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  1. Avatar von Horus
    Registriert seit
    08.04.2005
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    AW: Weiß nicht weiter...

    Wieso gehst du mit ihrem Hund und nicht sie?

    Eine rheumatische Krankheit ist, zumindest abgesehen von späten Stadien bei sehr schlimmen Verläufen, nichts, was einem an der Hunderunde hindert.
    Im Gegenteil: mit solchen Krankheiten MUSS man sich bewegen, das ist sehr wichtig. Hunderunden sind optimal dafür (ganz abgesehen davon, dass sie auch der Psyche guttun).
    Ich bin letzte Nacht 4x ziemlich schreiend aufgewacht, weil es sich anfühlte, als werde mir ganz schön langsam das Fussgelenk gebrochen (mein echter Knochenbruch vor knapp 2 Jahren tat weit weniger weh). Kein Grund, um mich heute zu verkriechen, natürlich hab ich gearbeitet und Sport getrieben.

    Pass auf, dass du dir die Krankheit deiner Mutter nicht zu eigen machst. Sie hat sie, nicht du. Und ihr Job ist es, damit zurecht zu kommen, wie jeder andere Betroffene auch. Du tust ihr keinen Gefallen, wenn du ihr alles abnimmst - und dir noch viel weniger.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  2. Inaktiver User

    AW: Weiß nicht weiter...

    Zitat Zitat von dazz40 Beitrag anzeigen
    Nein, bei meiner Ma ist das nicht so einfach. Da hängt viel daran. Wir haben einen Hund (ok, das kleinste Problem), aber meine Ma hat ein Haus - und da liegt das Problem. Das ist aber eine ganz andere Geschichte, die damit nichts zu tun hat.

    Theoretisch hatte ich darüber auch schon nachgedacht - aber das Haus ist auch noch da .
    Nach der Logik müssten wir wohl alle unsere Jobs aufgeben. Ich vermute mal, dass Deine Überlegungen im Moment stark von Deiner eigenen angeschlagenen Gesundheit beeinflusst werden.


  3. Registriert seit
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    AW: Weiß nicht weiter...

    Zitat Zitat von dazz40 Beitrag anzeigen
    Wir sind auf der Suche nach Rheumatologen, was sich als sehr schwer beweist, da es hier im Umkreis kaum passende Kliniken gibt
    Wichtig ist, erstmal herauszufinden, welche Rheumaform es ist. Das kann durchaus in einer spezialisierten Klinik weiter entfernt sein. Andererseits gibt es sehr gut niedergelassene Rheumatologen, so dass nicht unbedingt ein Klinikaufenthalt notwendig ist.

    Wenn ich deine Texte lese, hört es sich für mich so an, als ob mit Arbeitslosigkeit und v.a. der Erkrankung deiner Mutter für dich alles völlig hoffnungslos ist. Das ist es nicht!

    Oft entlastet schon, dass nach Diagnosestellung eine gute Schmerzmedikation erfolgt (durch den Arzt!), bis ein Basismedikament greift. Achte gut auf dich selbst und erlaube dir etwas Schönes! Wichtig ist auch, dass deine Mutter nicht das Gefühl bekommt, durch die Erkrankung völlig hilflos und abhängig zu sein. Bewegung (nicht Belastung!) ist wichtig. Warum gehst du die Hunderunden bzw. warum geht deine Mutter nicht wenigstens anteilig mit? Deine Mutter wird lernen, was sie neben Medikamenten selber machen kann, um dich Linderung zu verschaffen. Zum Beispiel eine Schüssel mit Linsen etc., in denen sie nach Bedarf und Zustand der Fingergelenke die Hände „baden“ kann. Aus dem Kühlschrank (entzündungshemmend) oder in der Mikrowelle erwärmt (Förderung der Durchblutung und Beweglichkeit). Wenn sie weiß, was sie SELBER machen kann, wird die Krankheit ein wenig ihren Schrecken verlieren.
    Falls du die „Rheuma-Liga“ noch nicht kennst oder kontaktiert hast, ist die eine gute Anlaufstelle bzgl. der Erkrankung, Ärzten, Kontakten zu anderen Betroffenen/Angehörigen usw,

    Auch eine gute Arbeitsstelle kann dazu beitragen, bei Kräften zu bleiben. Denke mal ein, zwei Jahre weiter und überlege, wie dein Leben dann aussehen soll (hinsichtlich Arbeit, Wohnort, Freunde/Familie, Hobbys etc.) und überlege, was deine ersten kleinen Schrittchen in diese Richtung sein könnten.


