfahrungen von Eurer Seite….

    Sternenkranz
    Geändert von Promethea71 (30.03.2020 um 16:01 Uhr)

  2. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    Eine Schulung in MS-Office ist aus meiner Sicht absolut notwendig und eine Art Minimalvoraussetzung in der heutigen Zeit, Dazu braucht es aber keinen vom Arbeitsamt geförderten Kurs, das geht auch mit der notwendigen Motivation in Eigenregie und ist - nach meiner Erfahrung auch etwas, wozu man keinen Nachweis braucht - dass man das kann wird eigentlich vorausgesetzt und in der Praxis getestet.

    Eine Fortbildung im Bereich Finanz- und Lohnbuchhaltung ist immer gefragt, meine eigenen Erfahrungen mit diesen Fortbildungen sind sehr start von der Motivation der Arbeitnehmer geprägt. Die Fortbildungen sind nicht schlecht, aber sie gehen eben nur über mehrere Wochen, während man es als geregelte Ausbildung über mehrere Jahre lernt und vor allem in der Praxis anwendet.

    Insoweit, wenn du dich für Zahlen und die Materie Buchhaltung begeistern kannst, dann mach die Fortbildung in Finanz- und Lohnbuchhaltung.


    Welche andere Ausbildung stünde denn noch zur Wahl?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  3. Registriert seit
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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    MS Office würde ich auch eher als normales Handwerkszeug sehen als eine besondere Weiterbildung. Eine Zertifizierung (MOS) dafür kann man mal machen, wenn man Zeit und Geld hat. Ich glaube aber nicht, dass das ausschlaggebend für einen Wiedereinstieg ist.

    Ich würde generell von allen Aus- und Weiterbildungen abraten, die rein schulisch sind.


  4. Registriert seit
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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    @FrauKeks, habe mir auch gedacht, dass ich zumindest gern ein Praktikum dabei hätte. Aber dann käme eine Weiterbildung vom Arbeitsamt gar nicht in Frage. Die ist zumindest aber kostenlos.
    Eine Ausbildung mit betrieblichem Praxisanteil gibt es doch meines Erachtens nur bei einer "echten" Umschulung? Das würde aber wieder Jahre dauern.


  5. Registriert seit
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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    @Promethea71, die Fortbildung zur Finanz-und Lohnbuchhaltung würde nicht nur über ein paar Wochen, sondern immerhin über ein halbes Jahr gehen. Eine von der IHK wohl aber über 15 bis 18 Monate (ist entsprechend wohl nicht zu vergleichen); letztere wird aber nicht vom Arbeitsamt bezahlt.
    Eine abgeschlossene Ausbildung habe ich ja, würde auch gern Praxiserfahrung im o.g. Bereich sammeln, aber ohne diese bereits zu haben, kommt man schwer hinein. Habe auch mit verschiedenen Personalern gesprochen,- habe die Auskunft bekommen, dass es sehr unüblich sei, in der Buchhaltung ein Praktikum zu machen.

    Ja, und MS Office ist Grundvoraussetzung und mit Eigenregie auch zu schaffen, - nur wenn ich dies vom Arbeitsamt bezahlt bekomme, spricht ja auch nichts dagegen, oder? Sicher aber nicht ausreichend.

    Wenn ich noch eine Umschulung machen würde, würde ich sehr genau darauf achten, ob diese (im derzeitigen) Arbeitsmarkt wirklich gebraucht würde: also vielleicht Richtung Erziehung oder Handwerk?! (am ehesten werden wahrscheinlich Krankenschwestern oder Altenpfleger gebraucht, aber das kann ich aus körperlichen Gründen und/ oder wegen Schichtdienst schon nicht machen)

  6. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    Wie viele Jahre Berufspraxis hast du denn, abgesehen von deiner Ausbildung? MS-Office hast du da doch sicherlich auch angewendet, oder? In jedem Fall würde ich das in VHS Kursen auffrischen, das ist absolute Grundvoraussetzung für alles, was mit Büro zu tun hat. In Sachen Weiterbildung würde ich eine Spezialisierung anstreben, wenn dir das liegt, wäre Finanzbuchhaltung durchaus nachgefragt. MS-Office musst du können, das können alle, aber ein Alleinstellungsmerkmal ist das nicht.

    Aber du hast recht, ohne Praxis ist es immer schwierig. Grau ist alle Theorie.

