+ Antworten
Seite 3 von 8 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 79
  1. Avatar von Loop1976
    Registriert seit
    20.02.2007
    Beiträge
    22.464

    AW: Weiß nicht weiter...

    Zitat Zitat von dazz40 Beitrag anzeigen
    Siehe Zitat von rotlilie. Immer, wenn ich einen Motivationsschub habe, kommt irgendwas anderes dazwischen, so dass ich mich auf nichts anderes konzentrieren kann.

    Diagnostiziert wurde bei mir eine generalisierte Angststörung.
    was sagt denn dein arzt?
    bist du arbeitsunfähig oder nicht?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht


  2. Registriert seit
    29.12.2019
    Beiträge
    783

    AW: Weiß nicht weiter...

    Horus

  3. Moderation Avatar von Islabonita
    Registriert seit
    30.09.2005
    Beiträge
    10.248

    AW: Weiß nicht weiter...

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    was sagt denn dein arzt?
    bist du arbeitsunfähig oder nicht?
    Das ist die entscheidende Frage. Ich habe vor vielen Jahren selbst einmal mit so einem Problem zu kämpfen gehabt, habe auch ärztliche Hilfe und Medikamente in Anspruch genommen. Das ist ganz und gar nicht schön, vor allem, wenn man Panikattacken hat.
    Aber: es ist auch nichts, dass einen unbedingt arbeitsunfähig macht, eher eine Einschränkung als ein wirklicher Hinderungsgrund.

    Mach nicht den Fehler, Dich hinter der Erkrankung zu verstecken und auch nicht hinter der Deiner Mutter. Je länger du aus dem Berufsprozess heraus bist, desto schwieriger ist der Einstieg. Und das meine ich beidseitig - also sowohl für Dich selbst, da die gefühlte Hürde höher wird und für die potenziellen Arbeitgeber, denn je länger die Arbeitslosigkeit andauert, desto größer werden vielleicht auch deren Bedenken.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

    Werde die, die du bist
    Hedwig Dohm


  4. Registriert seit
    03.02.2020
    Beiträge
    40

    AW: Weiß nicht weiter...

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    was sagt denn dein arzt?
    bist du arbeitsunfähig oder nicht?
    Mit meiner Ärztin habe ich darüber noch nicht gesprochen, und sie ist seit heute 2 Wochen in Urlaub. Ich werde bei ihr einen Termin machen, wenn sie wieder zurück ist. Ihre Vertretung behandelt nur Notfälle.

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    Das ist die entscheidende Frage. Ich habe vor vielen Jahren selbst einmal mit so einem Problem zu kämpfen gehabt, habe auch ärztliche Hilfe und Medikamente in Anspruch genommen. Das ist ganz und gar nicht schön, vor allem, wenn man Panikattacken hat.
    Aber: es ist auch nichts, dass einen unbedingt arbeitsunfähig macht, eher eine Einschränkung als ein wirklicher Hinderungsgrund.

    Mach nicht den Fehler, Dich hinter der Erkrankung zu verstecken und auch nicht hinter der Deiner Mutter. Je länger du aus dem Berufsprozess heraus bist, desto schwieriger ist der Einstieg. Und das meine ich beidseitig - also sowohl für Dich selbst, da die gefühlte Hürde höher wird und für die potenziellen Arbeitgeber, denn je länger die Arbeitslosigkeit andauert, desto größer werden vielleicht auch deren Bedenken.
    Was hast Du zusätzlich gemacht, um da rauszukommen? Außer mit ärztlicher Hilfe und Medikamenten?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ausrede nicht, aber nach Teil der Grunderkrankung.

    Kann deine Mama nicht zu dir?
    Das wäre doch langfristig das beste für euch?

    DU schaust, dass du durch Medikation und Therapie (Reha?) soweit stabilisiert wirst, dass du das Thema Arbeit sicher und ohne Angst angehen kannst
    Und die Mama zieht zu dir, dorthin, wo du entweder die Therapie machst und/oder einen Arbeitsplatz hast.

