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  1. Registriert seit
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    Nun ja, ich bin selten so gefördert worden wie im jetzigen Job. Fortbildungen, für einige Ergebnisse öffentliches Lob. Ich fühle mich bei meiner Chefin und bei meinem Thema sehr sehr wohl. Der Workload und die schlechte Stimmung sind einfach für mich schwierig.

    Ich bin davor 1.5 Stunden gependelt in einen Vorort von HH und habe jetzt einen Arbeitsplatz mitten in der Stadt, wunderschön gelegen. Für den habe ich mich damals gezielt entschieden. Und jetzt würde ich wieder 45 Minuten benötigen.

    Mir hat das Gespräch gestern einfach auch sehr zu denken gegeben. @Kara_Thrace hat genau die richtige Frage gestellt, dass ich die falschen Fragen gerade stelle.

    Komme ich nicht mit mehr Eigenleistung in 3 Jahren eh in die Position, hätte ich sie mir also selbst erarbeitet und gestaltet. Und bleibe zudem in dem Thema. Oder gehe ich ein Risiko ein.

    Die neue Stelle wäre im einer städtischen Verwaltung. Dort war ich eine zeitlang, weiß, auf was ich mich einlassen würde. Man könnte in der Konstellation schon was schaffen und auch neu aufbauen.

    Ich bin momentan sehr breit aufgestellt in meinem Bereich. Würde mich dann auf einen Teilbereich einlassen und könnte wahrscheinlich meine komplette Expertise nicht mehr so einbringen, wie ich es bisher kann. Mein Teilbereich wird oft auch als sehr viel weniger renommiert angesehen.


  2. Registriert seit
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    Wechseln....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  3. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Denn: im umgekehrten Fall, also bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten oder Umstrukturierungen hätte dein jetziger Arbeitgeber absolut gar keine Hemmungen, dich auf die Strasse zu stellen, mach dir da bitte keine Illusionen.
    Irgendwie triggert mich jetzt dein Fettdruck. Normalerweise lese ich über diese Art Sprüche einfach drüber, aber jetzt muss es mal sein. Also: du hast recht. Einen Mitarbeiter zu entlassen, ist das Highlight jedes Chefs und man freut sich immer wahnsinnig, wenn sowas ansteht, jeder Arbeitgeber bedauert es sehr, dass das nicht öfter möglich ist. Man fühlt sich immer so toll dabei.
    Ich bin sicher, du hast sehr viel Erfahrung damit und kannst das gut beurteilen. Überhaupt mit deutschem Kündigungsschutz und den damit verbunden Dingen.


    ——-

    An die TE: deine Loyalität ehrt Dich, aber dein persönliches Fortkommen ist auch wichtig. Hör mal ganz tief in dich rein, ob es wirklich pure Loyalität ist oder Angst vor der Veränderung. Und dann trau dich einfach.
    Gute Nachricht: ich bekomme den obersten Knopf meiner Jeans wieder zu.
    Schlechte Nachricht: ich habe sie nicht an
    .


  4. Registriert seit
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    @annamaria: ich finde, dass sich deine Ziele und Prioritäten zT widersprechen. Du willst voran kommen, gleichzeitig stört dich der aktuelle Workload. Als Führungskraft ist es aber häufig so, dass du „mehr“ arbeitest als andere. Das wird in dem neuen Job vermutlich auch so sein. Und: gute Führungspositionen gibt es auch nicht so häufig. Ich finde es relativ normal, dass man dafür bzgl Arbeitsweg und Wohnort die eine oder andere Kröte schlucken muss. Die Welt ist nun mal nicht perfekt. Wenn die Pendelstrecke für dich so ein Problem ist, wird deine Auswahl so oder so recht eingeschränkt sein - und das auch im HH.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
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  5. Registriert seit
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    Ja, das verstehe ich, dass ich mir widerspreche. Ich arbeite auch gerne. Und auch viel. Laut Vertrag 40.
    Aber der Workload seit Monaten ist von Montag bis Freitag eine 45-48 Stunden Woche. Dazu kommt, um das Arbeitspensum aufzufangen, am Wochenende nochmal sechs Stunden.
    Wenn wir externe Veranstaltungen betreuen, ca alle drei Wochen, dann bin ich Freitag, Samstag und Sonntag von 9 bis 22 Uhr auf den Beinen. Als Ausgleich erhalte ich dafür einen freien Tag pro Termin. Damit sind die Mehrstunden abgeglichen.

    Mir geht es nicht darum, dass ich eine volle To do Liste habe oder mir die Kaffeepause fehlt. Mir geht es darum, dass ich morgens nicht mehr aus dem Bett komme, dauerhaft müde bin, keine Zeit mehr für Sport habe. Meinen Partner unter der Woche frühestens um 19 Uhr sehe und am Wochenende sagen muss, dass ich nochmal ins home office sollte, weil die Woche sonst zu extrem wird.

    Das meine ich mit Workload.


  6. Registriert seit
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    Zitat Zitat von annamariaHH Beitrag anzeigen
    . Mir geht es darum, dass ich morgens nicht mehr aus dem Bett komme, dauerhaft müde bin, keine Zeit mehr für Sport habe. Meinen Partner unter der Woche frühestens um 19 Uhr sehe und am Wochenende sagen muss, dass ich nochmal ins home office sollte, weil die Woche sonst zu extrem wird.