  4. Registriert seit
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    928

    AW: Weiß nicht weiter...

    ES muß möglich sein, den neuen Job anzunehmen und andere Bewerbungen weiterlaufen zu lassen.
    Aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis kann man leichter eine neue Stelle bekommen, als wenn man arbeitslos, und das schon längere Zeit, ist.
    Mit einer "Bude" an der neuen Stelle, kann man auch gleich mal den Führerschein in Angriff nehmen.

    Da ist man mit dem Theorieunterricht am Abend schon mal unter Leuten mit gleichen Interessen und erfährt etwas über andere Jobs.

    Ich bekomme täglich ein halbes Dutzend Stellenangebote, die ich auf Grund des Alters aber nie annehmen kann.
    Ich kann mir arbeitslos gar nicht vorstellen. Aber es gibt es natürlich und ist für die Betreffenden sehr erniedrigend.
    Versuche an der neuen Stelle das Beste daraus zu machen. Wenn Ma 70 ist, solltest Du wissen, daß jede Tätigkeit auch ein gewisses "Müssen" enthält.

    .

  5. Avatar von Vienna__
    Registriert seit
    10.11.2017
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    3.495

    AW: Weiß nicht weiter...

    Zitat Zitat von dazz40 Beitrag anzeigen
    Nun weiß ich einfach nicht, ob ich die Stelle antreten soll, obwohl ich a) nicht richtig dahinter stehe und b) ich doch meine Ma nicht allein lassen kann - es ist sonst niemand da.
    Deine Zukunft, sprich die berufliche, solltest Du nicht abhängig machen, von dem Gesundheitszustand Deiner Mutter. Wenn Du den Job absolut nicht willst, Du denkst, Du kommst beim Arbeitsamt durch, diesen nicht anzunehmen, würde ich ihn nicht annehmen. Aber suche bitte nicht "die Entschuldigung" bei Deiner Mutter.

    Ich habe eine sehr gute Freundin, die ist berentet wegen Rheuma seit sie 30 Jahre alt ist. Hey, das Leben geht weiter. Auch wenn es natürlich nicht einfach ist. Aber ich kann doch gar nichts tun! Dieses Rheuma ist ein "Teufel". Ja, über die vielen Jahre habe ich gelernt, damit umzugehen. Sie kann dann halt mal paar Wochen gar nicht und liegt nur, ist in Reha, die x-te, oder was auch immer. Dann gibt es aber auch wieder Zeiten, da geht es ihr relativ gut. Da merke ich gar nichts von. Da ist das ganz normal, sie geht auch jobben, wir in Urlaub etc.

    Fakt ist, beruflich solltest Du Dich nicht mit "dem Rheuma aufhalten lassen". Denn: Du kannst nix tun! Wenn Schübe da sind etc., was willst machen? Du kannst nix tun, außer "da zu sein". Das geht aber auch via Fon etc. Meist will meine Freundin aber auch gar nix wissen. Ich weiß dann schon: Wenn sie sich nicht meldet, Schmerzen, Schub etc. - in Ruhe lassen. Da sein, wenn sie sich meldet.

    Also schau nach Dir, was den Job angeht. Deine Mum weiß, dass Du für sie da bist. Gibt übrigens auch viele Foren etc. für Rheumakranke. Hilfsangebote.
    Geändert von Vienna__ (03.02.2020 um 22:21 Uhr)


  6. Registriert seit
    01.05.2019
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    120

    AW: Weiß nicht weiter...

    Ich habe auch den Eindruck, dass du dich zur Zeit sehr instabil fühlst und versuchst über Hilfeleistungen für deine Mutter einen Halt für dich zu finden. Leider ist das ein wackeliges Gerüst, Halt muss aus dir selber kommen indem du etwas für dich tust. Das stärkt.

    Wenn du dich grad wirklich krank fühlst, dann lasse dich krank schreiben. Dazu brauchst du nicht darauf zu warten dass deine HÄ aus dem Urlaub zurück ist. Das kann der Vertretungsarzt machen. Eine Dringlichkeit ist ja gegeben da du die AU zwingend beim JC vorlegen musst.