    Dass eine junge Frau zu einer Rentnerin zieht halte ich für verkehrt herum geplant. Deine Mutter ist aufgrund des Rentnerstatus wesentlich flexibler wie du, die du eine Arbeit suchen musst...
    Mit Reha meinte ich die Zeit nach der OP. Eine richtige Reha war nie geplant. Um meine Psyche in den Griff zu bekommen, habe ich schon daran gedacht, das an meinem Arbeitsort unbedingt in Angriff zu nehmen .

    Nein, bei meiner Ma ist das nicht so einfach. Da hängt viel daran. Wir haben einen Hund (ok, das kleinste Problem), aber meine Ma hat ein Haus - und da liegt das Problem. Das ist aber eine ganz andere Geschichte, die damit nichts zu tun hat.

    Theoretisch hatte ich darüber auch schon nachgedacht - aber das Haus ist auch noch da .

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Ich schreibe jetzt mal deutlich, ok? Ist nicht böse gemeint, soll dir aber einen ganz anderen Blickwinkel aufzeigen.

    Deine Mutter ist erst 70. Wenn du jetzt schon damit anfängst, einen äusserst zentralen Aspekt deines Lebens - nämlich dein Berufsleben, das deine finanzielle Lage für viele weitere Jahre massgeblich bestimmen wird - zugunsten deiner Mutter zurückzustellen, so wirst du das (gemessen an der statistischen Lebenserwartung), die nächsten 15-20 Jahre weiterhin bzw. noch viel stärker tun, denn deine Mutter wird älter.
    Willst du das? Willst du jetzt eine längere Arbeitslosigkeit riskieren mit allen Konsequenzen (finanziell und auch für dein CV - je länger du aus dem Arbeitsprozess raus bist und je weniger Berufserfahrung du hast, desto schwieriger wird die Stellensuche)?

    Ich habe selbst eine - stark ausgeprägte - chronische, nichtheilbare rheumatische Krankheit. Und ich kann dir sagen: das ist nichts, womit man Rundum-Betreuung durch einen Angehörigen braucht. Vorausgesetzt, die medizinische Behandlung und Betreuung stimmt. Daher ist es wichtig, dass deine Mutter kompetent ärztlich behandelt wird, und zwar Langzeit, aber ständig jemanden dabei zu haben für Begleitung, Unterstützung und Händchenhalten ist nicht nötig.
    Klingt vielleicht hart, sag ich aber mit einer, wie gesagt, aggressiven Form einer rheumatischen Erkrankung. Ich bin berufstätig, absolviere daneben ein Zweitstudium und bin sportlich sehr aktiv. Geht alles mit der richtigen Behandlung.

    Also nimm die Krankheit deiner Mutter nicht als Ausflucht, dich um das zu drücken, was du für dich tun solltest. Nämlich: die Stelle antreten, schauen, ob sie vielleicht doch passt (wenn nicht, kannst du dich immer noch wieder wegbewerben) und dich um deine eigene instabile psychische Situation kümmern.
    Nein, ich nehme das nicht böse auf. Ich sage nur: Respekt!

    So sehe ich das auch - mit dem Job. Nur ist es eben so, dass ich sehr widerwillig mich für den Job beworben habe, mir von allen Seiten reingeredet wurde, ich solle mich bewerben. Mich wunderte schon die Einladung zu dem Vorstellungsgespräch und die Zusage auf ein Vorstellungsgespräch, von dem ich dachte, dass es absolut miserabel war. Entweder die anderen waren schlechter als ich oder das VG war doch besser, als ich dachte ^^. Es ist in einem Bereich, in dem ich nicht so viel Erfahrung habe.

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Ich muß jetzt nochmal nachfragen:
    Da ich mit den Bundesländern durcheinandergekommen bin, Du müsstest von wo nach wo wegen einem Job umziehen? Das AA oder Jobcenter darf nicht unbedingt Umzüge von einem verlangen, zumindest nicht als erste Wahl....

    Vielleicht wären noch ein paar Eckdaten hilfreich, wie alt Du bist und wieviel Berufserfahrung schon da ist....