    Zitat Zitat von Sternenkranz Beitrag anzeigen
    Eine abgeschlossene Ausbildung habe ich ja, würde auch gern Praxiserfahrung im o.g. Bereich sammeln, aber ohne diese bereits zu haben, kommt man schwer hinein. Habe auch mit verschiedenen Personalern gesprochen,- habe die Auskunft bekommen, dass es sehr unüblich sei, in der Buchhaltung ein Praktikum zu machen.
    Man müsste dich ja auch voll bezahlen, also mindestens zum Mindestlohn und das wärst du als Praktikantin eben auch nicht wert. Das heißt, das Unternehmen hätte den Aufwand der praktischen Ausbildung und zusätzlich nicht unerhebliche Kosten. Könnte ich mir nur bei jemandem vorstellen, der händeringend Mitarbeiter sucht und nicht findet. Da fällt mir spontan Steuerberater ein, die suchen immer Steuerfachkräfte. Wenn dich das interessiert, könntest du da mal weiter recherchieren.
    Gute Nachricht: ich bekomme den obersten Knopf meiner Jeans wieder zu.
    Schlechte Nachricht: ich habe sie nicht an
    .
    Geändert von BlueVelvet06 (28.03.2020 um 10:33 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    Zitat Zitat von Sternenkranz Beitrag anzeigen
    @Promethea71, die Fortbildung zur Finanz-und Lohnbuchhaltung würde nicht nur über ein paar Wochen, sondern immerhin über ein halbes Jahr gehen. Eine von der IHK wohl aber über 15 bis 18 Monate (ist entsprechend wohl nicht zu vergleichen); letztere wird aber nicht vom Arbeitsamt bezahlt.
    Mit was würde diese Weiterbildung denn abschließen?

  8. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    Ich fang mal von der anderen Seite an, was willst du erreichen? Wo willst du in fünf oder zehn Jahren stehen?
    Willst du ein bisschen dazu verdienen, willst du unter Menschen kommen, willst du deinen kompletten Lebensunterhalt verdienen, willst du Karriere machen, willst du Teilzeit oder Vollzeit arbeiten?

    Was man auch hier im Forum immer liest, legale Putzfrauen und Haushälterinnen sind händeringend gesucht und nicht schlecht bezahlt entweder sozialversicherungspflichtig über eine Firma oder auf selbständiger Basis.

    Der gesamte soziale Bereich, Erzieherin, Inklusionshelferin, Pflege-, Krankenhaus sucht händeringend Leute - aber das würde eine Ausbildung voraussetzen,später wäre aber durchaus auch ein Aufstieg möglich, hier solltest du aber eine Neigung haben, ich denke das sind Job, die man nicht nur zum Geldverdienen ergreifen sollte, sondern man sollte gerne Menschen helfen.

    Im Bürobereich wirst du nur erfolgreich sein, wenn du dich rein kniest und dir viel auch in Eigeninitiative erarbeitest - jemand der sich beim mir nach langer Familiepause mit einem Office-Kurs bewerben würde, den würde ich nicht nehmen, weil er sich eine Selbstverständlichkeit hat finanzieren lassen. Das sehe ich als unwirtschaftliches Denken und so jemanden kann ich im Büro nicht brauchen. Das sähe ich hinsichtlich des Buchhaltungskurses anders, die tatsächlich praktisch nutzbaren Fähigkeiten sind zwar auch mäßig (ja ich habe Angestellte mit dieser Fortbildung), aber bei entsprechendem Engagement ausbaufähig und die Fortbildung legt zumindest ein paar theoretische Grundlagen.

    Aber vielleicht hilft dir deine eigenen Definition von dem wo du in fünf oder zehn Jahren stehen willst ja auch schon weiter dabei die richtige Richtung zu suchen.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    @Frau Keks: Mit einem Expert Business Zertifikat und SAP und Datev Anwender Zertifikat


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    AW: Sinnvolle Weiterbildung in Zeiten von Corona

    @BlueVelvet06: Ich habe fünf Jahre Berufserfahrung, aber nicht in dem Bereich. Und ja, MSOffice, hatte ich auch angewendet, aber das ist wie gesagt schon länger her.
    Ja, das wäre eine Option mit dem Buchhaltungs-Kurs (halbtags) und dann hätte ich noch etwas Zeit übrig, um mich um MS Office zu kümmern (wobei gerade VHS z.Zt. schwierig sein dürfte - oder haben die auch Online Kurse?)
    Danke für den Tip mit dem Steuerberater - aber das würde natürlich eine Umschulung bedeuten, und ich habe doch meine Zweifel, ob das Thema "Steuern" mich als Hauptthema so brennend interessiert.

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