    In der dann freien Zeit baue viel Bewegung ein: Spazieren gehen, schwimmen, Radfahren - was dir liegt. So bekommst du den Kopf frei und kannst dann deine Situation realistischer einschätzen.
    Dann überlegst du gezielt, ob du die neue Stelle antreten kannst und willst. Wenn du sie ablehnst, musst du dem JC eine schlüssige Begründung liefern, die weder in einer vermeintlich notwendigen Betreuung deiner Mutter noch in deiner Angsterkrankung liegt.

    Wenn du nur Angst davor hast die neue Herausforderung „neuer Job“ und „huch, da habe ich aber wenig Erfahrung drin“ anzunehmen, würde ich sagen: Go for it! Dinge anzugehen und zu meistern, die einem etwas Angst einjagen, kann dich stärken und über dich hinaus wachsen lassen. Ein gutes Mittel um deiner Angst etwas entgegen zu setzen.

    Suche dir eine psychologische Beratungsstelle, hier gehst du dann einmal wöchentlich hin und kannst über deine Befürchtungen reden, dir den Rücken stärken lassen. Hierfür brauchst du keine Überweisung, kostet in der Regel auch nichts.

    Bedenke, dass deine Erkrankung dich dazu verleiten kann die Realität verzerrt, viel schlechter als escwirklich ist, wahrzunehmen.

    So kannst du auch versuchen das Jobangebot anders zu sehen. Nicht „die müssen ja auch jeden Depp, der vom JC kommt, nehmen“ sondern „ die trauen mir die Aufgabenstellung zu, obwohl ich darin noch wenig Erfahrung habe“. Trotz Fachkräftemangel kann es sich keine Firma leisten unfähige Leute einzustellen.


  7. Registriert seit
    03.02.2020
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    40

    AW: Weiß nicht weiter...

    Heute ist meine Ma mal wieder sehr spitzfindig. Ich würde nichts machen, alles müsse man mir sagen, etc. etc. Dabei war mit unserem Hund, habe gesaugt, kümmere mich um die Wäsche etc.

    Nichts mache ich richtig.

  8. Avatar von Horus
    Registriert seit
    08.04.2005
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    44.852

    AW: Weiß nicht weiter...

    Tja.

    Du lässt es halt mit dir machen. Stell dich darauf ein, dass genau DAS dein Leben für die nächsten 20 Jahre sein wird: Dienstmädchen deiner Mutter. Es sei denn, du änderst SOFORT etwas ganz grundlegend.

    Nämlich:
    Sieh zu, dass du da weg kommst, in deinen eigenen Haushalt, deinen eigenen Job, dein eigenes Leben.

    Es ist das Haus, der Haushalt und der Hund deiner Mutter. Sie ist dafür zuständig. Nicht du.
    Eine rheumatische Krankheit im Anfangsstadium ist kein Grund, sich nicht darum zu kümmern.
    Also sag deiner Muttee, dass sie selbst dafür zuständig ist, fahr dahin, wo dieser Job ist und tritt diesen Job an. Dein eigenes Leben.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  9. Registriert seit
    03.02.2020
    Beiträge
    40

    AW: Weiß nicht weiter...

    Mit unserem (!) Hund gehe ich gerne raus

    Ansonsten gebe ich dir Recht.


  10. Registriert seit
    03.02.2020
    Beiträge
    40

    AW: Weiß nicht weiter...

    Hallo ,

    ich wollte hier Rückmeldung geben.

    Wir wissen immer noch nicht, was mit unserer Mama los ist. Das Labor hat das Blut meiner Ma, das sie vor 2 Wochen abgegeben hat, wieder verschlampt *ärger* Das haben wir heute morgen erfahren, als wir bei der Ärztin meiner Mama waren. So ein Ärger! Also hat sie heute wieder Blut abgenommen bekommen. Das 4 oder 5 Mal in 5 Wochen!!! Zumindest hat meine Mama eine Überweisung zu einem Rheumaspezialisten mit dem Vermerk "Notfall" bekommen . Hoffentlich bekommt sie den Termin noch, so lange ich da bin und wir (meine Schwester und ich) endlich wissen, was los ist. Frustrierend. Und es zehrt an unser aller Nerven. Besonders auch an meinen... Und dieses stürmische Wetter tut sein Übriges

    Ab morgen bin ich bis Donnerstag erst mal in meinem neuen Arbeitsort, Wohnungen anschauen. Ja, ich fahre hin!

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