    Ansonsten bin ich voll bei Horus, ich gehe mit chron.Schmerzstörung und diversen anderen Erkrankungen VZ arbeiten und studiere auch noch nebenberuflich. Krankheiten an sich sind doof, aber man kann auch mit denen leben und arbeiten.

    In Psychotherapien gibt es immer mal diese Schlüsselfrage, wenn das Fluguzeug abstürzt , wem gibt man die erste Sauerstoffmaske? Immer sich selbst, weil man ohne Sauerstoff den Anderen nicht helfen kann. Das steht für "Sorge zuerst gutfür Dich, dann kannst Du die anderen unterstützen"
    Ich müsste von Bundesland B nach Bundesland C ziehen.

    In meinem Bereich ist es schwierig, etwas in der unmittelbaren Nähe zu finden - man muss schon flexibel sein. Und hier in Bundesland B, in dem meine Ma lebt, ist es in der Gegend sehr schwer. In anderen Städten in Bundesland B ist es einfacher.

    Ich habe kein Problem damit umzuziehen - das bin ich schon öfters. Nur zur Zeit stellt es mich vor eine große Herausforderung.


  5. Registriert seit
    01.05.2019
    Beiträge
    120

    AW: Weiß nicht weiter...

    Wende dich an die Diakonie oder Caritas am Wohnort deiner Mutter. Die sind fit in Sachen Pflege/Betreuung. Die werden gemeinsam mit deiner Mutter feststellen inwieweit ein Betreuungsbedarf vorliegt und können dann eine dementsprechende Betreuungsmöglichkeiten Stricken.

    Dies wäre aber vorrangig der Job deiner Mutter, nicht deiner.
    Bezüglich deiner Angsterkrankung würde ich dir raten dir schnell wieder eine gesunde Normalität zu schaffen. Eine lange Krankheitsphase wird deine Angstsymptome eher nicht lindern und die Hürde zurück ins Leben erhöhen (was ja wiederum deine Ängste trigfern könnte).

    Habe ich das richtig verstanden, dass du zu der neuen Arbeitsstelle 3,5 Stunden unterwegs wärest? Das wären ja 7 Stunden Fahrtzeit pro Tag!! Und das auf ungewisse Zeit, denn heutzutage musst du schon eine längere Zeit für die Wohnungssuche einplanen, mindestens 3 Monate um überhaupt die eigentlich immer geforderten 3 Einkommensnachweise in einen fortlaufendem Job vorzuweisen.

    Da du dann aber extra für den Job umziehst, könntest du auch deinen neuen Arbeitgeber bitten dich bei der Wohnungssuche zu unterstützen.
    Grade in Branchen mit Personalmangel wird mit einer solchen Möglichkeit um neue Mitarbeiter geworben.

  6. Avatar von Horus
    Registriert seit
    08.04.2005
    Beiträge
    44.873

    AW: Weiß nicht weiter...

    So sehe ich das auch - mit dem Job. Nur ist es eben so, dass ich sehr widerwillig mich für den Job beworben habe, mir von allen Seiten reingeredet wurde, ich solle mich bewerben. Mich wunderte schon die Einladung zu dem Vorstellungsgespräch und die Zusage auf ein Vorstellungsgespräch, von dem ich dachte, dass es absolut miserabel war. Entweder die anderen waren schlechter als ich oder das VG war doch besser, als ich dachte ^^. Es ist in einem Bereich, in dem ich nicht so viel Erfahrung habe.
    Okay.
    Kann durchaus sein, dass der Job Mist ist. Das findest du aber nur heraus, wenn du es probierst. Ein Bereich, in dem dir die Erfahrung fehlt … ist doch eine gute Möglichkeit, eben gerade zusätzliche Erfahrungen zu sammeln.
    Wenn du den Job ablehnst, könntest du heftigen Stress mit dem Arbeitsamt bekommen.
    Wie gesagt: wenn er sich als Mist entpuppt, kannst du dich immer noch weiterbewerben. Es hindert dich wirklich niemand daran, dort anzufangen und nach 6 Monaten wieder zu gehen, wenn es dir nicht gefällt und du etwas Besseres gefunden hast.
    Ich würde übrigens auch jetzt, trotz Zusage, weiterhin Bewerbungen rauslassen und jene, die noch laufen sollten, nicht zurückziehen. Vielleicht ergibt sich ja noch was Anderes, bevor du die Stelle antrittst oder während der Probezeit.