    Das meine ich mit Workload.
    Im „normalen“ Angestelltenverhältnis ist das natürlich viel.

    Als Führungskraft ist das dagegen eher das, was einen nun mal erwartet (ok, ein paar Stunden kann man noch abziehen, wenn man mehr Erfahrung hat). Aber wenn man Spaß dran hat, merkt man das gar nicht so. Bei dir ist doch eher das Problem, dass du insgesamt unzufrieden bist mit dem jetzigen Job, und da wird das natürlich zur Belastung.

    Die Frage, wie das mit Partnerschaft, Sport etc. ist, ist eine Frage der Prioritäten und der Planung. Mein Partner und ich leben in verschiedenen Städten, und den Homeoffice-Wochend-Kram mache ich auf der Zugfahrt zu ihm bzw wieder nach Hause. So ist die Zeit gut genutzt. Und Sport ist eine Frage der Planung. Wenn du es wirklich willst, kannst du auch um 23 Uhr noch die Laufschuhe schnüren, da hindert dich keiner dran. Oder die Yoga-Matte ausrollen. Oder auf einen gut schallgedämpften Rollentrainer steigen. Als Führungskraft musst du dich dran gewöhnen, da flexibel zu sein. Wenn du das dagegen vernachlässigst, baust du schnell körperlich ab, und genau dann kommt der Film mit: morgens nicht aus dem Bett kommen. Kenne ich alles aus eigener Erfahrung .

    Führung hat ganz viel mit Selbst-Management zu tun. Das ist gut in Reinhard Sprenger‘s „Radikal führen“ dargestellt. Ein exzellentes Buch im Übrigen, trotz des komischen Titels.
    Geändert von Kara_Thrace (14.02.2020 um 18:39 Uhr)

  7. Avatar von Himiko
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    So wie ich Dich im Forum lese, @Kara, bist Du zwar einerseits durchaus bereit, sehr viel zu leisten (mehr sicher, als viele andere angemessen finden würden). Aber andererseits achtest Du schon darauf, dass Du dafür auch einen entsprechenden Gegenwert erhältst, sowohl finanziell wie auch, was Gestaltungsfreiheit, Augenhöhe etc. angeht. Du weißt, was Du willst und was Du bereit bist zu geben, und kannst da gut auf Dich aufpassen, meinem Eindruck nach.
    Und ich glaube, da ist genau der Unterschied zu der TE. Ich nehme mal an, Kara, dass Du ziemlich befremdet gucken würdest, wenn Dir Deine Vorgesetzte einen Vortrag mit dem Tenor „Schau nur, was die Firma alles für Dich getan hat! Und Du! bist so undankbar!“ halten würde. Und ich gehe weiterhin schwer davon aus, dass Du locker das zwei- bis fünffache von dem kriegst, was die TE jährlich so hat...
    Es lässt sich natürlich in einem Internetforum kaum seriös einschätzen (wir wissen ja nicht mal die Branche), aber Annamarias Schilderungen hören sich für mich nach Ausbeutung, schlechtem Management und psychischem Druck an. Und nach Esel und Karotte. (Der Esel kriegt die Karotte bekanntlich nie... )

    Annamaria, ich kann es nicht wissen, aber mein Bauchgefühl sagt das Gleiche wie das der meisten anderen User hier: Du solltest da weg. Und ich habe den Verdacht, dass Du deshalb zögerst und Dich nicht traust, weil Dir irgendwer irgendwann beigebracht hat, dass Du Dich immer abstrampeln musst, weil Du es nicht verdienst, es gut zu haben.
    Das ist aber nicht wahr.
    We are born to be happy, not perfect.


  8. Registriert seit
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    Danke euch allen für die Sichtweisen und vor allem Perspektiven!
    Es hat bestimmt auch etwas mit Abgrenzung zu tun. Ich kenne es von zuhause nicht anders, als dass immer gearbeitet wird. Meine Großeltern hatten einen Betrieb, meine Eltern sind beide selbständig und mit fast 70 noch beruflich eingebunden.

    Deshalb stelle ich mir die Frage, ob es im neuen Job besser wird. Ob nicht ich das Problem bin. Und mich auch dann nicht abgrenzen kann. Und zu sehr von persönlichen Dingen und dem gemochtwerden abhängig bin.


  9. Registriert seit
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    Zitat Zitat von annamariaHH Beitrag anzeigen

    Deshalb stelle ich mir die Frage, ob es im neuen Job besser wird. Ob nicht ich das Problem bin. Und mich auch dann nicht abgrenzen kann. Und zu sehr von persönlichen Dingen und dem gemochtwerden abhängig bin.
    Das sind sehr gute Fragen !
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  10. Avatar von carassia
    Registriert seit
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    AW: Jobwechsel trotz Bedenken, weil ich an dem Thema hänge :niedergeschmettert:

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Was das Inhaltliche betrifft - ja, es gibt Themen, mit denen wird man einfach nicht warm. Wenn das bei Dir so sein könnte, dann wäre es natürlich mit zu bedenken
    Ja. Wenn das Thema ein absolutes No-go ist, braucht man da nicht drüber nachzudenken, aber dann hättest du dich vermutlich gar nicht erst dort beworben, oder?

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