    aber meine Ma hat ein Haus - und da liegt das Problem. Das ist aber eine ganz andere Geschichte, die damit nichts zu tun hat.
    Deine Mutter ist erwachsen (länger als du...) und hat es doch gut hinbekommen für sich selbst und für deine Schwester und dich zu sorgen, als ihr Kinder ward. Glaubst du nicht, dass sie es auch hinbekommt, sich so zu organisieren, dass sie das mit dem Haus auf die Reihe bekommt? Sich Unterstützung zu besorgen - und zwar nicht nach dem Motto "meine Töchter kümmern sich". Wenn man ein Haus besitzt, ist das schön, allerdings ist das halt auch mit Pflichten verbunden: man alles, was mit dem Haus verbunden ist, auf die Reihe bekommen.
    (Unter anderem darum will ich kein Haus - ich hab keine Lust, mich zu kümmern)

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  7. Moderation Avatar von Islabonita
    Registriert seit
    30.09.2005
    Beiträge
    10.248

    AW: Weiß nicht weiter...

    Zitat Zitat von dazz40 Beitrag anzeigen
    Was hast Du zusätzlich gemacht, um da rauszukommen? Außer mit ärztlicher Hilfe und Medikamenten?
    .

    Ich habe Entspannungstechniken gelernt (autogenes Training) und für frische Luft und Bewegung gesorgt. Auch richtiges Auspowern beim Sport hat mir geholfen.

    Zum Glück hatte ich auch einen sehr stützenden Partner, das ist in solchen Situationen natürlich sehr entlastend.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

    Werde die, die du bist
    Hedwig Dohm

  8. Moderation Avatar von Promethea71
    Registriert seit
    11.09.2004
    Beiträge
    17.287

    AW: Weiß nicht weiter...

    Wann soll der neue Job in C beginnen?
    Kannst du zunächst dort vor Ort in ein Zimmer ziehen statt gleich einen kompletten Umzug zu machen?

    Wie weit ist die Strecke nach A? Wäre es eine Option in der vorherigen Firma wieder anzufangen? Dort war man mit dir zufrieden und hatte nur Angst, dass die Krankheit nach dem Unfall sich länger hinzieht und hat deswegen die Möglichkeit genutzt noch in der Probezeit zu kündigen. Daher wäre es nicht ausgeschlossen, dass man dich jetzt - wieder gesund - wieder einstellt. Wäre das für dich ein Option?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"


  9. Registriert seit
    10.06.2016
    Beiträge
    158

    AW: Weiß nicht weiter...

    Hallo,
    eine rheumatische Erkrankung bedeutet nicht, dass deine Mutter zwangsläufig in absehbarer rund um die Uhr Betreuung oder Pflege benötigt. Das sähe bei einer Krebserkrankung, Schlaganfall o.ä. anders aus. Wichtig ist ein guter (!) Rheumatologe, der eine gut wirksame Basistherapie für sie zusammenstellt. Zudem aber auch Physiotherapie und ggf. Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern (sollten die Hände betroffen sein, gibt es in Sanitätshäusern z.B. viele kleine Hilfsmittel, die das Greifen erleichtern). Ja, rheumatische Erkrankungen können massive Auswirkungen haben, nicht nur auf die Gelenke. Mein Vater hat seit 25 Jahren eine eher seltene Rheuma-Art und ich habe in meinem ersten Beruf als Ergotherapeutin lange in einer orthopädischen Rehaklinik gearbeitet. Die Thematik ist mir daher nicht unbekannt.

    Das andere ist der Vermittlungsvorschlag der Agentur... Eigentlich müsstest du die Stelle antreten. Vielleicht kannst du ja auch vorübergehend ein Zimmer anmieten, bis du dich orientiert hast, ob du da vorerst bleiben willst oder weiter suchst.
    Wenn du wirklich arbeitsunfähig bist, dann lass dich krankschreiben. Aber nicht wegen der Diagnose und „Betreuung“ deiner Mutter oder der weit entfernten Arbeitsstelle, sondern damit du psychisch stabil wirst (ambulante Therapie, Klinikaufenthalt oder was auch immer). Beruflich arbeite ich mittlerweile in einem Projekt für langzeitarbeitslosen Menschen. Aus der Erfahrung heraus... Um so länger man aus dem Beruf heraus ist, desto schwieriger wird der Absprung aus der Arbeitslosigkeit. Nicht nur, weil Arbeitgeber kritisch wegen einer Lücke im Lebenslauf sein könnten (das muss noch nicht mal ein so großer Hinderungsgrund sein), sondern weil die innere Hemmschwelle u.U. immer größer wird.

    Pflege naher Angehöriger ist etwas, wovor ich Hochachtung habe. Und dennoch habe ich relativ häufig Menschen in der Beratung, die regelrecht bereuen, ihr eigenes Leben für die Pflege zum Teil komplett aufgegeben zu haben (das habe ich bewusst so heftig geschrieben). Denn manchmal ist alles weggebrochen...Arbeit, Wohnung, Freunde, Hobbys. Dafür ggf. eigene gesundheitliche Probleme und/oder Schulden. Nicht selten kommt die Aussage, dass es im Nachhinein besser gewesen wäre, wenigstens ein bisschen zu arbeiten und ggf. externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Damit gerade bei einem sehr langen Zeitraum der Pflege ein bisschen „eigenes Leben“ (auch Freunde, Hobbys etc.) und eine Perspektive trotz der Pflege bleibt.
    Nutz deine „freie“ Zeit und recherchiere nach Städten im größeren Umkreis, von denen der Wohnort deiner Mutter einigermaßen mit ÖPNV erreichbar sind. Schau, wie da der Arbeitsmarkt für deinen Beruf aussieht bzw. welche Firmen potentiell für Initiativbewerbungen in Frage kommen. Und dann schreibe gut durchdachte und individuelle Bewerbungen.


  10. Registriert seit
    03.02.2020
    Beiträge
    40

    AW: Weiß nicht weiter...

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    Ich habe Entspannungstechniken gelernt (autogenes Training) und für frische Luft und Bewegung gesorgt. Auch richtiges Auspowern beim Sport hat mir geholfen.

    Zum Glück hatte ich auch einen sehr stützenden Partner, das ist in solchen Situationen natürlich sehr entlastend.
    Dann hast Du da echt Glück - ich habe leider niemanden, der mir zuhört oder versteht, was eine gen. Angststörung bedeutet. Meine Ma meint nur, wenn ich sage, dass es mir gerade nicht gut geht, dass mir Bewegung fehlt, bzw. eine Tätigkeit. So einfach ist das jedoch nicht.

    Ich gehe im Moment 3x mit unserem Hund raus - aber wirklich helfen tut das nicht. Hier auf dem platten Land kann man einfach nichts machen, da es hier nichts gibt.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wann soll der neue Job in C beginnen?
    Kannst du zunächst dort vor Ort in ein Zimmer ziehen statt gleich einen kompletten Umzug zu machen?

    Wie weit ist die Strecke nach A? Wäre es eine Option in der vorherigen Firma wieder anzufangen? Dort war man mit dir zufrieden und hatte nur Angst, dass die Krankheit nach dem Unfall sich länger hinzieht und hat deswegen die Möglichkeit genutzt noch in der Probezeit zu kündigen. Daher wäre es nicht ausgeschlossen, dass man dich jetzt - wieder gesund - wieder einstellt. Wäre das für dich ein Option?
    Ich suche schon nach möblierten Wohnungen, um nicht gleich komplett umziehen zu müssen.. Ein paar Kartons würde ich jedoch schon mitnehmen. Außerdem habe ich bei dem Umzug von A nach B die meisten Möbel entsorgt, da sperrmüllreif.

    Nein, Gott bewahre, bei der Firma möchte ich nie wieder arbeiten, weil ich menschlich zu enttäuscht bin.

    Zitat Zitat von sunflower1976 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    eine rheumatische Erkrankung bedeutet nicht, dass deine Mutter zwangsläufig in absehbarer rund um die Uhr Betreuung oder Pflege benötigt. Das sähe bei einer Krebserkrankung, Schlaganfall o.ä. anders aus. Wichtig ist ein guter (!) Rheumatologe, der eine gut wirksame Basistherapie für sie zusammenstellt. Zudem aber auch Physiotherapie und ggf. Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern (sollten die Hände betroffen sein, gibt es in Sanitätshäusern z.B. viele kleine Hilfsmittel, die das Greifen erleichtern). Ja, rheumatische Erkrankungen können massive Auswirkungen haben, nicht nur auf die Gelenke. Mein Vater hat seit 25 Jahren eine eher seltene Rheuma-Art und ich habe in meinem ersten Beruf als Ergotherapeutin lange in einer orthopädischen Rehaklinik gearbeitet. Die Thematik ist mir daher nicht unbekannt.

    Das andere ist der Vermittlungsvorschlag der Agentur... Eigentlich müsstest du die Stelle antreten. Vielleicht kannst du ja auch vorübergehend ein Zimmer anmieten, bis du dich orientiert hast, ob du da vorerst bleiben willst oder weiter suchst.
    Wenn du wirklich arbeitsunfähig bist, dann lass dich krankschreiben. Aber nicht wegen der Diagnose und „Betreuung“ deiner Mutter oder der weit entfernten Arbeitsstelle, sondern damit du psychisch stabil wirst (ambulante Therapie, Klinikaufenthalt oder was auch immer). Beruflich arbeite ich mittlerweile in einem Projekt für langzeitarbeitslosen Menschen. Aus der Erfahrung heraus... Um so länger man aus dem Beruf heraus ist, desto schwieriger wird der Absprung aus der Arbeitslosigkeit. Nicht nur, weil Arbeitgeber kritisch wegen einer Lücke im Lebenslauf sein könnten (das muss noch nicht mal ein so großer Hinderungsgrund sein), sondern weil die innere Hemmschwelle u.U. immer größer wird.

    Pflege naher Angehöriger ist etwas, wovor ich Hochachtung habe. Und dennoch habe ich relativ häufig Menschen in der Beratung, die regelrecht bereuen, ihr eigenes Leben für die Pflege zum Teil komplett aufgegeben zu haben (das habe ich bewusst so heftig geschrieben). Denn manchmal ist alles weggebrochen...Arbeit, Wohnung, Freunde, Hobbys. Dafür ggf. eigene gesundheitliche Probleme und/oder Schulden. Nicht selten kommt die Aussage, dass es im Nachhinein besser gewesen wäre, wenigstens ein bisschen zu arbeiten und ggf. externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Damit gerade bei einem sehr langen Zeitraum der Pflege ein bisschen „eigenes Leben“ (auch Freunde, Hobbys etc.) und eine Perspektive trotz der Pflege bleibt.
    Nutz deine „freie“ Zeit und recherchiere nach Städten im größeren Umkreis, von denen der Wohnort deiner Mutter einigermaßen mit ÖPNV erreichbar sind. Schau, wie da der Arbeitsmarkt für deinen Beruf aussieht bzw. welche Firmen potentiell für Initiativbewerbungen in Frage kommen. Und dann schreibe gut durchdachte und individuelle Bewerbungen.
    Wir sind auf der Suche nach Rheumatologen, was sich als sehr schwer beweist, da es hier im Umkreis kaum passende Kliniken gibt. Außerdem müsste das bald passieren, dass jemand bei unserem Hund ist, und auch so nach dem Rechten schaut.

    Durch die Krankheit meiner Ma fühle ich mich auch irgendwie allein. Ich verstehe, dass sie Schmerzen hat und irgendwie dauermüde ist - aber wie oft wir zusammen gegessen oder geredet haben, kann ich an einer Hand abzählen. Als ich den Knöchel gebrochen hatte, bin ich zum Essen auch jedes Mal raus. Ok, man kann die Situation nicht vergleichen, aber trotzdem.

    Auch ansonsten bin ich eher allein.

+ Antworten
Seite 3 von 8 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •